# Goodyear UltraGrip Performance 3: zwei ADAC-Siege, drei Datenblätter – und dreimal ein anderer Reifen

Veröffentlicht: 15.10.2025 · Aktualisiert: 19.09.2026 · Kategorie: Winterreifen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Goodyear, Winterreifen, UltraGrip Performance 3, ADAC Test, Testsieger, UHP-Winterreifen

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/goodyear-ultragrip-performance-3.jpg

Zweimal hintereinander stand im großen ADAC-Winterreifentest derselbe Name ganz oben: der **Goodyear UltraGrip Performance 3**. 2024 in der Größe 215/55 R17, 2025 in 225/40 R18, beide Male mit der Gesamtnote 2,0. Für diese Aktualisierung haben wir nicht die Schlagzeile übernommen, sondern die Datenblätter geöffnet: drei ADAC-Prüfungen desselben Modellnamens, dazu den jüngsten Wintertest aus dem September 2026 und eine Vollerhebung aller 265 Ausführungen, die bei uns lieferbar sind. Das Bild, das dabei entsteht, ist nützlicher als ein Testsieger-Aufkleber — und an einer Stelle unbequem.

## Zwei Siege, drei Datenblätter — und dreimal ein anderer Reifen

Der UltraGrip Performance 3 ist Goodyears aktueller Premium-Winterreifen für Pkw und SUV, ausgelegt auf hohe Geschwindigkeiten und lange Laufleistung. Er trägt das **Alpine-Symbol** (Schneeflocke im Bergpiktogramm, 3PMSF), das seit dem 1. Oktober 2024 für wintertaugliche Reifen in Deutschland maßgeblich ist; die alte M+S-Kennung allein genügt nicht mehr. Welche Vorschriften im Winter sonst gelten, steht in unserem Überblick [Reifen und Gesetz](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-und-gesetz-welche-vorschriften-in-deutschland-wirklich-gelten).

Interessanter als das Grundsätzliche ist, was der ADAC in drei verschiedenen Größen gemessen hat. Wir haben die drei Datenblätter nebeneinandergelegt — und sie beschreiben faktisch drei verschiedene Reifen mit demselben Namen:

- **205/55 R16 91H (Test 2024, Note 2,2):** EU-Label **C/B/B, 70 dB**, Testreifen produziert in **Deutschland**, prognostizierte Laufleistung **49.100 km**. Testsieger wurde hier der Continental WinterContact TS 870 mit 1,8; der Goodyear kam auf Platz zwei.
- **215/55 R17 98V (Test 2024, Note 2,0, Testsieg):** EU-Label **C/C/B, 71 dB**, produziert in **Polen**, Laufleistung **57.500 km**.
- **225/40 R18 92V (Test 2025, Note 2,0, Testsieg):** EU-Label **D/B/B, 71 dB**, produziert in **Deutschland**, Laufleistung **76.500 km**.

Drei Ausführungen, drei verschiedene Etiketten, zwei Produktionsländer und eine Spreizung von **27.400 Kilometern** zwischen der kürzesten und der längsten Laufleistungsprognose. Wer den 18-Zöller kauft, bekommt nicht denselben Reifen wie der Käufer des 16-Zöllers, nur in größer: Hersteller passen Karkasse, Mischung und Profilanordnung je Dimension an die Fahrzeugklasse an. Deshalb ist die Angabe der getesteten Größe kein Kleingedrucktes, sondern der wichtigste Teil jeder Testmeldung — und deshalb steht sie in diesem Beitrag vor jeder Zahl.

Auffällig ist zudem, dass die Laufleistungsprognose in diesen drei Datenpunkten mit dem Felgendurchmesser steigt. Drei Messungen sind kein Naturgesetz, und der ADAC prüft jede Größe in einem anderen Feld und teils in einem anderen Jahr. Als Warnung taugt der Befund trotzdem: Eine Kilometerzahl aus einem Test gilt für die geprüfte Dimension, nicht für das Modell.

## Was der Testsieger 2025 wirklich gemessen hat

Der ADAC gewichtet die Fahrsicherheit mit 70 Prozent und die Umweltbilanz mit 30 Prozent. Innerhalb der Fahrsicherheit wiegt bei Winterreifen die **nasse Fahrbahn mit 40 Prozent** am schwersten, winterliche und trockene Fahrbahn folgen mit je 30 Prozent. Der Goodyear erreichte 2025 eine 2,1 für die Fahrsicherheit (trocken 2,5, nass 1,8, winterlich 2,2) und eine 1,7 für die Umweltbilanz (Laufleistung 0,8, Abrieb 1,5, Effizienz 2,1, Geräusch 2,8, Nachhaltigkeit 3,6).

Hinter diesen Noten stehen 13 einzelne Messreihen, und die haben wir für alle 31 Testreifen aus den ADAC-Datenblättern ausgewertet. Das Ergebnis erklärt den Sieg besser als jede Note:

- **Nassbremsen aus 80 km/h auf Asphalt: 31,7 Meter — Rang 1 von 31.** Kein anderer Reifen im Feld bremste kürzer.
- **Reifenabrieb: 50 mg/km/t — ebenfalls Bestwert**, gleichauf mit dem Michelin Pilot Alpin 5.
- **Nassbremsen auf Beton (36,6 m), Aquaplaning längs (77,1 km/h), Aquaplaning quer (3,0 m/s²) und Laufleistung (76.500 km): jeweils Rang 2.**
- **Trockenbremsen (42,3 m) und Vorbeifahrgeräusch (71,2 dB): Rang 4.**
- **Bremsen auf Schnee (9,7 m) und Schneetraktion (242 dN): Rang 8. Bremsen auf Eis (16,7 m): Rang 10.**
- **Kraftstoffverbrauch bei Tempo 100 (5,8 l/100 km): Rang 16 — die schwächste Platzierung des Reifens.**

Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens führt der Testsieger nur **zwei von 13 Messreihen** an; sein Sieg entsteht nicht aus Bestwerten, sondern daraus, dass er in keiner einzigen Disziplin hinten liegt. Zweitens rangiert er ausgerechnet auf Schnee und Eis nur im Mittelfeld — dort also, wo Käufer bei einem Winterreifen zuerst hinschauen. Dass er trotzdem gewinnt, liegt an der Gewichtung: In Deutschland verbringt ein Winterreifen die meisten Kilometer auf kaltem, nassem Asphalt, und genau das bildet das ADAC-Schema mit 40 Prozent Nässeanteil ab. Beim schwächsten Wert wiederum ist die Lage entspannt, denn das gesamte Feld liegt beim Verbrauch nur sieben Prozent auseinander (5,6 bis 6,0 l/100 km) — Rang 16 bedeutet hier ein paar Zehntelliter, nicht einen schlechten Reifen.

Die Herstellerangaben passen zu diesem Muster. Goodyear nennt zwei Technologie-Bausteine: **Snow Protect** mit erhöhter Lamellendichte und längeren Schulterrillen für Grip im Schnee sowie **Wet Grip+** mit einer runderen Aufstandsfläche, die Wasser seitlich statt nach vorne verdrängt. Solche Angaben sind zunächst Werbung. Bemerkenswert ist, dass die unabhängigen Messwerte bei Nässe die Marketingrichtung tatsächlich bestätigen — im selben Testfeld standen elf Reifen, deren Versprechen die Prüfstrecke nicht überlebt haben.

## 2024 gewann er, ohne eine einzige Sicherheitsmessung anzuführen

Noch deutlicher wird das Prinzip Ausgewogenheit im Testjahr davor. In 215/55 R17 haben wir dieselbe Auswertung für alle 16 Kandidaten gemacht — und dort führte der Goodyear **keine einzige** der sechs Sicherheitsmessungen an. Beim Nassbremsen lag er mit 35,6 Metern nur auf Rang 7 von 16 (Bestwert: Pirelli Cinturato Winter 2 mit 34,2 m), auf nassem Beton ebenfalls Rang 7, beim Eisbremsen Rang 9, im Schnee Rang 4, beim Trockenbremsen Rang 2.

Gewonnen hat er über die Umweltseite: **bester Abrieb (55 mg/km/t), bester Verbrauch (5,6 l/100 km), leichtester Testreifen (8,8 kg), zweitbeste Laufleistung (57.500 km)** — zusammen eine 1,7 für die Umweltbilanz, die 30 Prozent der Gesamtnote ausmacht. Am Ende trennte ihn nur ein Zehntel vom Dunlop Winter Sport 5 (2,1), dahinter folgte der Vredestein Wintrac Pro mit 2,4.

Der dritte Datensatz rundet das Bild ab und ist der ehrlichste Teil dieses Beitrags. In 205/55 R16 notierte der ADAC 2024 leichte Schwächen beim Bremsen auf Eis — und im Datenblatt steht, wie groß diese Schwäche war: **21,2 Meter aus 20 km/h, bei einer Feldspanne von 18,3 bis 21,6 Metern**. Der Reifen lag dort also praktisch am Ende des Feldes. Beim Nassbremsen war er mit 35,5 Metern hingegen nur 0,4 Meter vom Besten entfernt. Wer viel auf blank gefrorenen Straßen unterwegs ist, sollte das einkalkulieren; für die weit überwiegende Zahl deutscher Winterkilometer zählt die Nässe-Stärke deutlich mehr.

## Der jüngste Test ist von diesem September — und dort reichte es für Rang sechs

Der ADAC hat seinen Winterreifentest 2026 zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung noch nicht veröffentlicht; die jüngste ADAC-Prüfung des Modells bleibt damit die aus 225/40 R18 vom 23. September 2025. Ein aktuelles Ergebnis gibt es trotzdem: Das britische Magazin Auto Express prüfte am 2. September 2026 elf Winterreifen in der meistverkauften Größe 205/55 R16 — die Testreifen verdeckt über einen deutschen Großhändler gekauft, die Schneeversuche nördlich des Polarkreises, Nass- und Trockenversuche auf dem Contidrom.

Dort landete der UltraGrip Performance 3 mit 98,9 Prozent der Punktzahl auf **Rang sechs von elf**. Sieger wurde der Continental WinterContact TS 870 (100 Prozent) vor dem Pirelli Cinturato Winter 3 (99,8) und dem Hankook i-cept RS3 W462 (99,4); Bridgestone Blizzak 6 und Michelin Alpin 7 teilten sich mit je 99,3 Prozent Platz vier. Im Vorjahr war der Goodyear in dieser Größe noch Zweiter gewesen.

Aufschlussreich ist die Verteilung innerhalb dieses Tests, weil sie das ADAC-Bild bestätigt und zugleich bricht: **Im Schneehandling und beim Kurven-Aquaplaning war der Goodyear der Beste des Feldes**, beim Aquaplaning längs und auf dem Nasskreis Dritter, im Nasshandling Vierter. Beim **Nassbremsen** dagegen kam er nur auf einen geteilten siebten Platz und lag rund zwei Meter hinter der Spitze — in genau der Disziplin also, die er ein Jahr zuvor beim ADAC in 18 Zoll angeführt hatte. Sein schwächster Rang war das Trockenhandling mit Platz elf. Wer beide Tests nebeneinanderlegt, sieht dieselbe Lehre zum dritten Mal: Die Stärke gehört der geprüften Ausführung, nicht dem Modellnamen. Warum unterschiedliche Prüfer aus denselben Messwerten verschiedene Sieger errechnen, haben wir in [Sechs Reifentester, vier Messreihen und je nach Gewichtung ein anderer Sieger](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-im-vergleich) aufgeschrieben; die Einordnung dieser Testwoche steht im [Reifenmarkt-Wochenrückblick KW 37/2026](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenmarkt-rueckblick-kw-37-2026).

## Die getestete Ausführung im Regal — und die Verwechslungsfalle in derselben Größe

Für den Kauf zählt am Ende, ob die geprüfte Ausführung überhaupt zu bekommen ist. Alle drei vom ADAC geprüften Varianten sind bei uns lieferbar, und wir haben ihr Etikett gegen die ADAC-Datenblätter geprüft — dreimal identisch:

- [Goodyear UltraGrip Performance 3 225/40 R18 92V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-225-40-r18-92v-136405) für 125,99 Euro, Label D/B/71 dB — die Testsieger-Ausführung von 2025.
- [Goodyear UltraGrip Performance 3 215/55 R17 98V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-215-55-r17-98v-136392) für 146,56 Euro, Label C/C/71 dB — der Testsieger von 2024.
- [Goodyear UltraGrip Performance 3 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-205-55-r16-91h-136379) für 91,54 Euro, Label C/B/70 dB — der Zweitplatzierte von 2024.

Genau hier lauert allerdings eine Verwechslungsfalle, die ein Testsieger-Aufkleber nie zeigt. In der getesteten Größe 225/40 R18 führen wir **drei** Ausführungen desselben Modells: die geprüfte 92V für 125,99 Euro (D/B/71), die schnellere [92W für 137,52 Euro](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-225-40-r18-92w-136406) mit identischem Etikett — und die tragfähigere [94V für 154,74 Euro](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-225-40-r18-94v-171432), die ein **anderes Etikett trägt: C/C/72 dB**. Sie ist beim Rollwiderstand eine Klasse besser, bei der Nasshaftung aber eine Klasse schlechter — und sie ist nicht die Ausführung, die den Test gewonnen hat. Maßgeblich ist immer die in Ihrer Zulassungsbescheinigung eingetragene Kombination aus Größe, Last- und Geschwindigkeitsindex; prüfen Sie zusätzlich das Etikett genau dieser Ausführung.

## 265 Ausführungen, 163 Größen — und diesmal keine Zoll-Treppe

Wie stark ein einzelnes Modell in sich streut, zeigt eine Vollerhebung unseres Katalogs vom 18. September 2026. Der UltraGrip Performance 3 steht dort mit **265 lieferbaren Ausführungen in 163 Größen** von 14 bis 22 Zoll — das sind **53 Prozent aller 497 lieferbaren Goodyear-Winterreifen**. Das Modell ist also nicht eine Baureihe neben anderen, sondern praktisch das Winterprogramm der Marke.

Die Etiketten verteilen sich so: Bei der **Nasshaftung** stehen 143 Ausführungen in Klasse B, 121 in Klasse C und eine einzige in Klasse D. Bei der **Kraftstoffeffizienz** dominiert mit 197 Einträgen die Klasse C, dazu kommen 36-mal B, 29-mal D, zweimal A und einmal E. Das **Rollgeräusch** reicht von 69 bis 74 Dezibel. Preislich liegt der Median bei 222,29 Euro, das untere Viertel beginnt bei 155,56 Euro, das obere bei 292,07 Euro; die günstigste Ausführung ist der [175/65 R14 82T für 65,31 Euro](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-175-65-r14-82t-136360). Praktisch nebenbei: 132 Ausführungen tragen die Kennung MFS, also einen Felgenschutz an der Flanke — bei Niederquerschnitt-Größen auf empfindlichen Alufelgen ein echtes Argument.

Beim Michelin Pilot Alpin 5 hatten wir eine klare **Zoll-Treppe** gefunden: je größer die Felge, desto seltener die gute Nasshaftungsklasse. Hier fällt die Gegenprobe anders aus. Der Anteil der Klasse B liegt bei 16 Zoll bei 50 Prozent, bei 17 Zoll bei 52, bei 18 Zoll bei 53, bei 19 Zoll bei 69 und bei 20 bis 22 Zoll wieder bei rund 50 Prozent; nur die beiden 14-Zoll-Ausführungen tragen gar kein B. Eine Treppe ist das nicht, sondern ein über fast alle Größenklassen konstantes Verhältnis von etwa eins zu eins. Für Sie heißt das: Bei diesem Modell können Sie aus dem Etikett einer Größe nichts über die nächste ableiten — Sie müssen es einzeln lesen. Wie sich dieselbe Frage beim [Premium-Winterreifen von Michelin im Etiketten-Check](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-pilot-alpin-5) beantwortet, haben wir separat aufgeschrieben; was das Etikett grundsätzlich leistet, steht im [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel)-Glossar und ausführlich im Ratgeber [Ein Label, 46 Reifen: was das EU-Etikett beim Kauf wirklich leistet](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-oder-test).

## Was der Testsieg heute kostet — und was die fünf anderen Guten kosten

Die sechs mit gut bewerteten Reifen des 2025er-Tests waren ausnahmslos Premiumprodukte, und alle sechs sind bei uns in der getesteten Größe 225/40 R18 lieferbar. Der ADAC druckt in seinem Datenblatt zu jedem Reifen den damaligen Marktpreis ab — damit lässt sich ein Jahr später nachrechnen, was der Test heute kostet. Die jeweils günstigste lieferbare Ausführung in 92V, Stand 18. September 2026:

- [Hankook Winter i*cept evo3 W330](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/hankook-winter-i-cept-evo3-w330-225-40-r18-92v-121433) (Note 2,4): **107,85 Euro** statt 140 Euro im Test.
- [Dunlop Winter Sport 5](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-winter-sport-5-225-40-r18-92v-98951) (2,4): **119,50 Euro** statt 169 Euro.
- [Bridgestone Blizzak 6](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-6-225-40-r18-92v-150977) (2,2): **120,71 Euro** statt 167 Euro.
- [Goodyear UltraGrip Performance 3](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-225-40-r18-92v-136405) (2,0, Testsieger): **125,99 Euro** statt 171 Euro.
- [Continental WinterContact TS 870 P](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-wintercontact-ts-870-p-225-40-r18-92v-119686) (2,5): **131,40 Euro** statt 177 Euro.
- [Michelin Pilot Alpin 5](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-pilot-alpin-5-225-40-r18-92v-157620) (2,1): **136,46 Euro** statt 177 Euro.

Zwei Beobachtungen dazu. Erstens liegt heute jeder der sechs zwischen 16 und 29 Prozent unter dem Preis, den der ADAC im Test notiert hat — beim Testsieger sind es 45,01 Euro je Reifen oder rund 180 Euro für den Satz. Ein Testpreis ist eine Momentaufnahme des Testtags und taugt nicht als Budgetgröße für den nächsten Winter. Zweitens ist die **Reihenfolge der sechs unverändert**: Wer im September 2025 der Günstigste war, ist es auch heute, und zwischen dem günstigsten und dem teuersten Reifen der Spitzengruppe liegen weiterhin gut 26 Prozent. Der Markt hat die ganze Gruppe verbilligt, nicht einzelne Modelle bevorzugt.

Konkret heißt das für die Kaufentscheidung: Zwischen dem Testsieger und dem günstigsten der Spitzengruppe liegen 18,14 Euro je Reifen, also **72,56 Euro für einen Satz**. Dafür bekommen Sie beim Goodyear vier Zehntel bessere Gesamtnote, den kürzesten Nassbremsweg des Feldes und rund 4.000 Kilometer mehr prognostizierte Laufleistung als beim Hankook. Ob Ihnen das den Aufpreis wert ist, hängt von Ihrer Jahresfahrleistung ab — die komplette Größe mit allen 112 lieferbaren Winterreifen und beiden ADAC-Testfeldern haben wir in [225/40 R18 im Doppeltest](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-225-40-r18) aufgeschlüsselt.

## Kosten je 1.000 Kilometer: die Zahl, die Preis und Haltbarkeit zusammenbringt

Die Laufleistungsprognose ist der Grund, warum sich dieser Reifen trotz Premium-Preis rechnen kann. Die Rechnung passt auf einen Bierdeckel: vier Reifen multipliziert mit dem Stückpreis, geteilt durch die prognostizierte Laufleistung, mal 1.000. Für den Testsieger in 225/40 R18 sind das 4 mal 125,99 Euro geteilt durch 76.500 Kilometer — macht **6,59 Euro je 1.000 Kilometer**, Montage nicht eingerechnet.

Zwei Vorbehalte gehören dazu. Erstens ist die Laufleistung eine **Prognose** aus einer Hochrechnung, kein Versprechen; Fahrweise, Achsgeometrie und Luftdruck verschieben das Ergebnis erheblich. Zweitens gilt die Zahl wieder nur für diese eine Ausführung: In 205/55 R16 stehen im Datenblatt 49.100 Kilometer, und bei einem Regalpreis von 91,54 Euro ergibt dieselbe Rechnung 7,46 Euro je 1.000 Kilometer — der günstigere Reifen fährt also den teureren Kilometer. Wie sich drei komplette ADAC-Testfelder auf diese Weise sortieren und warum der billigste Kilometer regelmäßig einem Reifen gehört, den niemand empfiehlt, steht in [Kosten je 1.000 Kilometer: 44 Reifen nachgerechnet](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenkosten-je-1000-kilometer).

Unabhängig davon endet die Wintertauglichkeit lange vor dem gesetzlichen Limit von 1,6 Millimetern: Der ADAC empfiehlt bei Winterreifen mindestens vier Millimeter Restprofil. Wie Sie das zuverlässig kontrollieren, steht im [ausführlichen Ratgeber zum Messen der Profiltiefe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/profiltiefe-messen-so-pruefen-sie-ihr-reifenprofil-richtig).

## Der Vorgänger kostet öfter mehr als der Nachfolger

Ein letzter Blick ins eigene Regal, der vor einer verbreiteten Falle schützt. Neben dem UltraGrip Performance 3 führen wir noch 83 lieferbare Ausführungen des älteren **Ultragrip Performance +**. In 34 Fällen gibt es beide Modelle in exakt derselben Größe **und** mit demselben Last- und Geschwindigkeitsindex — ein sauberer Vergleich also. In **21 dieser 34 Paarungen ist der ältere Reifen der teurere**, im Median um 3,79 Euro je Reifen.

Das Musterbeispiel ist ausgerechnet die Testgröße: Der [Ultragrip Performance + in 225/40 R18 92V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-225-40-r18-92v-98926) kostet 133,24 Euro und trägt das Etikett E/B/71 dB — der aktuelle, vom ADAC getestete Nachfolger kostet 125,99 Euro und steht beim Rollwiderstand eine Klasse besser da. Auslaufende Baureihen werden eben nicht automatisch billiger; sie werden seltener, und seltene Ware wird im Handel eher teurer. Achten Sie beim Preisvergleich deshalb auf die exakte Modellbezeichnung: UltraGrip Performance, Performance +, Performance 2 und Performance 3 sind vier verschiedene Reifen, und nur der letzte ist der getestete.

## Für wen sich der Reifen lohnt

Nach allem, was die Datenblätter hergeben, ist der UltraGrip Performance 3 die richtige Wahl für **Vielfahrer**, denen die hohe prognostizierte Laufleistung über mehrere Saisons zugutekommt, für Fahrer **sportlicher Kompaktwagen und Limousinen**, für die die Baureihe ursprünglich entwickelt wurde, und für **SUV-Fahrer**, weil es ihn bis 22 Zoll und mit hohen Tragfähigkeiten gibt — etwa als [255/45 R20 105V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-ultragrip-performance-3-255-45-r20-105v-136435). Seine nachgewiesene Stärke liegt bei Nässe und Haltbarkeit, seine Schwäche im Grenzbereich auf trockener Fahrbahn; das zeigen beide Tests des Jahres 2026 unabhängig voneinander.

Weniger überzeugend ist er für zwei Gruppen. Wer regelmäßig auf **Eis** unterwegs ist, findet in den Testfeldern Reifen mit klar kürzeren Eisbremswegen. Und wer ein älteres Auto mit geringer Jahresfahrleistung bewegt, fährt mit einem günstigeren Marken-Winterreifen wirtschaftlicher, weil sich die lange Laufleistung nicht amortisiert, bevor das Gummi altert. Ob sich der Aufpreis grundsätzlich lohnt, beleuchten wir in [Premium oder Budget](https://www.reifentiefpreis.de/blog/premium-oder-budget-sommerreifen); wenn Sie noch unsicher sind, ob es überhaupt zwei Reifensätze sein sollen, hilft der Vergleich [Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/sommer-winter-ganzjahresreifen-unterschiede). Einen Nachfolger hat Goodyear bislang nicht angekündigt; die jüngste Winter-Neuvorstellung im Newsroom des Herstellers ist eine Überarbeitung des nordischen UltraGrip Arctic 2.

**Vor der Saison kurz prüfen:** Auch der beste Winterreifen leistet nur, was sein Zustand zulässt. Der richtige [Reifendruck](https://www.reifentiefpreis.de/blog/richtiger-reifendruck-einstellen) ist die Basis für kurze Bremswege und sinkt bei Kälte messbar; die [DOT-Nummer verrät das Herstellungsdatum](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenalter-dot-nummer) und gehört bei jedem Kauf kontrolliert; und in der Sommerpause sollten die Räder [richtig gelagert](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-richtig-lagern-und-pflegen-so-ueberstehen-ihre-reifen-die-saisonpause) werden. Eine Übersicht aller lieferbaren Dimensionen finden Sie auf der [Modellseite des UltraGrip Performance 3](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/goodyear/ultragrip-performance-3), passende Alternativen in der Kategorie [Winterreifen für PKW](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen) und die komplette Auswahl der meistgefragten Dimension unter [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16).

**Unterm Strich:** Zwei ADAC-Siege und ein sechster Platz im jüngsten Test sind kein Widerspruch, sondern dieselbe Aussage aus drei Richtungen. Der UltraGrip Performance 3 ist ein sehr ausgewogener Winterreifen, der seine Siege über die Summe holt statt über Bestwerte — und dessen Stärken sich von Größe zu Größe verschieben. Kaufen Sie deshalb nie den Modellnamen, sondern die Ausführung, die auf Ihr Auto gehört.

## Häufige Fragen

### Gilt der Testsieg auch für meine Reifengröße?

Nein, jedenfalls nicht automatisch. Der ADAC hat drei Größen dieses Modells geprüft und dabei Laufleistungen zwischen 49.100 und 76.500 Kilometern sowie drei unterschiedliche EU-Etiketten gemessen. Prüfen Sie immer Etikett und Bewertung genau der Ausführung, die Ihr Fahrzeugschein zulässt.

### Ist der Goodyear auf Schnee und Eis besonders stark?

Auf Schnee ja, auf Eis nur durchschnittlich. Im ADAC-Feld 2025 lag er beim Schneebremsen auf Rang 8 und beim Eisbremsen auf Rang 10 von 31; bei Auto Express gewann er 2026 das Schneehandling. Seine klar beste Disziplin ist aber die nasse Fahrbahn.

### Erfüllt der Reifen die deutsche Winterreifenpflicht?

Ja. Er trägt das Alpine-Symbol und erfüllt damit die Anforderungen bei winterlichen Straßenverhältnissen, die seit dem 1. Oktober 2024 gelten. Die reine M+S-Kennung allein genügt seitdem nicht mehr.

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*Quellen: [ADAC-Winterreifentest 225/40 R18 (2025)](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/225-40-r18/) · [ADAC-Winterreifentest 215/55 R17 (2024)](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/215-55-r17/) · [ADAC-Winterreifentest 205/55 R16 (2024)](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/205-55-r16/) · [ÖAMTC-Winterreifentest 2025, Einzelwertung](https://www.oeamtc.at/tests/reifentest/winterreifentest-2025/goodyear-ultragrip-performance-3-82066587) · [Auto Express: Best winter tyres 2026](https://www.autoexpress.co.uk/product-group-tests/93097/best-winter-tyres-2026) · [Goodyear: UltraGrip Performance 3 (Herstellerangaben)](https://news.goodyear.eu/goodyear-reveals-ultragrip-performance-3/) · eigene Katalogerhebung vom 18.09.2026*


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-ultragrip-performance-3
