# Vier Modelle führt Goodyear, 600 Eagle F1 stehen im Regal – so finden Sie den richtigen

Veröffentlicht: 19.05.2026 · Aktualisiert: 11.09.2026 · Kategorie: Sommerreifen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Goodyear, Eagle F1 Asymmetric 6, Sommerreifen, UHP-Reifen, EU-Reifenlabel, Reifenkennzeichnung

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/goodyear-eagle-f1-asy6.jpg

Wer bei uns nach „Eagle F1“ sucht, bekommt keine übersichtliche Modellauswahl, sondern **600 lieferbare Ausführungen unter 17 verschiedenen Modellnamen**. Goodyear selbst führt auf seiner deutschen Eagle-Seite **vier** davon. Der Rest sind Vorgängergenerationen, SUV-Ableger und Bauartvarianten, die im Handel noch stehen, im Katalog des Herstellers aber nicht mehr auftauchen. Für Sie als Käufer heißt das: Der Name allein sagt nicht, ob Sie gerade die aktuelle oder eine zehn Jahre alte Entwicklungsstufe im Warenkorb haben.

Dieser Beitrag räumt die Familie auf. Er zeigt, welche vier Baureihen Goodyear heute anbietet, wie die Generationen zeitlich zusammenhängen, was der aktuelle **Eagle F1 Asymmetric 6** in unabhängigen Tests wirklich leistet – und an welchen zwei Stellen im Bestellvorgang Sie mit wenigen Euro Unterschied eine spürbar bessere Ausführung bekommen. Alle Zahlen stammen aus unserem eigenen Warenbestand vom 10. September 2026 und sind nachgezählt, nicht geschätzt.

## Vier Modelle führt Goodyear, siebzehn stehen im Regal

Goodyears deutsche Übersicht zu den [Eagle-Reifen des Herstellers](https://www.goodyear.eu/de_de/consumer/why-goodyear/goodyear-eagle-tyres.html) listet unter der Überschrift „Die beliebtesten Eagle-Reifen“ genau vier Eagle-F1-Modelle: den **Asymmetric 6** („Für alle, die in jedem Detail Spitzenqualität erwarten“), den **SuperSport** („Rennsport-inspirierter Grip und präzises Handling“), den **SuperSport R** („auf der Rennstrecke und auf der Straße“) und den **SuperSport RS** („Ein rennstreckentauglicher Reifen“). Vier Namen, vier klar getrennte Einsatzzwecke.

In unserem Bestand sind es siebzehn. Neben den vier aktuellen stehen dort **Asymmetric, Asymmetric 2, Asymmetric 2 ROF, Asymmetric 2 SUV 4X4, Asymmetric 3, Asymmetric 3 SUV, Asymmetric 5, Asymmetric SUV, Asymmetric SUV 4X4, Asymmetric SUV AT, Allterrain, GS-D3** und der **SuperCar 3R**. Jeder dieser Namen hat eine eigene Modellseite, jeder ist über die Suche erreichbar, und keiner ist als „Auslaufmodell“ gekennzeichnet – dafür gibt es im Reifenhandel schlicht keine Konvention.

Rechnet man die Stückzahlen zusammen, entfallen **304 der 600 Ausführungen auf die vier aktuellen Modelle, 296 auf Auslaufbaureihen**. Das sind **49,3 Prozent** – praktisch jeder zweite Eagle F1, den Sie bei uns oder anderswo im Handel finden, gehört zu einer Reihe, die Goodyear auf seiner deutschen Seite nicht mehr bewirbt. Das ist kein Missstand, sondern der Normalzustand eines lang laufenden Reifenmarkts: Produktionschargen, Erstausrüstungsverträge und Lagerbestände überleben den Modellwechsel um Jahre. Man muss es nur wissen, bevor man vergleicht.

Diese Zählung ist der vierte Teil unserer Reihe „Herstellerkatalog gegen eigenes Regal“. Beim [Pirelli P Zero und seinen Schreibweisen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/pirelli-p-zero) standen elf Herstellermodelle 36 Regalbezeichnungen gegenüber, beim [Vergleich von Michelin Pilot Sport 5 und 4 S](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-pilot-sport-5-vs-4s) fand die Zählung ebenfalls mehr im Regal als im Herstellerkatalog, und beim [Dunlop SportSmart Mk4](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-sportsmart-mk4) drehte sich das Vorzeichen sogar um. Goodyear liefert mit 4 gegen 17 den bislang größten Abstand der Reihe.

## Die Generationenkette: 2015, 2019, 2022 – und die Ziffer 4 fehlt

Die Asymmetric-Reihe lässt sich sauber datieren, und zwar aus der Fachpresse, nicht aus Herstellerwerbung. Reifenpresse.de schrieb am 7. Dezember 2018 über den damals angekündigten Nachfolger: „Aufbauend auf den Erfolg seines Eagle F1 Asymmetric 3, den Goodyear zum Jahreswechsel 2015/2016 in Europa eingeführt hatte, kommt jetzt der Eagle F1 Asymmetric 5.“ Der **Asymmetric 5** sollte demnach ab Februar 2019 in zunächst 61 Ausführungen in den Markt gehen ([Quelle: Reifenpresse.de vom 07.12.2018](https://reifenpresse.de/2018/12/07/der-goodyear-eagle-f1-asymmetric-5-kommt-2019-auf-den-markt/)).

Bemerkenswert an diesem Satz ist, was er nebenbei festhält: Der **Asymmetric 3 ist der direkte Vorgänger des Asymmetric 5**. Eine Ziffer 4 taucht in der Reihe nicht auf, und sie steht auch in unserem Bestand nirgends – die Nummerierung springt von der 3 auf die 5. Wer also einen „Asymmetric 4“ angeboten bekommt, sollte zweimal hinsehen.

Drei Jahre später kam die nächste Stufe. Am 16. Dezember 2021 meldete dieselbe Quelle die Ankündigung des **Asymmetric 6**: Marktstart im ersten Quartal 2022 mit 28 Größen, beginnend im Januar mit 17 und 18 Zoll, danach schrittweiser Ausbau bis 21 Zoll und ein geplantes Portfolio von 65 Größen zwischen 17 und 22 Zoll bis 2023 ([Quelle: Reifenpresse.de vom 16.12.2021](https://reifenpresse.de/2021/12/16/drei-jahre-nach-dem-vorgaenger-goodyear-bringt-eagle-f1-asymmetric-6/)). Im Februar 2025 legte Goodyear noch einmal nach: 42 neue Artikelnummern im Lauf des Jahres, Gesamtangebot dann **233 SKUs** – nach Unternehmensangaben das größte UHP-Sommerreifenangebot der Firmengeschichte ([Quelle: Reifenpresse.de vom 07.02.2025](https://reifenpresse.de/2025/02/07/goodyear-erweitert-angebot-seines-uhp-reifens-eagle-f1-asymmetric-6/)).

Die Gegenprobe im eigenen Bestand: Wir führen vom Asymmetric 6 aktuell **180 lieferbare Ausführungen in 116 verschiedenen Größen**, verteilt auf 158 Kombinationen aus Größe und Tragfähigkeitskennung. Die Spanne reicht von 17 bis **23 Zoll** – also einen Zoll weiter, als Goodyear 2021 für 2023 angekündigt hatte. Herstellerangabe und Handelsbestand sind nicht deckungsgleich definiert, eine SKU ist nicht zwingend eine bei uns gelistete Ausführung. Aber die Größenordnung passt: Von den 233 angekündigten Artikelnummern sind bei uns gut drei Viertel lieferbar. Der Preisbogen spannt sich dabei von **82,15 Euro** für den [Eagle F1 Asymmetric 6 in 225/45 R17 91Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-225-45-r17-91y-147215) bis **720,10 Euro** für die [23-Zoll-Ausführung 285/35 R23 107Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-285-35-r23-107y-160870); der Median liegt bei 195,17 Euro.

Die drei älteren Asymmetric-Generationen sind dabei keine Randerscheinung: Der [Asymmetric 3 mit hundert Ausführungen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/goodyear/eagle-f1-asymmetric-3) und der [Asymmetric 5 mit achtundachtzig](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/goodyear/eagle-f1-asymmetric-5) kommen zusammen auf mehr Artikel als die aktuelle Generation. Und ihre Medianpreise – 195,67 Euro beim 3er, 172,41 Euro beim 5er – liegen nicht etwa deutlich unter dem des Asymmetric 6. **Die ältere Generation ist im Schnitt nicht die günstigere.** Das ist der erste Punkt, an dem der Modellname allein in die Irre führt.

## Der Asymmetric 6 im ADAC-Test: die Nässe trägt das Urteil

Beim ADAC-Sommerreifentest in der Dimension 225/40 R18 erreichte der Eagle F1 Asymmetric 6 die **Gesamtnote 1,9 („gut“)** und damit den ersten Rang des Feldes. Die Fahrsicherheit, die mit 70 Prozent in das Urteil eingeht, bewertete der Club mit **1,8** – aufgeteilt in 1,9 auf trockener und **1,7 auf nasser Fahrbahn**. Die Umweltbilanz (30 Prozent Gewichtung) steht bei 2,2, darunter Laufleistung 1,8, Reifenabrieb 2,3, Effizienz 2,1, Geräusch 2,8 und Nachhaltigkeit 3,4.

Interessanter als die Noten sind die Messwerte, weil der ADAC zu jedem Wert die Spanne des gesamten Testfelds mit angibt. Der Asymmetric 6 bremste **aus 80 km/h auf nassem Asphalt in 29,5 Metern** – bei einem Feld, das von 28,4 bis 45,1 Metern reichte. Er liegt also fast auf dem Bestwert und rund **15,6 Meter** vor dem schwächsten Reifen des Tests. Auf nassem Beton waren es 35,8 Meter (Feld 34,2 bis 55,2), auf trockener Fahrbahn aus 100 km/h 35,5 Meter (Feld 34,8 bis 39,5). Der ADAC schreibt dazu, der Reifen hole auf nasser Fahrbahn zusammen mit drei anderen Modellen die Bestnote des Tests ([Quelle: ADAC-Reifentest zum Eagle F1 Asymmetric 6](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/sommerreifen/225-40-r18/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-id-4971/)).

Zwei Werte verdienen eine ehrliche Einordnung, weil sie in der Stärken-Liste anders klingen als in der Messtabelle. Die **prognostizierte Laufleistung von 50.800 Kilometern** führt der ADAC unter „hohe prognostizierte Laufleistung“ – im Feld reichten die Werte aber von 33.600 bis 74.400 Kilometern, der Reifen liegt damit knapp unter der Mitte dieser Spanne. Und der **Reifenabrieb von 74,2 mg pro Kilometer und Tonne** steht in einem Feld von 43,9 bis 97,7, also klar in der hinteren Hälfte, obwohl die Teilnote 2,3 lautet. Beides ist kein Widerspruch, sondern eine Folge der Notenlogik: Der ADAC bewertet gegen einen festen Maßstab, nicht gegen die Platzierung im jeweiligen Feld. Wie die Prüforganisationen dabei im Einzelnen vorgehen und warum ihre Regelwerke zu unterschiedlichen Siegern führen, haben wir in [Sechs Reifentester, vier Messreihen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-im-vergleich) auseinandergenommen; den Ablauf eines Testtages beschreibt [die Verfahrensakte zum Reifentest](https://www.reifentiefpreis.de/blog/wie-wird-ein-reifen-getestet).

## AUTO BILD 2026: Platz zwei und die höchste Laufleistung des Feldes

Ein Jahr später und zwei Dimensionen größer sah es ähnlich aus. Im AUTO-BILD-Sommerreifentest 2026 für die Größe 245/45 R19 landete der Asymmetric 6 mit der **Note 1,2 („sehr gut“) auf Rang zwei**, geschlagen nur vom Hankook Ventus evo mit 1,1. Die Redaktion hatte aus 50 Profilen zwanzig Finalisten ausgesiebt; das Qualifying entschieden die addierten Bremswege trocken und nass.

Der auffälligste Einzelwert: **63.830 Kilometer prognostizierte Laufleistung** – laut AUTO BILD „die mit Abstand höchste aller Finalisten“. Daraus wurde der Titel „Eco-Meister“ und der Sieg in der Sonderwertung „Grüner Reifen 2026“, in die Laufleistung, Abrieb, Rollwiderstand, Vorbeifahrgeräusch, Reifengewicht und der Transportweg einfließen. Zusätzlich nennt die Redaktion den Goodyear neben Toyo als Reifen mit den größten Aquaplaning-Reserven und neben Nexen und Vredestein als einen der leisesten beim Vorbeifahrgeräusch. Als einzigen Kritikpunkt führt sie „etwas teuer“ an und beziffert den durchschnittlichen Kaufpreis mit rund 780 Euro, ohne die Bezugsgröße dieses Werts auszuweisen ([Quelle: AUTO BILD Sommerreifentest 2026, 245/45 R19](https://www.autobild.de/produkttests/sommerreifen-test-2026-245-45-r19-28554007.html)).

Bei uns kostet die getestete Dimension als [Eagle F1 Asymmetric 6 in 245/45 R19 102Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-245-45-r19-102y-126269) derzeit 176,27 Euro je Reifen, für einen Satz von vier also 705,08 Euro – bei versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands. Den Testsieger dieses Feldes haben wir im Porträt [Hankook Ventus evo](https://www.reifentiefpreis.de/blog/hankook-ventus-evo) beschrieben, den Drittplatzierten aus dem Hause Michelin im oben verlinkten Modellvergleich. Zwei Spitzenplätze in zwei verschiedenen Tests sind übrigens nicht automatisch zwei unabhängige Bestätigungen – wer hinter welchem Testnamen tatsächlich selbst misst, steht in unserem Vergleich der Prüforganisationen.

## Testreifen und Regalreifen sind nicht automatisch derselbe

Hier wird es praktisch. Der ADAC weist zu jedem Testreifen dessen EU-Label und Testpreis aus. Der geprüfte Asymmetric 6 in 225/40 R18 92Y trug **C / A / B 70 dB** und kostete zum Erhebungsstichtag **128 Euro**. In unserem Bestand steht genau diese Größe mit genau dieser Kennung **zweimal** – und die beiden Artikel sind nicht identisch:

- **88,41 Euro, Label C/A/70 dB, Kennzeichnung MFS:** der [Eagle F1 Asymmetric 6 in 225/40 R18 92Y ohne Fahrzeugfreigabe](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-225-40-r18-92y-126277) – das ist labelseitig der Reifen, den der ADAC gefahren hat.
- **99,18 Euro, Label B/A/70 dB, Kennzeichnung MFS AO:** die [Audi-Erstausrüstungsausführung derselben Dimension](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6-225-40-r18-92y-135052) – eine Effizienzklasse besser, für 10,77 Euro Aufpreis je Reifen.

Daraus folgen zwei Dinge. Erstens gilt die alte Redensart für Testtabellen weiter: **Die Testnote gilt, der Preis daneben nicht.** ADAC-Preise stammen aus einer Stichtagserhebung im Fachhandel und dienen ausdrücklich nur der Orientierung; unser Regalpreis liegt in diesem Fall gut 30 Prozent darunter. Zweitens – und wichtiger – sagt eine Testnote immer nur etwas über **die geprüfte Ausführung** aus. Kaufen Sie in derselben Dimension die andere Variante, haben Sie ein anderes Label in der Hand, auch wenn Modellname, Größe und Kennung Zeichen für Zeichen übereinstimmen. Prüfen Sie deshalb vor dem Bestellen immer, ob Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex zu den Vorgaben in Ihrer Zulassungsbescheinigung passen; welche Angaben dort maßgeblich sind, erklärt unser [EU-Reifenlabel im Überblick](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel).

## Nasshaftung A in 177 von 180 Ausführungen

Wenn ein einzelner Wert die Baureihe beschreibt, dann dieser: Von den 180 lieferbaren Asymmetric-6-Ausführungen tragen **177 die Nasshaftungsklasse A**, die restlichen drei ein B. Das sind 98,3 Prozent in der besten Klasse, die das EU-Reifenlabel kennt.

Wie viel das wert ist, zeigt erst der Vergleich mit dem Gesamtbestand. Über alle **17.911 lieferbaren Pkw-Sommerreifen** unseres Sortiments hinweg tragen 7.711 Ausführungen ein A bei der Nasshaftung – **43,1 Prozent**. Die Baureihe liegt also mehr als doppelt so hoch wie der Marktdurchschnitt in unserem eigenen Regal. Was ein Klassenschritt beim Bremsweg konkret bedeutet, rechnen wir im Ratgeber [Bremsweg bei Nässe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bremsweg-naesse) vor; wie die Klassen entstehen und wo ihre Grenzen liegen, steht im [ausführlichen Ratgeber zum EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/eu-reifenlabel-lesen-nasshaftung-effizienz-und-geraeusch-einfach-erklaert).

Bei der Kraftstoffeffizienz ist das Bild dagegen breit gestreut: 46 Ausführungen tragen ein A, 48 ein B, 84 ein C und 2 ein D. Das Rollgeräusch bewegt sich zwischen 68 und 73 dB, Median 70. **Nasshaftung ist bei dieser Baureihe also praktisch gesetzt, Effizienz ist Verhandlungssache** – und zwar eine, die Sie beim Bestellen selbst führen können. Warum ein und dasselbe Modell je nach Dimension eine andere Effizienzklasse bekommt, haben wir anhand von 390 Ausführungen in [Warum derselbe Reifen je nach Größe ein anderes EU-Label trägt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-nach-groesse) untersucht; was eine Klasse beim Verbrauch ausmacht, steht im Ratgeber zum [Rollwiderstand und Spritverbrauch](https://www.reifentiefpreis.de/blog/rollwiderstand-spritsparen).

## Warum der teuerste Eagle F1 das schwächste Nässe-Label trägt

Nun der Gegenpol, und er ist lehrreich. Die teuerste Eagle-F1-Baureihe in unserem Bestand ist der **SuperSport RS** mit einem Medianpreis von 356,19 Euro – rund 80 Prozent über dem Median des Asymmetric 6. Und ausgerechnet dieser Reifen trägt in **allen fünf lieferbaren Ausführungen die Nasshaftungsklasse D**. Beim [SuperSport R](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/goodyear/eagle-f1-supersport-r) sieht es ähnlich aus: fünfmal B, elfmal C, einmal D. Zum Vergleich der Asymmetric 6: 177-mal A.

Das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine bewusste Auslegung – und Goodyear sagt es auf der eigenen Seite auch deutlich: Der SuperSport RS ist „ein rennstreckentauglicher Reifen für atemberaubende Fahrleistungen“. Wer eine Mischung und ein Profil auf trockenen Grenzbereich und hohe Temperaturen auslegt, zahlt dafür beim Nassbremsen. Ein [Eagle F1 SuperSport RS in 245/35 R20 95Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-eagle-f1-supersport-rs-245-35-r20-95y-141850) für 300,70 Euro ist ein Werkzeug für die Strecke, kein besserer Alltagsreifen. Wer solche Reifen sucht, findet sie in unserer Rubrik [Sportreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sportreifen).

Und es hat eine Folge, die kaum jemand kennt: **Reifen mit Nasshaftung schlechter als C treten in Vergleichstests gar nicht erst an.** Der ADAC berücksichtigt bei der Produktauswahl nur Modelle, deren EU-Label in der Nasshaftung mindestens ein C trägt. Ein SuperSport RS taucht in keiner Sommerreifen-Testtabelle auf – nicht, weil er durchgefallen wäre, sondern weil er die Eintrittshürde nicht nimmt. Warum das für eine ganze Reifengattung gilt, steht in [Warum diese Reifen in keinem Vergleichstest auftauchen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-d-und-e). Zum SuperSport gibt es zudem eine Vorgeschichte, die Sie vor dem Gebrauchtkauf kennen sollten: den [Goodyear-Rückruf für bestimmte Eagle F1 SuperSport](https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-eagle-f1-supersport-rueckruf), der einzelne Größen aus bestimmten Produktionswochen betraf.

## Eine Größe, vier Generationen: der Fall 225/40 R19

Wie unübersichtlich die Familie im Alltag wird, zeigt eine einzige Dimension. In **225/40 R19 mit der Kennung 93Y** stehen bei uns **elf Eagle F1 nebeneinander**, verteilt auf vier Baureihen: dreimal Asymmetric 6, viermal Asymmetric 5, dreimal SuperSport, einmal Asymmetric 3. Die Preise reichen von 153,57 bis 226,36 Euro, die Nasshaftung von A bis C, die Effizienz von A bis C.

Das ist kein Einzelfall. Von den **314 Größe-und-Kennung-Kombinationen**, in denen wir überhaupt einen Eagle F1 führen, tragen **101 – also fast jede dritte – zwei oder mehr Generationen nebeneinander**. Den Rekord hält 245/35 R20 95Y mit elf Ausführungen aus **fünf** Baureihen (Asymmetric 3, Asymmetric 5, SuperSport, SuperSport R, SuperSport RS) und einer Preisspanne von 182,88 bis 486,02 Euro – ein Aufschlag von 166 Prozent innerhalb ein und derselben Größe, ein und derselben Modellfamilie.

Praktisch heißt das: Eine Preissortierung nach „günstigster Eagle F1 in meiner Größe“ liefert Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die aktuelle Generation, sondern eine ältere. Wenn Sie die neueste Entwicklungsstufe wollen, gehen Sie den umgekehrten Weg und starten auf der Modellseite: [Eagle F1 Asymmetric 6](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/goodyear/eagle-f1-asymmetric-6) zeigt ausschließlich diese Baureihe und filtert von dort auf Ihre Größe. Wer ohnehin in einer der Volumengrößen unterwegs ist, kommt über die Größenseiten [225/40 R18](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-40-r18) oder [225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-45-r17) schneller ans Ziel.

## Gleicher Name, gleiche Größe – und trotzdem ein anderes Label

Die zweite Stolperstelle liegt noch feiner. Beim Asymmetric 6 gibt es **zwanzig Kombinationen aus Größe und Kennung, in denen wir mehr als eine Ausführung führen**. In **vierzehn davon tragen die Artikel unterschiedliche EU-Label** – gleicher Modellname, gleiche Dimension, gleiche Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitskennung, verschiedene Klassen.

Die Unterschiede sind klein im Preis und groß im Label. In **225/45 R18 95Y** kostet die Ausführung mit C/A/70 dB 128,93 Euro, die mit **A/A/69 dB** genau **6,98 Euro mehr** – zwei Effizienzklassen und ein Dezibel für den Gegenwert eines Mittagessens. In **225/40 R19 93Y** liegen drei Asymmetric 6 nebeneinander: 153,57 Euro mit C/A/70, 159,24 Euro mit A/A/69 und 171,69 Euro mit A/A/69. Die **günstigste Ausführung trägt hier das schwächste Label**, die zweitgünstigste das beste. Und in **245/45 R19 102Y**, der AUTO-BILD-Testgröße, stehen 176,27 Euro mit C/A/70 gegen 209,09 Euro mit A/A/69.

Der Mechanismus dahinter ist zulässig und systematisch: Ausführungen mit Fahrzeugfreigabe, mit anderer Karkasse oder aus einem anderen Werk werden getrennt vermessen und getrennt in die EU-Produktdatenbank eingetragen. Wir haben dieses Muster einmal über den ganzen Bestand ausgewertet – nachzulesen in [61-mal derselbe Reifenname, zwei verschiedene EU-Label](https://www.reifentiefpreis.de/blog/eu-label-gleicher-reifenname). Für den Eagle F1 lautet die Handlungsanweisung schlicht: **Lesen Sie das Label am konkreten Artikel, nicht am Modellnamen** – bei uns steht es in jeder Artikelzeile.

## MFS, MO, AO, N0: was die Kürzel auf der Flanke bedeuten

Auf den 600 Eagle-F1-Flanken unseres Bestands stehen 48 verschiedene Kürzel. Das mit Abstand häufigste ist **MFS** auf 321 Ausführungen – der Felgenschutz, den Goodyear auf der Produktseite als „RIM PROTECTION Technology“ führt und als verstärkte Partie der Seitenwand nahe der Felge beschreibt, die Felge und Reifen gegen Bordsteinschäden schützt. Beim Asymmetric 6 tragen 120 der 180 Ausführungen dieses Kürzel; **FP** auf weiteren Artikeln bedeutet dasselbe in der Schreibweise anderer Hersteller.

Danach folgen die Fahrzeugfreigaben: **MO** (Mercedes-Benz) auf 40 Ausführungen, **AO** (Audi) auf 28, **N0** (Porsche) auf 27, dazu das Sternsymbol für BMW auf 53. Was jedes dieser Kürzel im Einzelnen bedeutet, steht in unserem Ratgeber [Reifen-Herstellerkennzeichen entschlüsselt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-oe-kennzeichnung). Dass sie bei Goodyear kein Zufall sind, zeigt die Erstausrüstungshistorie: Reifenpresse.de meldete im Mai 2025, dass der Asymmetric 6 ab Werk auf [Audis A5 und S5](https://reifenpresse.de/2025/05/28/auch-virtuell-entwickelter-eagle-f1-asymmetric-6-oe-bei-audis-a5-und-s5/) rollt, nachdem Goodyear zuvor bereits Q6 e-tron und e-tron GT bereift hatte. **RFT** und **ROF** auf 51 beziehungsweise 24 Ausführungen kennzeichnen Notlaufeigenschaften; insgesamt sind 52 der 600 Eagle F1 Runflat-Reifen.

Die für Sie wichtigste Zahl in diesem Absatz: **135 der 180 Asymmetric-6-Ausführungen tragen überhaupt keine Fahrzeugfreigabe.** Drei von vier sind also ganz normale Ersatzreifen ohne Herstellerbindung. Eine Freigabe ist nur dann Pflicht, wenn Ihr Fahrzeughersteller sie ausdrücklich vorschreibt – ansonsten ist sie eine Abstimmungsvariante, für die Sie im Zweifel Aufpreis zahlen, ohne einen Vorteil zu haben. Mehr zur Marke, ihren Zweitmarken und ihrer Einordnung im Konzern steht im Porträt [Goodyear als Reifenmarke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-reifen-marke).

## So finden Sie den richtigen Eagle F1 – in vier Schritten

1. **Baureihe zuerst, nicht Preis zuerst.** Starten Sie auf der Modellseite der aktuellen Generation und filtern Sie von dort auf Ihre Größe. Wer über die Größensuche einsteigt und nach Preis sortiert, landet statistisch häufiger bei einer älteren Generation – die im Median nicht einmal günstiger ist.
2. **Größe und Kennung gegen die Zulassungsbescheinigung halten.** Last- und Geschwindigkeitsindex müssen mindestens den eingetragenen Werten entsprechen. Ein höherer Index ist erlaubt, ein niedrigerer nicht.
3. **Das Label am konkreten Artikel lesen.** In vierzehn von zwanzig Mehrfachfällen unterscheiden sich die Label innerhalb derselben Dimension. Der Aufpreis für die bessere Ausführung lag in unseren Beispielen zwischen 6 und 33 Euro je Reifen.
4. **Ehrlich prüfen, ob es ein UHP-Reifen sein muss.** Wenn Ihr Alltag aus Stadt, Landstraße und moderatem Tempo besteht, ist Goodyears Touring-Linie [EfficientGrip Performance 2](https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-efficientgrip-performance-2) meist die passendere und günstigere Wahl. Ob sich der Aufpreis auf Premium überhaupt lohnt, beleuchten wir grundsätzlich in [Premium- oder Budget-Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/premium-oder-budget-sommerreifen).

Unterm Strich ist der Eagle F1 Asymmetric 6 ein Reifen mit einem sehr klaren Profil: hervorragend bei Nässe, stark im Verschleiß, ausgewogen statt spitz – und in unserem Bestand mit einer Konstanz beim Nasshaftungslabel, die im Sommerreifenmarkt selten ist. Die Schwierigkeit liegt nicht beim Reifen, sondern bei seiner Verwandtschaft: Siebzehn Namen, fünf Asymmetric-Generationen, vier aktuelle Modelle. Wer die Familie einmal sortiert hat, kauft in fünf Minuten das Richtige. Alle Ausführungen finden Sie in unserer Übersicht der [Sommerreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sommerreifen).

## Häufige Fragen

### Ist der Eagle F1 Asymmetric 6 die aktuelle Goodyear-Generation?
Ja. Goodyear kündigte ihn im Dezember 2021 an, seit 2022 ist er im deutschen Markt, und der Hersteller führt ihn auf seiner deutschen Seite unter den aktuellen Produkten. Asymmetric 5, 3 und 2 sind ältere Generationen, die im Handel noch lieferbar sind.

### Warum gibt es keinen Eagle F1 Asymmetric 4?
Die Reihe springt von der 3 auf die 5. Die Fachpresse beschrieb den Asymmetric 5 bei seiner Ankündigung ausdrücklich als Nachfolger des Asymmetric 3; eine Zwischenstufe mit der Ziffer 4 gibt es in unserem Bestand nicht.

### Was ist der Unterschied zwischen Asymmetric 6 und SuperSport?
Der Asymmetric 6 ist der Allrounder mit Schwerpunkt Nässe: 177 von 180 Ausführungen tragen Nasshaftung A. Die SuperSport-Reihe ist auf trockenen Grenzbereich und Rennstreckentauglichkeit ausgelegt und trägt beim Nässe-Label deutlich schwächere Klassen, beim SuperSport RS durchgehend ein D.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-eagle-f1-asymmetric-6
