# Michelin Pilot Alpin 5: warum der Testsieger das schwächere Etikett trägt

Veröffentlicht: 05.02.2026 · Aktualisiert: 05.09.2026 · Kategorie: Winterreifen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Michelin, Pilot Alpin 5, Winterreifen, EU-Reifenlabel, Reifentest, UHP-Winterreifen

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/michelin-pilot-alpin-5-winter.jpg

Wenn ein Reifen in derselben Größe von zwei renommierten Testern geprüft wird und einmal gewinnt, einmal Zweiter wird, dann sagt das weniger über den Reifen als über die Messlatte. Genau das ist dem Michelin Pilot Alpin 5 in der Dimension 225/40 R18 passiert: Bei AUTO BILD holte er 2025 den Gesamtsieg unter 51 Kandidaten, im ADAC-Winterreifentest desselben Jahres landete er auf Platz 2 hinter dem Goodyear. Und in beiden Fällen trägt er auf dem Etikett nicht die beste Nasshaftungsklasse. Wir haben deshalb nicht nur die Testergebnisse zusammengetragen, sondern unser eigenes Regal ausgezählt: alle 578 lieferbaren Michelin-Winterreifen, dazu die komplette Konkurrenz in der Testgröße. Das Ergebnis zeigt sehr genau, wofür der Aufpreis dieses Reifens steht und wann er sich nicht lohnt.

## Für wen der Pilot Alpin 5 gemacht ist

Der Pilot Alpin 5 ist Michelins Ultra-High-Performance-Winterreifen, kurz UHP. Er richtet sich an leistungsstarke Kompaktwagen, sportliche Limousinen und Coupés, also an Fahrzeuge, bei denen im Winter nicht nur Traktion, sondern auch Lenkpräzision und Stabilität bei höherem Tempo gefragt sind. Ein UHP-Winterreifen ist steifer aufgebaut als ein Komfortreifen und auf Fahrstabilität ausgelegt. Das zahlt sich vor allem dort aus, wo die meisten Winterkilometer tatsächlich anfallen: auf nasser und trockener Fahrbahn. Tiefschnee ist im deutschen Alltag die Ausnahme, kalter Regen die Regel.

Wie stark Michelin auf dieses Segment setzt, zeigt eine Vollerhebung unseres Sortiments. Wir führen aktuell **578 lieferbare Michelin-Winterreifen in 16 Modellreihen** (Stand dieser Auswertung, erhoben über alle Zollgrößen, Vollständigkeit 100 Prozent). Davon entfallen **141 Ausführungen auf den Pilot Alpin 5** und weitere **106 auf den Pilot Alpin 5 SUV**, zusammen also 247 Stück oder gut 43 Prozent des gesamten Michelin-Winterprogramms. Die restliche Hälfte verteilt sich vor allem auf drei Linien mit klar anderer Aufgabe: den komfortorientierten **Alpin 7** (63 Ausführungen), den nordischen **X-ICE SNOW** samt SUV-Variante (135 Ausführungen zusammen) und den Vorgänger **Pilot Alpin PA4** in drei Spielarten (55 Ausführungen).

Diese Aufteilung ist die eigentliche Kaufberatung. Wer Komfort, niedrigen Rollwiderstand und Laufruhe sucht, ist beim Alpin 7 richtig. Wer in Skandinavien oder im Hochgebirge dauerhaft auf Eis unterwegs ist, beim X-ICE SNOW, der bei uns in allen 68 Ausführungen die Nasshaftungsklasse E trägt und damit konstruktiv sehr deutlich auf winterliche statt nasse Fahrbahn ausgelegt ist. Und wer ein sportlich abgestimmtes Auto fährt und im Winter kein schwammiges Lenkgefühl haben möchte, landet beim Pilot Alpin 5. Für Geländewagen und SUV gibt es dieselbe Auslegung mit höherer Tragfähigkeit als [Pilot Alpin 5 SUV](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/michelin/pilot-alpin-5-suv). Wer sich zwischen den Bauarten grundsätzlich nicht entscheiden kann, findet in unserer [Winterreifen-Kaufberatung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifen-kaufen-kaufberatung) die Systematik dahinter.

## Testsieger 2025: was AUTO BILD in 225/40 R18 gemessen hat

Im AUTO BILD-Winterreifentest 2025 traten **51 Modelle in der Größe 225/40 R18** an. Über die Bremsleistung auf Schnee und Nässe qualifizierten sich die **20 besten Kandidaten** für das Finale. Getestet wurde auf Schnee im schwedischen Arvidsjaur, auf Nässe und Trockenheit auf dem Contidrom in Wietze; als Testfahrzeug diente ein BMW M135i mit 300 PS und Allradantrieb. Der Michelin Pilot Alpin 5 gewann mit der Note **1,1 (sehr gut)** vor dem Dunlop Winter (1,2), dem Kumho WinterCraft WP52+ und dem Bridgestone Blizzak 6 (je 1,3) sowie dem Goodyear UltraGrip Performance 3 (1,4) ([Quelle: AUTO BILD](https://www.autobild.de/produkttests/winterreifen-test-225-40-r-18-18424775.html)).

Interessanter als die Note sind die Messwerte, weil sie zeigen, worauf der Sieg beruht. **Auf trockener Fahrbahn stand der Pilot Alpin 5 mit 42,6 Metern aus Tempo 100 am kürzesten von allen 20 Finalisten**, und beim Trockenhandling lag er mit 116,7 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit praktisch gleichauf mit dem besten Wert des Feldes. **Bei Nässe bremste er aus Tempo 100 in 51,9 Metern**; kürzer war im gesamten Finale nur der Goodyear mit 50,9 Metern. Der schwächste Finalist brauchte 57,7 Meter, die Spanne im Feld beträgt also fast sieben Meter.

Auf Schnee dagegen ist der Pilot Alpin 5 gut, aber nicht die Spitze: 27,8 Meter Bremsweg aus Tempo 50 bedeuten Rang fünf im Finale. Kürzer bremsten ausgerechnet der Kleber Krisalp HP3 (27,1 Meter) und der BF Goodrich G-Force Winter 2 (27,3 Meter), beides Zweitmarken aus dem Michelin-Konzern. Im Gesamturteil landeten sie trotzdem auf den Plätzen 14 und 12, weil sie bei Nässe deutlich zurückfielen (56,6 beziehungsweise 56,3 Meter). Genau das ist das Muster hinter dem Testsieg: Der Pilot Alpin 5 gewinnt nicht, weil er irgendwo herausragt, sondern weil er in keiner Disziplin einbricht. Wie stark solche Ergebnisse von der geprüften Dimension abhängen, haben wir in unserer Übersicht zu [Reifentests nach Größe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-nach-groesse) aufgearbeitet.

## Zwei Tester, dieselbe Größe, zwei Sieger

Wenige Monate zuvor hatte der ADAC ebenfalls die Dimension 225/40 R18 geprüft, mit **31 Reifen** und einem anderen Ergebnis: Sieger wurde der **Goodyear UltraGrip Performance 3 mit der Gesamtnote 2,0**, der **Michelin Pilot Alpin 5 folgte mit 2,1** auf Platz 2. Bemerkenswert war vor allem die Breite des Feldes: **15 der 31 Reifen stufte der Club als nicht empfehlenswert ein**, elf davon mit mangelhaftem Urteil ([Quelle: ADAC](https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/tests/31-winterreifen-im-adac-test-15-sind-nicht-empfehlenswert.html)).

Dass derselbe Reifen in derselben Größe einmal gewinnt und einmal Zweiter wird, ist kein Widerspruch, sondern eine Frage der Rechenweise. Der ADAC gewichtet die Fahrsicherheit mit 70 Prozent und die Umweltbilanz aus Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Reifenabrieb mit 30 Prozent; innerhalb der Sicherheitsnote zählt Nässe 40, Trockenheit 30 und Winter 30 Prozent. Ein Reifen, der bei Nässe die Nase vorn hat und beim Verschleiß punktet, kommt in diesem Schema weiter nach oben als in einem Test, der die Fahrdisziplinen anders gegeneinander abwägt. Und tatsächlich war der Goodyear auch bei AUTO BILD der beste Nassbremser des Feldes.

Für Sie als Käufer heißt das zweierlei. Erstens: Beide Reifen sind sichere Empfehlungen, die Reihenfolge ist eine Eigenheit des Testverfahrens, keine Sicherheitsfrage. Wenn Sie viel bei Regen unterwegs sind, ist der [Goodyear UltraGrip Performance 3](https://www.reifentiefpreis.de/blog/goodyear-ultragrip-performance-3) die konsequentere Wahl; wenn Ihnen präzises Trockenhandling wichtig ist, der Michelin. Der [Bridgestone Blizzak 6](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-blizzak-6) liegt bei beiden Testern dicht dahinter und ist die ausgewogene dritte Option. Zweitens: Ein einzelner Testsieg trägt weniger weit, als die Werbung nahelegt. Wie unterschiedlich Prüforganisationen zu ihren Urteilen kommen, zeigt unser Vergleich der [Testverfahren im Überblick](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-im-vergleich).

## Was das EU-Label in dieser Größe nicht trennt

Jetzt wird es unangenehm für das Etikett. Wir haben für die Testgröße 225/40 R18 unser komplettes Winterangebot erhoben: **112 der 116 lieferbaren Ausführungen** ließen sich erfassen. Die Nasshaftungsklassen verteilen sich darin so: **sechsmal A, 58-mal B, 38-mal C, sechsmal D und viermal E.** Der Pilot Alpin 5 sitzt in dieser Größe mit **D/B/70** im Mittelfeld des Etiketts, also Effizienzklasse D, Nasshaftung B und 70 Dezibel, und kostet bei uns **143,90 Euro** je Reifen ([Michelin Pilot Alpin 5 225/40 R18 92V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-pilot-alpin-5-225-40-r18-92v-157620)). Er ist damit der teuerste der fünf Erstplatzierten, was AUTO BILD ihm als einzigen Kritikpunkt notierte.

Die sechs Ausführungen mit der Bestklasse **A** in der Nasshaftung sind dagegen andere: der Linglong Sport Master Winter für 68,53 Euro, der Kumho WinterCraft WP52+ für 83,65 Euro, der Linglong Grip Master Winter für 89,18 Euro, der Bridgestone Blizzak LM005 für 117,92 Euro, der Pirelli Cinturato Winter 3 für 128,91 Euro und der Bridgestone Blizzak LM005 Driveguard für 160,39 Euro. Zwei davon standen im AUTO-BILD-Finale, und ihre Ergebnisse könnten weiter auseinanderliegen.

**Der Kumho WinterCraft WP52+ mit Nasshaftung A wurde Dritter (Note 1,3) und bremste nass in 52,3 Metern. Der Linglong Sport Master Winter, ebenfalls mit Nasshaftung A, wurde 19. von 20 (Note 3,3) und brauchte 55,8 Meter.** Der Testsieger mit der vermeintlich schlechteren Klasse B stand nach 51,9 Metern. Zwischen den beiden A-Trägern liegen 3,5 Meter, zwischen dem schwächeren A-Träger und dem B-Sieger fast vier Meter, und das bei identischer Labelklasse in identischer Größe. Die Nasshaftungsklasse ist also keine Rangliste, sondern ein grober Korridor: Sie sortiert die ganz schwachen Reifen aus, sagt aber nichts darüber, wo innerhalb einer Klasse ein Reifen liegt. Wie die Klassengrenzen zustande kommen und warum sie so breit ausfallen, erklären wir im [ausführlichen Ratgeber zum EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/eu-reifenlabel-lesen-nasshaftung-effizienz-und-geraeusch-einfach-erklaert); den Begriff selbst erläutert die Wissensseite [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel).

## Das Etikett über alle 131 Ausführungen

Weitet man den Blick vom Testformat auf die ganze Modellreihe, zeigt sich dasselbe Bild in größerem Maßstab. Von den 141 lieferbaren Ausführungen des Pilot Alpin 5 tragen **131 ein auswertbares Etikett**; zehn Einträge führen einen offensichtlichen Platzhalterwert und bleiben deshalb außen vor. Diese 131 Ausführungen verteilen sich auf **30 verschiedene Labelkombinationen**, und schon das zeigt, wie wenig ein einzelner Etikettenwert über eine ganze Modellreihe aussagt.

Bei der **Kraftstoffeffizienz** dominiert die Klasse C mit 77 Ausführungen (59 Prozent), es folgen E mit 23, B mit 18 und D mit 13. Bei der **Nasshaftung** führt B mit 75 Ausführungen (57 Prozent) vor C mit 50; D und E kommen zusammen nur sechsmal vor. Das **Rollgeräusch** liegt zwischen 68 und 75 Dezibel, mit klarem Schwerpunkt auf 70 und 71 Dezibel (86 Ausführungen). Die häufigste Einzelkombination ist C/B/71 mit 14 Fällen, dicht gefolgt von C/C/71 mit 13.

Der aufschlussreichste Befund steckt jedoch in der Kreuzung beider Klassen. **Von den 23 Ausführungen mit der schlechtesten Effizienzklasse E tragen 21 die gute Nasshaftungsklasse B. Von den 18 Ausführungen mit der besten Effizienzklasse B tragen dagegen nur vier ein B bei der Nasshaftung, 13 fallen auf C zurück.** Das ist kein Qualitätsmangel, sondern der bekannte Zielkonflikt der Reifenentwicklung: Eine Mischung, die bei Nässe stark greift, verformt sich mehr und rollt schwerer. Michelin löst diesen Konflikt innerhalb derselben Modellreihe je nach Größe unterschiedlich auf. Wer also beide Werte gleichzeitig gut haben will, sucht in diesem Modell vergebens und muss sich entscheiden, welche der beiden Eigenschaften ihm wichtiger ist. Derselbe Mechanismus lässt sich quer durch das Sortiment beobachten, wie unsere Auswertung zur [Nasshaftung bei Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-winterreifen) zeigt.

## Die Zoll-Treppe: je größer die Felge, desto seltener das B

Diese Entscheidung wird Ihnen in vielen Fällen abgenommen, nämlich vom Felgendurchmesser Ihres Autos. Ordnet man die 131 auswertbaren Ausführungen nach Zoll und zählt aus, wie oft die gute Nasshaftungsklasse B vorkommt, ergibt sich eine erstaunlich saubere Treppe nach unten.

- **16 und 17 Zoll:** 11 von 11 Ausführungen mit Nasshaftung B, also 100 Prozent.
- **18 Zoll:** 22 von 28, das sind 79 Prozent.
- **19 Zoll:** 21 von 30, das sind 70 Prozent.
- **20 Zoll:** 12 von 35, das sind 34 Prozent.
- **21 Zoll:** 9 von 23, das sind 39 Prozent.
- **22 und 23 Zoll:** 0 von 4, also keine einzige.

Parallel dazu steigt der Preis. Der mittlere Preis je Reifen wächst von 141,96 Euro bei 16 Zoll über 190,21 Euro (18 Zoll) und 300,74 Euro (20 Zoll) auf 391,20 Euro bei 21 Zoll und 463,75 Euro bei 23 Zoll. Wer beim Fahrzeugkauf die größere Felge ankreuzt, zahlt im Winter also doppelt: Der Reifen kostet mehr, und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass er die bessere Nasshaftungsklasse trägt. Der technische Grund liegt nahe, denn breite Niederquerschnittsreifen auf großen Felgen sind schwerer, haben eine kürzere, steifere Flanke und eine größere Aufstandsfläche, was den Zielkonflikt zwischen Rollwiderstand und Nassgriff verschärft. Insgesamt deckt der Pilot Alpin 5 Breiten von 205 bis 325 Millimeter ab und ist bei uns in **88 verschiedenen Größen** von 16 bis 23 Zoll lieferbar, sodass für nahezu jedes sportlich ausgelegte Fahrzeug etwas dabei ist. Das komplette Angebot samt Tagespreisen sehen Sie im Modellbereich [Pilot Alpin 5](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/michelin/pilot-alpin-5), die gesamte Testdimension unter [225/40 R18](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-40-r18).

## Pilot Alpin 5 oder Alpin 7: die Entscheidung im eigenen Programm

Der schärfste Konkurrent des Pilot Alpin 5 steht nicht bei einem anderen Hersteller, sondern im selben Regal. Der **Alpin 7** ist Michelins komfortorientierte Winterlinie und hat den Alpin 6 abgelöst; er ist ausdrücklich kein Nachfolger des Pilot Alpin, sondern dessen Gegenstück für Fahrzeuge ohne sportlichen Anspruch. In unserem Sortiment führen wir ihn in 63 Ausführungen von 15 bis 20 Zoll zu einem mittleren Preis von 157,91 Euro.

Beim Etikett ist der Alpin 7 bemerkenswert einheitlich: **Alle 63 Ausführungen tragen die Nasshaftungsklasse B, ohne eine einzige Ausnahme**, 58 davon liegen bei 71 Dezibel, und 19 erreichen bei der Effizienz sogar die Klasse B. Damit ist er auf dem Papier gleichmäßiger aufgestellt als der Pilot Alpin 5, dessen Werte von Größe zu Größe schwanken.

Der direkte Vergleich ist möglich, weil sich beide Reihen in **16 Größen überschneiden**; in **11 davon stimmen Größe und vollständiger Index überein**, sodass wirklich Vergleichbares nebeneinandersteht. Das Ergebnis: **Der Pilot Alpin 5 ist in 10 dieser 11 Paare teurer, im Mittel um 8,76 Euro je Reifen.** Bei der Nasshaftung ist der Alpin 7 in allen 11 Paaren gleich gut oder besser, bei der Effizienz in 10 von 11. Nur beim Rollgeräusch dreht sich das Bild: Dort liegt der Pilot Alpin 5 in acht Paaren um ein bis drei Dezibel vorn. Ein Beispiel aus dem Regal: In der Größe 245/40 R18 mit Index 97V kostet der [Michelin Alpin 7 245/40 R18 97V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-alpin-7-245-40-r18-97v-145297) 157,91 Euro bei C/B/70, die Pilot-Alpin-5-Ausführung derselben Größe 166,91 Euro bei E/B/70.

Nüchtern gesagt: Wer den Pilot Alpin 5 in einer Größe kauft, die es auch als Alpin 7 gibt, zahlt einen Aufpreis für ein auf dem Papier schlechteres Etikett. Er bekommt dafür das getestete Trockenhandling, die kürzeren Trockenbremswege und das leisere Abrollen. Fahren Sie einen sportlichen Kompaktwagen wie einen Golf GTI, einen Audi S3 oder einen Mercedes-AMG A 35, ist das gut angelegtes Geld. Fahren Sie einen Kombi mit derselben Reifengröße überwiegend im Berufsverkehr, ist der Alpin 7 die vernünftigere Wahl. Wie sich Michelins Winterlinien insgesamt sortieren, haben wir in der Übersicht zu den [Michelin-Alpin-Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-alpin-winterreifen) beschrieben.

## Vom Pilot Alpin PA4 zum Pilot Alpin 5

Weil wir den Vorgänger **Pilot Alpin PA4** in drei Spielarten noch mit 55 Ausführungen führen, lässt sich der Generationswechsel ausnahmsweise nicht aus Werbeaussagen, sondern aus Etiketten und Preisen nachrechnen. Wir haben alle Fälle gesucht, in denen es beide Generationen in **identischer Größe und mit identischem Last- und Geschwindigkeitsindex** gibt, und die Ausführungen mit Platzhalter-Etiketten vorher aussortiert. Übrig bleiben **zwölf saubere Paare**.

Das Ergebnis ist in dieser Deutlichkeit selten. **Bei der Nasshaftung ist der Pilot Alpin 5 in 10 von 12 Paaren besser eingestuft, in zwei gleich und in keinem einzigen schlechter. Bei der Effizienz ist er sechsmal besser, fünfmal gleich und nur einmal schlechter. Beim Geräusch ist er sechsmal leiser, sechsmal gleich und nie lauter.** Ein Modellwechsel, bei dem der Hersteller kein Kriterium gegen ein anderes eintauscht, sondern auf allen drei Achsen zulegt oder zumindest hält, ist die Ausnahme. Deutlich häufiger sieht man ein Tauschgeschäft, bei dem eine Klasse gewonnen und dafür eine andere abgegeben wird.

Beim Preis lohnt der genaue Blick besonders. In sieben der zwölf Paare ist die neue Generation teurer, im Mittel um 12,35 Euro. In den übrigen fünf Paaren ist es umgekehrt, teilweise deutlich: In 225/45 R18 mit Index 95V kostet der PA4 mit E/C/70 bei uns 187,96 Euro, der Pilot Alpin 5 mit dem klar besseren E/B/68 nur 166,82 Euro. Über alle Ausführungen hinweg liegt der mittlere Preis der PA4-Familie mit 280,62 Euro sogar über dem des Pilot Alpin 5 mit 273,49 Euro. **Der auslaufende Vorgänger ist im Regal also im Schnitt nicht günstiger, sondern teurer**, ein Muster, das man bei knapper werdenden Restbeständen häufiger sieht. Prüfen Sie deshalb vor dem Griff zur älteren Generation immer den Tagespreis in Ihrer Größe; der erwartete Auslaufrabatt ist oft gar keiner. Die verbliebenen Größen des Vorgängers stehen unter [Pilot Alpin PA4](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/michelin/pilot-alpin-pa4).

## Pilot Alpin 5 SUV: dieselbe Familie, anderes Etikett

Für Geländewagen und SUV bietet Michelin die verstärkte Variante an, die wir in **106 Ausführungen und 75 Größen von 17 bis 23 Zoll** führen. Technisch ist sie auf höheres Gewicht und einen höheren Schwerpunkt ausgelegt, mit entsprechend stabilerer Karkasse, und das schlägt sich im Etikett nieder.

Der Unterschied ist größer, als der gemeinsame Modellname vermuten lässt. **Während die Straßenversion in 57 Prozent der Ausführungen die Nasshaftungsklasse B erreicht, sind es bei der SUV-Variante nur 16 Prozent; dort dominiert Klasse C mit 83 Prozent.** Bei der Effizienz liegen 79 Prozent auf C. Auch das Rollgeräusch fällt höher aus: 25 Ausführungen liegen bei 74 Dezibel, ein Wert, der bei der Straßenversion nur viermal vorkommt. Die Zoll-Treppe verläuft hier noch steiler, von 67 Prozent B-Anteil bei 17 Zoll auf 12 Prozent bei 20 Zoll und null bei 22 Zoll.

Überraschend ist der Preis. In den acht Fällen, in denen wir beide Varianten in identischer Größe und mit identischem Index führen, ist die SUV-Version in sechs Fällen die günstigere, im Mittel um 15,33 Euro je Reifen. Wer also ein Fahrzeug fährt, für das beide Varianten freigegeben sind, sollte beide Preise vergleichen und dann anhand des Etiketts entscheiden: Die Straßenversion bietet dort meist die bessere Nasshaftung, die SUV-Version den niedrigeren Preis und die höhere Tragfähigkeit. Ein typisches Beispiel aus dem Regal ist der [Michelin Pilot Alpin 5 SUV 245/50 R19 105V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-pilot-alpin-5-suv-245-50-r19-105v-86458) mit dem Etikett C/B/69. Grundsätzliches zur Reifenwahl an schweren Fahrzeugen steht in unserem Ratgeber zu [Winterreifen für SUV und Geländewagen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifen-suv-gelaendewagen).

## Größen, Ausführungen und was Sie vor dem Kauf prüfen

Zum Schluss die praktische Seite. Maßgeblich ist immer die für Ihr Fahrzeug freigegebene Größe samt Last- und Geschwindigkeitsindex; sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 in den Feldern 15.1 und 15.2. Bei schweren Fahrzeugen ist häufig eine verstärkte XL-Ausführung vorgeschrieben. Von den 131 auswertbaren Pilot-Alpin-5-Ausführungen tragen 80 den Geschwindigkeitsindex V (bis 240 km/h), 31 den Index W (bis 270 km/h) und 20 den Index H (bis 210 km/h) – für die allermeisten sportlichen Fahrzeuge ist die passende Kombination also vorhanden.

Diese fünf Punkte sollten Sie vor der Bestellung abhaken:

1. **Größe und Indizes** aus der Zulassungsbescheinigung übernehmen, nicht vom alten Reifen abschreiben, denn der könnte falsch montiert worden sein.
2. **Alpine-Symbol (3PMSF)** auf der Flanke prüfen. Nur damit gilt ein Reifen bei der situativen [Winterreifenpflicht](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifenpflicht-deutschland) in Deutschland als wintertauglich; der Pilot Alpin 5 trägt es.
3. **Etikett und Test getrennt lesen.** Das Label bewertet Effizienz, Nasshaftung und Vorbeifahrgeräusch. Schneegriff, Eisverhalten, Handling und Laufleistung stehen nicht darauf.
4. **Achsweise gleich bestücken**, besser noch rundum dasselbe Modell in derselben Ausführung montieren.
5. **Preis in Ihrer konkreten Größe vergleichen**, nicht auf Modellebene. Die Spanne innerhalb ein und derselben Modellreihe reicht bei uns von 116,73 bis 653,69 Euro je Reifen.

Alle lieferbaren Dimensionen und Tagespreise finden Sie in der Kategorie [Winterreifen für PKW](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen). Ein häufig gefragtes Beispiel aus der Mitte des Programms ist der [Michelin Pilot Alpin 5 245/45 R18 100V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-pilot-alpin-5-245-45-r18-100v-89120) mit dem Etikett C/B/68.

## Fazit

Der Michelin Pilot Alpin 5 ist ein außergewöhnlich ausgewogener Performance-Winterreifen: Testsieger bei AUTO BILD 2025 unter 51 Kandidaten, Platz 2 im ADAC-Test derselben Größe, kürzester Trockenbremsweg des Finalfelds und einer der zwei kürzesten Nassbremswege. Der Generationswechsel vom PA4 kam dabei ohne Gegengeschäft aus, denn der Nachfolger ist beim Etikett auf keiner der drei Achsen schlechter geworden.

Zugleich zeigt unsere Auszählung sehr klar, wo die Grenzen liegen. Das Etikett dieses Modells ist uneinheitlich, und ausgerechnet die guten Effizienzwerte gehen zulasten der Nasshaftung. Ab 20 Zoll fällt der Anteil der guten Nasshaftungsklasse deutlich ab, während der Preis stark steigt. Und im eigenen Haus gibt es mit dem Alpin 7 eine Linie, die in vergleichbaren Größen günstiger ist und auf dem Papier besser dasteht, nur eben ohne die sportliche Auslegung. Der Aufpreis für den Pilot Alpin 5 kauft also nicht das bessere Etikett, sondern das gemessene Fahrverhalten. Wer ein sportlich abgestimmtes Auto fährt, bekommt dafür eine erstklassige Wahl; für alle anderen lohnt der Blick auf die Alternative. Passende Größen und aktuelle Preise finden Sie in unseren [Winterreifen für PKW](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen).

## Häufige Fragen

### Gibt es bereits einen Nachfolger des Pilot Alpin 5?

Nein. Der Pilot Alpin 5 ist weiterhin Michelins UHP-Winterreifen. Der Alpin 7 hat den Alpin 6 abgelöst und gehört zur komfortorientierten Linie, ist also kein Nachfolger, sondern ein Reifen für einen anderen Einsatzzweck.

### Reicht ein Winterreifen mit Nasshaftungsklasse C aus?

In der Regel ja. Die Klassen sind breite Korridore: In der Testgröße 225/40 R18 bremste ein Reifen mit Klasse A schlechter als der Testsieger mit Klasse B. Achten Sie deshalb auf gemessene Bremswege aus unabhängigen Tests und nutzen Sie das Label nur als Grobfilter.

### Wann erscheint der nächste große Winterreifentest?

Der ADAC veröffentlicht seinen Winterreifentest üblicherweise im September; der jüngste erschien am 23. September 2025 in der Größe 225/40 R18. Zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung lag noch kein neuer ADAC-Winterreifentest für 2026 vor.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-pilot-alpin-5
