# Welche Reifenbreite passt auf welche Felge? Die Felgenmaulweite erklärt

Veröffentlicht: 13.06.2026 · Aktualisiert: 11.09.2026 · Kategorie: Reifengrößen & Kennzeichnung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Felgenmaulweite, Reifenbreite, Felgenbreite, Reifengröße, Reifen-Felgen-Kombination

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Sie haben einen schönen Satz Felgen gefunden oder wollen auf eine andere Reifenbreite wechseln – und stellen sich die klassische Frage: *Passt dieser Reifen überhaupt auf diese Felge?* Reifen und Felge müssen in der Breite zusammenpassen, sonst leiden Fahrverhalten, Sicherheit und am Ende auch die Zulassung. Die kleine Tücke dabei: Die **Reifenbreite** steht in Millimetern auf der Flanke, die **Felgenbreite** dagegen in Zoll. In diesem Ratgeber erklären wir, was die *Felgenmaulweite* ist, was der Reifenhersteller selbst dazu schreibt, welche Maulweiten in der Praxis überhaupt angeboten werden – und worauf es rechtlich ankommt.

## Was ist die Felgenmaulweite?

Die **Maulweite** ist der lichte Abstand zwischen den beiden Felgenhörnern – also die nutzbare Breite des Felgenbetts, auf dem der Reifen mit seinen Wülsten sitzt. Sie wird in **Zoll** angegeben und ist das, was umgangssprachlich „Felgenbreite“ genannt wird. Der Begriff ist keine Händlersprache: Continental verwendet ihn in seinem technischen Handbuch selbst und hält dort fest, dass „die Felgen-Maulweiten und -durchmesser als Zoll-Code angegeben“ werden.

Ablesen können Sie sie an der eingeprägten **Felgenbezeichnung**, zum Beispiel **7J x 16 H2 ET45**:

- **7** = Maulweite (Felgenbreite) in Zoll
- **J** = Form des Felgenhorns (Hornkontur) – bei Pkw-Felgen die mit Abstand häufigste Ausführung; kein Breitenmaß
- **16** = Felgendurchmesser in Zoll
- **H2** = **Hump**-Ausführung mit zwei umlaufenden Wülsten im Felgenbett
- **ET45** = Einpresstiefe in Millimetern

Die beiden Kürzel **J** und **H2** sagen nichts über die Breite aus, sind aber sicherheitsrelevant. Das **H2** steht für einen **Doppelhump**: zwei kleine, umlaufende Erhebungen auf den Felgenschultern, die den Reifenwulst festhalten. Fällt bei einer Panne oder in einer schnellen Kurve der Luftdruck ab, verhindern diese Humps, dass der Reifen vom Felgenbett rutscht. Wie Tiefbett, Felgenhorn und Hump zusammenspielen und warum beim Aufziehen ein Knall zu hören ist, erklärt unser Ratgeber zum [Aufbau von Tiefbett, Felgenhorn und Hump](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenaufbau-hump-tiefbett) im Detail.

Das **J** beschreibt lediglich die Kontur des Felgenhorns. Daneben gibt es Formen wie JJ (etwas höheres Horn, oft an SUV und Geländewagen) oder JK. Dass diese Konturen austauschbar sind, schreibt Continental in einer Fußnote zu seinen Reifentabellen ausdrücklich: „Anstelle der J-Felgen können auch größengleiche JK- und JJ-Felgen verwendet werden.“ Für die Frage „welcher Reifen passt“ zählt also allein die Maulweite, nicht der Buchstabe davor.

Gängige Pkw-Maulweiten bewegen sich in **0,5-Zoll-Schritten** etwa zwischen 5,0 und 10,0 Zoll. Die übrigen Felgenmaße – Lochkreis, Einpresstiefe (ET) und Nabenbohrung – erklären wir ausführlich im Ratgeber zu den [Felgen-Anschlussmaßen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-anschlussmasse); wie Sie die Reifengröße auf der Flanke lesen, steht im Beitrag [Reifengröße ablesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten).

## Die Faustregel – und was der Reifenhersteller dazu schreibt

Das Grundprinzip ist einfach: Ein Reifen ist immer etwas **breiter** als die Felge, auf der er sitzt – seine Flanken laufen vom Felgenbett leicht nach außen. Zu jeder Felgenbreite gehört deshalb eine **ideale Reifenbreite** und ein **zulässiger Bereich** darum herum.

Als praktische Faustregel aus dem Reifenfachhandel gilt: Pro **0,5 Zoll** mehr Felgenbreite passt rund **10 mm** mehr Reifenbreite, so die [Fachhändler-Übersicht von reifen.com zu Felgen- und Reifenbreite](https://www.reifen.com/de-de/infos-tipps/auto/reifen/felgenbreite-reifenbreite). Eine 6,5-Zoll-Felge ist also ideal für etwa 195–205 mm, eine 7,0-Zoll-Felge für rund 205–215 mm.

Diese Faustregel beantwortet aber eine andere Frage, als viele annehmen. Sie sagt, **welche Nenngröße** sinnvoll auf eine bestimmte Felge passt. Sie sagt nicht, **wie breit ein bestimmter Reifen tatsächlich baut**, wenn man ihn auf eine schmalere oder breitere Felge zieht. Dafür gibt es eine zweite, viel präzisere Regel – und die kommt direkt vom Reifenhersteller. In den Betriebshinweisen des [Reifen-Ratgebers 2025 von Continental](https://www.continental-reifen.de/content/dam/conti-tires-cms/continental/market-content/de/b2b/h%C3%A4ndlerbereich/Conti_Ratgeber_2025_screen_DE.pdf.coredownload.pdf) heißt es wörtlich: „Bei einer Änderung (Umrüstung) der Felgenbreite um + ½ Zoll-Code ändert sich die Reifenbreite um ca. + 5 mm.“

Merken Sie sich beide Zahlen getrennt, dann verwechseln Sie sie nie wieder: **10 mm pro halbem Zoll** ist der Sprung zur *nächsten sinnvollen Reifengröße*. **5 mm pro halbem Zoll** ist die Veränderung *desselben Reifens* auf einer anderen Felge. Ein 205er bleibt ein 205er – er steht auf der breiteren Felge nur ein paar Millimeter breiter und flacher da, auf der schmaleren etwas höher und runder.

Dahinter steht die Logik der **ETRTO** (European Tyre and Rim Technical Organisation). Continental stellt seinen Tabellen ausdrücklich voran, dass die technischen Daten „auf den Normen von ETRTO, ISO, WdK und DIN“ basieren. Die Norm definiert für jede Reifengröße eine Messfelge und einen Bereich zulässiger Felgenbreiten – und genau deshalb gibt es einen *Bereich* statt eines festen Werts.

## Die Messfelge: Warum ein „205er“ nie 205 Millimeter breit ist

Die Zahl auf der Flanke ist ein **Nennmaß**, kein Messwert. Ermittelt wird sie auf einer genormten **Messfelge**, und die steht in den Herstellertabellen im Fettdruck. Continental schreibt dazu: „Die in den Tabellen … genannten Reifen-Breiten beziehen sich auf die Messfelge.“

Was dabei herauskommt, überrascht viele Autofahrer. Für den [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16) – die meistgefragte Pkw-Größe in unserem Shop – nennt der Reifen-Ratgeber 2025 als Messfelge **6½J** und als Breite **223 mm**. Auf einer 6J-Felge sind es **218 mm**. Der Reifen ist also in keinem zugelassenen Fall 205 mm breit, sondern 13 bis 18 Millimeter mehr. Ähnlich beim [195/65 R15](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/195-65-r15): Messfelge **6J**, Breite **209 mm**, auf 5½J sind es 204 mm, auf 6½J 214 mm. Und der [225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-45-r17) misst auf seiner Messfelge 7½J ganze **234 mm**.

Das ist kein Messfehler, sondern Definition. Continental erklärt den Tabellenwert so: „Die Breite ist die max. zulässige Reifenbreite inklusive Seitenwanddekor auf der zugeordneten Felge.“ Mitgezählt werden also Schrift, Zierringe und vor allem die **Felgenschutzrippe**, die viele Reifen an der Flanke tragen – wie sie funktioniert und woran Sie sie erkennen, steht im Beitrag zur [Felgenschutzrippe mit FR- und MFS-Kennung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenschutzrippe-fr-mfs-reifen). Und es sind **Maximal-Maße**: „tatsächliche Betriebsmaße des unbelasteten Reifens unter Betriebsdruck, inklusive Wachstum“, die für Fahrzeugkonstrukteure bindend sind.

Für Sie hat das zwei ganz praktische Folgen. Erstens: Wenn Sie überlegen, ob ein Reifen im Radkasten noch frei läuft, rechnen Sie nicht mit der Zahl auf der Flanke, sondern mit dem Tabellenwert – der Unterschied beträgt gut anderthalb Zentimeter. Zweitens: Wer von einer 6½J- auf eine 7J-Felge wechselt, bekommt bei gleicher Reifengröße rund 5 mm mehr Breite dazu, ohne dass sich an der Beschriftung der Flanke irgendetwas ändert. Wie ein solcher Wechsel praktisch abläuft und was er kostet, lesen Sie im Ratgeber [Reifen auf andere Felgen ummontieren](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-auf-andere-felge-ummontieren).

## Welche Reifenbreite passt auf welche Felge?

Für die erste Einschätzung – „welche Nenngröße kommt für meine Felge überhaupt infrage?“ – helfen die folgenden Orientierungswerte. Sie zeigen je Felgenbreite die kleinste sinnvolle, die ideale und die maximale Reifenbreite (nach der oben genannten Übersicht von reifen.com):

- **5,5 Zoll:** ab 165 mm – ideal 175–185 mm – bis 195 mm
- **6,0 Zoll:** ab 175 mm – ideal 185–195 mm – bis 205 mm
- **6,5 Zoll:** ab 185 mm – ideal 195–205 mm – bis 215 mm
- **7,0 Zoll:** ab 195 mm – ideal 205–215 mm – bis 225 mm
- **7,5 Zoll:** ab 205 mm – ideal 215–225 mm – bis 235 mm
- **8,0 Zoll:** ab 215 mm – ideal 225–235 mm – bis 245 mm
- **8,5 Zoll:** ab 225 mm – ideal 235–245 mm – bis 255 mm
- **9,0 Zoll:** ab 235 mm – ideal 245–255 mm – bis 265 mm

Jede Felge hat also eine **Mindest-, eine Ideal- und eine Maximalbreite** an Reifen, wie auch der [ADAC zur Reifengröße](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/sicherheit/reifengroesse/) festhält. Am unteren Ende sitzt der Reifen noch sicher, wirkt aber schmal und flach gezogen; am oberen Ende wölbt er sich schon deutlich über das Felgenhorn. Im mittleren, **idealen** Bereich stimmen Aufstandsfläche, Lenkpräzision und Komfort am besten überein. Liegt Ihre Wunsch-Reifenbreite genau zwischen zwei Felgenbreiten, orientieren Sie sich an dieser Ideal-Spalte.

**Lesebeispiel:** Ein weit verbreiteter 205/55 R16 – etwa der [Hankook K135 Ventus Prime 4 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/hankook-k135-ventus-prime-4-205-55-r16-91v-126816) mit Nasshaftungsklasse A – fühlt sich auf einer 6,0- bis 6,5-Zoll-Felge zu Hause; das deckt sich mit der Messfelge 6½J aus der Herstellertabelle. Beim Kleinwagen- und Kompaktklassiker 195/65 R15, etwa dem [Continental WinterContact TS 870 195/65 R15 91T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-wintercontact-ts-870-195-65-r15-91t-119648), ist es eine Nummer schmaler: Messfelge 6J. Eine Nummer sportlicher: Ein 225/45 R17 wie der [Goodyear EfficientGrip Performance 2 225/45 R17 91W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-efficientgrip-performance-2-225-45-r17-91w-105924) passt ideal auf 7,0–7,5 Zoll.

> **Tipp:** Notieren Sie sich vor dem Felgenkauf die in Ihren Fahrzeugpapieren eingetragenen Reifengrößen samt der dazugehörigen Felgenbreiten. So sehen Sie auf einen Blick, welche Maulweite Sie überhaupt brauchen – und vermeiden teure Fehlkäufe. Welche Größen für Ihr Auto überhaupt freigegeben sind, zeigt der Ratgeber zu den [im Fahrzeugschein zugelassenen Reifengrößen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-zugelassen-fahrzeugschein).

Noch breitere Reifen brauchen entsprechend breitere Felgen – und meist auch einen größeren Felgendurchmesser. Wie das bei einem Wechsel auf größere Räder zusammenspielt, lesen Sie im Ratgeber zum [Plus-Sizing](https://www.reifentiefpreis.de/blog/groessere-felgen-plus-sizing); warum der [Abrollumfang dabei möglichst gleich bleiben muss](https://www.reifentiefpreis.de/blog/abrollumfang-reifengroesse), erklärt ein eigener Beitrag.

## Wie verbindlich ist so eine Tabelle wirklich?

Hier lohnt sich ein Blick, den kaum jemand macht: der Vergleich zweier Ausgaben **desselben** Herstellerhandbuchs. In der [Ausgabe 2022/2023 des Continental-Reifen-Ratgebers](https://www.continental-reifen.de/content/dam/conti-tires-cms/continental/market-content/de/b2b/h%C3%A4ndlerbereich/continental-reifenratgeber-2022.pdf.coredownload.pdf) stehen für den 205/55 R16 fünf zulässige Felgenbreiten – 5½J, 6J, 6½J, 7J und 7½J – mit den Breiten 213, 218, 223, 228 und 233 mm. Das ist die Fünf-Millimeter-Regel in Reinform: Jeder halbe Zoll mehr Felge bringt exakt fünf Millimeter mehr Reifen. In der Ausgabe 2025 führt derselbe Hersteller für dieselbe Größe nur noch zwei Einträge, 6J und 6½J, bei unveränderten 218 und 223 mm.

Die Messfelge und die Maße sind also über die Jahre stabil geblieben, die Liste der aufgeführten Felgenbreiten nicht. Daraus folgt keine Dramatik, aber eine klare Konsequenz für die Praxis: **Behandeln Sie jede Kombinationstabelle – auch die in diesem Beitrag – als Orientierung, nicht als Freigabe.** Eine auswendig gelernte Zeile aus einem älteren Katalog ist kein Nachweis, und eine Tabelle im Internet erst recht nicht. Verbindlich ist ausschließlich das, was für Ihr Fahrzeug und Ihre Felge dokumentiert ist. reifen.com formuliert das für die eigene Übersicht genauso deutlich: Sie „ersetzt keine technische Prüfung“.

Praktisch heißt das: Nehmen Sie die Tabellen für die Vorauswahl und holen Sie sich vor dem Kauf eine belastbare Bestätigung. Bei eingetragenen Serienmaßen genügt der Blick in die Zulassungsbescheinigung. Bei einer Felge aus dem Zubehör steht die zulässige Reifenbreite im Gutachten der Felge, meist zusammen mit dem Fahrzeugtyp und der Einpresstiefe. Fragen Sie im Zweifel vor der Bestellung nach, statt hinterher zu messen: Eine Felge, die nicht passt, kostet Sie nicht nur den Rückversand, sondern im ungünstigsten Fall auch die bereits bezahlte Montage.

## Was unser Felgenregal zeigt: je Zoll eine dominierende Maulweite

Theorie ist das eine – was tatsächlich angeboten wird, das andere. Wir haben deshalb am 11. September 2026 unseren eigenen lieferbaren Alufelgenbestand ausgezählt: **3.568 Alufelgen**, sortiert nach Durchmesser und Maulweite. Das Ergebnis ist eindeutiger, als die Tabellen oben vermuten lassen.

- **15 Zoll (98 Felgen):** 6J 68 Stück · 5,5J 22 · 7J 6 · 6,5J 1 · 8J 1
- **16 Zoll (364 Felgen):** 6,5J 213 · 7J 81 · 6J 67 · 8J 3
- **17 Zoll (661 Felgen):** 7J 314 · 7,5J 160 · 6,5J 142 · 8J 38
- **18 Zoll (787 Felgen):** 7,5J 319 · 8J 220 · 7J 140 · 8,5J 39 · 6,5J 24 · 9J 20
- **19 Zoll (742 Felgen):** 8J 263 · 8,5J 156 · 7,5J 148 · 9J 94 · 9,5J 39 · 7J 30 · 10J 6 · 10,5J 1
- **20 Zoll (654 Felgen):** 8J 185 · 8,5J 170 · 9J 160 · 9,5J 57 · 10J 46 · 7,5J 14 · 10,5J 7 · 11J 2

Zwei Muster springen ins Auge. Erstens: **Die gängigste Maulweite wächst mit dem Durchmesser um jeweils etwa ein halbes Zoll** – 6J bei 15 Zoll, 6,5J bei 16, 7J bei 17, 7,5J bei 18, 8J bei 19 und 20 Zoll. Wer von 16 auf 17 Zoll wechselt, kauft also fast zwangsläufig auch ein halbes Zoll mehr Maulweite mit, selbst wenn er nur „größere Felgen“ wollte. Genau deshalb gehört zum Rädertausch immer die Frage nach der passenden Reifenbreite dazu.

Zweitens: **Je größer der Durchmesser, desto breiter fächert das Angebot auf.** Bei 15 Zoll entfallen rund 69 Prozent aller Felgen auf eine einzige Maulweite, bei 16 Zoll 59 Prozent, bei 17 Zoll 48, bei 18 Zoll 41, bei 19 Zoll 35 und bei 20 Zoll nur noch 28 Prozent. In der kleinen Klasse gibt es faktisch eine Standardbreite und ein paar Ausreißer; in der großen Klasse existiert acht Mal dieselbe Felgengröße in acht verschiedenen Maulweiten. Für Sie heißt das: Bei 15 und 16 Zoll können Sie sich fast blind an der üblichen Maulweite orientieren, ab 18 Zoll sollten Sie jede einzelne Felge genau nachlesen.

Und noch etwas fällt auf: Die Spitzenreiter sind keine Zufallsprodukte, sondern genau die Maulweiten, die in den Herstellertabellen als **Messfelge** der jeweils gängigsten Reifengrößen stehen. 6J ist die Messfelge des 195/65 R15, 6,5J die des 205/55 R16, 7J unter anderem die des 215/55 R17. Das Regal folgt also der Norm – nicht der Mode. Ein typisches Beispiel aus dieser Gruppe ist die [6.5x16 ET48 DEZENT TR silber](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/6-5x16-et48-dezent-tr-silber-112961); weitere Größen finden Sie in unserem Sortiment an [Alufelgen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/alufelgen).

## Zu breit oder zu schmal montiert – was passiert?

Bleibt man zu weit von der idealen Kombination entfernt, hat das spürbare Folgen:

- **Zu breiter Reifen auf zu schmaler Felge:** Der Reifen wird seitlich zusammengedrückt, die Lauffläche wölbt sich nach außen („Glühbirnen-Form“). Folge: kleinere, ungünstig belastete Aufstandsfläche, schwammigeres Lenkgefühl, mehr Walkarbeit und Wärme. Die Flanke steht zudem weiter über das Felgenhorn hinaus und ist anfälliger für Bordstein- und Schlaglochschäden.
- **Zu schmaler Reifen auf zu breiter Felge:** Der Reifen wird flach gezogen, die Flanke steht fast senkrecht. Das kostet Federungskomfort, die ungeschützten Felgenhörner stoßen leichter am Bordstein an, und bei zu niedrigem Druck steigt das Risiko, dass der Reifen vom Felgenbett rutscht.

Eine **Stufe** neben der Idealbreite lässt sich zwar oft noch montieren, verändert aber den Charakter des Reifens spürbar – von der Wasserverdrängung bei Nässe bis zum Abrollkomfort. In beiden Fällen drohen schlechteres Handling und ungleichmäßiger Verschleiß, im Extremfall ein echtes Sicherheitsrisiko. Auch bei der Hauptuntersuchung kann eine grenzwertige Paarung auffallen: Steht der Reifen zu weit über das Felgenhorn hinaus oder scheuert er im Radkasten, ist die Betriebssicherheit nicht gegeben. Ein ungleichmäßiges Verschleißbild – etwa stärker abgefahrene Außenschultern oder eine ausgewaschene Laufflächenmitte – ist ein typisches Warnzeichen für eine unpassende Reifen-Felgen-Kombination oder falschen Luftdruck. Welche Vor- und Nachteile breite gegenüber schmalen Reifen grundsätzlich haben, vertieft der Beitrag [Reifenbreite: breit oder schmal?](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenbreite-breit-oder-schmal). Warum eine überstehende, beschädigte Flanke gefährlich ist, zeigt der Ratgeber zu [Reifenbeule und Flankenschäden](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenbeule-flankenschaden) – und gerade bei grenzwertigen Kombinationen ist der [richtige Reifendruck](https://www.reifentiefpreis.de/blog/richtiger-reifendruck-einstellen) besonders wichtig.

**Schmaler oder breiter – wann lohnt sich was?** Innerhalb der für Ihr Fahrzeug freigegebenen Größen hat jede Richtung ihre Stärken. **Breitere Reifen** bieten auf trockener Straße mehr Seitenhalt und eine sportlichere Optik, kosten aber oft etwas mehr Sprit und reagieren empfindlicher auf Spurrillen. **Schmalere Reifen** – im Rahmen der Freigabe – spielen ihre Vorteile im Winter aus: Sie drücken sich mit höherem Flächendruck besser durch Schnee und Matsch und neigen bei Nässe später zu Aquaplaning. Viele Autofahrer fahren deshalb im Winter bewusst eine Nummer schmaler, häufig auf einer kleineren Felge – passende [PKW-Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen) gibt es für alle gängigen Maulweiten. Entscheidend bleibt in beide Richtungen: Jede Wunschbreite muss samt der dazu passenden Felgenmaulweite für Ihr Modell eingetragen oder freigegeben sein.

## Was zählt rechtlich?

Verbindlich ist **nicht** die Faustregel und auch nicht die Herstellertabelle, sondern die Freigabe für Ihr konkretes Fahrzeug. Erlaubt sind nur Reifen-Felgen-Kombinationen, die

- in der **Zulassungsbescheinigung Teil 1** (Felder 15.1/15.2) bzw. im **CoC-Datenblatt** stehen, oder
- über **ABE/Teilegutachten** der Felge für Ihr Modell freigegeben sind.

Dazu muss die Felge selbst für Ihr Fahrzeug zugelassen sein, der Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex mindestens den Werten im Schein entsprechen (siehe [Last- und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex)) und der Abrollumfang möglichst gleich bleiben – sonst zeigen Tacho, ABS und ESP falsche Werte. Weicht die Wunschkombination von den eingetragenen Größen ab, ist eine **Einzelabnahme nach § 19/§ 21 StVZO** bei TÜV, DEKRA oder GTÜ nötig – oft zusammen mit einer Reifenfreigabe des Felgenherstellers. Was dabei an Papieren zusammenkommt und wann eine Eintragung entfällt, klärt der Ratgeber zu [ABE und Teilegutachten bei Felgen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-eintragen-abe-teilegutachten).

Liegt für die Kombination eine solche **Reifenfreigabe** (Unbedenklichkeitsbescheinigung) des Felgenherstellers vor, führen Sie sie im Fahrzeug mit – sie ersetzt keine nötige Eintragung, hilft aber bei Kontrollen. Und noch eine Regel zur Breite: **Auf einer Achse** sollten die Reifen gleich sein (gleiche Größe, Bauart und möglichst dasselbe Profil); Vorder- und Hinterachse dürfen dagegen unterschiedlich breite Reifen tragen, sofern beide Größen für das Fahrzeug freigegeben sind (sogenannte Mischbereifung). Den rechtlichen Rahmen fasst der Überblick [Reifen und Gesetz](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-und-gesetz-welche-vorschriften-in-deutschland-wirklich-gelten) zusammen.

Wer sich die Rechnerei sparen will, greift zu einem fertig abgestimmten [Komplettrad](https://www.reifentiefpreis.de/komplettraeder): Hier sind Reifenbreite und Felgenmaulweite bereits passend kombiniert, montiert und gewuchtet.

## Fazit

Reifenbreite (in Millimetern) und Felgenmaulweite (in Zoll) müssen zueinander passen – und die Felgenbezeichnung wie „7J x 16 H2“ verrät Ihnen Maulweite, Durchmesser und Hump-Ausführung auf einen Blick. Für die grobe Auswahl hilft die Faustregel „pro 0,5 Zoll Felgenbreite rund 10 mm mehr Reifen“. Für das Feintuning gilt die Herstellerregel: Derselbe Reifen wird pro halbem Zoll mehr Felgenbreite etwa 5 mm breiter, und die Zahl auf der Flanke ist ohnehin ein Nennmaß – ein 205/55 R16 misst auf seiner Messfelge 223 Millimeter. Unser eigenes Regal zeigt außerdem, dass sich das Angebot je Durchmesser stark auf eine einzige Maulweite konzentriert, je kleiner der Durchmesser, desto deutlicher. Das letzte Wort haben aber immer die Fahrzeugpapiere bzw. das Felgengutachten – bleiben Sie im idealen Bereich, achten Sie auf Index und Abrollumfang, und lassen Sie abweichende Kombinationen vorher abnehmen. Wer sichergehen will, kombiniert Reifen und Felge nicht selbst, sondern greift zum eingetragenen Serienmaß oder zum fertig abgestimmten Komplettrad.

## Häufige Fragen

### Woran erkenne ich die richtige Reifengröße für eine vorhandene Felge?
Als grobe Orientierung gilt: pro 0,5 Zoll mehr Felgenbreite passt rund 10 mm mehr Reifenbreite. Eine 7-Zoll-Felge nimmt zum Beispiel ideal 205–215 mm auf. Verbindlich ist aber, was für Ihr Fahrzeug zugelassen ist – nachzulesen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, im CoC-Datenblatt oder im Felgengutachten.

### Was bedeutet die Messfelge in den Reifentabellen?
Die Messfelge ist die genormte Felgenbreite, auf der die Breitenangabe eines Reifens ermittelt wird; in Herstellertabellen steht sie im Fettdruck. Sie erklärt, warum ein 205er in der Tabelle mit 223 mm auftaucht: Der Wert gilt für die Messfelge und schließt das Seitenwanddekor mit ein.

### Wird ein Reifen auf einer breiteren Felge tatsächlich breiter?
Ja, aber weniger, als viele denken. Continental gibt in seinem Reifen-Ratgeber an, dass sich die Reifenbreite je halbem Zoll mehr Felgenbreite um etwa 5 mm ändert. Die Reifengröße auf der Flanke bleibt dabei unverändert – nur die Form des montierten Reifens wird flacher und breiter.

### Wo steht die Felgenbreite an der Felge?
In der eingeprägten Felgenbezeichnung, meist auf der Innenseite einer Speiche oder am Felgenstern, zum Beispiel 7J x 16 H2 ET45: Die „7“ ist die Maulweite in Zoll, die „16“ der Durchmesser.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenmaulweite-reifenbreite
