# Dunlop SportSmart Mk4: Testsieger 2025 im Größen- und Preischeck

Veröffentlicht: 24.06.2026 · Aktualisiert: 07.09.2026 · Kategorie: Motorrad · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Dunlop, SportSmart Mk4, Motorradreifen, Sportreifen, Motorrad-Straße, Hypersport

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Wer sein Supersport-, Naked- oder Crossover-Bike auf der Landstraße flott bewegt, sucht einen Reifen, der schnell Grip aufbaut, sauber einlenkt und trotzdem eine ordentliche Laufleistung schafft. Der Dunlop SportSmart Mk4 ist genau dafür gebaut: Er löste im Oktober 2024 den SportSmart Mk3 ab, kam im März 2025 in den Handel und gewann auf Anhieb zwei Zeitschriftentests. So weit die Schlagzeile. Der interessantere Teil steht darunter — nämlich in welchen Größen es den Reifen wirklich gibt, was er im Vergleich zu seinen direkten Wettbewerbern kostet und warum ausgerechnet der Vorderreifen derzeit die schwierigste Position der ganzen Baureihe ist. Dieser Beitrag beantwortet beides: die Technik und die Beschaffungsfrage. Alle Preis- und Bestandsangaben stammen aus unserem eigenen Sortiment, **Stand 7. September 2026**, und sind unsere Preise — kein Marktdurchschnitt.

## Vom Sportmax SportSmart zum Mk4: vier Generationen in 15 Jahren

Der Name SportSmart ist älter, als viele denken, und er ist mehrfach umgetauft worden. Den Anfang machte 2010 der **Sportmax SportSmart**, den Dunlop als Nachfolger des Qualifier RR einführte. Schon damals war die Größenlogik dieselbe wie heute: vorn 120/70 ZR17 (zusätzlich 120/60 ZR17), hinten 160/70, 180/55, 190/50 und 190/55 ZR17 — der Reifen wurde als „Multitalent“ mit der Laufleistung eines Sporttourers und der Rennstreckenleistung eines Hypersportreifens beworben ([Reifenpresse, 23.03.2010](https://reifenpresse.de/2010/03/23/produktoffensive-geht-weiter-dunlop-stellt-sportmax-sportsmart-vor/)).

2013 folgte die zweite Generation, die Dunlop entgegen der eigenen Namenslogik nicht „SportSmart II“, sondern **SportSmart²** nannte; rund drei Jahre später kam der **SportSmart² Max** als weiterentwickelte Fassung, für den Dunlop nach dem Marktstart im März 2017 binnen kurzer Zeit über 600 Fahrzeugfreigaben veröffentlichte. Erst mit der dritten Generation kehrte Dunlop zu einer nüchternen Zählung zurück: Der **SportSmart Mk3** wurde im Dezember 2018 angekündigt und war ab Januar 2019 lieferbar. Zwei Jahre später schob der Hersteller eine einzelne Hinterraddimension nach — 160/60 ZR17, ausdrücklich für Mittelklasse-Naked-Bikes und Supermotos wie Kawasaki Z650, Suzuki SV650, Honda CBR500R oder KTM 640 LC4, für die der bis dahin auf Superbike-Breiten ausgelegte Reifen nicht zu haben war ([Reifenpresse, 18.02.2021](https://reifenpresse.de/2021/02/18/zusaetzliche-sportsmart-mk3-hinterradgroesse-erhaeltlich/)).

Diese Vorgeschichte erklärt, warum die vierte Generation so aussieht, wie sie aussieht. Der **SportSmart Mk4** wurde am 1. Oktober 2024 vorgestellt und übernahm die Größenpalette des Mk3 einschließlich der 2021 nachgereichten 160/60. Dunlop selbst schreibt in der Vorstellungsmitteilung, der Mk3 werde „in einer begrenzten Zahl von Größen“ weitergeführt — der Vorgänger verschwindet also nicht, sondern schrumpft. Genau das ist im Regal messbar, und es hat für Käufer handfeste Folgen.

## Was Dunlop am Mk4 wirklich geändert hat

Auf dem Papier ist der Mk4 kein Facelift, sondern eine Neukonstruktion. Dunlop nennt als Kern eine neue Laufflächenmischung mit hochreaktiven Polymeren, Silica mit sehr großer Oberfläche, neuen Klebeharzen und einer als „Fine Carbon“ bezeichneten Rußtechnologie. Auf dem Hinterreifen arbeitet weiterhin die **MultiTread-Bauweise**: härtere Mischung in der Mitte für Laufleistung und Stabilität, weichere Schultern für Grip in Schräglage. Dazu kommen die **Dynamic Front Formula** — eine Reifenform am Vorderrad, die Lenkkraft, Rückmeldung und Stabilität ausbalancieren soll — und das **Carcass Tension Control System**, das die Karkassenspannung so abstimmt, dass die Aufstandsfläche mehr Druck bekommt. Den viel zitierten Fortschritt beziffert Dunlop mit **20 Prozent mehr Traktion auf rutschigem und 18 Prozent mehr auf mittelmäßig griffigem Untergrund**; die Fußnote der Mitteilung nennt die Vergleichsbasis, nämlich den Mk3 in 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR17 hinten ([Dunlop/Goodyear Newsroom, 01.10.2024](https://news.goodyear.eu/dunlop-launches-sportsmart-mk4-as-latest-premium-hypersport-tire/)). Das sind Herstellerangaben aus internen Vergleichsmessungen, keine unabhängige Prüfung — die Richtung beschreiben sie trotzdem sauber.

Deutlich technischer wird die Fachpresse. Die Zeitschrift MOTORRAD hat den Aufbau des Reifens im März 2025 auseinandergenommen und beschreibt vor allem den Vorderreifen als komplett neu: Dunlop legt den Stahlgürtel dort als **Single Cord Jointless Belt** an, also aus einer einzigen, in zahllosen Wicklungen um die Radialkarkasse gelegten Drahtlitze. Diese 0-Grad-Bauweise ist an sich Standard, der Aufbau aus nur einem Draht ist in einem SportSmart neu und soll die Verformung beim Einlenken mildern sowie Kräfte flächiger verteilen. Am Hinterreifen fällt der Bereich um den Wulstkern auf: Wo der Mk3 noch drei Baugruppen übereinanderlegte, kommt der Mk4 mit zweien aus — schlanker, leichter und mit mehr Federungsvermögen über die Flanke. MOTORRAD nennt außerdem eine Zahl, die in Dunlops eigener Mitteilung fehlt: Die weichere Schultermischung macht **rund 80 Prozent der Laufflächenbreite** aus ([MOTORRAD, 12.03.2025](https://www.motorradonline.de/zubehoer/dunlop-sportsmart-mk4/)). Wer beide Quellen nebeneinanderlegt, merkt, dass sie den Vorderreifen unterschiedlich beschreiben — Dunlop spricht von einer durchgehenden Mischung, MOTORRAD von zwei. Für die Kaufentscheidung ist das zweitrangig; wir geben es hier bewusst so wieder, wie es die jeweilige Quelle sagt, statt eine Version zur Wahrheit zu erklären.

Produziert wird der Reifen laut Dunlop im Motorradwerk in Montluçon in Frankreich, in dem auch ein Teil der Rennreifen der Marke entsteht.

## Sechs Größen beim Hersteller, fünf im Regal

Jetzt zum praktischen Teil. Unser offener Produktkatalog führte am 7. September 2026 insgesamt **58.205 Artikel**, davon **54.636 Reifen**; auf die Rubrik Motorrad-Straße entfallen **2.208 Reifen**, und **1.174 davon sind 17-Zöller** — die Klasse, in der der Mk4 ausschließlich spielt. Dunlop ist dort mit **329 Artikeln in 88 Modellbezeichnungen** die zweitgrößte Marke hinter Pirelli.

Die SportSmart-Familie selbst umfasst bei uns **23 Artikel**: fünf Mk3, fünf Mk4 und dreizehn SportSmart TT, allesamt schlauchlos (TL). Und hier wird es interessant. Dunlop hat den Mk4 in **sechs Größen** eingeführt — 120/70 ZR17 (58W) vorn sowie 160/60 (69W), 180/55 (73W), 190/50 (73W), 190/55 (75W) und 200/55 ZR17 (78W) hinten. Bei uns liegen fünf davon. **Es fehlt ausgerechnet der Vorderreifen 120/70 ZR17.** Die fünf lieferbaren Mk4-Ausführungen sind also samt und sonders Hinterreifen:

- **160/60 ZR17 69W** — 160,89 €, Tragfähigkeit 325 kg
- **180/55 ZR17 73W** — 178,08 €, 365 kg: [Dunlop Sportsmart MK4 180/55ZR17 73W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-sportsmart-mk4-180-55zr17-73w-150221)
- **190/50 ZR17 73W** — 193,63 €, 365 kg
- **190/55 ZR17 75W** — 205,25 €, 387 kg: [Dunlop Sportsmart MK4 190/55ZR17 75W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-sportsmart-mk4-190-55zr17-75w-150223)
- **200/55 ZR17 78W** — 208,52 €, 425 kg

Ein Blick auf die Tragfähigkeitswerte lohnt sich, weil beim Motorradreifen der Lastindex etwas anderes kodiert als beim Auto: Er verrät in aller Regel die **Radposition**, nicht eine Ausstattungsstufe. Der 58W des Vorderreifens steht für 236 kg, die Hinterreifen liegen zwischen 325 und 425 kg. Wer die Pkw-Logik „höherer Index gleich stärkere Ausführung derselben Position“ überträgt, montiert am Ende einen Hinterreifen vorn. Maßgeblich ist immer die Kombination aus Größe, Index und Freigabe in den Fahrzeugpapieren. Den jeweils aktuellen Bestand zeigt der Modellüberblick [SportSmart Mk4 im Shop](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/dunlop/sportsmart-mk4).

## Was der fehlende Vorderreifen praktisch bedeutet

Ein Hinterreifen allein ergibt keinen Reifensatz. Wer sein Motorrad komplett auf den Mk4 umrüsten will, steht deshalb derzeit vor einer Entscheidung, die wir offen benennen: Der passende Mk4-Vorderreifen ist bei uns momentan nicht gelistet. Verfügbar sind in 120/70 ZR17 dagegen der Vorgänger [Dunlop SportSmart Mk3 120/70ZR17 58W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-sportsmart-mk3-120-70zr17-58w-94966) für 108,60 € und der sportlichere SportSmart TT für 125,77 €. Insgesamt liegen in dieser einen Vorderraddimension 116 Motorradreifen aller Marken zwischen 67,16 € und 268,40 € — wie groß diese Auswahl wirklich ist, zeigt unser Ratgeber zur [meistgefragten Motorrad-Vorderreifengröße im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/120-70-zr17-motorradreifen).

Nur: Vorne und hinten unterschiedliche Modelle oder Generationen zu fahren, ist keine Beliebigkeit. Reifenhersteller veröffentlichen dafür eigene **Mischfreigaben**, und ohne eine solche Freigabe ist die Kombination nicht abgesegnet — Vorder- und Hinterreifen sind als Paar abgestimmt, das gilt für Kontur, Karkassensteifigkeit und Mischung gleichermaßen. Fragen Sie eine Mischbereifung deshalb konkret für Ihr Motorrad und Ihre Reifenkombination beim Hersteller oder in der Fachwerkstatt ab, statt sie aus der Ähnlichkeit der Namen abzuleiten.

Ein zweiter, häufig übersehener Punkt betrifft die Frage, welche Reifen überhaupt montiert werden dürfen. Für Krafträder mit **EU-Typgenehmigung** wurde die frühere Reifenfabrikatsbindung durch eine verpflichtende Prüfung des Reifenfreiraums ersetzt; verwendbar sind seitdem grundsätzlich alle nach UN-Regelung Nr. 75 typgenehmigten Reifen der freigegebenen Größe, sofern Bauart, Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeit passen. Bei älteren Maschinen mit nationaler Genehmigung steht dagegen oft noch eine Fabrikatsbindung in den Papieren, die sich nur über eine vereinfachte Hüllkurvenprüfung durch eine Technische Prüfstelle austragen lässt — eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Reifenherstellers genügt dafür ausdrücklich nicht ([Bundesministerium für Verkehr](https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/rad-reifenkombination-kraftraeder.html)). Wer ein Motorrad aus den Nullerjahren fährt, klärt das besser vor dem Kauf als vor der Hauptuntersuchung.

## Der Preisvergleich: Testsieger heißt nicht Preissieger

Der Mk4 ist ein Premiumreifen, und das sieht man an der Kasse. In seinen fünf Größen liegt er durchgehend im oberen Drittel des Preisfelds, ohne die Spitze zu erreichen. In **190/55 ZR17** — der meistgefragten Hinterraddimension dieser Klasse — führen wir 83 Reifen; nur neun davon kosten mehr als der Mk4. In **180/55 ZR17** sind es 24 von 100, in **190/50 ZR17** nur vier von 52, in **160/60 ZR17** elf von 60 und in **200/55 ZR17** dreizehn von 34. Zum Vergleich: Der Median liegt in 190/55 ZR17 bei 167,35 €, der günstigste Reifen dieser Größe kostet 98,91 €.

Aussagekräftiger als die Rangliste über alle Reifen ist der Vergleich mit den Modellen, die MOTORRAD ausdrücklich als vom Einsatzbereich vergleichbar einordnet: Bridgestone Battlax Hypersport S23, Metzeler Sportec M9 RR und Pirelli Diablo Rosso IV Corsa. Das Ergebnis ist eindeutig und für Käufer nützlich:

- **Gegen den Metzeler Sportec M9 RR** ist der Mk4 in allen fünf Größen teurer, und zwar deutlich — von 23,07 € in 160/60 bis 52,34 € in 200/55 ZR17.
- **Gegen den Bridgestone Battlax Hypersport S23R** kostet er ebenfalls überall mehr, aber moderater: zwischen 7,24 € und 26,03 €.
- **Gegen den Pirelli Diablo Rosso IV Corsa** liegt er praktisch gleichauf. In 180/55 ZR17 ist der Mk4 sogar 2,46 € günstiger, in 200/55 ZR17 0,39 €; in 190/50 trennen die beiden 1,67 €, nur in 190/55 ZR17 sind es 16,54 € zugunsten des Pirelli.

Wer also die vier direkt vergleichbaren Modelle nebeneinanderlegt, zahlt für den Testsieg von 2025 einen Aufpreis — gegenüber dem Metzeler einen erheblichen, gegenüber dem Pirelli faktisch keinen. Ob sich das rechnet, hängt weniger vom Testergebnis als vom Fahrprofil ab: Wer viel bei Kälte und Nässe unterwegs ist, kauft beim Mk4 genau die Eigenschaft, für die er ausgezeichnet wurde. Wer überwiegend im Sommer bei trockenem Wetter fährt, findet günstigere Wege zu ähnlicher Leistung — der [Bridgestone Battlax Hypersport S23 im Porträt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-battlax-s23) und der [Metzeler Sportec M7 RR mit seinen Stärken und Grenzen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/metzeler-sportec-m7-rr) sind dafür die naheliegenden Gegenstücke.

## Vorgänger oder Nachfolger? Die Mk3-Preise überraschen

Die gängige Faustregel lautet: Der auslaufende Vorgänger ist der Sparkauf. Bei der SportSmart-Familie stimmt sie — aber nicht überall. Vier Größen führen wir in beiden Generationen, und der Abstand fällt sehr unterschiedlich aus. In **180/55 ZR17** kostet der Mk3 155,51 € gegenüber 178,08 € für den Mk4, ein Aufpreis von 14,5 Prozent. In **190/55 ZR17** sind es 174,27 € gegen 205,25 €, also 17,8 Prozent, und in **200/55 ZR17** stehen 169,13 € gegen 208,52 € — 23,3 Prozent. In **190/50 ZR17** dagegen kippt das Verhältnis: Dort kostet der ältere Mk3 mit 194,77 € sogar **1,14 € mehr** als der aktuelle Mk4 mit 193,63 €.

Das ist kein Datenfehler, sondern der Normalfall bei auslaufenden Baureihen: Wenn ein Hersteller ein Modell nur noch „in einer begrenzten Zahl von Größen“ weiterführt, sinken die Stückzahlen, und einzelne Dimensionen werden nicht billiger, sondern teurer. Wer den Vorgänger aus Preisgründen kauft, sollte deshalb nie das Modell vergleichen, sondern immer **die konkrete Größe**. Und wer über die reine Ersparnis hinausdenkt: Der Mk3 stammt aus dem Jahr 2019, die Verbesserungen des Mk4 zielen genau auf kalte und nasse Bedingungen — also auf die Situationen, in denen ein Sportreifen am ehesten an seine Grenzen kommt.

## Mk4 oder SportSmart TT: 90/10 gegen 50/50

Dunlop führt beide Reifen parallel, und die Abgrenzung ist ungewöhnlich klar: Der **SportSmart TT** ist laut Hersteller für je 50 Prozent Landstraße und Rennstrecke ausgelegt, der Mk4 für rund 90 Prozent Landstraße. Der Mk4 markiert damit den Einstieg in Dunlops Hypersport-Segment, der TT die Stufe darüber; noch weiter Richtung Rennstrecke folgen der Trackday-Reifen D212 GP Racer und der Rennreifen D213 GP Pro. Unter dem Mk4 rangiert der Tourensportler RoadSmart, den wir im Beitrag zum [Dunlop RoadSmart IV](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-roadsmart-iv) ausführlich behandeln.

Im Regal ist der TT die deutlich breiter aufgestellte Baureihe: 13 Ausführungen gegenüber fünf beim Mk4, darunter schmale Dimensionen ab 110/70 R17 für leichtere Maschinen, mehrere H-gekennzeichnete Größen und mit 120/70 ZR19 sogar eine 19-Zoll-Ausführung. Beim Preis führt das zu einem Ergebnis, das der Positionierung widerspricht: Der sportlichere TT ist **nicht durchgehend teurer**. In 180/55 ZR17 kostet er mit 184,23 € mehr als der Mk4 (178,08 €), in 190/55 ZR17 mit 192,77 € dagegen weniger als dessen 205,25 €, ebenso in 160/60 und 200/55 ZR17. Wer glaubt, die Preisstaffel bilde die Sportlichkeit ab, irrt hier größenweise.

Ein Argument spricht unabhängig davon für den TT: BMW rüstet die S 1000 RR seit dem Modelljahr 2023 ab Werk mit ihm aus, vorn in 120/70 ZR17 und hinten in 190/55 oder wahlweise 200/55 ZR17 ([Reifenpresse, 12.10.2022](https://reifenpresse.de/2022/10/12/bmws-2023er-generation-der-s-1000-rr-ab-werk-auf-sportsmart-tt/)). Wer diese Maschine fährt und beim Erstausrüstungsreifen bleiben möchte, hat seine Antwort damit bereits. Alle weiteren Optionen finden Sie in unserer Übersicht der [Motorradreifen für die Straße](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/strasse).

## Was die Tests sagen — und was sie nicht sagen

Der Mk4 hat 2025 zwei deutsche Zeitschriftentests gewonnen. In **MOTORRAD 7/2025** wurde er Testsieger in der Kategorie Sportreifen mit dem Gesamturteil „sehr gut“; das Testfeld bestand aus sechs Sport- und sechs Hypersportreifen, gefahren auf einer BMW S 1000 RR in 120/70 ZR17 vorn und 190/55 ZR17 hinten, auf Landstraße und Rennstrecke, jeweils nass und trocken. Nach Darstellung von Dunlop war er im Trockenen auf der Landstraße der beste der sechs Sportreifen, fuhr die schnellste Nassrunde und wurde im Rennstreckenteil Zweiter — in Summe reichte das für den Gesamtsieg. In der Schwesterzeitschrift **PS 4/2025** gewann er ebenfalls, mit einem sehr ähnlichen Testaufbau ([Dunlop/Goodyear Newsroom, 19.03.2025](https://news.goodyear.eu/dunlop-sportsmart-mk4-claims-top-honours-in-two-independent-tire-tests/)). Wichtig zur Einordnung: Die Einzelwertungen und Zitate stammen hier aus der Mitteilung des Herstellers, nicht aus dem Heft selbst — die vollständigen Testberichte sind kostenpflichtig.

Unabhängig davon gibt es einen ausführlichen Fahreindruck. Der Landstraßentest von 1000PS fand im Frühjahr 2025 rund um Barcelona statt, bei etwa 15 Grad, feuchter Fahrbahn und Regen, gefahren auf einer BMW M 1000 XR mit 201 PS. Die Kernaussagen: Der Reifen erreicht **bei knapp über 10 Grad nach rund fünf Minuten Betriebstemperatur** und liefert dann sofort Grip, das Einlenken ist linear und ohne Kipppunkte, und die weit auf die Flanke gezogene Lauffläche gab im Test bis zu 50 Grad Schräglage auf der Landstraße her. Beim Verschleiß fiel den Testern auf, dass die Oberfläche nach harter Kurvenjagd nur leicht aufgeraut war, während sich bei einem Sporttouring-Reifen auf derselben Strecke und mit deutlich weniger Leistung bereits Abriebfahnen lösten ([1000PS-Landstraßentest 2025](https://www.1000ps.de/testbericht-id-3012468-dunlop-sportsmart-mk4-motorradreifen-im-landstrassen-test-2025)).

Was die Tests **nicht** hergeben, ist genauso wichtig: eine belastbare Laufleistungsangabe. Die Tester schreiben selbst, dass sie dafür zu wenig Kilometer gefahren sind, und ein Zeitschriftentest über wenige Testtage kann das prinzipiell nicht leisten. Wer eine Zahl in Kilometern sucht, wird sie seriös nirgends finden — die Laufleistung eines Sportreifens hängt so stark von Fahrweise, Luftdruck, Motorleistung und Streckenprofil ab, dass jede Angabe ohne diese Randbedingungen wertlos wäre. Ebenfalls unbedingt mitzudenken: Motorradreifen tragen **kein EU-Reifenlabel**. Die bei Pkw-Reifen gewohnten Klassen für Nasshaftung, Rollwiderstand und Geräusch gibt es hier schlicht nicht, weshalb Fachtests und Herstellerangaben die einzigen Anhaltspunkte bleiben.

## Für wen der Mk4 passt — und für wen nicht

Der SportSmart Mk4 ist die richtige Wahl für sportlich ambitionierte Straßenfahrer auf Supersport-, Naked- und Crossover-Maschinen mit 17-Zoll-Rädern, die früh Vertrauen brauchen: bei kühlen Morgen, auf feuchtem Asphalt, in der ersten Kurvenkombination nach dem Losfahren. Genau dort liegen seine belegten Stärken, und genau dafür hat er seine Auszeichnungen bekommen. Gelegentliche Trackdays verträgt er, ohne dafür gebaut zu sein.

Nicht passend ist er in drei Fällen. Erstens für alles, was keine 17-Zoll-Räder hat — Klassiker, Youngtimer und Reiseenduros mit 18- oder 19-Zoll-Felgen bleiben außen vor, und zwar bewusst: MOTORRAD nennt die Größenauswahl treffend „konservativ“. Zweitens für Vielfahrer mit Gepäck und hohen Jahreskilometern; dort ist ein Sport-Touring-Reifen die ausgewogenere Wahl. Und drittens für alle, die überwiegend auf der Rennstrecke unterwegs sind — dafür hat Dunlop mit dem SportSmart TT und den GP-Racer-Modellen die klar besseren Antworten.

Vor der Montage lohnt ein prüfender Blick auf drei Dinge: die in den Fahrzeugpapieren freigegebene Größe samt Index, das Alter des vorhandenen Satzes und der richtige Luftdruck. Wie Sie neue Motorradreifen sinnvoll in Betrieb nehmen und welchen Druck Sie fahren sollten, erklärt unser Ratgeber zu [Reifendruck und Einfahren am Motorrad](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-luftdruck-einfahren). Alle hier genannten Preise sind unsere Verkaufspreise vom 7. September 2026 und können sich ändern; maßgeblich ist immer die jeweilige Artikelseite.

## Häufige Fragen

### Kann ich den SportSmart Mk4 auf der Rennstrecke fahren?
Für gelegentliche Trackdays ja — Dunlop beziffert die Auslegung selbst mit rund 90 Prozent Landstraße und 10 Prozent Rennstrecke. Wer regelmäßig oder sehr schnell auf der Piste unterwegs ist, fährt mit dem SportSmart TT (50/50) oder einem Trackday-Reifen der GP-Racer-Reihe besser.

### Warum finde ich den Vorderreifen in 120/70 ZR17 nicht im Shop?
Dunlop hat den Mk4 in sechs Größen eingeführt, bei uns sind aktuell fünf davon lieferbar — alle fürs Hinterrad. Die Vorderraddimension ist derzeit nicht gelistet. Den jeweils aktuellen Stand sehen Sie auf der Modellseite; Alternativen in dieser Größe finden Sie auf der [Größenseite 120/70 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/120-70-r17).

### Muss ich neue Motorradreifen einfahren?
Ja. Auch moderne Sportreifen brauchen die ersten Kilometer, um die glatte Oberflächenschicht abzutragen und vollen Grip aufzubauen. Fahren Sie behutsam an, steigern Sie die Schräglage schrittweise und prüfen Sie den Luftdruck vor der ersten längeren Tour.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-sportsmart-mk4
