# Motorradreifen in 150/70 R17: Welcher Hinterreifen für Reise-Enduro und Adventure?

Veröffentlicht: 10.06.2026 · Aktualisiert: 19.09.2026 · Kategorie: Motorrad · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Motorradreifen, 150/70 R17, Reise-Enduro, Adventure, Hinterreifen, Kaufberatung

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/motorradreifen-150-70-r17-adventure.jpg

150/70 R17 ist die klassische Hinterreifengröße mittlerer Reise-Enduros und Adventure-Tourer — und eine der gefragtesten Motorradgrößen überhaupt: In der Nachfrage unseres Shops steht sie unter den zwanzig meistgesuchten Reifengrößen aller Fahrzeugklassen und unter den Motorradgrößen auf Rang sieben. Das Besondere an ihr ist die Bandbreite. Wir haben für diesen Ratgeber **alle 70 lieferbaren Ausführungen** erhoben, die im Shop unter 150/70 R17 geführt werden, und dabei drei Dinge gefunden, die man dem Reifen von außen nicht ansieht: Sie tragen ausnahmslos denselben Lastindex, verteilen sich aber auf **sieben verschiedene Geschwindigkeitsindizes** und auf **vier verschiedene Bauarten**. Genau diese beiden Unterschiede entscheiden darüber, ob ein Reifen an Ihrer Maschine überhaupt zulässig ist.

## Was auf der Flanke steht — und was davon wirklich zählt

Die Zahlen- und Buchstabenfolge beschreibt die Reifengröße Stück für Stück. **150** ist die Reifenbreite in Millimetern, gemessen am aufgepumpten Reifen. **70** ist das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent: Die Flanke ist also rund 70 Prozent von 150 Millimetern und damit etwa **105 Millimeter** hoch. Ein niedrigerer Wert bedeutet eine flachere, sportlichere Flanke mit weniger Federungskomfort. **R** steht für die Bauart Radial, **17** für den Felgendurchmesser in Zoll.

Hinter der Größe folgt die sogenannte Betriebskennung, bei dieser Größe fast immer in der Form *69V* oder *69W*. Die **69** ist der Lastindex und steht für eine maximale Tragfähigkeit von **325 Kilogramm** je Reifen. Und hier beginnt der erste belastbare Befund unserer Erhebung: **Alle 70 lieferbaren Ausführungen tragen den Lastindex 69 — ohne eine einzige Ausnahme.** Wer sich in dieser Größe umsieht, muss sich um die Tragfähigkeit also praktisch keine Gedanken machen; sie ist über elf Marken und 59 verschiedene Profilnamen hinweg identisch. Anders gesagt: Der Lastindex ist bei 150/70 R17 kein Unterscheidungsmerkmal, sondern eine Konstante.

Der Buchstabe dahinter, der Geschwindigkeitsindex, ist das genaue Gegenteil — dazu gleich mehr. Ergänzt wird die Kennung durch weitere Kürzel, die im Alltag oft übersehen werden. **M/C** weist den Reifen ausdrücklich als Motorradreifen aus. **TL** steht für schlauchlos (tubeless), **TT** für einen Schlauchreifen (tube type); das ist bei Reise-Enduros besonders wichtig, weil viele von ihnen Speichenräder fahren und je nach Felgenausführung ein Schlauch nötig ist — welcher Schlauch zu welcher Größe gehört, klärt unser Ratgeber zum [passenden Motorradschlauch](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorrad-schlauch-richtig-waehlen). Ein Pfeil mit dem Hinweis „Rotation“ gibt die vorgeschriebene Laufrichtung vor. Vorder- und Hinterreifen sind zudem unterschiedlich profiliert und aufgebaut und dürfen nicht vertauscht werden.

> **Tipp:** Wie Sie jedes einzelne Zeichen auf der Flanke entschlüsseln — von der DOT-Nummer bis zur Bauteilgenehmigung —, zeigt unser ausführlicher Ratgeber zum [Lesen der Motorradreifen-Größe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-groesse-lesen).

## Eine Größe, vier Schreibweisen: R, ZR, B und der blanke Bindestrich

Wer im Regal nach 150/70 R17 sucht, bekommt vier verschiedene Schreibweisen zu sehen — und sie bedeuten vier verschiedene Bauarten. Die Verteilung über alle 70 lieferbaren Ausführungen sieht so aus:

- **150/70 R17 — 37 Ausführungen.** Der klassische Radialreifen: Die Karkassenlagen verlaufen radial, also quer zur Laufrichtung, darüber liegt ein stabilisierender Gürtel.
- **150/70 ZR17 — 16 Ausführungen.** Ebenfalls radial, zusätzlich für Geschwindigkeiten über 240 km/h freigegeben.
- **150/70-17 — 11 Ausführungen.** Der reine Diagonalreifen (bias): Die Lagen kreuzen sich schräg, die Flanke ist steifer und der Reifen baut mehr Eigendämpfung auf.
- **150/70 B17 — 6 Ausführungen.** Der Gürtel-Diagonalreifen (bias-belted), ein Zwischending aus beiden Welten, das vor allem bei grobstolligen Adventure- und bei Retro-Profilen vorkommt.

Unter dem Strich sind damit **53 der 70 Reifen radial und 17 nicht — jede vierte Ausführung (24,3 Prozent) ist also kein Radialreifen**, obwohl sie in derselben Größenübersicht auftaucht. Das ist kein Schönheitsfehler im Katalog, sondern eine juristisch relevante Unterscheidung, wie der nächste Abschnitt zeigt. Für die Praxis heißt es zunächst: Der Buchstabe zwischen Querschnitt und Zollmaß ist das erste, worauf Sie beim Nachkaufen schauen sollten — noch vor dem Profilnamen.

Preislich, und das hat uns überrascht, macht die Bauart dagegen kaum einen Unterschied. Die Medianpreise liegen bei allen vier Gruppen dicht beieinander, zwischen 136 und 141 Euro; der günstigste Reifen der ganzen Größe ist mit 75,22 Euro ein Diagonalreifen, der teuerste mit 241,72 Euro ein ZR-Radial. **Die Bauart ist also ein technisches und rechtliches Kriterium, kein Preisargument.** Den Preis machen Marke, Generation und Einsatzzweck.

## Sieben Geschwindigkeitsindizes — und was sie über den Reifen verraten

Während der Lastindex konstant ist, streut der Geschwindigkeitsindex über **sieben** Buchstaben. So verteilen sich die 70 Ausführungen: **V (bis 240 km/h) 31-mal, W (bis 270 km/h) 17-mal, H (bis 210 km/h) 10-mal, T (bis 190 km/h) 6-mal, R (bis 170 km/h) 4-mal, Q (bis 160 km/h) und S (bis 180 km/h) je einmal.** Das ist weit mehr Spreizung, als der Blick auf die immer gleiche Größenangabe vermuten lässt — und die Streuung ist alles andere als zufällig.

**Der Index verrät den Reifencharakter zuverlässiger als der Produktname.** Alle 16 Reifen mit der Schreibweise ZR tragen den Index W, und alle 17 W-Reifen stehen ausnahmslos im Straßenregal: Sport-Touring-Profile wie der [Bridgestone Battlax T33](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-battlax-t33), der [Michelin Road 6](https://www.reifentiefpreis.de/blog/michelin-road-6) oder der [Dunlop Roadsmart IV](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-roadsmart-iv). Am anderen Ende ist es genauso eindeutig: Von den zwölf Reifen mit Q, R, S oder T sind elf im Enduro-Regal einsortiert — durchweg grobstollige oder geländebetonte Profile wie der [Heidenau K 60 Scout](https://www.reifentiefpreis.de/blog/k60-scout-oder-tkc-80) oder die Trailmax-Familie von [Dunlop](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-trailmax-adventure-reifen). Die einzige Ausnahme ist der Pirelli Scorpion Rally mit Index R, der im Shop unter Straße geführt wird, technisch aber ebenfalls ein grober Rallye-Reifen ist.

Dazwischen liegt mit 31 Ausführungen das große Feld der V-Reifen, und das ist genau die Gruppe, in der sich Reise-Enduro-Fahrer bewegen: Tourenprofile wie der [Metzeler Tourance](https://www.reifentiefpreis.de/blog/metzeler-tourance), der [Pirelli Scorpion Trail II](https://www.reifentiefpreis.de/blog/pirelli-scorpion-trail-ii) oder der [Continental ContiTrailAttack 3](https://www.reifentiefpreis.de/blog/continental-trailattack-3). Die Faustregel, die sich daraus ableiten lässt und die auch in anderen Motorradgrößen trägt: **Ein Q, R, S oder T auf der Flanke bedeutet in aller Regel ein offenes Stollenprofil, ein W bedeutet reinen Asphalt, und V ist das Allround-Feld dazwischen.** Wer einen Reifen sucht, ohne die Marketingbezeichnung zu kennen, kommt über den Index schneller zum richtigen Typ als über den Namen.

Ein zweiter Zusammenhang kommt hinzu: **Bauart und Index hängen aneinander.** Keiner der 17 nicht-radialen Reifen kommt über den Index V hinaus, und umgekehrt sind alle 17 W-Reifen radial. Wer also eine hohe Geschwindigkeitsfreigabe braucht, landet zwangsläufig beim Radialreifen — eine Wahl hat man dort nicht.

## Was Ihre Papiere zulassen: 48 Reifen, 43 — oder nur 17

Jetzt wird aus der Statistik eine sehr konkrete Kaufhilfe. Maßgeblich ist die zwischen Bund und Ländern abgestimmte Vorgehensweise zur [Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern](https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/rad-reifenkombination-kraftraeder.html) des Bundesverkehrsministeriums. Sie sagt für ein unverändertes, EU-typgenehmigtes Motorrad im Kern: Sie dürfen ein **anderes Fabrikat** montieren, wenn der Reifen eine Bauteilgenehmigung nach der **UN-Regelung Nr. 75** besitzt, **dieselbe Reifenbauart** und **dieselbe Größenbezeichnung** hat und alle übrigen Parameter — Tragfähigkeitskennzahl und Geschwindigkeitskategorie — **gleich oder höherwertig** sind. Die Betriebserlaubnis erlischt dann nicht. Die früher gefürchtete Reifenfabrikatsbindung ist mit der EU-Typgenehmigung entfallen, weil dort der Reifenfreiraum mit einer Hüllkurve für die größtmöglichen Abmessungen geprüft wird.

Rechnet man diese drei Bedingungen gegen unsere Erhebung, ergibt sich eine überraschend harte Auslese. Steht in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I **150/70 R17 69V**, dann scheiden alle Reifen mit einem niedrigeren Index aus — das sind 22 der 70. Es bleiben **48 Reifen**. Verlangen die Papiere zusätzlich die Bauart Radial, fallen die nicht-radialen Ausführungen ebenfalls weg, und es bleiben **43 von 70**. Und ist Ihre Maschine ab Werk mit **69W** eingetragen, kommen überhaupt nur noch **17 Reifen** in Frage — jene siebzehn W-Ausführungen, die wir oben beschrieben haben. Aus siebzig wird so sehr schnell eine überschaubare Auswahl, und zwar bevor Sie über Profil, Marke oder Preis überhaupt nachgedacht haben.

Zwei weitere Punkte aus derselben Quelle sollten Sie kennen. Erstens: Eine abweichende Größe ist nur dann zulässig, wenn sie innerhalb der im COC-Papier beziehungsweise in der Zulassungsbescheinigung Teil I genannten Größen bleibt — also nicht schmaler als die schmalste und nicht breiter als die breiteste freigegebene Größe und mit einem Abrollumfang im selben Korridor. Alles darüber hinaus lässt die Betriebserlaubnis nach § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO erlöschen, solange kein Nachweis nach § 19 Abs. 3 StVZO vorliegt. Zweitens, und das wird regelmäßig falsch verstanden: **Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Reifenherstellers ist ausdrücklich kein solcher Nachweis.** Die Regelung gilt für alle Reifen, die nach dem 31.12.2019 hergestellt wurden, und seit dem 01.01.2025 für alle Reifen unabhängig vom Herstellungsdatum; maßgeblich ist die DOT-Kennzeichnung auf der Flanke. Wie die Prüfstelle das bei der Hauptuntersuchung beurteilt, lesen Sie im Beitrag zu [Motorradreifen bei HU und TÜV](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-hu-tuev).

## Welche Motorräder wirklich 150/70 R17 fahren

Für diesen Abschnitt haben wir die Fahrzeugdaten unseres [Motorrad-Reifenkonfigurators](https://www.reifentiefpreis.de/motorradreifen) abgefragt, statt uns auf Hubraumklassen zu verlassen — mit einem Ergebnis, das ein verbreitetes Missverständnis ausräumt. 150/70 R17 sitzt nämlich **nicht** auf jeder Mittelklasse-Reiseenduro.

Belegt ist die Größe unter anderem an der [BMW F 800 GS](https://www.reifentiefpreis.de/motorradreifen/bmw/f-800-gs-270) und der F 750 GS, an der [Suzuki V-Strom 650](https://www.reifentiefpreis.de/motorradreifen/suzuki/dl-650-v-strom-gussraeder-1410) samt XT-Variante, an der [Triumph Tiger 800](https://www.reifentiefpreis.de/motorradreifen/triumph/tiger-800-1495) in ihren verschiedenen Ausführungen sowie an der [Moto Guzzi V85 TT](https://www.reifentiefpreis.de/motorradreifen/moto-guzzi/v85-tt-3861). Auch die geländebetonten Adventure-Varianten — BMW F 800 GS Adventure und F 850 GS Adventure, Suzuki V-Strom 800 DE, Triumph Tiger 800 XC — fahren hinten 150/70 R17.

Nicht dazu gehören dagegen drei Maschinen, die man intuitiv dazuzählen würde: Die **BMW F 650 GS (Zweizylinder) und die F 700 GS** sind hinten mit **140/80-17** eingetragen, die **Honda XL 700 V Transalp** mit **130/80 R17**, und die aktuelle **Honda XL 750 Transalp** fährt **150/70 R18** — dieselben Zahlen, aber ein Zoll mehr Felgendurchmesser. Genau solche Fast-Treffer sind die häufigste Verwechslung bei dieser Größe. Prüfen Sie deshalb immer die Zulassungsbescheinigung Teil I und die Flanke des montierten Reifens, bevor Sie bestellen — oder lassen Sie sich die freigegebenen Größen direkt für Ihr Modell anzeigen. Zur benachbarten Größe finden Sie einen eigenen Ratgeber zu [Motorradreifen in 130/80 R17](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-130-80-r17).

## Vorne 19 oder 21 Zoll — und warum der Hinterreifen fast immer der teurere ist

Die Maschinen mit 150/70 R17 zerfallen vorne in zwei Lager. Die straßenbetonten Varianten mit Gussrädern tragen meist **110/80 R19**, die geländebetonten Adventure-Ausführungen mit Speichenrad **90/90 R21**. Das ist kein Detail, sondern die eigentliche Charakterentscheidung: Das größere Vorderrad rollt besser über grobes Geläuf, das kleinere lenkt williger auf Asphalt. Beide Vorderradgrößen haben bei uns einen eigenen Ratgeber — zu [Motorradreifen in 110/80 R19](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-110-80-r19) und zu [Motorradreifen in 90/90 R21](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-90-90-r21).

Weil viele Fahrer ohnehin beide Reifen zusammen wechseln, haben wir die drei Größen gegeneinander gerechnet und jedes Profil gesucht, das es in Vorder- und Hinterradgröße gibt. Ergebnis: **61 namensgleiche Paarungen** — 36 mit 110/80 R19, 25 mit 90/90 R21. Und in **59 dieser 61 Sätze ist der Hinterreifen der teurere**, oft deutlich. Das ist plausibel, denn der Hinterreifen ist breiter, trägt mehr Last und überträgt die Antriebskraft; als Regel ist es trotzdem bemerkenswert stabil. Die beiden Ausnahmen sind der Metzeler Roadtec 01 und der Metzeler Karoo Extreme, bei denen jeweils der Vorderreifen höher notiert.

Für die Budgetplanung sind vor allem die Satzpreise interessant. Mit einem 19-Zoll-Vorderrad kostet der günstigste namensgleiche Satz **179,87 Euro**, der teuerste **352,05 Euro**, der Median liegt bei **255,66 Euro**. Mit dem 21-Zoll-Vorderrad reicht die Spanne von **203,39** bis **381,89 Euro** bei einem Median von **252,50 Euro**. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Satz liegt also jeweils rund das Doppelte — ohne Montage, Auswuchten und Altreifenentsorgung, die noch dazukommen und die wir unter [Motorradreifen wechseln lassen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-wechseln-kosten) aufschlüsseln. Ob Sie vorn und hinten überhaupt mischen dürfen, klärt der Ratgeber zur [gemischten Bereifung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-mischen-vorne-hinten): Als Faustregel gehören Reifen derselben Serie zusammen, und Radial- und Diagonalreifen lassen sich nicht beliebig kombinieren.

## Welcher Reifentyp zu Ihrem Fahrstil passt

Weil 150/70 R17 vom reinen Asphalt-Tourer bis zum Grobstollen alles abdeckt, ist die Wahl des Reifentyps hier wichtiger als bei fast jeder anderen Größe. Orientieren Sie sich nicht am Abenteuer-Look, sondern am tatsächlichen Straßen- und Geländeanteil Ihrer Touren:

- **100/0 — reine Straße.** Sport-Touring-Profile mit vollflächigem Straßenmuster, in unserer Erhebung fast durchgängig als ZR mit Index W ausgewiesen. Höchste Laufleistung, bester Nassgrip, ruhiges Abrollen — aber ohne jeden Geländeanspruch. Ein direkter Vergleich der Gattung steht im Beitrag zu [Sport-Touring-Reifen im Vergleich](https://www.reifentiefpreis.de/blog/sport-touring-reifen-vergleich).
- **90/10 bis 80/20 — überwiegend Straße.** Tourenreifen mit dezentem Blockprofil und langer Laufleistung, typischerweise Index V. Der Allrounder für Reisefahrer, die gelegentlich auf einen Schotterweg abbiegen.
- **50/50 — Straße und Gelände.** Grobstollige Adventure-Profile mit offenem Stollenbild für Schotter und leichtes Gelände, meist Index Q bis T. Auf der Straße spürbar lauter, unruhiger und deutlich schneller verschlissen.

Je gröber das Profil, desto besser im Gelände — und desto kürzer die Laufleistung. Was viele überschätzen: **Der Geländeanteil kostet beim Kauf praktisch nichts.** In unserer Erhebung liegt der Medianpreis der 30 Enduro-Profile bei 142,05 Euro und der der 40 Straßenprofile bei 135,98 Euro; der Unterschied von gut sechs Euro verschwindet neben der Gesamtspanne von 75,22 bis 241,72 Euro, also dem Faktor 3,2 zwischen billigstem und teuerstem Reifen dieser einen Größe. Teuer macht einen Reifen nicht sein Einsatzzweck, sondern die Marke und die Generation. Wie Sie zwischen Asphalt- und Geländeanteil sauber abwägen, vertieft unser Ratgeber zu [Enduro- und Adventure-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/enduro-und-adventure-reifen-strasse-und-gelaende-richtig-abwaegen); warum sich zwei gleich aussehende Profile im Grip unterscheiden, erklärt der Beitrag zur [Gummimischung von Motorradreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-compound-gummimischung).

Drei lieferbare Reifen, die die drei Einsatzprofile gut abbilden und zugleich die drei typischen Indizes zeigen: straßenbetont und reisetauglich der [Metzeler Tourance Next 2 150/70R17 69V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/metzeler-tourance-next-2-150-70r17-69v-126945); grobstollig für Straße und Gelände der [Michelin Anakee Wild 150/70R17 69R](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-anakee-wild-150-70r17-69r-70571); sportlich-tourig für Vielfahrer auf Asphalt der [Bridgestone Battlax T32 150/70ZR17 69W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-battlax-t32-150-70zr17-69w-116524). Das gesamte Sortiment für Reiseenduros bündelt die Shop-Kategorie [Reifen für Enduro und Adventure](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/enduro).

## Warum der Profilname allein nicht reicht

Ein Befund aus der Erhebung verdient einen eigenen Abschnitt, weil er beim Nachbestellen echtes Geld und im schlimmsten Fall die Betriebserlaubnis kostet: **Derselbe Profilname steht in dieser Größe mehrfach für unterschiedliche Reifen.**

Das deutlichste Beispiel ist der **Michelin Road Classic**. Er existiert in 150/70 R17 zweimal — einmal als [150/70 B17 69V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-road-classic-150-70b17-69v-117289) für 138,29 Euro und einmal als [150/70 R17 69H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-road-classic-150-70r17-69h-117292) für 150,84 Euro. Gleicher Name, andere Bauart **und** anderer Geschwindigkeitsindex, wobei ausgerechnet der Gürtel-Diagonalreifen den höheren Index trägt. Wer hier nach Namen bestellt, kann mit dem Radialreifen von 240 auf 210 km/h heruntergestuft werden — und damit unter die Eintragung in den Papieren rutschen.

Noch größer ist der Preisabstand beim **Mitas Touring Force**: Die Ausführung [150/70 R17 69V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/mitas-touring-force-150-70r17-69v-107361) kostet 126,84 Euro, die [150/70 ZR17 69W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/mitas-touring-force-150-70zr17-69w-124906) dagegen 241,72 Euro — ein Aufschlag von rund 91 Prozent für denselben Profilnamen. Ähnlich, wenn auch weniger drastisch, beim Metzeler Tourance Next, den es als 69V und als 69H gibt, mit 20 Euro Unterschied und der niedrigere Index als der teurere Reifen. Die Konsequenz ist einfach: **Vergleichen Sie beim Nachkauf nicht Namen, sondern die vollständige Kennung inklusive Bauart und Index** — und bei Metzeler-Profilen lohnt zusätzlich ein Blick auf die Generation, wie der Überblick über die [Roadtec-Generationen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/metzeler-roadtec-generationen) zeigt.

## Kein EU-Label — worauf Sie stattdessen achten

Bei Autoreifen ist der Blick auf das EU-Reifenlabel mit Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch der schnellste Vergleichsweg. Bei Motorradreifen fällt dieser Weg weg: **Keine einzige der 70 Ausführungen in 150/70 R17 trägt ein EU-Label**, denn die europäische Kennzeichnungspflicht erfasst nur Pkw-, Transporter- und Lkw-Reifen. Warum das so ist und was man ersatzweise heranziehen kann, steht im Beitrag zu [Motorradreifen ohne EU-Label](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-ohne-eu-label); was das Label bei Autoreifen im Einzelnen aussagt, erklärt unsere Infoseite zum [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel).

An seine Stelle treten drei Dinge, die Sie selbst prüfen können. Das **Reifenalter**: Die vierstellige DOT-Nummer nennt Produktionswoche und -jahr, und weil Motorradreifen stark beansprucht werden, sollte der montierte Reifen möglichst frisch sein — Details dazu im Ratgeber zum [Alter von Motorradreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-alter) und auf unserer Infoseite zum [Reifenalter](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenalter). Der **Luftdruck**: Er ist beim Motorrad der wirksamste Einzelhebel für Verschleiß, Handling und Sicherheit und gehört bei Gepäck oder Sozius erhöht, wie wir unter [Reifendruck am Motorrad](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorrad-reifendruck) beschreiben. Und die **Restprofiltiefe**: Wann ein Hinterreifen fällig ist und woran Sie ungleichmäßigen Verschleiß erkennen, zeigt der Beitrag zu [Verschleiß und Wechselzeitpunkt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-verschleiss-wechseln).

**Unterm Strich:** 150/70 R17 ist eine echte Allrounder-Größe, hinter der sich vom komfortablen Straßen-Tourenreifen bis zum grobstolligen 50/50-Modell eine große Bandbreite verbirgt. Der Lastindex ist über alle 70 lieferbaren Ausführungen identisch, alles andere nicht: vier Bauarten, sieben Geschwindigkeitsindizes und ein Preisverhältnis von gut 3 zu 1. Entscheidend ist, den Reifentyp ehrlich an Ihrem Fahrprofil auszurichten und die Kennung gegen die Eintragung in Ihren Papieren zu halten. Alle lieferbaren Ausführungen finden Sie in der Größenübersicht [150/70 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/150-70-r17); eine grundsätzliche Einordnung gibt der Ratgeber [Motorradreifen richtig wählen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-richtig-waehlen-welcher-reifen-passt-zu-ihrem-fahrstil).

## Häufige Fragen

### Wie viel Gewicht darf ein Reifen mit der Kennung 69 tragen?
Der Lastindex 69 entspricht **325 Kilogramm** je Reifen. In 150/70 R17 tragen alle 70 lieferbaren Ausführungen diesen Wert, eine Abweichung nach unten gibt es also gar nicht. Maßgeblich bleibt trotzdem die Eintragung in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I: Ein niedrigerer Index als dort angegeben ist nicht zulässig, ein höherer unproblematisch.

### Darf ich einen 150/70 B17 montieren, wenn in den Papieren 150/70 R17 steht?
Nein. Der Wechsel von R auf B ist ein Wechsel der **Reifenbauart**, und die abgestimmte Vorgehensweise des Bundesverkehrsministeriums verlangt für den erlaubnisfreien Fabrikatswechsel ausdrücklich dieselbe Bauart. In unserer Erhebung betrifft das immerhin 17 der 70 Ausführungen, die nicht radial sind. Prüfen Sie die Kennung deshalb vor dem Kauf und nicht erst bei der Montage.

### Was kostet ein kompletter Reifensatz für eine Reise-Enduro?
Für ein namensgleiches Paar aus 150/70 R17 hinten und 110/80 R19 vorn liegen die Satzpreise im Shop aktuell zwischen rund 180 und 352 Euro, der Median bei etwa 256 Euro. Mit einem 21-Zoll-Vorderrad in 90/90 R21 reicht die Spanne von etwa 203 bis 382 Euro. Montage, Auswuchten und Altreifenentsorgung kommen jeweils noch hinzu.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-150-70-r17
