# 110/80 R19: 53 Vorderreifen – und jeder vierte ist kein Radialreifen

Veröffentlicht: 20.06.2026 · Aktualisiert: 19.09.2026 · Kategorie: Motorrad · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Motorradreifen, Reise-Enduro, Adventure, 110/80 R19, Reifengröße, Reifenbauart

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/motorradreifen-110-80-r19-adventure.jpg

Die Reifengröße **110/80 R19** sitzt vorn an den meisten straßenbetonten Reise-Enduros mit 19-Zoll-Gussrad – von der Suzuki V-Strom bis zur Moto Guzzi V85 TT. Sie ist der kleine Bruder der geländebetonten 21-Zoll-Fronten und macht aus einem Adventure-Bike vor allem eines: einen komfortablen, kurvensicheren Reisebegleiter für Asphalt und gelegentliche Schotterpassagen.

Für diesen Ratgeber haben wir das eigene Regal in dieser einen Größe vollständig ausgezählt – nicht geschätzt, sondern Marke für Marke abgefragt und gegengerechnet. Das Ergebnis räumt mit zwei Annahmen auf, die in Foren und Verkaufstexten hartnäckig weiterleben: Der Geschwindigkeitsindex ist in dieser Größe kein Nebenschauplatz, sondern verrät den Charakter des Reifens fast zuverlässiger als der Produktname. Und die Radialbauweise ist hier längst nicht so selbstverständlich, wie das R in der Größenbezeichnung vermuten lässt.

## Was 110/80 R19 bedeutet

Die Angabe beschreibt die exakte Bauform des Vorderreifens und steht so auch in Ihren Fahrzeugpapieren:

- **110** – die Laufflächenbreite in Millimetern (nominal).
- **80** – das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent: Die Reifenflanke ist rund 80 Prozent von 110 mm hoch, also etwa 88 mm. Das ist eine vergleichsweise hohe Flanke, die auf schlechten Straßen Komfort und Reserve bietet.
- **R** – Radialbauweise. Welche Bauarten es daneben gibt und warum am Motorrad bis heute drei nebeneinander existieren, entschlüsselt unser [ausführlicher Ratgeber zur Motorradreifen-Kennzeichnung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-groesse-lesen).
- **19** – der Felgendurchmesser in Zoll.

Dahinter folgt die Betriebskennung, meist **59V**. Manche Modelle tragen ein **M/C** davor – das kennzeichnet den Reifen schlicht als Motorradreifen (englisch *Motor Cycle*) und hat mit Größe oder Freigabe nichts zu tun.

**Nicht mit 100/90-19 verwechseln:** Die ebenfalls verbreitete Front [100/90-19](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-100-90-19) ist schmaler und hat eine noch höhere Flanke – sie sitzt eher an Klassikern und älteren Enduros. 110/80 R19 ist die modernere, etwas breitere Variante der aktuellen Midsize-Adventure-Generation. Eine Ebene darüber liegt die geländebetonte Speichenrad-Welt: Wer eine schwere Reise-Enduro mit 21-Zoll-Front fährt, ist bei [90/90 R21](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-90-90-r21) richtig.

## 53 Ausführungen, zehn Marken: das Regal in Zahlen

Wir haben alle Artikel in der Dimension 110/80 R19 einzeln erhoben – über Marken-Partitionen, damit keine Ausführung durch ein Anzeigelimit unter den Tisch fällt. Die Summenprobe geht exakt auf: Die Einzelabfragen der zehn Marken ergeben zusammen 53 Treffer, und genau 53 verschiedene Artikelnummern kommen dabei heraus. Stand der Erhebung ist der 19. September 2026.

- **53 Ausführungen** stehen in dieser Dimension im Regal, alle zum Erhebungszeitpunkt lieferbar.
- **Zehn Marken** teilen sich das Angebot: Bridgestone, Dunlop, Metzeler und Pirelli mit je neun Ausführungen, Continental und Michelin mit je fünf, Heidenau mit drei, Mitas mit zwei sowie CST und Maxxis mit je einer.
- **45 verschiedene Profilnamen** verbergen sich dahinter. Sieben Namen tauchen also mehrfach auf – meist, weil eine Modellfamilie in mehreren Bauarten oder Fertigungsständen parallel geführt wird.
- **Die Preisspanne reicht von 80,97 bis 181,20 Euro**, der Median liegt bei 116,49 Euro. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Vorderreifen derselben Größe liegen damit knapp 124 Prozent Aufschlag.

**Derselbe Name heißt nicht derselbe Reifen.** Genau diese sieben mehrfach besetzten Profilnamen sind die Stelle, an der ein schneller Preisvergleich kippt. Beim Bridgestone Battlax Adventure A41 stehen drei Ausführungen nebeneinander, zwischen der günstigsten und der teuersten liegen gut 17 Prozent. Beim Pirelli Angel GT sind es zwei Ausführungen mit gut 26 Prozent Abstand, beim Pirelli Scorpion Trail II und beim Metzeler Tourance Next jeweils rund 11 Prozent. Noch deutlicher wird es, wenn sich hinter dem gleichen Namen zwei verschiedene technische Ausführungen verbergen: Den Pirelli Scorpion Rally gibt es in Radial- und in Diagonalbauweise, und ausgerechnet die Diagonalversion kostet knapp 29 Prozent mehr. Beim Scorpion Rally STR unterscheiden sich die beiden Ausführungen im Geschwindigkeitsindex – die 59H-Variante liegt rund 13 Prozent unter der 59V-Variante.

Für den Kauf heißt das: Verlassen Sie sich nicht auf den Produktnamen allein, sondern vergleichen Sie die vollständige Bezeichnung inklusive Bauartkennung und Betriebskennung. Zwei Artikel mit identischem Modellnamen können unterschiedlich gebaut, unterschiedlich eingestuft und unterschiedlich teuer sein – und nur eine der beiden Varianten passt dann noch zu dem, was in Ihren Papieren steht.

Dass eine einzelne Dimension überhaupt so breit besetzt ist, hat einen einfachen Grund: 110/80 R19 wird von reinen Sport-Touring-Reifen bis zum groben 50/50-Stollenreifen bedient. Die Größe sagt also praktisch nichts über den Charakter des Reifens aus – deshalb lohnt der Blick auf die Betriebskennung, die direkt dahinter steht.

## Ein Lastindex, sieben Geschwindigkeitsindizes

Beim Lastindex gibt es in dieser Größe schlicht nichts zu entscheiden: **Alle 53 Ausführungen tragen die 59**, also 243 kg zulässige Tragfähigkeit je Reifen. Kein einziger Hersteller weicht davon ab. Wenn in Ihren Papieren eine 59 steht, können Sie diesen Punkt beim Vergleich getrost überspringen – anders als bei vielen 17-Zoll-Größen, wo mehrere Lastindizes nebeneinander angeboten werden.

Der Geschwindigkeitsindex dagegen streut erheblich. **Sieben verschiedene Buchstaben** kommen vor, und ihre Verteilung folgt keinem Zufall, sondern dem Einsatzzweck. Die zugehörigen Höchstgeschwindigkeiten sind für Motorräder dieselben wie beim Auto ([Quelle: Continental Reifen, Geschwindigkeitsindex](https://www.continental-reifen.de/tire-knowledge/speed-index--si-/)):

- **Q (160 km/h) – 3 Ausführungen.** Alle drei sind grobstollige 50/50-Profile: [Continental TKC 80](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-tkc-80-110-80b19-59q-158347), TKC 80 Twinduro und [Bridgestone Battlax Adventurecross AX41F](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-battlax-adventurecross-ax41f-110-80b19-59q-93795).
- **R (170 km/h) – 5 Ausführungen**, durchweg geländebetont: Heidenau K60 Ranger, Pirelli Scorpion Rally in zwei Bauarten, Mitas E-09 Dakar und Michelin Anakee Wild.
- **S (180 km/h) – 2 Ausführungen**, beides klassische Diagonalreifen für ältere Maschinen: Bridgestone G 515 und Dunlop F 24.
- **T (190 km/h) – 5 Ausführungen**, die harte Reise-Fraktion: Metzeler Karoo 4, Heidenau K 60 Scout sowie Dunlop Trailmax Raid, Trailmax Mission und TRX Mission.
- **H (210 km/h) – 3 Ausführungen**, überwiegend ältere Fertigungsstände.
- **V (240 km/h) – 33 Ausführungen** und damit die große Mehrheit: sämtliche modernen Straßen- und Allround-Adventure-Radialreifen.
- **W (270 km/h) – 2 Ausführungen**, beide reine Sport-Touring-Reifen: Bridgestone Battlax T31 und Michelin Road 6.

Daraus folgt eine Faustregel, die Ihnen den Produktvergleich abkürzt: **Je niedriger der Geschwindigkeitsindex in dieser Größe, desto grobstolliger der Reifen.** Kein einziger Reifen mit Q oder R ist ein Straßenprofil, und kein einziger mit V oder W ist ein Grobstollen. Wer also unschlüssig vor zwei Kandidaten steht, erkennt am Buchstaben hinter der 59 sofort, in welche Richtung der Reifen ausgelegt ist – lange bevor er die Marketingtexte gelesen hat. Wie Last- und Geschwindigkeitsindex grundsätzlich zusammenwirken, erklären wir im Beitrag zu [Lastindex und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex).

Wichtig bleibt dabei die rechtliche Seite: Ein höherer Index als vorgeschrieben ist zulässig, ein niedrigerer nicht. Wer an einer für 59V eingetragenen Maschine einen 59Q-Grobstollen montieren will, unterschreitet den vorgeschriebenen Geschwindigkeitsindex – das ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine der Zulässigkeit.

## Jede vierte Ausführung ist kein Radialreifen

Die Größenbezeichnung 110/80 R19 legt nahe, dass hier ausschließlich Radialreifen unterwegs sind. Unsere Erhebung zeigt ein anderes Bild. Von den 53 Ausführungen sind:

- **37 klassische Radialreifen** mit der Kennung R,
- **3 Radialreifen mit ZR-Kennung**, also ausgelegt für über 240 km/h,
- **6 Diagonal-Gürtelreifen** mit der Kennung B – sie laufen unter der Schreibweise 110/80 B19,
- **7 reine Diagonalreifen**, erkennbar am bloßen Bindestrich: 110/80-19.

Unterm Strich sind **13 von 53 Ausführungen nicht radial gebaut** – fast jede vierte. Das ist keine Randerscheinung, sondern betrifft ausgerechnet die Reifen, nach denen geländeorientierte Fahrerinnen und Fahrer am häufigsten suchen: Continental TKC 80, Bridgestone AX41F, Heidenau K 60 Scout und K60 Ranger sind sämtlich Diagonal-Gürtelreifen.

Der Zusammenhang mit dem Geschwindigkeitsindex ist dabei verblüffend eindeutig: **Keine einzige der 13 nicht-radialen Ausführungen kommt über den Index H (210 km/h) hinaus**, während 35 der 40 radialen Ausführungen bei V oder darüber liegen. Bauart und Geschwindigkeitsfreigabe hängen in dieser Größe also direkt zusammen – wer einen Grobstollen montiert, bekommt fast zwangsläufig auch die niedrigere Geschwindigkeitseinstufung dazu.

Dass Sie beim Wechsel der Bauart nicht automatisch in ein Zulassungsproblem laufen, hat das Verkehrsministerium ausdrücklich klargestellt. Der ADAC gibt die nachträgliche Ergänzung der Verlautbarung so wieder: Die Bauart des zu montierenden Reifens darf von den Vorgaben in den Fahrzeugpapieren abweichen, alle anderen Spezifikationen müssen übereinstimmen – in der Praxis dürfen Radialreifen also durch Diagonal- oder Bias-Belted-Reifen ersetzt werden ([Quelle: ADAC, Neue Vorschriften zu Motorradreifen, Stand 10/2024](https://assets.adac.de/image/upload/v1729600365/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/31763_Vorschriften_Motorradreifen_aosu8l.pdf)). Für die Dimension, den Last- und den Geschwindigkeitsindex gilt diese Freiheit ausdrücklich nicht.

## Straße oder Gelände? Das Mischungsverhältnis entscheidet

Weil die Größe vom reinen Straßenreifen bis zum groben Stollenreifen alles abdeckt, ist das **Straße-Gelände-Verhältnis** das eigentliche Auswahlkriterium. Die Hersteller ordnen ihre Adventure-Profile selbst in diese Skala ein:

- **90/10 bis 80/20 (straßenbetont):** die richtige Wahl für alle, die fast nur Asphalt fahren und Schotter nur als Zufahrt zum Ziel sehen. Feine Profilierung, lange Laufleistung, sicheres Nasshandling, leiser Lauf. In unserer Erhebung ist das mit Abstand die größte Gruppe.
- **50/50 (ausgewogen):** offeneres Blockprofil, das auf festem Schotter und trockenen Wegen greift, auf der Straße aber noch gut funktioniert. Der Klassiker für echte Reise-Enduros, die beide Welten sehen.
- **40/60 bis 20/80 (geländebetont):** grobstollige Profile mit klaren Abstrichen bei Nässe, Bremsweg und Laufleistung auf der Straße. Sinnvoll nur, wenn der Geländeanteil wirklich hoch ist. In dieser Größe sind das die acht Ausführungen mit Index Q oder R, also rund 15 Prozent des Angebots.

Die wichtigste Frage bei dieser Entscheidung ist unbequem, aber sie spart Geld: Wie viele Kilometer im Gelände fahren Sie tatsächlich – nicht, wie viele Sie sich vorgenommen haben? Ein grobstolliges Profil an einer Maschine, die im Jahr vielleicht ein paar hundert Schotterkilometer sieht, kostet über die gesamte Lebensdauer Laufleistung und Nassgriffigkeit, ohne dass der Gewinn im Gelände je zum Tragen käme. Umgekehrt ist ein straßenbetontes Profil auf einer Woche Alpenschotter schlicht die falsche Wahl. Wer regelmäßig beides fährt, landet meist bei einem 50/50-Profil – und nimmt bewusst in Kauf, dass es in keiner der beiden Welten der Beste ist.

Die Einordnung ist keine Marketingspielerei, sondern wird von den Herstellern bis in einzelne Schwesterprodukte durchgezogen. Continental beschreibt den TKC 70 Rocks ausdrücklich als Adventure-Reifen mit einer Offroad-Performance zwischen TKC 70 und TKC 80 und weist ihn als Hinterrad-Partner zum Standard-TKC-70-Vorderrad aus ([Quelle: Continental Reifen, TKC 70 Rocks](https://www.continental-reifen.de/products/motorcycle/tires/tkc-70-rocks/)). Zwischen zwei Nachbarstufen liegt also nicht nur ein anderes Profilbild, sondern eine bewusst gesetzte Zwischengröße.

Eine ausführliche Abwägung, wie viel Gelände Sie realistisch fahren und was das für Verschleiß und Nassbremsweg bedeutet, finden Sie im Grundlagen-Ratgeber [Enduro- und Adventure-Reifen richtig abwägen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/enduro-und-adventure-reifen-strasse-und-gelaende-richtig-abwaegen). Wer konkret zwischen den beiden bekanntesten Grobstollen dieser Klasse schwankt, findet den direkten Vergleich unter [Heidenau K60 Scout oder Continental TKC 80](https://www.reifentiefpreis.de/blog/k60-scout-oder-tkc-80); die Twinduro-Variante haben wir im Beitrag zum [Continental TKC 80 Twinduro](https://www.reifentiefpreis.de/blog/continental-tkc-80) gesondert aufgeschlüsselt.

## Welche Motorräder fahren 110/80 R19 vorn?

Diese Größe ist die typische Vorderradgröße der **straßenbetonten Midsize- und Crossover-Reiseenduros** mit gegossenem 19-Zoll-Vorderrad. Dazu zählen unter anderem die Suzuki V-Strom 650 und 650 XT sowie die großen V-Strom 1000 und 1050 (vorn 110/80 R19, hinten 150/70 R17), die BMW F 750 GS in der Gussrad-Variante, die Moto Guzzi V85 TT und diverse ältere Reise-Enduros und Crossover-Modelle mit 19-Zoll-Front.

Der 19-Zöller ist der Kompromiss aus Handlichkeit und Schluckvermögen: Er läuft ruhiger über Querfugen und Feldwege als ein reines 17-Zoll-Straßenrad, bleibt aber deutlich handlicher und straßentauglicher als die großen 21-Zoll-Speichenräder der schweren, geländebetonten Adventure-Klasse. Wer eine solche große Reise-Enduro fährt, findet den passenden Reifensatz in unserem Guide zu [120/70 R19 und 170/60 R17](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-120-70-r19-170-60-r17).

Welche Reifengrößen für Ihre Maschine zugelassen sind, steht verbindlich in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 – die Modellliste oben dient nur der Orientierung und ersetzt diesen Blick nicht. Gerade bei Baureihen, die über die Jahre zwischen Guss- und Speichenrad gewechselt haben, unterscheiden sich einzelne Baujahre voneinander.

## Der passende Hinterreifen: 35 Profile gibt es als Satz

Zu einem 110/80 R19 vorn gehört an den genannten Maschinen fast immer ein 150/70 R17 hinten – welche Hinterreifen dort in Frage kommen, haben wir in einem [eigenen Ratgeber zur Hinterreifengröße 150/70 R17](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-150-70-r17) aufgeschrieben. Weil Front und Heck aus derselben Profilfamilie stammen sollten, haben wir auch diese Dimension vollständig ausgezählt – 70 Ausführungen von elf Marken, ebenfalls mit aufgehender Summenprobe – und beide Listen gegeneinandergelegt.

**Das Ergebnis: 35 der 45 Frontprofile haben einen namensgleichen Partner in 150/70 R17.** Für die große Mehrheit der Kandidaten bekommen Sie also ohne Umweg einen sauberen Satz. Bei den Satzpreisen reicht die Spanne von 179,87 Euro (CST Ride Ambro CM-A1) bis 352,05 Euro (Dunlop TRX Mission), der Median liegt bei 255,11 Euro.

Zwei Befunde daraus sind beim Kauf besonders nützlich:

- **Der Hinterreifen ist fast immer der teurere.** In 34 von 35 Sätzen kostet das 150/70-R17-Rad mehr als das 110/80-R19-Rad. Die einzige Ausnahme ist der auslaufende [Metzeler Roadtec 01](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/metzeler-roadtec-01-110-80r19-59v-69534), bei dem der Vorderreifen deutlich über dem Hinterreifen liegt – und auch spürbar über dem des Nachfolgers Roadtec 02. Warum bei Metzeler mehrere Roadtec-Generationen gleichzeitig im Regal stehen und was das für den Preis bedeutet, haben wir in einem [eigenen Beitrag zu den Roadtec-Generationen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/metzeler-roadtec-generationen) auseinandergenommen.
- **Ein fehlender Namenspartner heißt nicht immer, dass es keinen gibt.** Zwei Frontprofile führen ihren Partner schlicht unter einem anderen Namen: Zum Bridgestone Battlax Adventurecross AX41F gehört hinten der [AX41R in 150/70 B17](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-battlax-adventurecross-ax41r-150-70b17-69q-93774), zum [Pirelli Scorpion Trail III Front](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/pirelli-scorpion-trail-iii-front-110-80r19-59v-141752) der schlicht [Scorpion Trail III](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/pirelli-scorpion-trail-iii-150-70r17-69v-141759). Wer strikt nach dem identischen Produktnamen sucht, übersieht diese Sätze. Beim Bridgestone-Paar passt dabei auch die Bauart zusammen: Vorn wie hinten handelt es sich um Diagonal-Gürtelreifen, erkennbar am B in 110/80 B19 und 150/70 B17.

Bleiben acht Frontprofile, für die wir derzeit keinen 150/70-R17-Partner im Regal haben – darunter der Continental TKC 80 und der Michelin Anakee Road. Beim TKC 80 hat das einen technischen Grund: Die Hinterreifen dieser Familie laufen in anderen Dimensionen. Continental bietet für genau diesen Fall den [TKC 70 Rocks in 150/70 R17](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-tkc-70-rocks-150-70r17-69s-105134) als offroad-orientiertes Gegenstück an.

Dass unterschiedliche Profile vorn und hinten heikel sind, bleibt davon unberührt. Der ADAC rät in seiner Broschüre ausdrücklich davon ab, vorn und hinten unterschiedliche Reifenfabrikate zu montieren, und nennt genau diesen Fall als Beispiel dafür, dass ein Reifenmodell bei der Hauptuntersuchung trotz passender Spezifikationen beanstandet werden kann ([Quelle: ADAC-Broschüre zu Motorradreifen, Stand 10/2024](https://assets.adac.de/image/upload/v1729600365/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/31763_Vorschriften_Motorradreifen_aosu8l.pdf)). Technisch ist das nachvollziehbar: Front und Heck arbeiten als System, ihre Konturen, Karkassensteifigkeiten und Gummimischungen sind aufeinander abgestimmt. Wer vorn einen straßenbetonten Radialreifen und hinten einen Grobstollen montiert, bekommt im Grenzbereich zwei unterschiedlich reagierende Enden – gerade bei Nässe und in Schräglage ist das kein theoretisches Problem. Was dabei rechtlich erlaubt ist und was nicht, klärt unser Beitrag zum [Mischen von Motorradreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-mischen-vorne-hinten).

## Empfehlenswerte Reifen in 110/80 R19

Die folgenden Vorderreifen decken das gesamte Einsatzspektrum ab – von reiner Straße bis geländetauglich. Alle Preise sind Stand 19. September 2026 und verstehen sich je Reifen:

- **Straße (90/10):** [Michelin Anakee Road](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-anakee-road-110-80r19-59v-141539) für 119,41 Euro – komfort- und laufleistungsstarker Tourenreifen für Vielfahrer, die praktisch nur Asphalt sehen. Einen namensgleichen 150/70-R17-Partner führen wir derzeit nicht.
- **Straße-Touring (85/15):** [Metzeler Tourance Next 2](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/metzeler-tourance-next-2-110-80r19-59v-126939) für 116,27 Euro – langstreckentauglicher Allrounder mit starkem Nassgrip und ruhigem Lauf. Welche Tourance-Generation zu welcher Maschine passt, ordnet unser [Überblick zur Metzeler-Tourance-Familie](https://www.reifentiefpreis.de/blog/metzeler-tourance) ein.
- **Allrounder (80/20):** [Bridgestone Battlax Adventure A41](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-battlax-adventure-a41-110-80r19-59v-86045) ab 106,79 Euro – als Erstausrüstung vieler Reise-Enduros bekannt, ausgewogen zwischen Grip, Haltbarkeit und leichtem Geländeeinsatz. Er steht in drei Ausführungen im Regal, deren Preise sich um gut 17 Prozent unterscheiden – hier lohnt der Blick auf die konkrete Ausführung.
- **Ausgewogen (50/50):** [Michelin Anakee Adventure](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-anakee-adventure-110-80r19-59v-96970) für 122,35 Euro – echtes 50/50-Profil, das auf trockenem Schotter greift und auf der Straße souverän bleibt. Zum Nachfolgemodell haben wir einen [eigenen Überblick zum Anakee Adventure 2](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-anakee-adventure-2).
- **Geländetauglich (40/60):** [Continental TKC 70](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-tkc-70-110-80r19-59v-60739) für 122,96 Euro – offenes Blockprofil für höheren Off-Road-Anteil, weiterhin mit brauchbaren Straßenmanieren.
- **Preis-Tipp:** [CST Ride Ambro CM-A1](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/cst-ride-ambro-cm-a1-110-80r19-59v-110331) für 80,97 Euro – der günstigste Reifen der Größe und zugleich der Einstieg in den günstigsten kompletten Satz.

Wer die Dunlop-Trailmax-Familie im Blick hat, findet die Unterschiede zwischen Meridian, Mixtour, Mission und Raid in unserem [Vergleich der Dunlop-Trailmax-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-trailmax-adventure-reifen). Das komplette Angebot inklusive aller Bauarten sehen Sie auf der Größenseite [110/80 R19](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/110-80-r19), die passenden Hinterreifen unter [150/70 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/150-70-r17) und das gesamte Sortiment in der Kategorie [Enduro- und Adventure-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/enduro).

## Freigabe, Service-Information und was in den Papieren steht

Ein Punkt, der in vielen älteren Ratgebern noch falsch steht: Die klassische **Reifenfabrikatsbindung** ist für serienmäßige Motorräder mit EG-Typgenehmigung entfallen. Auf ihnen dürfen laut der Verlautbarung des Verkehrsministeriums alle passenden, bauartgenehmigten Motorradreifen gefahren werden, sofern die Maschine im Serienzustand ist und Dimension, Last- sowie Geschwindigkeitsindex den Eintragungen entsprechen. Die bisherigen Reifenfreigaben der Hersteller sind dabei zu **Service-Informationen** geworden. Seit dem 1. Januar 2025 gilt diese Regelung unabhängig vom Herstellungsdatum des Reifens ([Quelle: ADAC, Neue Vorschriften zu Motorradreifen, Stand 10/2024](https://assets.adac.de/image/upload/v1729600365/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/31763_Vorschriften_Motorradreifen_aosu8l.pdf)).

Praktisch heißt das für 110/80 R19: Sie sind bei einer serienmäßigen V-Strom oder V85 TT nicht mehr auf eine Handvoll freigegebener Modelle festgelegt, sondern können aus dem gesamten Angebot der Größe wählen – solange Index und Dimension stimmen. Der ADAC empfiehlt trotzdem dringend, nur Reifenmodelle zu montieren, für die passende, testbasierte Service-Informationen der Reifen- oder Fahrzeughersteller vorliegen. Ganz aufgelöst ist die Lage außerdem nicht: Prüforganisationen verweisen darauf, dass Fahrzeughersteller die Verwendungsart von Reifen im Fahrzeughandbuch beschränken dürfen – ein Blick ins Handbuch bleibt also sinnvoll.

Anders sieht es bei Maschinen **ohne EG-Typgenehmigung** aus, etwa bei Young- und Oldtimern mit nationaler Betriebserlaubnis oder bei umgebauten Fahrzeugen. Dort gelten die Erleichterungen nicht in gleicher Weise, und abweichende Reifenspezifikationen können die Betriebserlaubnis gefährden. Welche Punkte bei der Hauptuntersuchung tatsächlich zum Mangel führen, zeigt unser Beitrag [Motorradreifen bei der HU](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-hu-tuev).

Zwei Dinge ändert all das nicht: Motorradreifen tragen **kein EU-Reifenlabel** – woran Sie die Qualität stattdessen festmachen, erläutert unser Ratgeber [warum Motorradreifen kein EU-Label haben](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-ohne-eu-label). Und ein neuer Reifen will behutsam eingefahren und mit dem [richtigen Luftdruck](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorrad-reifendruck) gefahren werden. Wie lange ein Motorradreifen überhaupt in Ordnung bleibt, auch wenn noch Profil vorhanden ist, klärt unser Beitrag zum [Alter von Motorradreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-alter).

## Häufige Fragen

### Ist 110/80 R19 ein Vorder- oder Hinterreifen?
Es ist eine klassische Vorderradgröße von Reise-Enduros mit 19-Zoll-Front. Hinten läuft an denselben Maschinen fast immer ein 150/70 R17.

### Warum steht auf allen Reifen dieser Größe die 59?
Die 59 ist der Lastindex und steht für 243 kg maximale Tragfähigkeit je Reifen. In unserer Vollerhebung trugen alle 53 Ausführungen diesen Wert – in dieser Dimension gibt es schlicht keine Alternative, anders als bei vielen 17-Zoll-Größen.

### Darf ich einen Diagonalreifen montieren, obwohl in den Papieren ein R steht?
Ja. Nach der vom ADAC wiedergegebenen Klarstellung des Verkehrsministeriums darf die Bauart von den Vorgaben in den Papieren abweichen, alle anderen Spezifikationen müssen übereinstimmen. Dimension, Last- und Geschwindigkeitsindex bleiben also verbindlich.

### Worin unterscheidet sich 110/80 R19 von 90/90 R21?
110/80 R19 ist die straßenbetonte 19-Zoll-Front der Midsize-Adventures, meist am Gussrad. 90/90 R21 ist die geländebetonte 21-Zoll-Front der schweren, offroad-orientierten Reise-Enduros, meist am Speichenrad – handlicher auf losem Untergrund, weniger präzise auf der Straße.

Den passenden Vorderreifen für Ihre Reise-Enduro finden Sie schnell über die Größenseite [110/80 R19](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/110-80-r19) – und mit dem Buchstaben hinter der 59 haben Sie ein Auswahlkriterium, das schneller trägt als jeder Produktname. Bei Fragen zur passenden Kombination hilft Ihnen unser Team gern weiter.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-110-80-r19
