# BFGoodrich im Datencheck: zwei Marken hinter einem Markenzeichen

Veröffentlicht: 18.06.2026 · Aktualisiert: 22.09.2026 · Kategorie: Kaufberatung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: BFGoodrich, Reifenmarken, All-Terrain, Michelin-Konzern, Reifenlabel, Kaufberatung

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/bfgoodrich-marke-allterrain.jpg

BFGoodrich ist für viele die Geländemarke schlechthin: grobstollige Reifen, Wüstenrennen, Pick-ups. Ein Blick ins eigene Regal zeigt aber ein anderes Bild. Am 22. September 2026 standen bei uns 595 lieferbare BFGoodrich-Ausführungen in 15 Baureihen – und nur 186 davon sind echte Geländeprofile. Die übrigen 409 sind ganz normale Straßenreifen für Kompaktwagen, Mittelklasse und SUV. Noch interessanter wird es, wenn man die Etiketten und die Testergebnisse danebenlegt: Zwischen diesen beiden Hälften liegen Welten – beim Bremsverhalten auf Nässe, beim Geräusch und beim Preis. Dieser Datencheck zählt aus, was tatsächlich im Regal steht, wie die Marke im eigenen Konzern und gegenüber dem Wettbewerb bepreist ist, und wie sie in vier ADAC-Tests abgeschnitten hat. Grundlage sind unser Produktkatalog vom 22. September 2026 und die öffentlich einsehbaren ADAC-Testtabellen.

## Das Regal: 595 Ausführungen, und zwei Drittel davon fahren nur Asphalt

Fangen wir mit der Bestandsaufnahme an, weil sie die erste Überraschung liefert. Von den 595 BFGoodrich-Ausführungen in unserem Sortiment laufen **402 unter PKW-Reifen**, 169 unter Offroad-Reifen und 24 unter Van- und Transporterreifen. Alle 595 waren am Stichtag lieferbar. Die größte Saisongruppe ist nicht der Sommer, sondern das **Ganzjahresprogramm mit 249 Ausführungen**, vor Sommer mit 214 und Winter mit 132. Und die mit Abstand größte einzelne Baureihe ist die [Advantage All-Season](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/advantage-all-season) mit 106 Ausführungen, gefolgt von der Winterreihe [G-Force Winter 2](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/g-force-winter-2) mit 93 und der Sommerreihe [Advantage](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/advantage) mit 81.

Das widerspricht dem Bild der reinen Geländemarke ziemlich deutlich. Wer heute einen BFGoodrich kauft, kauft statistisch gesehen einen Ganzjahresreifen für einen Kompaktwagen – nicht einen Stollenreifen für den Jeep. Auch die Zollverteilung passt dazu: 240 der 595 Ausführungen sind 16 Zoll oder kleiner, der Schwerpunkt liegt bei 17 Zoll mit 167 Ausführungen. Nur 79 Ausführungen messen 19 Zoll oder mehr. Der Preis-Median des gesamten Regals liegt bei 127,30 Euro, der günstigste BFGoodrich kostet 53,63 Euro.

Ein zweiter Kennwert ordnet die Marke ein: die **Größenabdeckung**. In unserem Pkw-, Offroad- und Van-Regal standen am Stichtag 48.329 Ausführungen in 904 verschiedenen Reifengrößen. BFGoodrich gibt es in **185 davon, also in gut jeder fünften Größe (20,5 Prozent)**. Rechnet man Größe und Saison zusammen, sind es 344 von 1.813 Feldern. Das ist kein schmales Nischenangebot, aber auch keine Vollabdeckung: Im Geländesegment, für das die Marke bekannt ist, führen [Yokohama mit 390, Nankang mit 385 und Maxxis mit 355 Größen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/offroad/sommerreifen) spürbar mehr Dimensionen als BFGoodrich. Wer eine ungewöhnliche Größe fährt, findet die Marke also nicht zwangsläufig.

## Alle 71 Bestnoten stecken in genau zwei von 15 Baureihen

Jetzt zu den Etiketten. Das EU-Reifenlabel bewertet unter anderem die Nasshaftung von A bis E; welche Angaben dort genau stehen, erklären wir in unserem Glossar zum [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel). In unserem BFGoodrich-Regal tragen **71 von 595 Ausführungen die Nasshaftungsklasse A**. Das klingt nach einer Markenquote von knapp zwölf Prozent – und genau diese Zahl führt in die Irre.

Denn die 71 Bestnoten verteilen sich nicht über das Sortiment. Sie stecken in **genau zwei Baureihen, und beide sind Sommer-Straßenreifen**: Die Advantage-Reihe bringt 56 ihrer 81 Ausführungen auf Nasshaftung A, die [Advantage SUV](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/advantage-suv) schafft es in **allen 15 Ausführungen**. Überall sonst: keine einzige. In den 249 Ganzjahresausführungen findet sich kein Nass-A, in den 132 Winterausführungen ebenso wenig, und in sämtlichen Geländeprofilen erst recht nicht.

Teilt man das Regal entlang dieser Linie, wird der Unterschied noch deutlicher. Die **neun Straßenbaureihen** umfassen 409 Ausführungen: 71 mit Nasshaftung A, 325 mit B, 13 mit C – und **keine einzige mit E**. Die **sechs Geländebaureihen** umfassen 186 Ausführungen: **kein A, dafür 84 mit der schlechtesten Klasse E**. Das ist fast jede zweite. Beim Spritverbrauch sieht es ähnlich aus: Unter den Geländeprofilen tragen 134 Ausführungen die Effizienzklasse E und nur eine einzige ein B.

Ein Befund gilt allerdings für das gesamte Regal: **Eine Effizienzklasse A trägt kein einziger der 595 BFGoodrich.** Die beste Klasse ist B, und die kommt 31-mal vor. Zum Vergleich: Die Konzernmutter [Michelin](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-reifen-marke) führt in unserem Sortiment 304 Ausführungen mit Effizienz A. Dasselbe Muster haben wir schon im [Datencheck zur Marke Fulda](https://www.reifentiefpreis.de/blog/fulda-reifen-marke) und im [Regalvergleich zu Laufenn](https://www.reifentiefpreis.de/blog/laufenn-reifen-marke) gefunden: Die Effizienz-Bestnote bleibt in diesen Konzernen der Hauptmarke vorbehalten. BFGoodrich ist damit der dritte belegte Fall derselben Regel.

## Zehn Dezibel Unterschied, und zwar innerhalb einer einzigen Marke

Das Reifenlabel nennt neben den Klassen auch das äußere Rollgeräusch in Dezibel. Über alle 595 Ausführungen liegt der Median bei 70 dB – ein unauffälliger Wert. Auch dieser Durchschnitt verdeckt mehr, als er zeigt, denn die Spanne innerhalb der Marke reicht von 68 bis 79 dB.

Sortiert man die Baureihen nach ihrem Geräusch-Median, entsteht eine erstaunlich saubere Leiter. Ganz unten stehen mit **69 dB** die Advantage All-Season, die [Advantage All-Season SUV](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/advantage-all-season-suv), die G-Force Winter 2 und die G-Grip All Season 2. Es folgen die beiden Advantage-Sommerreihen mit 70 dB und die Transporterreihe [Activan 4S](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/activan-4s) mit 72 dB. Dann beginnt das Gelände: die Ganzjahresvariante Trail-Terrain T/A+ mit 71 dB, der [Trail-Terrain T/A](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/trail-terrain-t-a) mit 72 dB, [All Terrain T/A KO2](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/all-terrain-t-a-ko2) 74 dB, [All-Terrain T/A KO3](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/all-terrain-t-a-ko3) 75 dB – und ganz oben der [Mud Terrain T/A KM3](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bfgoodrich/mud-terrain-t-a-km3) mit **79 dB**.

Zehn Dezibel sind keine Nuance. Weil die Dezibelskala logarithmisch aufgebaut ist, entspricht dieser Abstand einer deutlich wahrgenommenen Verdopplung der Lautstärke. Das ist kein Mangel des KM3, sondern die physikalische Folge grober, offener Stollen – aber es ist ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte, wenn der Wagen überwiegend Autobahn fährt. Wer abwägt, wie viel Geländeprofil im Alltag sinnvoll ist, findet die Einordnung in unserem Ratgeber zu [All-Terrain-Reifen im Alltagsbetrieb](https://www.reifentiefpreis.de/blog/at-reifen-im-alltag-sinnvoll); für die grobste Kategorie haben wir die Abwägung unter [Mud-Terrain-Reifen und wann sie sich lohnen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/mud-terrain-reifen-mt-sinnvoll) aufgeschrieben.

Und noch etwas trennt die beiden Hälften: der Preis. Der Median der Straßenbaureihen liegt bei **110,06 Euro**, der Median der Geländebaureihen bei **248,04 Euro** – gut das Zweieinhalbfache. Dieselbe Marke, dasselbe Regal, zwei völlig verschiedene Angebote.

## Im eigenen Konzern ist BFGoodrich nicht die günstige Marke

BFGoodrich gehört zur Michelin-Gruppe; das weist schon das Impressum der deutschen Markenseite aus, das die Manufacture Française des Pneumatiques Michelin als Herausgeberin nennt ([Quelle: BFGoodrich, Impressum](https://www.bfgoodrich.de/auto/impressum)). Neben der Hauptmarke führt der Konzern in unserem Regal außerdem Kleber, Riken und Kormoran. Welche Marke zu welchem Hersteller gehört, haben wir im Überblick [Reifenmarken und ihre Konzerne](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenmarken-wer-gehoert-zu-wem) zusammengetragen.

Um die Preislage sauber zu messen, haben wir für jede Marke die günstigste Ausführung je Größe und Saison ermittelt und nur dort verglichen, wo beide Marken tatsächlich im selben Feld stehen. Das Ergebnis ordnet BFGoodrich anders ein, als der Markenname vermuten lässt. Gegenüber **Michelin** ist der Abstand groß: In 219 von 256 gemeinsamen Feldern (85,5 Prozent) ist Michelin teurer, im Median um **36,13 Euro**; bei 72 labelgleichen Paaren sind es sogar 36,98 Euro. Gegenüber **Kleber** dagegen herrscht Gleichstand: Kleber ist nur in 103 von 252 Feldern teurer, der Median liegt bei **1,37 Euro zugunsten von Kleber**. Und gegenüber den beiden günstigsten Konzernmarken dreht sich das Verhältnis um: **Riken ist in 127 gemeinsamen Feldern im Median 22,02 Euro günstiger**, Kormoran 14,08 Euro.

Damit steht BFGoodrich im Michelin-Konzern nicht unten, sondern auf der zweiten Stufe – etwa auf Augenhöhe mit Kleber und klar über Riken und Kormoran. Das ist eine wichtige Korrektur an einem Eindruck, den eine einzelne Größe leicht erzeugt: In der gefragten Dimension [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16) kostet der günstigste Sommerreifen jeder Konzernmarke 60,67 Euro (Riken), **61,14 Euro** (BFGoodrich Advantage), 61,32 Euro ([Kleber Dynaxer HP5](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kleber-dynaxer-hp5-205-55-r16-91h-161942)), 65,04 Euro (Kormoran) und 85,98 Euro (Michelin). Drei Konzernmarken liegen dort innerhalb von 65 Cent – aus einer einzelnen Größe lässt sich also keine Rangfolge ableiten. Erst die 252 Vergleichsfelder zeigen das stabile Bild.

## Gegenüber dem Wettbewerb: unter Premium, über den Geländespezialisten

Dieselbe Rechnung gegen fremde Marken ergibt eine klare Mittellage. Nach oben ist der Abstand eindeutig: **Continental** ist in 221 von 268 gemeinsamen Feldern teurer, im Median um 26,27 Euro; es folgen Goodyear mit 16,42 Euro, Bridgestone mit 15,21 Euro und Pirelli mit 14,20 Euro. Wer von einer klassischen Premiummarke zu BFGoodrich wechselt, spart also in den allermeisten Fällen Geld.

Nach unten sieht es genauso eindeutig aus, nur umgekehrt. Gegenüber den Marken, die BFGoodrich im Geländesegment Konkurrenz machen, ist die Michelin-Tochter die teurere Wahl: **Nankang ist im Median 33,32 Euro günstiger**, Maxxis 20,48 Euro, General 15,83 Euro, Yokohama 13,06 Euro, Toyo 11,24 Euro und Falken 7,09 Euro. Nur Cooper liegt mit 2,21 Euro praktisch gleichauf.

Der Kernsatz dieses Kapitels lautet deshalb: **BFGoodrich sitzt sauber in der Mitte.** Billiger als jede Premiummarke, teurer als jeder Geländespezialist aus Fernost. Das ist eine konsistente Positionierung, aber es heißt auch, dass die Marke im Gelände preislich nicht das günstige Angebot ist – sondern im Gegenteil eher am oberen Ende ihres direkten Wettbewerbs steht. Wie sich Anschaffungspreis und Haltbarkeit zueinander verhalten, haben wir am Beispiel mehrerer Modelle in unserer Rechnung zu den [Reifenkosten je 1.000 Kilometer](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenkosten-je-1000-kilometer) durchgespielt.

## Vier ADAC-Tests, vier Plätze im Mittelfeld

Die Testlage einer Marke lässt sich nicht aus einem einzelnen Ergebnis ablesen. Wir haben deshalb alle 21 aktuell abrufbaren ADAC-Testseiten zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen durchgesehen und die Auftritte von BFGoodrich gesammelt. Die Marke erscheint auf **vier davon** – und das Ergebnis ist von bemerkenswerter Gleichförmigkeit.

Der älteste Auftritt stammt vom 1. Dezember 2022: Im Winterreifentest der Größe 195/65 R15 erreichte der g-Force Winter 2 mit 71 Euro Testpreis das ADAC-Urteil **2,6** und damit Platz 5 von 16. Knapp ein Jahr später, am 26. September 2023, trat dieselbe Baureihe im [Winterreifentest 205/60 R16](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/205-60-r16/) an: wieder **2,6**, bei Fahrsicherheit 2,7 und Umweltbilanz 2,4, diesmal Platz 8 von 16. Am 24. Juni 2025 schickte der ADAC die Advantage All-Season in den [Ganzjahresreifentest 225/45 R17](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/ganzjahresreifen/225-45-r17/) – Urteil **2,9** bei Fahrsicherheit 3,0 und Umweltbilanz 2,6, Platz 7 von 16. Und im jüngsten Auftritt vom 24. Februar 2026, dem [Sommerreifentest 225/50 R17](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/sommerreifen/225-50-r17-2026/), kam der Advantage auf **3,0** bei Fahrsicherheit 3,2 und Umweltbilanz 2,6, Platz 10 von 16.

Vier Tests, vier Urteile zwischen 2,6 und 3,0, viermal ein Platz zwischen fünf und zehn: **BFGoodrich war in keinem dieser Tests vorne und in keinem hinten.** Über drei Saisons und dreieinhalb Jahre hinweg ist das eine der gleichmäßigsten Testbiografien, die uns in dieser Reihe bisher begegnet ist – und sie deckt sich mit dem Labelbefund. Eine Marke ohne Ausreißer nach unten, aber eben auch ohne Testsieg.

Wer das nachrechnen will: Alle drei getesteten Reifen stehen bei uns im Regal, und zwar durchweg unter dem jeweiligen Testpreis. Der getestete Sommerreifen ist als [BFGoodrich Advantage 225/50 R17 94W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bfgoodrich-advantage-225-50-r17-94w-105244) ab 84,19 Euro zu haben, der Ganzjahresreifen als [BFGoodrich Advantage All-Season 225/45 R17 94V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bfgoodrich-advantage-all-season-225-45-r17-94v-132103) ab 79,73 Euro und der Winterreifen als [BFGoodrich G-Force Winter 2 205/60 R16 92H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bfgoodrich-g-force-winter-2-205-60-r16-92h-79530) ab 83,02 Euro. Weitere Dimensionen der drei Reihen finden Sie über die Größenseiten [225/50 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-50-r17), [225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-45-r17) und [205/60 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-60-r16).

## Das einzige schwache Ergebnis kommt ausgerechnet aus dem Gelände

Es gibt einen fünften Testauftritt, und er fällt aus der Reihe. Am 6. Mai 2025 prüfte der ADAC in einem eigenen [All-Terrain-Reifentest](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/spezielle-reifentests/all-terrain-reifen-test/) acht Geländereifen der Größe 225/65 R17. Der Trail-Terrain T/A landete dort mit der abgewerteten Note **5,4 auf dem letzten Platz** – bei 3,7 auf trockener und 5,4 auf nasser Fahrbahn, 2,6 auf Schnee und 2,1 auf Schotter. Mit 187 Euro Testpreis war er zugleich der teuerste Reifen des Feldes, während der Testsieger von Yokohama 93 Euro kostete. Die Einzelwertungen und die übrigen sieben Kandidaten haben wir im Beitrag zum [ADAC All-Terrain-Reifentest 2025](https://www.reifentiefpreis.de/blog/adac-all-terrain-reifentest-2025) ausführlich aufgeschlüsselt.

Diese Zahl verdient eine faire Einordnung, und zwar in beide Richtungen. Zur Vorsicht mahnt: Getestet wurde der Trail-Terrain T/A, also ausgerechnet das straßenbetonteste Geländeprofil der Marke – nicht der KO2 oder der neuere KO3, auf denen der Ruf von BFGoodrich im Gelände beruht. Aus einem Ergebnis für ein Modell lässt sich kein Urteil über eine ganze Baureihenfamilie ableiten, und der ADAC hat KO2 und KO3 bislang nicht geprüft.

Zugleich passt der schwache Nasswert exakt zu dem, was das Regal zeigt: Der Trail-Terrain T/A trägt in 46 seiner 47 Ausführungen die **Nasshaftungsklasse E**, etwa als [BFGoodrich Trail-Terrain T/A 225/65 R17 102T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bfgoodrich-trail-terrain-t-a-225-65-r17-102t-128812) ab 156,58 Euro. Der Test hat also nicht etwas Unerwartetes gemessen, sondern das bestätigt, was auf dem Etikett steht. Wer ein Geländeprofil fährt, sollte diesen Kompromiss bewusst eingehen – und ihn durch Fahrweise ausgleichen. Wie weit man den Luftdruck abseits der Straße überhaupt absenken darf, hat BFGoodrich in seinem eigenen 4x4-Ratgeber ungewöhnlich konkret beschrieben; wir haben die Angaben unter [Reifendruck im Gelände absenken](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifendruck-gelaende-absenken) zusammengefasst.

Bemerkenswert bleibt der Gesamtbefund: **Die einzige schlechte Note der Marke stammt aus genau der Disziplin, für die sie berühmt ist.** Der Ruf im Gelände gründet auf jahrzehntelangem Wüstenrennsport – nach Herstellerangaben auf dem ersten Baja-1000-Sieg 1972 und über 200 Offroad-Titeln, darunter 21 Baja-Siege in Folge zwischen 1986 und 2007 ([Quelle: BFGoodrich, Unternehmensgeschichte](https://www.bfgoodrich.co.uk/our-history)). Auf befestigter Straße misst der ADAC das aber nicht, und das EU-Label ebenso wenig.

## Was die günstigere Konzernschwester besser macht

Ein Datencheck taugt nur etwas, wenn er auch Befunde nennt, die der eigenen These widersprechen. Hier ist der deutlichste: **Die günstigere Konzernschwester Kleber trägt die Nässe-Bestnote weit häufiger als BFGoodrich.** Über das gesamte Regal gerechnet kommt Kleber auf 403 von 793 Ausführungen mit Nasshaftung A, also 50,8 Prozent. Michelin liegt bei 38,9 Prozent, BFGoodrich bei 11,9 Prozent, Riken und Kormoran bei null.

Im Sommerprogramm, wo diese Klasse am aussagekräftigsten ist, wird der Abstand noch größer: **Kleber 93,1 Prozent, Michelin 63,2 Prozent, BFGoodrich 33,2 Prozent.** Auch bei der Effizienz liegt Kleber vorn: 287 Ausführungen mit Klasse B gegenüber 31 bei BFGoodrich. Wer also nach dem Etikett kauft und einen Straßenreifen sucht, kommt an der [Dynaxer HP5](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/kleber/dynaxer-hp5) kaum vorbei – mehr dazu in unserem [Markenporträt zu Kleber](https://www.reifentiefpreis.de/blog/kleber-reifen-marke).

Ganz fair ist dieser Vergleich allerdings nicht, und das gehört dazu: Klebers Sommerprogramm besteht fast vollständig aus einer einzigen, jungen Straßenbaureihe, während in der BFGoodrich-Quote 186 Geländeausführungen mitgerechnet werden, für die es diese Klasse konstruktionsbedingt gar nicht geben kann. Vergleicht man nur die Straßenreifen beider Marken, schrumpft der Abstand erheblich. Trotzdem bleibt der Befund stehen: **Innerhalb des Michelin-Konzerns ist BFGoodrich nicht die Marke mit den besten Etiketten – sie ist die Marke mit dem breitesten Einsatzbereich.** Und ein dritter Gegenbefund gehört ebenfalls ins Bild: Beim Rollgeräusch gibt es zwischen allen fünf Konzernmarken praktisch keinen Unterschied, der Median liegt bei 70 bis 71 dB. Der Markenname sagt hier gar nichts aus.

## Für wen sich BFGoodrich rechnet

Fassen wir zusammen, was die Zahlen hergeben. **Für Straßenfahrer** ist BFGoodrich eine sachlich gute Wahl im mittleren Preissegment: vier ADAC-Ergebnisse zwischen 2,6 und 3,0 ohne Ausreißer, Nasshaftung A in beiden Advantage-Sommerreihen, ein Geräuschniveau von 69 bis 70 dB und ein Preis, der im Median deutlich unter Continental, Goodyear, Bridgestone und Pirelli liegt. Wer einen [PKW-Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sommerreifen) oder einen [Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/ganzjahresreifen) sucht und den Aufpreis zur Premiumklasse nicht zahlen will, findet hier ein konsistentes Angebot. Dasselbe gilt für den [Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen)-Bedarf, wo die G-Force-Winter-2-Reihe mit 132 Ausführungen und zwei soliden Testergebnissen vertreten ist.

**Für Geländefahrer** ist die Antwort differenzierter. Die Marke bietet mit KO2, KO3, KM3 und den beiden Trail-Terrain-Reihen ein vollständiges Programm und einen Ruf, der aus dem Rennsport stammt. Sie ist aber weder die günstigste noch die größenstärkste Wahl in diesem Segment, und ihre Geländeprofile tragen die schwächsten Etiketten ihres eigenen Regals. Wer überwiegend Asphalt fährt und nur gelegentlich einen Feldweg nimmt, fährt mit einem straßenbetonten Reifen fast immer besser – leiser, kürzerer Bremsweg auf Nässe und im Median rund 138 Euro günstiger. Wer dagegen regelmäßig ins Gelände geht, kauft bei BFGoodrich Robustheit und Traktion, für die es kein Etikett gibt.

Unterm Strich: **BFGoodrich ist im Regal längst zwei Marken.** Die eine baut unauffällig gute, preiswerte Straßenreifen, die in Tests verlässlich im Mittelfeld landen. Die andere baut teure, laute, auf Nässe schwache Geländereifen mit exzellentem Ruf abseits des Asphalts. Die Entscheidung für oder gegen die Marke fällt deshalb nicht am Logo, sondern an der Baureihe – und daran, welchen Untergrund Sie wirklich fahren.

## Häufige Fragen

### Zu welchem Konzern gehört BFGoodrich?
Zur französischen Michelin-Gruppe, was das Impressum der deutschen Markenseite ausweist. Zum selben Konzern gehören in unserem Sortiment außerdem Kleber, Riken und Kormoran. Preislich liegt BFGoodrich dabei auf der zweiten Stufe: deutlich unter Michelin, etwa gleichauf mit Kleber und über Riken und Kormoran.

### Wie laut sind BFGoodrich-Geländereifen im Vergleich?
Der Unterschied ist erheblich. Die Straßenbaureihen liegen bei einem Geräusch-Median von 69 bis 70 dB, der Mud Terrain T/A KM3 bei 79 dB. Das sind zehn Dezibel Abstand innerhalb derselben Marke – auf der logarithmischen Dezibelskala eine deutlich hörbare Verdopplung der Lautstärke.

### Welcher BFGoodrich bremst auf nasser Straße am besten?
Nach dem EU-Label die beiden Advantage-Sommerreihen: Die Advantage SUV trägt in allen 15 Ausführungen die Bestklasse A, die Advantage in 56 von 81. Alle anderen Baureihen, einschließlich sämtlicher Winter-, Ganzjahres- und Geländeprofile, liegen darunter.

Quellen: Produktkatalog von Reifentiefpreis.de, Stand 22. September 2026 (595 BFGoodrich-Ausführungen, 48.329 Pkw-, Offroad- und Van-Ausführungen); ADAC-Reifentests Winter 195/65 R15 (1. Dezember 2022), Winter 205/60 R16 (26. September 2023), All-Terrain 225/65 R17 (6. Mai 2025), Ganzjahres 225/45 R17 (24. Juni 2025) und Sommer 225/50 R17 (24. Februar 2026); BFGoodrich (Unternehmensgeschichte, Impressum). Preise und Verfügbarkeiten ändern sich täglich.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/bfgoodrich-reifen-marke
