# Lochkreis, Nabenbohrung, Einpresstiefe: die vier Zahlen, die über die Felge entscheiden

Veröffentlicht: 21.06.2026 · Aktualisiert: 18.09.2026 · Kategorie: Alufelgen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Felgen, Anschlussmaße, Einpresstiefe, Lochkreis, Nabenbohrung, Alufelgen

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/felgen-anschlussmasse-lochkreis.jpg

Beim Reifen genügt die Größe: 205/55 R16 passt, wenn 205/55 R16 freigegeben ist. Bei der Felge reicht das nicht. Ein Rad muss in mehreren voneinander unabhängigen Maßen zu Ihrem Fahrzeug passen — und ausgerechnet die Zahl, die groß im Artikelnamen steht, entscheidet darüber am wenigsten. Wir haben deshalb unser eigenes Alufelgen-Regal vollständig vermessen: **3.593 lieferbare Alufelgen** aus dem offenen Produktkatalog vom **18. September 2026**, bei jedem einzelnen Rad mit Felgenmaß, Lochzahl, Lochkreis, Nabenbohrung und Einpresstiefe. Ein Datensatz trägt eine offensichtlich fehlerhafte Nabenbohrung von 10 Millimetern; wir rechnen deshalb durchgehend mit **3.592 Rädern**. Dieser Beitrag erklärt, was die vier Zahlen bedeuten, wie stark sie im Regal streuen — und wie viele Räder am Ende für Ihr Auto übrig bleiben.

## Vier Zahlen entscheiden — und die auffälligste steht nicht dafür

Eine Felge trägt zwei Sorten von Maßen, und sie werden im Alltag ständig verwechselt. Die eine Sorte beschreibt das **Rad selbst**: wie breit es ist, welchen Durchmesser es hat, wie weit die Anlagefläche aus der Mitte verschoben ist. Diese Angaben stehen als Felgenmaß im Artikelnamen, also etwa „7x17 ET45". Die zweite Sorte beschreibt die **Schnittstelle zum Fahrzeug**: wie viele Schrauben auf welchem Kreisdurchmesser sitzen und wie groß das Mittelloch ist. Diese Angaben stehen selten im Namen — und genau sie entscheiden, ob das Rad an Ihre Radnabe passt.

Wir nennen die zweite Sorte im Folgenden das **Anschlussprofil**: Lochzahl × Lochkreis / Nabenbohrung, also zum Beispiel „5×112 / 57,1 mm". Über die 3.592 Räder verteilen sich genau **64 verschiedene Anschlussprofile**. Das klingt nach viel Auswahl, ist aber das Gegenteil: Ihr Fahrzeug hat genau eines davon, und alle Räder mit einem anderen Profil sind für Sie nicht vorhanden — unabhängig davon, wie gut sie aussehen oder was sie kosten.

Die Einpresstiefe nimmt eine Zwitterstellung ein. Sie beschreibt das Rad, wirkt aber wie ein Passungsmaß, weil sie darüber entscheidet, ob das Rad im Radkasten frei läuft. Rechnet man sie zu den drei harten Maßen hinzu, ergeben sich aus den 3.592 Rädern **906 vollständige Maßkombinationen** — im Median stehen hinter einer Kombination also gerade einmal **drei Räder**, und bei **17,7 Prozent aller Kombinationen ist es genau eines**. Die scheinbar riesige Auswahl im Felgenregal zerfällt in sehr viele sehr kleine Fächer.

## Die Felgenbezeichnung lesen: 7J x 16 H2 ET35

Auf jeder Felge ist die vollständige Bezeichnung eingeprägt — meist auf der Rückseite einer Speiche, am Felgenstern oder innen am Felgenhorn. Ein typisches Beispiel lautet **7J x 16 H2 ET35**. Zerlegt bedeutet das:

- **7** — die Felgenbreite (Maulweite) in Zoll, gemessen zwischen den beiden Felgenhörnern. In unserem Regal kommen **13 verschiedene Breiten** vor, von 5,5J bis 11,5J; der Schwerpunkt liegt bei 7,5J und 8J mit zusammen knapp 1.400 Rädern.
- **J** — die Form des Felgenhorns, also die Kontur, an der der Reifenwulst anliegt. Bei Pkw ist „J" der gängige Typ.
- **16** — der Felgendurchmesser in Zoll. Unser Alu-Regal deckt **zehn Stufen von 14 bis 23 Zoll** ab, wobei allein 17 bis 20 Zoll **2.855 der 3.592 Räder** stellen.
- **H2** — die „Humps", kleine umlaufende Wülste im Felgenbett, die den schlauchlosen Reifen auch bei Luftverlust auf der Felge halten (H2 = Hump auf beiden Seiten).
- **ET35** — die Einpresstiefe in Millimetern, manchmal auch als „>35<" geschrieben.

**Felgen- und Reifenbreite gehören zusammen:** Jede Reifengröße hat einen vom Reifenhersteller freigegebenen Felgenbreitenbereich, in dem sie ihre volle Aufstandsfläche und das ausgelegte Fahrverhalten erreicht. Welche Reifenbreite auf welche Maulweite darf und wie groß der Spielraum tatsächlich ist, haben wir in einem eigenen Ratgeber [zur Felgenmaulweite und zur passenden Reifenbreite](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenmaulweite-reifenbreite) aufgeschrieben. Warum der Reifen ohne Schrauben oder Kleber bombenfest sitzt und welche Rolle Tiefbett und Hump dabei spielen, steht im Beitrag [Felgenaufbau: Tiefbett, Felgenhorn und Hump erklärt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenaufbau-hump-tiefbett).

## Der Lochkreis: 16 Varianten im Alu-Regal, 31 im Stahl-Regal

Der Lochkreis beschreibt, **wie viele Radschrauben** die Felge hat und **auf welchem Kreisdurchmesser** sie sitzen. Angegeben wird er als „Anzahl × Durchmesser in mm", zum Beispiel **5×112**: fünf Schrauben auf einem gedachten Kreis mit 112 Millimetern Durchmesser. Dieser Wert muss exakt stimmen. Schon scheinbar winzige Unterschiede wie 5×112 gegenüber 5×114,3 sind nicht kompatibel, und es gibt für den Alltagsbetrieb auch keine seriösen Adapter, die das überbrücken.

Im Regal ist dieses Maß erstaunlich konzentriert. Über alle 3.592 Alufelgen verteilen sich nur **16 verschiedene Lochkreisdurchmesser** in **23 Lochzahl-Lochkreis-Paaren**. Fünf davon decken fast alles ab: **5×112 stellt 1.844 Räder (51,3 Prozent)**, 5×114,3 folgt mit 649 (18,1 Prozent), 5×108 mit 454 (12,6 Prozent), 4×100 mit 192 und 5×120 mit 184 — zusammen **92,5 Prozent des Sortiments**. Der Rest ist ein langer Schwanz aus Exoten: 5×118, 5×127, 5×132, 6×130 oder 5×165 kommen auf wenige Räder je Wert.

Dass unser Stahlfelgen-Regal mit **31 Lochkreisen** fast doppelt so viele Varianten kennt, ist kein Widerspruch, sondern erklärt das Geschäftsmodell beider Radarten. Ein Stahlrad ist der Nachbau eines Serienrads für genau ein Fahrzeug, es muss also jede historische Sonderlocke bedienen. Eine Alufelge wird als Design entworfen und anschließend für die Lochkreise gefertigt, die den Markt tragen. Wie stark Lochkreis, Nabenbohrung und Einpresstiefe im Stahlregal streuen, haben wir dort mit eigenen Bestandszahlen aufgeschlüsselt: [Lochkreis und Nabenbohrung an lieferbaren Stahlrädern](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lochkreis-nabenbohrung-felge). Für Sie heißt der Befund: Je älter oder exotischer Ihr Fahrzeug, desto wahrscheinlicher ist das Stahlrad der realistischere Weg — und desto eher landen Sie bei [fertig kombinierten Kompletträdern](https://www.reifentiefpreis.de/komplettraeder) statt bei der freien Felgenwahl.

## Die Nabenbohrung: 36 Werte, und die Zehntelstelle ist keine Schludrigkeit

Die Nabenbohrung ist das zentrale Loch in der Mitte der Felge. Bei modernen Pkw zentriert sich das Rad über dieses Mittelloch auf einem Bund der Radnabe — die **Mittenzentrierung** — und nicht über die Schrauben. Die Schrauben spannen das Rad; tragen und zentrieren tut es der Nabensitz.

Über die 3.582 Räder mit hinterlegter Nabenbohrung verteilen sich **36 verschiedene Werte zwischen 51,1 und 122,5 Millimetern**. Auch hier ballt sich fast alles in wenigen Nestern: **66,6 mm stellt mit 1.086 Rädern 30,2 Prozent**, 57,1 mm folgt mit 637 (17,7 Prozent), dahinter 63,4 mm (310), 70,1 mm (270) und 67,1 mm (264). Diese fünf Werte allein decken rund 71 Prozent des Regals ab.

Jetzt kommt die Stelle, an der viele Käufer ins Stolpern geraten: **Die Alufelgen tragen durchgehend eine Zehntelstelle, die Stahlräder nicht.** In den Fahrzeugbezeichnungen unserer Stahlräder stehen 57, 63,3, 67 oder 54 Millimeter — im Alu-Regal stehen dazu 57,1, 63,4, 67,1 und 54,1 Millimeter. Das ist kein Datenfehler und keine andere Messung, sondern die Konstruktionsvorgabe: Die Bohrung im Rad muss minimal größer sein als der Zentrierbund am Fahrzeug, sonst ließe sich das Rad nicht aufschieben. Die Rad-Gutachten der Hersteller formulieren die Obergrenze ausdrücklich mit „max. 2/10 mm größer als die Fahrzeug-Radnabe"; der Felgenspezialist Schmidt beziffert den Zielkorridor in seiner [Erläuterung zu Zentrierringen und Toleranzen](https://www.felge.de/service/zentrierringe/) noch enger: Bei einem Zentrierdurchmesser von 57,0 mm soll das Rad eine Mittenbohrung von „57,06 bis 57,10 mm" haben.

Praktisch heißt das: **57 und 57,1 sind dasselbe Maß, einmal am Auto und einmal am Rad gemessen** — 57,0 und 56,6 dagegen sind zwei verschiedene Fahrzeuge. Eine zu kleine Bohrung passt nie und darf auch nicht aufgebohrt werden. Eine zu große Bohrung ist dagegen der Normalfall bei Zubehörrädern und wird mit einem Zentrierring ausgeglichen; wie eng die Toleranzen dabei sind und warum „ungefähr passend" nicht existiert, steht ausführlich im Ratgeber [Zentrierringe: Auswahl, Material und Montage](https://www.reifentiefpreis.de/blog/zentrierringe-felgen).

## Die Einpresstiefe: 61 Werte zwischen ET-35 und ET68

Die Einpresstiefe ist der Abstand zwischen der Anlagefläche der Felge — dort, wo sie an der Radnabe verschraubt wird — und der gedachten Mittelebene des Felgenbetts. Sie entscheidet, wie weit das Rad im Radkasten nach innen oder außen steht. Eine **hohe, stark positive ET** rückt das Rad tiefer in den Radkasten, eine **niedrige ET** schiebt es nach außen. Ersetzen Sie eine Felge mit ET45 durch eine mit ET35, wandert jedes Rad um zehn Millimeter nach außen, und die Spur wird insgesamt um rund 20 Millimeter breiter.

Von allen vier Maßen streut die Einpresstiefe am stärksten. In unserem Alu-Regal stehen **61 verschiedene ET-Werte von ET-35 bis ET68**, der Median liegt bei **ET43**. Selbst innerhalb eines einzigen Anschlussprofils bleibt die Spanne groß: Für 5×112 mit 57,1 mm Nabenbohrung in 17 Zoll führen wir die Werte ET38, 39, 40, 41, 43, 45, 46, 48, 49 und 51 — zehn Stufen über 13 Millimeter.

Diese Streuung ist der Grund, warum die ET in der Praxis der häufigste Stolperstein ist: Sie ist das einzige der vier Maße, bei dem eine kleine Abweichung nicht sofort die Montage verhindert, sondern erst im Fahrbetrieb auffällt — durch Schleifen am Kotflügel, am Federbein oder am Bremssattel, durch veränderte Lenkkräfte und durch höher belastete Radlager. Rechtlich ist sie zugleich die Zahl, an der die Abnahme am häufigsten scheitert; was ABE, Teilegutachten und die seit 2025 geltende Teiletypgenehmigung dazu verlangen, steht im Ratgeber [Felgen eintragen lassen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-eintragen-abe-teilegutachten). Und wer die Spur bewusst verbreitern will, sollte das nicht über eine wahllos kleinere ET tun, sondern über [geprüfte Distanzscheiben](https://www.reifentiefpreis.de/blog/spurverbreiterung-distanzscheiben).

## „7x17 ET45" gibt es sechsmal — warum das Felgenmaß keine Passungsangabe ist

Hier liegt der eigentliche Denkfehler beim Felgenkauf, und er lässt sich am Regal beweisen. Über die 3.592 Alufelgen verteilen sich **549 verschiedene Felgenmaße** in der Form Breite × Zoll ET. Von diesen 549 Maßen existieren **190 — also 34,6 Prozent — in mehr als einem Anschlussprofil**. Anders gesagt: Bei jedem dritten Felgenmaß sagt die Angabe im Artikelnamen nichts darüber aus, ob das Rad an Ihr Auto passt.

Das Musterbeispiel ist ausgerechnet ein Allerweltsmaß. Unter **„7x17 ET45"** führen wir **32 Räder in sechs verschiedenen Anschlussprofilen**: 17 Räder mit 5×112 / 57,1 mm, sieben mit 5×114,3 / 66,1 mm, drei mit 5×114,3 / 64,1 mm, zwei mit 5×100 / 57,1 mm, zwei mit 4×100 / 60,1 mm und eines mit 5×114,3 / 60,1 mm. Alle 32 sind gleich breit, gleich groß und nehmen dieselbe Reifengröße auf — und höchstens eine dieser Gruppen gehört an Ihr Fahrzeug.

Genauso wenig taugt der Modellname als Passungsangabe. Die 3.592 Räder verteilen sich auf **131 Designs**, also Kombinationen aus Marke und Modellnamen. **91 dieser 131 Designs (69,5 Prozent) gibt es in mehr als einem Lochkreis**; die DOTZ Bilbao dark deckt acht verschiedene Lochkreise ab, die DEZENT TV black elf verschiedene Nabenbohrungen. Ein und dasselbe Design ist also je nach Ausführung ein völlig anderes Rad. „Ich nehme die DEZENT TR" ist deshalb noch keine Bestellung — diese Baureihe allein steht bei uns in acht Anschlussprofilen.

> **Merksatz:** Das Felgenmaß beschreibt, wie das Rad aussieht. Das Anschlussprofil entscheidet, ob es an Ihr Auto gehört. Prüfen Sie immer beides — und in dieser Reihenfolge.

## Der Trichter: von 3.592 Rädern zu Ihrer Auswahl

Wie aus dem großen Regal Ihre persönliche Auswahl wird, lässt sich Schritt für Schritt nachrechnen. Nehmen wir einen VW Golf VII. Sein Serienmaß steht in unserem eigenen Stahlrad-Sortiment im Klartext: [ALCAR 5 Loch 112x57 ET43, 6Jx15](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/alcar-5-loch-112x57-et43-golf-vii-6jx15-43351). Das Anschlussprofil lautet also 5×112 mit 57 mm Nabe, am Rad gemessen 57,1 mm. Damit filtern wir das Alu-Regal:

1. **Alle Alufelgen:** 3.592
2. **Lochkreis 5×112:** 1.844 — es fällt schon fast die Hälfte weg
3. **Nabenbohrung 57,1 mm:** 561 — von den 5×112-Rädern gehören zwei Drittel zu anderen Fahrzeugen, vor allem zu Modellen mit 66,6 mm Nabe
4. **17 Zoll:** 131
5. **Breite 6,5 bis 7,5J:** 129
6. **Einpresstiefe ET38 bis ET50:** **115 Räder in 30 Designs**, preislich von 129,70 bis 270,00 Euro je Stück

Für einen Golf-Fahrer ist das eine komfortable Lage: gut hundert Räder, dreißig Designs, eine Preisspanne von mehr als dem Doppelten. Zwei Beispiele aus genau diesem Feld sind die [DEZENT TR silber in 7x17 ET45](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/7x17-et45-dezent-tr-silber-112951) für 131,20 Euro und die [AEZ Tioga graphit poliert in 7x17 ET45](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/7x17-et45-aez-tioga-graphit-poliert-112659) für 195,90 Euro — identisches Anschlussprofil, identisches Felgenmaß, 64,70 Euro Unterschied je Rad allein über Marke und Oberfläche. Woher solche Aufpreise kommen, haben wir am Herstellungsverfahren durchgerechnet: [Guss, Flowforming, Schmieden und der wahre Preistreiber](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-herstellung-guss-flowforming-schmieden).

Nun derselbe Trichter für einen Ford Focus III, Serienmaß 5×108 mit 63,3 mm Nabe: 394 Räder mit 5×108, davon 281 mit der passenden Bohrung 63,4 mm, davon 37 in 17 Zoll, 34 in passender Breite und **25 im Serien-ET-Fenster ET45 bis ET55**. Immer noch solide, aber nur gut ein Fünftel der Golf-Auswahl.

Und dann die andere Seite der Skala. Ein Kleinwagen mit **4×100 und 54,1 mm Nabenbohrung** — eine unter kleinen japanischen und koreanischen Modellen verbreitete Kombination — findet im gesamten Alu-Regal **vier Räder**. Nicht vier Designs, vier Artikel: zweimal DEZENT TY silber und zweimal DEZENT KT. Der Lochkreis 4×100 ist mit 94 Rädern durchaus vertreten, aber er wird fast vollständig mit den Bohrungen 60,1 mm (56 Räder) und 51,1 mm (31 Räder) bedient. **Die Auswahl hängt eben nicht am Budget, sondern am Maßprofil.** Wer hier nicht fündig wird, fährt mit einem fahrzeugspezifischen [Stahlrad](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/stahlfelgen) meist besser; warum es die fast nur bis 16 Zoll gibt, steht im Beitrag [Warum Stahlfelgen bei 17 Zoll enden](https://www.reifentiefpreis.de/blog/stahlfelgen-groessen-grenzen).

Ein Nebenbefund aus derselben Auswertung: Der Median-Preis steigt von **126,80 Euro in 15 Zoll** über 153,40 Euro in 17 Zoll und 258,60 Euro in 19 Zoll auf **439,50 Euro in 21 Zoll**. Der Zollsprung ist im Felgenregal der mit Abstand teuerste Wunsch — und er zieht den Reifenpreis gleich mit hoch. Für den Winterradsatz lohnt deshalb fast immer der Blick auf [eine Nummer kleiner](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterraeder-eine-nummer-kleiner).

## Wo die vier Zahlen für Ihr Auto stehen

Sie müssen keinen einzigen Wert erraten. Es gibt vier verlässliche Quellen, und sie ergänzen einander:

- **Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein):** In Feld 15 stehen die ab Werk zugelassenen Rad- und Reifengrößen. Weitere freigegebene Kombinationen enthalten das CoC-Datenblatt oder die Fahrzeug-ABE.
- **Die vorhandene Originalfelge:** Felgenbreite, Durchmesser und ET sind eingeprägt, meist innen am Felgenhorn oder auf der Rückseite einer Speiche. Den Lochkreis können Sie bei vier oder sechs Bohrungen direkt von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte abnehmen; bei fünf Löchern liegt sich keine Bohrung gegenüber — dafür gibt es Schablonen und Umrechnungstabellen.
- **Das fahrzeugspezifische Stahlrad:** der ehrlichste Steckbrief überhaupt. Unsere Stahlräder tragen die komplette Passung im Artikelnamen, etwa „5 Loch 112x57 ET43 Golf VII". Wer das passende Stahlrad zu seinem Fahrzeug findet, hat damit auch die Vorgabe für jede Alufelge.
- **Das Rad- oder Teilegutachten** der Felge, die Sie im Auge haben: Dort stehen nicht nur die Maße, sondern auch die Auflagen — welche Radschrauben, welche Zentrierringe und welche Reifengrößen zulässig sind.

Notieren Sie die Werte am besten einmal vollständig auf einem Zettel im Handschuhfach — in der Reihenfolge Lochzahl, Lochkreis, Nabenbohrung, Breite, Zoll, ET. Mit diesen sechs Angaben lässt sich jedes Angebot in Sekunden prüfen, und die Frage „passt das an mein Auto?" stellt sich nicht mehr. Stimmen alle Zahlen, ist die mechanische Seite geklärt. Bequemer geht es nur mit einem fertig abgestimmten Satz: Unsere Kompletträder kommen montiert und gewuchtet, und die Passung ist bereits erledigt. Wer frei kombinieren möchte, findet die Auswahl unter [Alufelgen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/alufelgen); welche Bauart grundsätzlich zu Ihnen passt, klärt der Vergleich [Stahlfelgen oder Alufelgen im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/stahlfelgen-oder-alufelgen-vor-und-nachteile-im-grossen-vergleich).

## Was zusätzlich stimmen muss: Tragfähigkeit, Schrauben, RDKS, Papiere

Die vier Maße entscheiden über die Passung — über die Zulässigkeit entscheiden sie nicht allein. Vier Punkte kommen hinzu, und jeder davon hat sein eigenes Kapitel verdient.

**Tragfähigkeit:** Jede Felge trägt eine zulässige Radlast in Kilogramm. Sie muss mindestens der halben zulässigen Achslast Ihres Fahrzeugs entsprechen — dasselbe Prinzip wie beim Reifen über den [Last- und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex). Bei Transportern, Wohnmobilen und schweren SUV ist das kein Formalismus, sondern regelmäßig das Maß, an dem eine optisch passende Felge ausscheidet.

**Radschrauben:** Neben Gewinde und Länge entscheidet die Sitzform — Kegelbund, Kugelbund oder Flachbund. Die Form muss zur Senkung in der Felge passen, sonst löst sich die Verbindung im Fahrbetrieb. Beim Wechsel von Stahl- auf Alufelgen sind fast immer andere, meist längere Schrauben nötig; welche, steht im Radgutachten und im Ratgeber [Radschrauben und Radmuttern richtig wählen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/radschrauben-radmuttern). Die passenden [Radschrauben im Shop](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/radschrauben) sortieren wir nach Fahrzeug vor.

**RDKS:** Seit November 2014 ist ein Reifendruckkontrollsystem für neue Pkw Pflicht. Bei direkt messenden Systemen gehören Sensoren in jedes Rad, auch in den zweiten Satz, und sie müssen vom Fahrzeug erkannt werden. Wie Übernehmen, Anlernen und Neukauf zusammenhängen, steht unter [RDKS beim Kompletträder-Wechsel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/rdks-kompletraeder-sensoren-anlernen).

**Papiere:** Ohne ABE, Teilegutachten oder Teiletypgenehmigung wird aus der passenden Felge keine zulässige Felge. Und wenn das Rad montiert ist, geht es weiter: [Auswuchten](https://www.reifentiefpreis.de/blog/raeder-auswuchten) gehört zu jedem neuen Satz, der [Radwechsel in Eigenregie](https://www.reifentiefpreis.de/blog/raeder-selbst-wechseln) braucht Drehmomentschlüssel und das Nachziehen nach 50 Kilometern, und ob sich vorhandene Reifen auf neue Felgen [ummontieren](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-auf-andere-felge-ummontieren) lassen, hängt ebenfalls an der Größe.

## Fazit

Die Felgenauswahl ist keine Geschmacksfrage mit ein paar technischen Nebenbedingungen, sondern umgekehrt: erst die Maße, dann das Design. Drei Zahlen — Lochzahl, Lochkreis, Nabenbohrung — bilden das Anschlussprofil, das Ihr Fahrzeug fest vorgibt; die Einpresstiefe engt den Rest ein. Im Alu-Regal führen diese vier Zahlen von 3.592 Rädern über 64 Anschlussprofile zu 906 vollständigen Maßkombinationen, hinter denen im Median nur drei Räder stehen. Das Felgenmaß im Artikelnamen hilft dabei nicht weiter — ein Drittel dieser Maße existiert gleichzeitig in mehreren Anschlussprofilen.

Wer die vier Zahlen seines Fahrzeugs kennt, kauft in wenigen Minuten sicher ein. Wer sie nicht kennt, kauft entweder gar nichts Passendes oder ein Rad, das erst in der Werkstatt auffällt. Die Werte stehen in Ihren Papieren, auf Ihrer alten Felge und im Namen des passenden Stahlrads — Sie müssen sie nur einmal notieren. Die Auswahl dazu finden Sie in unserer [Felgen-Übersicht](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen), und wenn Sie einen Begriff nachschlagen möchten, hilft das [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.de/wiki) weiter.

## Häufige Fragen

### Mein Fahrzeug hat 57,0 mm Nabe, die Felge ist mit 57,1 mm angegeben — passt das?

Ja, das ist der Normalfall. Die Bohrung im Rad muss geringfügig größer sein als der Zentrierbund am Fahrzeug, sonst ließe sich das Rad nicht aufschieben. Die Rad-Gutachten nennen dafür höchstens zwei Zehntelmillimeter Aufmaß. Vorsicht ist erst bei echten Nachbarwerten geboten: 56,6 und 57,1 mm sind zwei verschiedene Fahrzeuge, nicht zwei Schreibweisen desselben Maßes.

### Warum passt eine Felge mit dem gleichen Maß wie meine Originalfelge trotzdem nicht?

Weil das Felgenmaß — Breite, Zoll, ET — nur das Rad beschreibt. In unserem Sortiment existieren 34,6 Prozent aller Felgenmaße in mehr als einem Anschlussprofil; allein „7x17 ET45" führen wir in sechs verschiedenen Kombinationen aus Lochkreis und Nabenbohrung. Vergleichen Sie deshalb immer zusätzlich Lochzahl, Lochkreis und Nabenbohrung.

### Kann ich eine Felge mit abweichender Einpresstiefe montieren?

Nur im freigegebenen Rahmen. Jede Abweichung verschiebt das Rad im Radkasten, verändert die Spurweite und die Belastung der Radlager; ob sie zulässig ist, regelt das Gutachten der Felge, nicht das Augenmaß. Im Zweifel gilt die einfache Regel: Einpresstiefe der Originalfelge übernehmen.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-anschlussmasse
