# ADAC Sommerreifentest 2026: Die Testsieger in 225/50 R17

Veröffentlicht: 26.02.2026 · Aktualisiert: 10.09.2026 · Kategorie: Tests & Auszeichnungen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Reifentest, ADAC, Sommerreifen, Continental, Testsieger, 225/50 R17

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Ein Reifentest besteht aus mehr als der Zahl, die oben in der Tabelle steht. Für diesen Beitrag haben wir alle **16 Einzelergebnisseiten** des ADAC Sommerreifentests 2026 ausgewertet — **zehn Noten und zehn Messreihen je Reifen**, dazu Preis, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex, EU-Label und Produktionsland. Aus diesen Werten ergibt sich ein Bild, das die Ergebnistabelle allein nicht hergibt: warum drei Reifen „gut" sind und dreizehn nicht, warum der Reifen mit der besten Nassnote des Feldes trotzdem Letzter wird, und warum der Reifen mit der besten Umweltbilanz nur auf Platz neun landet.

> **Quelle:** [ADAC Sommerreifentest 225/50 R17 (2026)](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/sommerreifen/225-50-r17-2026/), veröffentlicht am 24. Februar 2026, Autor Jochen Wieler. Sämtliche Noten und Messwerte in diesem Beitrag stammen von der Testübersicht und den 16 zugehörigen Einzelergebnisseiten des ADAC. Die Ranglisten und Rechenschritte, die wir daraus ableiten, sind als solche gekennzeichnet.

## Woher die Zahlen in diesem Beitrag stammen

Der ADAC hat 16 Sommerreifen der Dimension **225/50 R17** geprüft, alle in der Tragfähigkeitsklasse 98, teils mit Geschwindigkeitsindex W, teils Y. Testfahrzeug war ein Audi A4, gefahren wurde unter anderem auf dem Reifentestgelände bei Rom. Die Gesamtnote setzt sich aus zwei Blöcken zusammen: **Fahrsicherheit mit 70 Prozent** und **Umweltbilanz mit 30 Prozent**. Die Fahrsicherheit teilt sich wiederum in trockene Fahrbahn (40 Prozent) und nasse Fahrbahn (60 Prozent), die Umweltbilanz in Laufleistung (40 Prozent), Reifenabrieb (20 Prozent), Effizienz (20 Prozent), Geräusch (10 Prozent) und Nachhaltigkeit (10 Prozent).

Die Notenskala des ADAC ist auf jeder Ergebnisseite abgedruckt und entscheidet darüber, welches Wort ein Reifen bekommt: **sehr gut** von 0,6 bis 1,5, **gut** von 1,6 bis 2,5, **befriedigend** von 2,6 bis 3,5, **ausreichend** von 3,6 bis 4,5 und **mangelhaft** von 4,6 bis 5,5. Diese Grenzen sind der Grund, warum zwischen dem Goodyear mit 2,3 und dem Michelin mit 2,8 ein ganzes Wort liegt, obwohl es rechnerisch nur ein halber Notenpunkt ist.

Jede Einzelergebnisseite nennt außerdem zehn **gemittelte Messwerte** — von den beiden Nassbremswegen über Aquaplaning bis zu Abrieb und Vorbeifahrgeräusch — und dazu in Klammern jeweils den besten und den schlechtesten Wert des gesamten Feldes. Diese Klammerwerte haben wir als Kontrolle genutzt: Alle zehn Messreihen, die wir aus den 16 Seiten zusammengetragen haben, reproduzieren die vom ADAC angegebenen Extremwerte exakt. Die Erhebung ist damit vollständig. Wie ein solcher Test grundsätzlich aufgebaut ist und welche Disziplinen dazugehören, beschreiben wir im Beitrag [wie ein Reifentest abläuft](https://www.reifentiefpreis.de/blog/wie-wird-ein-reifen-getestet).

## Die Rangliste: dreimal „gut", zehnmal „befriedigend", dreimal „ausreichend"

Hier das komplette Feld in der Reihenfolge des ADAC, jeweils mit Gesamtnote, den beiden Hauptnoten und dem vom ADAC notierten Preis je Reifen:

- **Continental PremiumContact 7 — 1,9** (Fahrsicherheit 1,7 · Umweltbilanz 2,2 · 163 Euro)
- **Pirelli Cinturato (C3) — 2,2** (2,1 · 2,4 · 156 Euro)
- **Goodyear EfficientGrip Performance 2 — 2,3** (2,4 · 1,9 · 162 Euro)
- **Firestone Roadhawk 2 — 2,6** (2,4 · 3,0 · 132 Euro)
- **Falken Ziex ZE320 — 2,7** (2,6 · 2,9 · 129 Euro)
- **Bridgestone Turanza 6 — 2,7** (3,0 · 2,0 · 155 Euro)
- **Michelin Primacy 5 — 2,8** (3,2 · 1,8 · 165 Euro)
- **Maxxis Premitra HP6 — 2,8** (2,7 · 3,0 · 113 Euro)
- **Kumho Ecsta HS52 — 2,8** (2,7 · 3,1 · 115 Euro)
- **BFGoodrich Advantage — 3,0** (3,2 · 2,6 · 148 Euro)
- **Hankook Ventus Prime4 — 3,1** (3,3 · 2,5 · 136 Euro)
- **Vredestein Ultrac+ — 3,1** (2,9 · 3,5 · 135 Euro)
- **Greentrac Quest-X — 3,1** (3,2 · 3,0 · 96 Euro)
- **Lassa Revola — 3,6** (3,6 · 3,1 · 121 Euro)
- **Leao Nova-Force Acro — 3,8** (3,7 · 3,8 · 87 Euro)
- **Linglong Sport Master — 4,2** (3,8 · 4,2 · 96 Euro)

Zwei Hinweise des ADAC gehören dazu. Beim **Kumho Ecsta HS52** vermerkt er, dass eine Anpassung der Spezifikation stattgefunden hat und die neueste Variante 2026 flächendeckend am Markt erhältlich ist. Beim **Greentrac Quest-X** und beim **Lassa Revola** weist er den Preis ausdrücklich als nicht repräsentativ aus, weil die Datenlage dafür nicht ausreichte — ein Punkt, auf den wir beim Regalabgleich zurückkommen, denn beide Marken sind in Deutschland kaum verbreitet.

## Der Schlüssel zur Tabelle: eine Abwertung ersetzt die Rechnung

Wer die Noten nachrechnet, stolpert sofort. Der Kumho hat auf trockener Fahrbahn 2,7 und auf nasser 2,0 — gewichtet mit 40 zu 60 ergibt das 2,28, also 2,3. In der Tabelle steht als Fahrsicherheit aber **2,7**. Beim Linglong ist der Sprung noch größer: trocken 3,8, nass 1,5, gewichtet 2,42 — die Tabelle nennt **3,8**. Die Erklärung steht als Fußnote unter jedem Notenblock: „Note führt zur Abwertung des Hauptkriteriums."

Was diese Fußnote praktisch bedeutet, ließ sich an den 16 Seiten sauber ablesen. **Eine markierte Teilnote wird nicht abgezogen und nicht gewichtet — sie wird zur Note der ganzen Gruppe.** Wir haben das an jedem einzelnen Fall geprüft: In allen 14 Fällen, in denen der ADAC eine Teilnote so markiert, entspricht die Note des übergeordneten Kriteriums exakt dieser Teilnote und nicht dem gewichteten Mittel. Bei Michelin wird aus einer rechnerischen Fahrsicherheit von 2,96 die Note 3,2, weil die Trockennote 3,2 markiert ist. Bei Vredestein zieht die markierte Laufleistungsnote 3,5 die gesamte Umweltbilanz von rechnerisch 3,04 auf 3,5.

Auf der obersten Ebene wiederholt sich dasselbe Muster mit einer zweiten Fußnote: „Note führt zur Abwertung der Gesamtnote." Sie steht bei drei Reifen — bei **Lassa** an der Fahrsicherheit, bei **Leao** und **Linglong** an der Umweltbilanz — und auch hier ersetzt der markierte Wert das Ergebnis der 70-zu-30-Rechnung. Lassa käme rechnerisch auf 3,45, bekommt aber 3,6; Linglong käme auf 3,92 und bekommt 4,2.

Der wichtigste Befund daraus ist eine schlichte Zählung: **Drei der 16 Reifen tragen überhaupt keine Abwertung — und genau diese drei sind die drei „guten".** Continental, Pirelli und Goodyear sind die einzigen Reifen im Feld, deren Gesamtnote ausschließlich aus der Rechnung stammt. Bei allen 13 übrigen greift mindestens einmal die Fußnote ein. Wer also wissen will, warum ein Reifen ein „gut" bekommt, muss nicht fragen, wo er besonders stark war, sondern wo er nicht markiert wurde.

## Ohne Abwertung sähe das Feld anders aus — unsere Nachrechnung

Um den Effekt sichtbar zu machen, haben wir für jeden Reifen die Gesamtnote **ohne jede Abwertung** neu berechnet: Fahrsicherheit aus 40 zu 60, Umweltbilanz aus 40/20/20/10/10, Gesamtnote aus 70 zu 30, jeweils auf eine Nachkommastelle gerundet. Das ist ausdrücklich unsere eigene Modellrechnung und keine ADAC-Angabe — sie zeigt lediglich, wie viel Notengewicht in der Abwertungsregel steckt.

Das Ergebnis: **Das gesamte Feld läge dann zwischen 1,9 und 3,4.** Kein einziger Reifen wäre „ausreichend". Statt drei Reifen wären **fünf** im „guten" Bereich, weil Falken Ziex ZE320 und Kumho Ecsta HS52 mit je 2,5 knapp hineinrutschten. Und die Reihenfolge im hinteren Feld würde sich verschieben: Der Linglong stünde mit 2,8 mitten im Mittelfeld statt allein am Ende.

Die Verschiebungen sind unterschiedlich groß. Bei Continental, Pirelli und Goodyear beträgt sie null. Bei Bridgestone und Maxxis ein Zehntel, bei Falken, Michelin, BFGoodrich und Greentrac zwei Zehntel, bei Kumho, Hankook und Vredestein drei Zehntel. Dann wird es deutlich: **Leao verliert vier Zehntel, Lassa sieben Zehntel — und Linglong 1,4 Notenpunkte.** Der Linglong ist damit der Reifen, dessen Platzierung fast vollständig aus der Abwertungsregel und nicht aus dem gewichteten Mittel entsteht.

Das ist keine Kritik am Verfahren, im Gegenteil: Die Regel ist der Mechanismus, mit dem der ADAC verhindert, dass ein einzelnes gravierendes Defizit durch gute Werte anderswo weggerechnet wird. Wer Testnoten liest, sollte nur wissen, dass es sie gibt — sonst wirken Tabellen wie diese willkürlich. Warum sich Noten verschiedener Prüforganisationen ohnehin nur eingeschränkt gegeneinander stellen lassen, ordnen wir im Beitrag [Reifentests im Vergleich](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-im-vergleich) ein.

## Trockenbremsen: 2,8 Meter trennen das ganze Feld

Der auffälligste Messwert des Tests ist der, bei dem fast nichts passiert. Der Bremsweg aus 100 km/h auf trockener Fahrbahn reicht von **33,9 Metern (Falken Ziex ZE320)** bis **36,7 Metern (Hankook Ventus Prime4)**. Das ist über 16 Reifen hinweg eine Spanne von 2,8 Metern oder rund acht Prozent — bei einer Disziplin, die viele Käufer für die entscheidende halten.

Die Trockennoten dagegen reichen von **1,6 bis 3,8**, also über mehr als zwei volle Notenstufen. Beides zusammen ergibt einen Zusammenhang, den es nicht gibt: Zwischen Trockennote und Trockenbremsweg messen wir über das Feld einen Korrelationskoeffizienten von **−0,23** — er zeigt sogar leicht in die falsche Richtung. Die Reifen mit den besseren Trockennoten bremsten im Schnitt eher etwas länger.

Der Beleg dafür steht am Tabellenende. Der **Linglong Sport Master bremst mit 34,2 Metern als Zweitbester des gesamten Feldes** — und bekommt für die trockene Fahrbahn trotzdem die schlechteste Note aller 16 Reifen. Der ADAC begründet das in seinem Testbericht ausführlich: verzögertes Ansprechen auf Lenkbefehle bei warmem Reifen, schwammiges Fahrgefühl, Korrekturbedarf mitten in der Kurve und deutliche Übersteuerneigung beim Ausweichen. **Die Trockennote misst also im Wesentlichen nicht das Bremsen, sondern das Lenken.** Wer aus einem Test nur den Bremsweg mitnimmt, übersieht genau den Teil, der die Note macht.

## Nässe: 16-mal Label A — und 7,8 Meter Unterschied

Auf dem EU-Reifenlabel steht bei allen 16 Testreifen in der Nasshaftung dasselbe: die Bestklasse **A**. Kein einziger Reifen im Feld trägt B oder schlechter. Die gemessenen Nassbremswege aus 80 km/h auf Asphalt reichen dagegen von **30,1 Metern** (Continental PremiumContact 7 und Linglong Sport Master, exakt gleichauf) bis **37,9 Metern** (Greentrac Quest-X). Das sind **7,8 Meter Unterschied bei identischer Labelklasse** — und die Nassnoten des ADAC spreizen sich entsprechend von 1,5 bis 3,3.

Auf dem zweiten Nassbelag wird der Abstand noch größer. Beton bremst schlechter als Asphalt, und zwar bei jedem Reifen: Die Werte reichen von **32,3 Metern (Linglong)** bis **44,5 Metern (Greentrac)**, eine Spanne von 12,2 Metern. Bemerkenswert ist, wie unterschiedlich hart der Belagwechsel die Reifen trifft. Der Continental verliert von Asphalt auf Beton 4,8 Meter, der Linglong nur 2,2 Meter — der Greentrac dagegen 6,6 Meter. Wer auf dem einen Belag hinten liegt, verliert auf dem anderen also tendenziell zusätzlich.

Die Nassnote selbst bildet das Bremsen brauchbar ab: Zwischen Nassnote und Nassbremsweg auf Asphalt messen wir **+0,75**, das ist ein klarer Zusammenhang. Das Label dagegen unterscheidet innerhalb dieses Feldes gar nichts, weil alle 16 Reifen dieselbe Klasse tragen. Das ist kein Mangel des Labels, sondern seine Bauart: Die Klassen sind absolut über alle Pkw-Reifen definiert, und in einem Feld aktueller Sommerreifen einer gängigen Mittelklasse-Größe landen eben nahezu alle in der Spitzenklasse. Wie diese Klassengrenzen zustande kommen, erklären wir im Beitrag zur [Nasshaftungsklasse des Reifenlabels](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-reifenlabel), und was die Buchstaben insgesamt bedeuten, im Ratgeber [EU-Reifenlabel lesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/eu-reifenlabel-lesen-nasshaftung-effizienz-und-geraeusch-einfach-erklaert). Die grundsätzliche Abwägung zwischen beiden Informationsquellen behandelt der Beitrag [Label oder Test — was mehr über einen Reifen aussagt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-oder-test). Was die reinen Bremswegzahlen für den Alltag bedeuten, steht im Ratgeber [Bremsweg bei Nässe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bremsweg-naesse).

## Aquaplaning: die Reserve, die auf keinem Label steht

Der ADAC misst Aquaplaning in zwei Disziplinen. Längs wird ermittelt, bei welcher Geschwindigkeit der Reifen aufschwimmt: Die Werte reichen von **79,7 km/h** (Continental und Pirelli, gleichauf) bis **72,9 km/h** (Hankook Ventus Prime4) — knapp sieben Stundenkilometer Unterschied. In der Kreisbahn wird die im Wasser noch übertragbare Querbeschleunigung gemessen: von **3,7 m/s²** (Continental und Greentrac) bis **2,9 m/s²** (Leao Nova-Force Acro), also rund 28 Prozent Spanne.

Interessant ist, wer hier vorne liegt. Der **Greentrac Quest-X** teilt sich mit dem Testsieger den Bestwert bei der Querbeschleunigung im Wasser — und hat gleichzeitig den mit Abstand längsten Nassbremsweg des Feldes. Aquaplaning-Reserve und Nassbremsweg sind eben zwei verschiedene Eigenschaften, und keine von beiden lässt sich aus der Gesamtnote ablesen: Zwischen Gesamtnote und Aufschwimmgeschwindigkeit messen wir −0,29, zwischen Gesamtnote und Querbeschleunigung −0,38. Beides sind schwache Zusammenhänge.

Auf dem EU-Label kommt Aquaplaning ohnehin nicht vor. Es führt Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch, und die Nasshaftung beschreibt das Bremsen auf nasser, nicht auf überfluteter Fahrbahn. Wie sich derselbe Befund in einem völlig anderen Testfeld wiederholt hat, zeigen die [gemessenen Aquaplaning-Werte aus dem AUTO-BILD-Testfeld](https://www.reifentiefpreis.de/blog/aquaplaning-erkennen-reagieren); wie man im Ernstfall reagiert, steht im saisonalen Ratgeber [Aquaplaning vermeiden](https://www.reifentiefpreis.de/blog/aquaplaning-vermeiden-so-behalten-sie-bei-sommerregen-die-kontrolle).

## Laufleistung und Abrieb: hier entscheidet sich die Gesamtnote

Rechnet man alle zehn Messreihen gegen die Gesamtnote, tritt ein klares Muster hervor. Mit dem Nassbremsweg auf Asphalt korreliert die Gesamtnote mit **+0,10**, auf Beton mit **+0,04** — das ist praktisch null. Mit dem Trockenbremsweg sind es **−0,17**. Mit der prognostizierten Laufleistung dagegen **−0,67** und mit dem Reifenabrieb **+0,73**. Anders gesagt: In diesem Testfeld sagt die Gesamtnote deutlich mehr über den Verschleiß als über das Bremsen.

Die Zahlen dahinter liegen entsprechend weit auseinander. Die prognostizierte Laufleistung bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe reicht von **57.800 Kilometern** beim Goodyear EfficientGrip Performance 2 bis **26.100 Kilometern** beim Linglong Sport Master — **Faktor 2,2**. Dahinter folgen Michelin mit 56.000 und Bridgestone mit 55.600 Kilometern; am unteren Ende stehen Leao mit 27.700 und Vredestein mit 30.600 Kilometern. Der ADAC ermittelt diese Prognose über einen Straßenkonvoi-Test über rund 15.000 Kilometer und rechnet das Ergebnis hoch.

Beim Abrieb, gemessen in Milligramm je Kilometer und Tonne Fahrzeuggewicht, ist der Abstand noch drastischer: **54 mg (Michelin Primacy 5) gegen 131 mg (Linglong Sport Master)**. Der Letztplatzierte lässt also fast zweieinhalbmal so viel Gummi auf der Straße wie der Beste. Der zweitschlechteste Wert liegt bei 100 mg (Leao) — der Linglong ist damit auch innerhalb der Schlussgruppe noch ein Ausreißer. Wie sich Laufleistungen im Alltag einordnen lassen, steht im Ratgeber [wie viele Kilometer ein Reifensatz hält](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-laufleistung-kilometer); warum der Abrieb inzwischen auch regulatorisch ein Thema ist, erklärt der Beitrag [Reifenabrieb und die Euro-7-Vorgaben](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenabrieb-euro-7).

## Geräusch, Verbrauch und Gewicht: was am Ende nichts trennt

Drei Messreihen fallen als Entscheidungshilfe praktisch aus. Der **Kraftstoffverbrauch bei 100 km/h** liegt zwischen 5,4 und 6,0 Litern je 100 Kilometer; zwölf der 16 Reifen liegen zwischen 5,4 und 5,7 Litern. Den niedrigsten Wert erreicht laut ADAC der Michelin Primacy 5, sehr dicht dahinter notiert sind Continental und Hankook. Der einzige echte Ausreißer nach oben ist der Linglong mit 6,0 Litern. Für die Kaufentscheidung heißt das: Zwischen den meisten Kandidaten entscheidet der Rollwiderstand über wenige Zehntelliter — wie viel das über ein Reifenleben ausmacht, rechnen wir im Beitrag [Rollwiderstand und Spritverbrauch](https://www.reifentiefpreis.de/blog/rollwiderstand-spritsparen) durch.

Das **Testreifengewicht** reicht von 9,0 Kilogramm (Falken) bis 11,0 Kilogramm (Greentrac) je Reifen — zwei Kilogramm Unterschied, die man beim Radwechsel merkt, im Fahrbetrieb aber kaum. Auffällig ist eher, wer oben und unten steht: Die drei leichtesten Reifen (Falken, Michelin, Continental) gehören zu den effizientesten des Feldes, die beiden schwersten (Greentrac und Kumho) nicht.

Beim **Vorbeifahrgeräusch nach ISO** wird es dagegen lehrreich. Gemessen reicht das Feld von 70,2 dB(A) (Greentrac) bis 74,3 dB(A) (Pirelli). Stellt man diese Messwerte den Dezibelangaben des EU-Labels gegenüber, ergibt sich ein Korrelationskoeffizient von **−0,02** — die Labelangabe sagt die gemessene Rangfolge in diesem Feld also überhaupt nicht vorher. Der Falken trägt mit 68 dB die niedrigste Labelangabe und landet in der ADAC-Messung nur auf Rang fünf; der Leao mit 72 dB auf dem Label wird als Zweitleisester gemessen. Die beiden Zahlen entstehen unter unterschiedlichen Bedingungen und sind deshalb nicht gegeneinander aufzurechnen — die praktische Konsequenz ist trotzdem eindeutig: **Wer einen leisen Reifen sucht, findet ihn nicht über die Dezibelzahl auf dem Label.** Worauf es beim Abrollgeräusch tatsächlich ankommt, steht im Ratgeber [leise Reifen erkennen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengeraeusch-leise-reifen).

## Die drei empfehlenswerten Reifen im Einzelnen

**Continental PremiumContact 7 — Note 1,9.** Der Testsieger ist der einzige Reifen des Feldes, der bei Nässe und beim Aquaplaning gleichzeitig vorne steht: kürzester Nassbremsweg auf Asphalt (30,1 m, gleichauf mit dem Linglong), zweitkürzester auf Beton (34,9 m), höchste Aufschwimmgeschwindigkeit (79,7 km/h) und beste Querbeschleunigung im Wasser (3,7 m/s²). Seine Trockennote 1,6 ist die beste des Feldes. Schwächer ist er ausgerechnet dort, wo man es nicht erwartet: 44.700 Kilometer Laufleistung sind nur Rang sechs, und das gemessene Vorbeifahrgeräusch von 72,4 dB(A) liegt im hinteren Drittel — der ADAC führt es ausdrücklich als Schwäche. Mehr zum Modell steht im [Porträt des Continental PremiumContact 7](https://www.reifentiefpreis.de/blog/continental-premiumcontact-7).

**Pirelli Cinturato (C3) — Note 2,2.** Der Pirelli ist der ausgewogenste Reifen hinter dem Continental: Nassbremsweg 31,8 m, Aufschwimmgeschwindigkeit 79,7 km/h (gleichauf mit dem Testsieger), Laufleistung 48.600 km und mit 2,0 die viertbeste Laufleistungsnote. Seine erkennbare Schwäche ist das Geräusch — mit 74,3 dB(A) der höchste gemessene Wert des Feldes und eine Teilnote von 3,3. Wer viel Autobahn fährt, sollte das wissen. Details zum Modell stehen im [Modellbeitrag zum Pirelli Cinturato (C3)](https://www.reifentiefpreis.de/blog/pirelli-cinturato-c3).

**Goodyear EfficientGrip Performance 2 — Note 2,3.** Der Goodyear gewinnt über die Umweltbilanz: **1,9 als zweitbeste Note des Feldes**, getragen von der höchsten Laufleistung überhaupt (57.800 km, Teilnote 1,2) und dem zweitniedrigsten Abrieb (62 mg). In der Fahrsicherheit liegt er mit 2,4 hinter dem Pirelli, beim Aquaplaning längs mit 75,7 km/h sogar im hinteren Drittel. Für Vielfahrer ist er trotzdem die rechnerisch stärkste Wahl des Feldes — dazu gleich mehr. Was den Reifen technisch ausmacht, steht in unserem Beitrag zum [Goodyear EfficientGrip Performance 2](https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-efficientgrip-performance-2).

## Michelin Primacy 5: bester Umweltwert des Feldes, trotzdem Platz neun

Der Michelin ist der interessanteste Fall der Tabelle. Seine **Umweltbilanz von 1,8 ist die beste des gesamten Feldes** — mit dem niedrigsten Abrieb (54 mg), der zweithöchsten Laufleistung (56.000 km), dem niedrigsten Kraftstoffverbrauch und dem zweitniedrigsten Gewicht. In Teilnoten ausgedrückt: Laufleistung 1,4, Abrieb 1,6, Effizienz 1,6.

Trotzdem steht am Ende die Note 2,8 und damit nur Platz neun, punktgleich mit Maxxis und Kumho. Der Grund ist die Fahrsicherheit: Die Trockennote 3,2 ist mit der Abwertungsfußnote markiert und ersetzt die rechnerische Fahrsicherheit von 2,96. Der ADAC nennt als Schwächen ausdrücklich die **Fahreigenschaften** auf trockener und auf nasser Fahrbahn — nicht die Bremswege, die mit 36,3 m trocken und 32,7 m nass unauffällig sind.

Das ist die Lehre dieses Falls, und sie reicht weit über den Michelin hinaus: Ein Reifen kann in allen Verbrauchs- und Verschleißwerten führend sein und trotzdem im Mittelfeld landen, weil die Fahrsicherheit siebzig Prozent wiegt und eine markierte Teilnote die Rechnung ersetzt. Wer den Reifen wegen seiner Laufleistung kauft, bekommt genau die — er sollte nur wissen, wofür er die Note in Kauf nimmt. Eine ausführliche Einordnung des Modells steht in unserem Beitrag zum [Michelin Primacy 5](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-primacy-5).

## Linglong Sport Master: beste Nassnote, letzter Platz

Der Gegenpol steht am Tabellenende. Der Linglong Sport Master erreicht mit **1,5 als einziger Reifen des Feldes ein „sehr gut" auf nasser Fahrbahn**. Er bremst auf nassem Asphalt in 30,1 Metern, exakt so kurz wie der Testsieger, und auf nassem Beton in 32,3 Metern — das ist der Bestwert des gesamten Feldes, 2,6 Meter vor dem Continental. Auch trocken bremst er mit 34,2 Metern als Zweitbester.

Dass er trotzdem mit 4,2 Letzter wird, hat zwei Ursachen, die beide nichts mit Bremswegen zu tun haben. Die erste ist das Fahrverhalten auf trockener Straße, für das der ADAC die Note 3,8 vergibt und diese mit der Abwertungsfußnote versieht — sie ersetzt die rechnerische Fahrsicherheit von 2,42. Die zweite ist der Verschleiß: **26.100 Kilometer prognostizierte Laufleistung und 131 mg Abrieb sind jeweils der schlechteste Wert des Feldes**, und die markierte Abriebnote 4,2 zieht die gesamte Umweltbilanz von rechnerisch 3,71 auf 4,2, die dann ihrerseits die Gesamtnote ersetzt.

Der Reifen ist damit das Musterbeispiel für eine einseitige Auslegung — und für die Grenze der verbreiteten Faustregel „kurzer Nassbremsweg gleich guter Reifen". Wie sich Preis und Leistung bei Budget-Reifen generell zueinander verhalten, behandelt unser Vergleich [Premium oder Budget bei Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/premium-oder-budget-sommerreifen).

## Der Regalabgleich: 14 von 16 Testreifen in der exakten Ausführung

Ein Testergebnis nützt nur, wenn man den geprüften Reifen auch bekommt — und zwar genau den geprüften. Wir haben deshalb jeden der 16 Testreifen in unserem Sortiment gesucht und dabei nicht nur auf Marke, Modell und Größe geachtet, sondern zusätzlich auf **Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex sowie alle drei Angaben des EU-Labels**. Das ist notwendig, weil ein Modell in derselben Größe oft in mehreren Ausführungen existiert: Den Continental PremiumContact 7 führen wir in 225/50 R17 gleich dreifach (94W, 94Y und 98Y), und nur die 98Y-Version trägt das im Test angegebene Label C/A/B mit 72 dB.

**14 der 16 Testreifen liegen in der exakten Testausführung bei uns im Regal** (Preise je Reifen, Stand 10. September 2026):

- [Continental PremiumContact 7 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-premiumcontact-7-225-50-r17-98y-131683) — 123,62 Euro
- [Pirelli Cinturato (C3) 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/pirelli-cinturato-c3-225-50-r17-98y-149514) — 122,70 Euro
- [Goodyear EfficientGrip Performance 2 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-efficientgrip-performance-2-225-50-r17-98w-105929) — 116,94 Euro
- [Firestone Roadhawk 2 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/firestone-roadhawk-2-225-50-r17-98y-142121) — 96,51 Euro
- [Falken Ziex ZE320 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/falken-ziex-ze320-225-50-r17-98w-150495) — 92,69 Euro
- [Bridgestone Turanza 6 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-turanza-6-225-50-r17-98y-132900) — 109,99 Euro
- [Michelin Primacy 5 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-primacy-5-225-50-r17-98w-149245) — 127,61 Euro
- [Maxxis Premitra 6 HP6 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/maxxis-premitra-6-hp6-225-50-r17-98w-151572) — 79,70 Euro
- [Kumho Ecsta HS52 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kumho-ecsta-hs52-225-50-r17-98w-126548) — 77,43 Euro
- [BFGoodrich Advantage 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bfgoodrich-advantage-225-50-r17-98y-141511) — 117,90 Euro
- [Hankook K135 Ventus Prime 4 225/50 R17 98W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/hankook-k135-ventus-prime-4-225-50-r17-98w-128645) — 93,79 Euro
- [Vredestein Ultrac+ 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/vredestein-ultrac-225-50-r17-98y-150723) — 94,92 Euro
- [Leao Nova Force Acro 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/leao-nova-force-acro-225-50-r17-98y-139568) — 110,12 Euro
- [Linglong Sport Master 225/50 R17 98Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/linglong-sport-master-225-50-r17-98y-139042) — 62,79 Euro

Die beiden Fehlenden sind **Greentrac Quest-X und Lassa Revola** — beide Marken führen wir überhaupt nicht, in keiner Größe. Das ist eine Sortimentsentscheidung und keine Reaktion auf dieses Testergebnis; bemerkenswert ist nur, dass es genau die beiden Reifen sind, für die auch der ADAC keinen repräsentativen Marktpreis ermitteln konnte. Hintergründe zu einzelnen dieser Marken finden Sie in unseren Beiträgen zu [Kumho](https://www.reifentiefpreis.de/blog/kumho-reifen-marke), [Maxxis](https://www.reifentiefpreis.de/blog/maxxis-reifen-marke) und [BFGoodrich](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bfgoodrich-reifen-marke); beim Falken lohnt der Vergleich mit dem [Vorgänger Ziex ZE310EC](https://www.reifentiefpreis.de/blog/falken-ziex-ze320-ze310ec), beim Vredestein die [Übersicht der Ultrac-Familie](https://www.reifentiefpreis.de/blog/vredestein-ultrac-familie), beim Bridgestone der Beitrag [Turanza 6 im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-turanza-6), beim Firestone der Beitrag [Roadhawk 2 im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/firestone-roadhawk-2) und beim Hankook das [Porträt des Ventus Prime 4](https://www.reifentiefpreis.de/blog/hankook-ventus-prime-4).

## Was die Testreifen heute kosten — und was sie je 1.000 Kilometer kosten

Der Vergleich unserer Regalpreise mit den vom ADAC im Februar 2026 notierten Preisen ist eindeutig: **13 der 14 lieferbaren Testreifen kosten heute weniger als damals notiert, und zwar zwischen 20 und 35 Prozent weniger.** Am stärksten gefallen sind Linglong (−35 Prozent), Kumho (−33 Prozent) und Hankook (−31 Prozent), am wenigsten BFGoodrich (−20 Prozent) und Pirelli (−21 Prozent).

Die eine Ausnahme ist ausgerechnet der billigste Reifen der ADAC-Liste. Der **Leao Nova Force Acro kostet bei uns 110,12 Euro und damit 27 Prozent mehr als die vom ADAC notierten 87 Euro** — er ist im Regal teurer als Bridgestone, Vredestein, Hankook, Falken, Maxxis, Kumho und Firestone, die im Test allesamt besser abgeschnitten haben. Statistisch schlägt sich das so nieder: Über die 14 lieferbaren Reifen liegt die Korrelation zwischen Gesamtnote und ADAC-Preis bei **−0,78**, zwischen Gesamtnote und unserem Regalpreis nur noch bei **−0,57**. Der Preis war im Februar ein brauchbarer Qualitätsindikator und ist es heute nur noch eingeschränkt.

Deutlich wird das Bild, wenn man Preis und prognostizierte Laufleistung zusammenrechnet. Die folgende Modellrechnung teilt unseren heutigen Preis je Reifen durch die vom ADAC prognostizierte Laufleistung. Sie berücksichtigt weder Montage noch Fahrprofil und ist deshalb kein Versprechen, sondern ein Vergleichsmaßstab:

- **Kumho Ecsta HS52 — 1,79 Euro je 1.000 km** (Note 2,8)
- **Bridgestone Turanza 6 — 1,98 Euro** (2,7)
- **Goodyear EfficientGrip Performance 2 — 2,02 Euro** (2,3)
- **Hankook Ventus Prime4 — 2,10 Euro** (3,1)
- **Maxxis Premitra HP6 — 2,14 Euro** (2,8)
- **Michelin Primacy 5 — 2,28 Euro** (2,8)
- **Linglong Sport Master — 2,41 Euro** (4,2)
- **Falken Ziex ZE320 — 2,47 Euro** (2,7)
- **Pirelli Cinturato (C3) — 2,52 Euro** (2,2)
- **BFGoodrich Advantage — 2,52 Euro** (3,0)
- **Firestone Roadhawk 2 — 2,63 Euro** (2,6)
- **Continental PremiumContact 7 — 2,77 Euro** (1,9)
- **Vredestein Ultrac+ — 3,10 Euro** (3,1)
- **Leao Nova Force Acro — 3,98 Euro** (3,8)

Zwei Ergebnisse stechen heraus. **Der Testsieger ist mit 2,77 Euro je 1.000 Kilometer der drittteuerste Reifen dieser Liste** — seine gute Note kommt nicht über die Haltbarkeit, sondern über die Fahrsicherheit, und dafür zahlt man. Und **der im Test billigste Reifen ist je Kilometer der mit Abstand teuerste**: Der Leao kostet mehr als das Doppelte des Kumho, weil seine 27.700 Kilometer Laufleistung den niedrigen Einstandspreis auffressen. Denselben Effekt hat unsere Auswertung des [ADAC-Ganzjahresreifentests in 225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/blog/adac-ganzjahresreifentest-2025) in einer anderen Größe gezeigt; einen zweiten, unabhängig erhobenen Sommerreifen-Datensatz finden Sie in unserer Auswertung des [AUTO-BILD-Sommerreifentests 2026](https://www.reifentiefpreis.de/blog/autobild-sommerreifentest-2026).

## Was Sie aus dem Test für Ihren eigenen Kauf mitnehmen

**Erstens: Lesen Sie die Teilnoten, nicht nur die Gesamtnote.** In diesem Feld korreliert die Gesamtnote stark mit Laufleistung und Abrieb und praktisch gar nicht mit den Bremswegen. Wenn Ihnen kurze Nasswege wichtiger sind als eine hohe Kilometerleistung, ist die Gesamtnote für Sie die falsche Kennzahl — die Nassnote ist die richtige.

**Zweitens: Achten Sie auf die Fußnoten.** Eine markierte Teilnote ersetzt bei diesem Verfahren die gewichtete Note darüber. Wer eine Tabelle liest, ohne das zu wissen, hält Ergebnisse für unerklärlich, die vollkommen systematisch sind.

**Drittens: Das Label ersetzt keinen Test — und der Test ersetzt kein Label.** Alle 16 Reifen tragen Nasshaftung A und liegen im Nassbremsweg 7,8 Meter auseinander. Umgekehrt gilt ein Test immer nur für die geprüfte Ausführung: Modelle unterscheiden sich zwischen Größen und Indexvarianten, weshalb wir oben auf die label-gleiche Ausführung geachtet haben. Wie stark Labelklassen innerhalb eines Modells schwanken können, zeigt der Beitrag [Labelklassen beim Modellwechsel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/label-klassen-modellwechsel).

**Viertens: Rechnen Sie in Kilometern, nicht in Euro.** Ein Reifen mit 26.100 Kilometern Laufleistung muss deutlich billiger sein als einer mit 57.800, um überhaupt gleichzuziehen — und zwei der drei nicht empfohlenen Reifen sind bei uns im Regal gar nicht billig.

**Fünftens: Der Test gilt für 225/50 R17.** Die grundsätzliche Charakteristik eines Modells überträgt sich meist, die konkreten Messwerte nicht. Fahren Sie eine andere Dimension, hilft die [Übersicht der Reifentests nach Größe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-nach-groesse) weiter. Welche Größe für Ihr Fahrzeug freigegeben ist, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I — wie Sie die Angaben auf der Flanke lesen, erklärt der Beitrag [Reifengröße ablesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten).

## Fazit

Der ADAC Sommerreifentest 2026 hat einen klaren Sieger: Der **Continental PremiumContact 7** hat als einziger Reifen des Feldes sowohl die beste Trockennote als auch die besten Nass- und Aquaplaning-Werte, und er ist zusammen mit Pirelli und Goodyear einer von nur drei Reifen ohne jede Abwertung. Wer viele Kilometer fährt, findet im **Goodyear EfficientGrip Performance 2** die rechnerisch günstigere Wahl; wer vor allem Verschleiß und Verbrauch im Blick hat, bekommt beim **Michelin Primacy 5** die besten Umweltwerte des Feldes und muss dafür Abstriche bei den Fahreigenschaften hinnehmen.

Die wichtigere Erkenntnis liegt aber unter der Tabelle: Eine gute Note entsteht in diesem Verfahren nicht dadurch, dass ein Reifen irgendwo herausragt, sondern dadurch, dass er nirgends markiert wird. Alle lieferbaren Testreifen finden Sie auf unserer [Größenseite 225/50 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-50-r17), eine Auszählung des gesamten Angebots in dieser Dimension in unserem Beitrag [225/50 R17 im Sortiment](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-225-50-r17) und alle weiteren Modelle in der Kategorie [PKW-Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sommerreifen). Was bei der Auswahl sonst noch zählt, fasst unser großer Ratgeber [Sommerreifen kaufen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/sommerreifen-kaufen-worauf-sie-bei-der-auswahl-wirklich-achten-sollten) zusammen; prüfen Sie außerdem regelmäßig die [Profiltiefe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/profiltiefe-messen-so-pruefen-sie-ihr-reifenprofil-richtig), denn kein Testergebnis hilft einem abgefahrenen Reifen.

## Häufige Fragen

### Warum passt die Gesamtnote bei vielen Reifen nicht zur Rechnung?

Weil der ADAC einzelne Teilnoten mit einer Fußnote markiert. Eine so markierte Note ersetzt die gewichtete Note des übergeordneten Kriteriums vollständig. Im Testfeld 225/50 R17 trifft das auf 13 der 16 Reifen zu; nur Continental, Pirelli und Goodyear tragen keine solche Markierung.

### Welcher Reifen aus dem Test hält am längsten?

Der Goodyear EfficientGrip Performance 2 mit prognostizierten 57.800 Kilometern bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe, gefolgt vom Michelin Primacy 5 mit 56.000 und dem Bridgestone Turanza 6 mit 55.600 Kilometern. Am kürzesten hält der Linglong Sport Master mit 26.100 Kilometern.

### Sagt das EU-Label etwas über das Testergebnis aus?

In diesem Feld nicht. Alle 16 Reifen tragen in der Nasshaftung die Bestklasse A, die gemessenen Nassbremswege liegen aber 7,8 Meter auseinander. Auch die Dezibelangabe des Labels sagt die gemessene Geräuschrangfolge nicht vorher. Das Label ist eine Mindestinformation über den Reifen, kein Ersatz für einen Vergleichstest.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/adac-sommerreifentest-2026-die-testsieger-in-225-50-r17
