# Bridgestone Blizzak 6 oder LM005: Der Nachfolger gibt Nasshaftung A ab

Veröffentlicht: 03.08.2026 · Aktualisiert: 05.09.2026 · Kategorie: Winterreifen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Bridgestone, Blizzak 6, Blizzak LM005, Winterreifen, EU-Reifenlabel, Kaufberatung

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Wer bei Bridgestone einen Premium-Winterreifen sucht, steht vor zwei Namen: dem bewährten **Blizzak LM005** und seinem Nachfolger, dem **Blizzak 6**. Beide stehen bei uns in großer Zahl im Regal, und die naheliegende Frage lautet: neue Generation oder bewährter Vorgänger? Die üblichen Antworten – „neu ist besser“ oder „der Vorgänger ist günstiger“ – halten der Prüfung beide nicht stand. Wir haben deshalb das komplette Bridgestone-Winterprogramm ausgezählt, beide Modelle Größe für Größe gegeneinandergestellt und die unabhängigen Testergebnisse dazugelegt. Das Ergebnis ist eindeutiger, als wir erwartet hatten – und es dreht die verbreitete Faustregel um.

## Zwei Generationen, aber nur in 63 Größen eine echte Wahl

Zuerst die Grundlage, denn ohne sie ist jeder Vergleich Spekulation. Wir haben am 5. September 2026 sämtliche lieferbaren Bridgestone-Winterreifen unseres Sortiments erhoben: **588 Ausführungen in 21 Modellreihen**, vollständig, nicht als Stichprobe. Auf die beiden Hauptdarsteller entfallen davon **207 Ausführungen des Blizzak 6** und **170 des Blizzak LM005**, dazu sieben Stück der Runflat-Variante LM005 Driveguard. Fünf Blizzak-6-Einträge tragen im Datensatz ein offensichtliches Platzhalter-Etikett (E/E/79) und bleiben in allen folgenden Rechnungen außen vor; es bleiben 202 gegen 170.

Interessant wird es beim nächsten Schritt. Wir haben beide Modelle nicht grob nach Reifengröße verglichen, sondern nach **Größe plus vollständigem Last- und Geschwindigkeitsindex** – also so, wie Sie tatsächlich kaufen, denn ein 205/55 R16 91H und ein 205/55 R16 94V sind zwei verschiedene Reifen und passen nicht beide an Ihr Auto. In dieser Genauigkeit gibt es beide Modelle in **63 identischen Ausführungen**. Nur dort haben Sie überhaupt eine Wahl.

In allen übrigen Fällen entscheidet nicht Ihr Geschmack, sondern das Sortiment: **139 Ausführungen gibt es ausschließlich als Blizzak 6, 97 ausschließlich als LM005.** Die Trennlinie verläuft dabei sehr sauber entlang der Felgengröße. Der Blizzak 6 beginnt im ganzen Programm erst bei 16 Zoll und wird nach oben hin immer dominanter: Von den Ausführungen, die es nur bei ihm gibt, liegen 34 auf 20 Zoll, 24 auf 21 Zoll und zehn auf 22 Zoll. Der LM005 hält dafür das untere Ende: **20 der 28 Bridgestone-Winterausführungen in 14 und 15 Zoll, die wir führen, sind LM005** – der Rest verteilt sich auf die älteren Reihen LM001 und LM001 EVO sowie die Geländereifen DM-V2 und DM-V3. Vom Blizzak 6 gibt es unterhalb von 16 Zoll keine einzige Ausführung. Wie sich das Programm zuletzt verschoben hat, haben wir im [Überblick über Bridgestones Winterprogramm 2026](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-winterprogramm-2026) im Einzelnen nachgezählt.

## Was der Generationswechsel auf dem Etikett kostet: 62-mal eine Nassklasse

Und jetzt der Befund, der diesen Beitrag trägt. In den 63 direkt vergleichbaren Ausführungen ist der neue Blizzak 6 bei der Nasshaftung **kein einziges Mal besser** als sein Vorgänger. Er ist **62-mal schlechter** und genau **einmal gleich**. Konkret heißt das fast immer: Der LM005 trägt die Klasse A, der Blizzak 6 die Klasse B. Das einzige Unentschieden ist die Größe 225/45 R18 95V, in der auch der LM005 auf B steht – und in der der Blizzak 6 dann 15,10 Euro günstiger ist.

Dieses Muster ist keine Zufallsstreuung einzelner Größen, sondern die Grundauslegung der jeweiligen Generation. Über das gesamte Programm gerechnet trägt der **LM005 in 159 von 170 Ausführungen die Nasshaftungsklasse A**, nur elf liegen bei B – und diese elf liegen ausnahmslos bei 17 Zoll und darüber. Beim **Blizzak 6 ist die Klasse A in 202 Ausführungen kein einziges Mal vertreten**; er steht durchgängig auf B. Wer also vom LM005 auf den Nachfolger wechselt, wechselt in praktisch jeder Größe eine Nasshaftungsklasse nach unten. Das ist der Preis dieses Generationswechsels, und er steht sichtbar auf dem Etikett, das jedem Reifen beiliegt.

Wie viel dieses eine A wert ist, lässt sich einordnen. Für einen früheren Beitrag haben wir drei der meistgekauften Pkw-Größen komplett erhoben und darin **578 Winterreifen** aller Marken gefunden – von denen ganze **16 die Nasshaftungsklasse A** erreichten, also 2,8 Prozent. Fünf dieser sechzehn waren Blizzak LM005, und er war das **einzige Modell, das in allen drei untersuchten Größen ein A schaffte**. Die Details dieser Erhebung stehen in unserer Auswertung zur [Nasshaftung im Winterregal](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-winterreifen). Das A des LM005 ist also keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Ausnahme – und der Nachfolger gibt genau diese Ausnahme auf.

## Was der Blizzak 6 dafür einbringt: leiser in 58 von 63 Fällen

Ein Reifen, der etwas aufgibt, bekommt dafür in aller Regel etwas zurück. Auch das lässt sich in denselben 63 Paaren nachzählen, und hier dreht sich das Bild vollständig: Beim **Rollgeräusch ist der Blizzak 6 in 58 von 63 Fällen leiser**, fünfmal gleichauf und **kein einziges Mal lauter**. Vierzigmal beträgt der Vorsprung ein Dezibel, achtzehnmal zwei Dezibel. Über die vollen Programme gerechnet liegt der Median beim Blizzak 6 bei **70 Dezibel**, beim LM005 bei **72 Dezibel**, und die Spannweite ist beim Neuen deutlich enger: Er kommt ausschließlich mit 70, 71 oder 72 Dezibel vor, während der LM005 bis auf 75 Dezibel hinaufreicht.

Bei der Kraftstoffeffizienz bleibt es dagegen weitgehend beim Alten. In 52 der 63 Paare tragen beide dieselbe Klasse, viermal ist der Blizzak 6 besser, siebenmal schlechter; beide Modelle liegen ganz überwiegend auf C, mit einer Minderheit auf B. Die Effizienzklasse A erreicht keiner von beiden in irgendeiner Größe – was für Winterreifen normal ist, denn die weiche Mischung und das stark gegliederte Profil kosten Rollwiderstand.

> **Wichtig zur Einordnung:** Eine Labelklasse ist ein genormter Vergleichswert gegen einen Referenzreifen, kein Messwert aus einem Vergleichstest. Sie sagt nichts über Schneegriff, Aquaplaning oder Laufleistung aus. Wie viel Bremsweg tatsächlich zwischen den Klassen liegt, rechnen wir im [Ratgeber zur Nasshaftungsklasse](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-reifenlabel) vor; die drei Felder des [EU-Reifenlabels](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel) erklärt unsere Info-Seite.

## Warum Bridgestone genau diesen Tausch gemacht hat

Der Tausch – eine Nassklasse gegen ein bis zwei Dezibel – wirkt auf den ersten Blick wie ein schlechtes Geschäft. Er ergibt aber Sinn, sobald man die unabhängigen Testergebnisse beider Generationen nebeneinanderlegt. Und diese beiden Tests erzählen dieselbe Geschichte wie das Etikett.

Der LM005 wurde im **ADAC-Winterreifentest vom 26. September 2023** in der Größe 205/60 R16 geprüft. Sein Gesamturteil lautete 2,4, also „gut“. Der eigentliche Befund steckt aber eine Ebene tiefer: Bei der Fahrsicherheit erreichte er **2,1 – den besten Wert des gesamten Testfeldes**, mit dem besten Nasswert (1,8) unter allen 16 Reifen. Und im selben Test stand er bei der prognostizierten **Laufleistung mit 3,1 auf dem letzten Platz**, was seine Umweltbilanz auf 3,1 drückte und ihn aus der Spitzengruppe holte. Wie diese beiden Extreme dieselbe Ursache haben, haben wir im [ausführlichen Modellporträt des LM005](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-blizzak-lm005) auseinandergenommen: Was sich auf nasser Fahrbahn gut verzahnt, reibt sich schneller ab.

Genau hier setzte der Nachfolger an. Bei der Vorstellung im Februar 2024 nannte Bridgestone eine gegenüber dem Vorgänger um **32 Prozent erhöhte Laufleistung** sowie einen Anteil von 25 Prozent erneuerbarer oder recycelter Materialien; man habe dabei „keinerlei Abstriche beim Thema Sicherheit“ gemacht, hieß es ([Quelle: Reifenpresse.de](https://reifenpresse.de/2024/02/22/seinen-neuen-blizzak-6-sieht-bridgestone-als-grossen-schritt-nach-vorn/)). Das sind Herstellerangaben, keine unabhängigen Messungen – bemerkenswert ist aber, dass genau die Schwäche adressiert wurde, die der ADAC dem Vorgänger attestiert hatte.

Der **ADAC-Winterreifentest 2025** hat den Blizzak 6 dann selbst geprüft, in der Größe 225/40 R18 und im größten Winterreifentest der Vereinsgeschichte: 31 Reifen, von denen der Club 15 nicht empfiehlt und elf ganz durchfallen lässt. Der Blizzak 6 erreichte das Gesamturteil **2,2 und damit Rang drei**, hinter dem Goodyear UltraGrip Performance 3 (2,0) und dem Michelin Pilot Alpin 5 (2,1). Bei der Fahrsicherheit steht er ebenfalls auf 2,2, bei der **Umweltbilanz auf 2,3** – dort, wo sein Vorgänger 3,1 kassiert hatte. Über die vier Bestplatzierten schreiben die Tester, sie leisteten sich „in keiner der Testkriterien einen Faux-Pas“ ([Quelle: ADAC-Winterreifentest 2025](https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/tests/31-winterreifen-im-adac-test-15-sind-nicht-empfehlenswert.html), Detailergebnisse in der [ADAC-Ergebnistabelle 225/40 R18](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/225-40-r18)).

Dieses Testfeld verdient eine eigene Einordnung, weil eine Note ohne ihr Umfeld leicht in die Irre führt. Der ADAC hatte 2025 bewusst besonders viele Reifen aus dem Budget-Segment eingeladen, um herauszufinden, was preiswerte Ware wirklich leistet. Das Ergebnis fiel drastisch aus: Elf der vierzehn Budget-Reifen zeigten bei mindestens einer Fahraufgabe so schwache Leistungen, dass die Prüfer sie als mangelhaft einstuften. Die sechs besten Reifen des Feldes waren dagegen ausnahmslos Premium-Modelle. Wie weit die Enden auseinanderliegen, macht ein einziger Messwert deutlich: Beim Bremsen auf nasser Fahrbahn aus 80 km/h stand das Testauto mit dem Erstplatzierten bereits, während dasselbe Auto mit dem Letztplatzierten an derselben Stelle noch knapp 46 km/h auf dem Tacho hatte. Ein dritter Platz in einem so breit aufgestellten Feld bedeutet also nicht Mittelmaß, sondern die Spitzengruppe – und zugleich, dass der Abstand zwischen den ersten vier Reifen klein ist.

Fair bleibt dabei nur, wer die Grenzen dieses Vergleichs mitnennt, und die sind erheblich: Die beiden Tests fanden **zwei Jahre auseinander, in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Testfeldern** statt, und der ADAC hat sein Bewertungsschema 2023 geändert. Die Noten 2,4 und 2,2 sind deshalb **nicht direkt vergleichbar**, und wir behaupten das auch nicht. Aussagekräftig ist etwas anderes: das Muster. Der Vorgänger war der Sicherheitsbeste mit der schwächsten Laufleistung; der Nachfolger gibt eine Nassklasse ab und steht bei der Umweltbilanz deutlich besser da. Etikett und Test zeigen unabhängig voneinander denselben Tausch.

## Die Preisfalle: In 43 von 63 Größen ist der Vorgänger der teurere Reifen

Nun zu der Annahme, die die meisten Käufer mitbringen: Der ältere Reifen sei der günstigere. In diesem Duell stimmt das mehrheitlich nicht. Über die 63 direkt vergleichbaren Ausführungen ist der **Blizzak 6 in 43 Fällen günstiger und nur in 20 Fällen teurer**; der Medianunterschied beträgt **20,13 Euro zugunsten des neuen Reifens** (Stand 5. September 2026, unsere Tagespreise pro Reifen, keine Marktpreise).

Ein Wort zur Methode, weil sie hier den Unterschied macht: Wir berichten bewusst den **Median und nicht den Mittelwert**, denn einzelne Ausführungen laufen preislich völlig aus dem Rahmen. In 235/40 R18 95V etwa steht der LM005 bei 631,21 Euro gegen 157,30 Euro beim Blizzak 6 – ein einzelner Ausreißer dieser Größenordnung würde jeden Durchschnitt unbrauchbar machen. Auch nach dem Entfernen der jeweils zwei größten Ausreißer nach oben und unten bleibt der Median exakt bei 20,13 Euro.

Woher diese Streuung kommt, ist kein Geheimnis: Reifenpreise entstehen aus Einkaufskonditionen, Lagerbeständen und der Nachfrage der einzelnen Größe – nicht aus dem Modelljahr. Bei einem auslaufenden Modell kommen zwei gegenläufige Kräfte zusammen. Solange noch Ware da ist, drückt der Abverkauf den Preis; sobald eine Größe knapp wird, steigt er wieder, weil sie nicht mehr nachproduziert wird. Genau das sehen wir im LM005-Programm: In den gängigen Kompaktwagengrößen ist er weiterhin sehr günstig, in einzelnen selten gewordenen Formaten dagegen absurd teuer. Für Sie heißt das ganz praktisch: **Die Faustregel „Vorgänger ist billiger“ taugt nichts – nachsehen müssen Sie in Ihrer eigenen Größe.**

Am schärfsten lässt sich der Fall in der meistgekauften Dimension überhaupt zeigen. In **205/55 R16** kostet der [Bridgestone Blizzak 6 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-6-205-55-r16-91h-151202) bei uns **88,42 Euro**, der [Bridgestone Blizzak LM005 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-lm005-205-55-r16-91h-98385) **90,44 Euro**. Zwei Euro Unterschied – und zwar zugunsten des neueren, leiseren, laut Hersteller langlebigeren Reifens. Wer hier zum Vorgänger greift, kauft die Nasshaftungsklasse A und bezahlt sie mit einem Aufpreis, zwei Dezibel mehr Rollgeräusch und der schwächeren Laufleistung. Das kann eine völlig richtige Entscheidung sein – aber es ist eine bewusste, keine sparsame.

Und noch ein Vergleich lohnt sich, weil er zeigt, wie stark Reifenpreise über die Zeit wandern: Der ADAC führte den Blizzak 6 in seiner Testtabelle mit **167,00 Euro** je Reifen. Denselben Reifen in exakt der Testausführung – [Bridgestone Blizzak 6 225/40 R18 92V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-6-225-40-r18-92v-150977) – geben wir heute für **120,68 Euro** ab; der Satz kostet damit rund 483 statt 668 Euro. Der LM005 liegt in derselben Größe bei 117,92 Euro und damit nur 2,76 Euro darunter.

## Die Rechnung, die die Entscheidung trägt

Der Preis pro Reifen ist ohnehin die falsche Größe, sobald sich die Modelle in der Laufleistung unterscheiden. Entscheidend ist, was der Reifen pro gefahrenem Kilometer kostet – ein Prinzip, das wir für 44 Reifen durchgerechnet haben und das die Ranglisten regelmäßig auf den Kopf stellt (nachzulesen in unserer Auswertung zu den [Kosten je 1.000 Kilometer](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenkosten-je-1000-kilometer)).

Rechnen wir es für dieses Duell durch. Der Medianpreis liegt beim **LM005 bei 187,94 Euro**, beim **Blizzak 6 bei 195,61 Euro** je Reifen über das jeweils gesamte Programm. Nimmt man Bridgestones Angabe von 32 Prozent mehr Laufleistung als Rechengröße, dürfte der Blizzak 6 bis zu **248,08 Euro** kosten, um pro Kilometer noch gleichzuziehen. Er kostet 195,61 Euro. Der Spielraum, den ihm die längere Laufleistung verschafft, ist also nicht annähernd ausgeschöpft – im Gegenteil, er ist im Median sogar der günstigere Reifen.

Zwei Einschränkungen gehören zu dieser Rechnung, und sie sind wichtig. Erstens sind die 32 Prozent eine **Herstellerangabe**, kein von uns oder einem Prüfverein gemessener Wert; die tatsächliche Laufleistung hängt zusätzlich an Fahrweise, Fahrzeuggewicht, Luftdruck und Achsgeometrie. Zweitens läuft die Rechnung nur auf, wenn Sie die Kilometer auch abfahren. Wer 6.000 Winterkilometer im Jahr zurücklegt, tauscht seine Winterreifen am Ende eher wegen des Alters als wegen des Profils – dann bringt die längere Laufleistung praktisch nichts, und das A des LM005 wiegt ungleich schwerer.

## Wo Sie gar keine Wahl haben

In 236 von 299 Kombinationen aus Größe und Index erübrigt sich die Frage, weil es dort nur eines der beiden Modelle gibt. Drei Konstellationen sollten Sie kennen, bevor Sie überhaupt vergleichen.

**Kleine Räder gehören dem LM005.** Fahren Sie 14 oder 15 Zoll, ist der Blizzak 6 keine Option – er beginnt erst bei 16 Zoll. Bridgestone bietet Ihnen im Winter dort ausschließlich den Vorgänger an, dafür durchgängig mit Nasshaftung A und zu den niedrigsten Preisen des ganzen Programms: Der [Bridgestone Blizzak LM005 195/65 R15 91T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-lm005-195-65-r15-91t-98450) ist mit 68,21 Euro der günstigste Bridgestone-Winterreifen in unserem Sortiment. Für Kompaktwagenfahrer ist das die beste Nachricht dieses Vergleichs: Sie bekommen die seltene A-Klasse zum niedrigsten Preis, und der Zielkonflikt stellt sich gar nicht erst.

**Notlaufreifen gibt es nur beim Vorgänger.** Die Runflat-Ausführung heißt **LM005 Driveguard** und existiert in sieben Ausführungen von 16 bis 18 Zoll, etwa als [Bridgestone Blizzak LM005 Driveguard 205/60 R16 96H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-lm005-driveguard-205-60-r16-96h-98513) für 98,02 Euro. Alle sieben tragen ebenfalls Nasshaftung A, drei von ihnen aber die Effizienzklasse E – der verstärkte Aufbau kostet spürbar Rollwiderstand. Ob Ihr Fahrzeug diese Bauart wirklich braucht, klärt unser [Ratgeber zu Notlaufreifen und ihrem Aufpreis](https://www.reifentiefpreis.de/blog/runflat-auswahl-aufpreis). Einen Runflat-Nachfolger führen wir bislang nicht.

**Große Räder gehören überwiegend dem Blizzak 6.** Ab 20 Zoll gibt es 68 Ausführungen ausschließlich beim Neuen, mit einem Medianpreis von 279,17 Euro. Der LM005 reicht zwar bis 22 Zoll hinauf, wird dort aber dünn und teuer. Wer ein großes SUV oder eine Oberklasselimousine bereift, wird die Wahl in aller Regel gar nicht haben – und braucht sie auch nicht zu bedauern, denn der Blizzak 6 ist genau in diesem Segment der besser getestete Reifen. Alle Ausführungen bündeln die Modellseiten zum [Blizzak 6](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bridgestone/blizzak-6) und zum [Blizzak LM005](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/bridgestone/blizzak-lm005); die gefragteste Dimension finden Sie gesammelt auf der Größenseite [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16).

## Für wen sich welcher Reifen lohnt

Nach all den Zahlen lässt sich die Entscheidung auf wenige klare Fälle bringen. **Zum Blizzak 6 sollten Sie greifen, wenn** Sie viele Kilometer fahren, ein schweres Fahrzeug oder ein Elektroauto bewegen, Wert auf ein leises Abrollen legen oder schlicht den Reifen mit dem aktuellen, unabhängig geprüften Testergebnis wollen. In den meisten Größen bekommen Sie ihn zusätzlich günstiger als den Vorgänger – der klassische Grund, zum älteren Modell zu greifen, fällt also weg.

**Zum LM005 sollten Sie greifen, wenn** Nässe Ihr Hauptthema ist – in milden, regnerischen Wintern, wie sie in weiten Teilen Deutschlands die Regel sind, ist die Nasshaftungsklasse A ein echtes, seltenes Argument. Ebenso, wenn Sie 14 oder 15 Zoll fahren, eine Runflat-Version brauchen oder eine Größe suchen, die es beim Nachfolger nicht gibt. Und wenn Sie wenig fahren: Dann verfällt der Vorteil der längeren Laufleistung ohnehin, während der bessere Nassgriff jede Fahrt lang wirkt.

Es gibt noch einen dritten Fall, der in Beratungsgesprächen oft untergeht: Sie haben bereits zwei Reifen eines der beiden Modelle auf dem Auto und brauchen Ersatz für die andere Achse. Dann entscheidet nicht die bessere Generation, sondern die Einheitlichkeit. Ein Blizzak 6 an der einen und ein LM005 an der anderen Achse ist rechtlich zulässig, technisch aber unglücklich – die eine Achse ist auf maximalen Nassgriff ausgelegt, die andere auf Laufleistung und Laufruhe, und im Grenzbereich verhält sich das Fahrzeug dann anders, als Sie es gewohnt sind. Wenn Ihre vorhandenen Reifen noch reichlich Profil haben, kaufen Sie nach, was schon montiert ist; ist der Satz ohnehin am Ende, ist der Wechsel auf vier gleiche Reifen die sauberere Lösung.

Unabhängig davon gelten die üblichen Regeln. Halten Sie sich bei Breite, Querschnitt, Zoll sowie Last- und Geschwindigkeitsindex an die Vorgaben Ihrer Zulassungsbescheinigung – bei Winterreifen ist ein niedrigerer Geschwindigkeitsindex nur mit Hinweisaufkleber im Sichtfeld zulässig. Montieren Sie nie einen Blizzak 6 und einen LM005 auf derselben Achse; die beiden Generationen haben unterschiedliche Auslegungen, und genau das würde sich beim Bremsen und in Kurven bemerkbar machen. Beide Modelle tragen das **Alpine-Symbol (3PMSF)** und erfüllen damit die Anforderungen der situativen Winterreifenpflicht. Und kaufen Sie früh: Zum ersten Wintereinbruch ziehen die Preise an und beliebte Größen werden knapp. Wann der Wechsel ansteht, klärt unsere [7-Grad-Regel im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/7-grad-regel-reifen); alle weiteren Kaufkriterien fasst der [Ratgeber zum Winterreifenkauf](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifen-kaufen-kaufberatung) zusammen. Passende Modelle aller Marken finden Sie in unserer Auswahl an [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen).

**Unser Fazit:** In den 63 Größen, in denen Sie wirklich wählen können, ist der Blizzak 6 für die meisten Autofahrer die vernünftigere Wahl – leiser, laut Hersteller langlebiger, im Median günstiger und mit dem stärkeren aktuellen Testergebnis. Der LM005 bleibt kein Restposten, sondern ein bewusst anders ausgelegter Reifen mit einem Argument, das in seiner Klasse selten geworden ist. Wer viel im Regen fährt, kauft ihn nicht aus Nostalgie, sondern aus gutem Grund. Was der Nachfolger im Einzelnen mitbringt, steht im [Modellporträt des Blizzak 6](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-blizzak-6).

## Häufige Fragen

### Ist der neue Blizzak 6 bei Nässe schlechter als der LM005?
Auf dem EU-Reifenlabel ja: In 62 von 63 direkt vergleichbaren Ausführungen trägt der LM005 die Klasse A und der Blizzak 6 die Klasse B. Die Klasse ist allerdings ein genormter Vergleichswert, kein Testmesswert – im ADAC-Test 2025 leistete sich der Blizzak 6 in keiner Disziplin einen Ausrutscher und wurde Dritter von 31 Reifen.

### Warum ist der ältere LM005 in vielen Größen teurer als der neue Reifen?
Weil ein Auslaufmodell nicht automatisch billiger wird. In 43 von 63 vergleichbaren Ausführungen liegt der Blizzak 6 bei uns günstiger, im Median um 20,13 Euro (Stand 5. September 2026). Preise hängen an Einkauf, Verfügbarkeit und Nachfrage der einzelnen Größe – nicht am Modelljahr.

### Welchen Bridgestone-Winterreifen bekomme ich für 15-Zoll-Felgen?
Ausschließlich den Blizzak LM005. Vom Blizzak 6 gibt es unterhalb von 16 Zoll keine einzige Ausführung, während 20 der 28 Bridgestone-Winterreifen dieser Größen LM005 sind. Für Kompaktwagen ist das kein Nachteil: In 15 Zoll kostet der LM005 zwischen 68 und 116 Euro und trägt durchgängig die Nasshaftungsklasse A.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-blizzak-6-oder-lm005
