# NHS auf der Flanke: 292 Reifen in unserem Sortiment dürfen nicht auf die Straße

Veröffentlicht: 03.09.2026 · Aktualisiert: 09.09.2026 · Kategorie: Recht & Gesetz · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: NHS, Straßenzulassung, Motorradreifen, Wettbewerbsreifen, StVZO

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/nhs-rennslicks-boxengasse.jpg

Es gibt Reifen, die dürfen nie eine öffentliche Straße berühren – und sie stehen völlig legal in jedem Reifenshop, auch in unserem. Zu erkennen sind sie an drei Buchstaben, die genau dort stehen, wo bei einem normalen Reifen die Betriebskennung steht: NHS. Wer sie überliest, montiert im schlimmsten Fall einen Rennstrecken-Slick an ein Motorrad, mit dem er anschließend zur Arbeit fährt. Wir haben unser eigenes Sortiment durchgezählt und uns angesehen, wie groß das Risiko wirklich ist, wo diese Reifen auftauchen und was das Gesetz dazu sagt.

## Drei Buchstaben, die den Reifen von der Straße nehmen

NHS steht für „Not for Highway Service“ – sinngemäß: nicht für den Betrieb auf der Straße. Michelin formuliert es in seinem Reifenlexikon unmissverständlich: „Wettkampfreifen tragen in der Regel die Abkürzung NHS (Not for Highway Service). Dies bedeutet, dass diese Reifen nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind.“ ([Quelle: Michelin, Motorrad-Reifengrößen ablesen](https://www.michelin.de/motorbike/tipps-motorrad/grundlagen-zu-reifen/motorrad-reifen-grosse))

Das Tückische an der Kennung ist ihre Position. Ein straßenzugelassener Motorradreifen endet mit seiner Betriebskennung – etwa 120/70 ZR17 **58W**, wobei die 58 für die Tragfähigkeit und das W für die zulässige Höchstgeschwindigkeit steht. Bei einem NHS-Reifen steht an dieser Stelle schlicht **NHS**. Das ist kein Zusatz, den man neben der Betriebskennung findet, sondern ihr Ersatz: Ein Reifen ohne Straßenzulassung hat keine zugelassene Höchstgeschwindigkeit, die man angeben könnte, also wird auch keine angegeben.

Genau deshalb rutscht die Kennung durch. Wer eine Produktliste überfliegt, sucht nach Marke, Profilname und Größe – und liest die drei Buchstaben am Ende als eine der vielen Abkürzungen, die auf einer Reifenflanke ohnehin herumstehen, irgendwo zwischen TL, TT und M/C. Dass ausgerechnet dieses Kürzel über die Straßentauglichkeit entscheidet, sieht man ihm nicht an. Der ADAC weist in seiner Information zur Kennzeichnung von Motorradreifen darauf hin, dass Motorradreifen seit Oktober 1998 nach der UNECE-Regelung Nr. 75 genormt sind und dass mit ihrer Einführung die vollständige Betriebskennung eingeführt wurde ([Quelle: ADAC, Kennzeichnung von Motorradreifen, PDF](https://assets.adac.de/image/upload/v1729600362/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/31470_Kennzeichnung_Motorradreifen_nyp07n.pdf)). Fehlt sie, fehlt sie aus einem Grund.

## 292 Reifen im Sortiment tragen die Kennung – und kein einziger davon ist ein Pkw-Reifen

Wir haben am 3. September 2026 unser komplettes lieferbares Sortiment nach der Kennung durchsucht. Das Ergebnis: **292 lieferbare Artikel** tragen NHS in der Bezeichnung. Die Verteilung ist eindeutig und für die Praxis die wichtigste Information des ganzen Beitrags.

- **Motorradreifen: 271** – davon 141 in der Rubrik Straße, 125 in Enduro/Cross und 5 bei Mofa, Moped und Roller.
- **Offroad-Reifen: 21** – davon 16 bei Quad/ATV und 5 bei den Offroad-Sommerreifen.
- **Pkw, Van/Transporter, Lkw und Sonstige: jeweils 0.**

Diese letzte Zeile ist die eigentliche Entwarnung für die meisten Leser. Wer Reifen für ein Auto, einen Transporter oder ein Wohnmobil sucht, kann in unserem Sortiment gar keinen NHS-Reifen erwischen – es gibt dort schlicht keinen. Das Thema betrifft ausschließlich Zweiräder und Geländefahrzeuge.

Nach Marken verteilen sich die 292 Artikel so (die Zahlen addieren sich exakt auf die Gesamtsumme): **Pirelli 87 · Kenda 34 · Maxxis 32 · Metzeler 28 · Bridgestone 26 · Dunlop 25 · Michelin 17 · Duro 9 · Mitas 9 · Continental 7 · CST 5 · BFGoodrich 5 · Mefo 4 · Heidenau 3 · Cheng Shin 1.** Bemerkenswert daran ist, dass die Liste von Premiumherstellern angeführt wird. NHS ist kein Billigmerkmal und kein Zeichen für schlechte Qualität – im Gegenteil: Ein Rennstrecken-Slick von Pirelli oder Metzeler ist ein hochspezialisiertes Produkt. Er ist nur eben für einen anderen Zweck gebaut.

> **Einordnung dieser Zahlen:** Sie beschreiben unser lieferbares Sortiment am Stichtag 3. September 2026, nicht den deutschen Reifenmarkt. Ein anderer Händler hat andere Zahlen, und morgen können es bei uns ein paar mehr oder weniger sein.

## In der meistgefragten Motorradgröße ist es gut jeder achte Reifen

Eine Gesamtzahl sagt wenig darüber aus, wie oft man diesen Reifen tatsächlich vor der Nase hat. Deshalb haben wir gegengeprüft, wie stark sich die NHS-Reifen in einzelnen Größen ballen – und dabei zeigt sich ein deutliches Gefälle.

**120/70 R17: 176 lieferbare Reifen, davon 23 mit NHS.** Das sind rund 13 Prozent, also gut jeder achte Treffer. Und diese Größe ist kein Sonderfall: Nach den Nachfragedaten unseres Shops ist 120/70 R17 die **meistgefragte Reifengröße überhaupt** – vor allen Pkw-Größen. Ausgerechnet dort, wo am meisten gesucht wird, ist die Trefferliste am stärksten gemischt.

Zum Vergleich die übrigen geprüften Größen: **180/55 R17** 117 Reifen, davon 3 mit NHS · **190/55 R17** 95 Reifen, davon 5 · **160/60 R17** 81 Reifen, davon 5 · **110/70 R17** 70 Reifen, davon 2 · **150/70 R17** 69 Reifen, davon 0. Die Häufung in 120/70 R17 hat einen einfachen Grund: Es ist die klassische Vorderradgröße sportlicher Motorräder, und genau dort bieten die Hersteller neben den Straßenreifen auch ihre Renn- und Trackday-Produkte an.

Eine Beobachtung entschärft das Bild allerdings ein Stück weit, und sie gehört der Ehrlichkeit halber dazu: Wer nach Preis aufsteigend sortiert, stößt nicht zuerst auf die Wettbewerbsreifen. Unter den 24 günstigsten lieferbaren Reifen in 120/70 R17 (64,21 € bis 87,71 €) war am Stichtag **kein einziger NHS-Reifen**. Die Slicks liegen preislich weiter oben – über das gesamte NHS-Sortiment hinweg lag der Median der von uns erfassten Preise bei rund 124 €, die Spanne reichte von 24,70 € bis 403,53 € (diese Preisangaben stammen aus einer Teilerhebung von 164 der 292 Artikel, weil die Trefferlisten begrenzt sind; die Stückzahlen oben sind dagegen vollständig). Wer also schlicht das günstigste Angebot nimmt, gerät kaum in die Falle. Riskanter ist der umgekehrte Fall: Wer gezielt nach dem sportlichsten Reifen sucht, landet schnell bei Namen wie „Racetec TD Slick“.

## Woran Sie einen NHS-Reifen vor dem Bestellen erkennen

Die gute Nachricht: Man muss kein Fachmann sein, um die Kennung zu erkennen. Es gibt drei Stellen, an denen sie sichtbar wird, und eine davon genügt.

1. **Die Artikelbezeichnung.** NHS steht bei uns am Ende des Produktnamens, dort, wo sonst die Betriebskennung steht – etwa „Metzeler Racetec TD Slick 120/70R17 NHS“. Wenn hinter der Größe keine Zahl-Buchstaben-Kombination wie 58W oder 54T folgt, sondern NHS, ist die Sache klar.
2. **Das Datenfeld „Last-/Geschwindigkeitsindex“.** In der Übersicht „Auf einen Blick“ auf jeder Artikeldetailseite steht bei einem Straßenreifen dort ein Wert wie 58W. Bei einem NHS-Reifen steht dort **NHS**. Das ist der eindeutigste Test, weil dieses Feld immer gefüllt ist.
3. **Der Produkttext.** Wir schreiben es zusätzlich aus. Beim Pirelli Scorpion MX heißt es im Beschreibungstext „Reiner Wettbewerbsreifen ohne Straßenzulassung (NHS)“, beim Dunlop-Pitbike-Slick „Reiner Renn-Slick ohne Straßenzulassung. Nur für den geschlossenen Rennstreckeneinsatz bei trockener Strecke.“

Ein zusätzlicher Anhaltspunkt ist der Profilname selbst. Begriffe wie *Slick*, *MX*, *Cross*, *TD* (für Track Day), *Racing* oder *GP Racer* sind starke Signale – aber eben nur Signale, keine Garantie: Es gibt straßenzugelassene Reifen mit sportlichen Namen und umgekehrt. Verlassen Sie sich deshalb auf die Betriebskennung, nicht auf den Klang des Namens. Wie Sie eine vollständige Motorradreifen-Bezeichnung Zeichen für Zeichen entziffern, erklärt unser [ausführlicher Ratgeber zum Lesen der Motorradreifen-Größe](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-groesse-lesen).

## Was die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung dazu sagt

Dass ein Slick nicht auf die Straße darf, ist keine Empfehlung des Herstellers, sondern ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz – und zwar aus einer Vorschrift, die überraschend eindeutig ist.

**§ 36 Absatz 3 Satz 3 der StVZO** bestimmt: „Luftreifen an Kraftfahrzeugen und Anhängern müssen am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche mit Profilrillen oder Einschnitten versehen sein.“ Satz 4 ergänzt, dass das Hauptprofil am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen muss; für Fahrräder mit Hilfsmotor, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder genügt 1 mm ([Quelle: § 36 StVZO, gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html)). Ein Slick hat definitionsgemäß kein Profil. Er kann diese Anforderung nicht erfüllen – nicht im Neuzustand und erst recht nicht später. Damit ist der Fall für profillose Reifen abschließend geklärt, ganz ohne Blick auf irgendeine Genehmigung.

Bei profilierten Wettbewerbsreifen – etwa den grobstolligen Motocross-Reifen, die durchaus Profilrillen haben – greift ein anderer Absatz. **§ 36 Absatz 1 Satz 1 StVZO** verlangt: „Maße und Bauart der Reifen von Fahrzeugen müssen den Betriebsbedingungen, besonders der Belastung und der durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs, entsprechen.“ Genau diesen Nachweis kann ein NHS-Reifen nicht führen. Er trägt keine Geschwindigkeitskategorie und keinen Tragfähigkeitsindex – es gibt also keinen Wert, den man der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Motorrads gegenüberstellen könnte. Ein Reifen, der nicht sagt, wie schnell und wie schwer er darf, kann nicht belegen, dass er zum Fahrzeug passt.

Wie bewusst der Gesetzgeber hier vorgegangen ist, zeigt ein Blick auf den übernächsten Absatz. **§ 36 Absatz 5 StVZO** schafft nämlich sehr wohl eine Ausnahme für Spezialreifen – aber nur für zwei genau benannte Gruppen: für Winterreifen im Sinne des Absatzes 4 und für „Geländereifen für den gewerblichen Einsatz mit der Kennzeichnung ‚POR‘“. Liegt deren zulässige Höchstgeschwindigkeit unter der des Fahrzeugs, gilt die Anforderung trotzdem als erfüllt, wenn ein Schild oder eine Anzeige im Blickfeld der Fahrerin oder des Fahrers auf die niedrigere Geschwindigkeit hinweist. Der Gesetzgeber kennt also das Problem „Spezialreifen passt nicht zur Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeit“ und hat dafür einen praktikablen Weg eröffnet. Für NHS-Reifen hat er ihn ausdrücklich nicht eröffnet. Diese Lücke ist kein Versehen, sondern die Systematik: Ein POR- oder Winterreifen hat eine Geschwindigkeitskategorie, sie ist nur niedriger als nötig – ein NHS-Reifen hat überhaupt keine. Wo nichts angegeben ist, kann auch kein Schild etwas ausgleichen.

## Wenn der Reifen trotzdem montiert wird

Wer einen nicht zugelassenen Reifen an ein zugelassenes Fahrzeug montiert, riskiert mehr als ein Verwarnungsgeld. **§ 19 Absatz 2 Satz 2 StVZO** regelt, wann die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erlischt: unter anderem dann, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die „eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist“ ([Quelle: § 19 StVZO, gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__19.html)). Ein profilloser Reifen auf nasser Straße ist der Lehrbuchfall dafür.

Erlischt die Betriebserlaubnis, darf das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen nicht mehr betrieben werden – unabhängig davon, ob jemand den Reifen bemerkt. Bei der nächsten Hauptuntersuchung fällt es ohnehin auf, und bei einer Kontrolle oder nach einem Unfall wird der Reifen zum ersten Punkt, den ein Sachverständiger prüft. Wie sich das im Einzelfall auf Ihren Versicherungsschutz auswirkt, hängt von Ihrem Vertrag und den Umständen ab; das lässt sich pauschal nicht beantworten. Wenn Sie ernsthaft überlegen, einen Wettbewerbsreifen auf der Straße zu fahren, klären Sie das vorher mit Ihrem Versicherer – und nicht danach.

Der praktische Rat ist deshalb schlicht: Trennen Sie die beiden Welten sauber. Ein zweiter Radsatz mit Rennreifen für Trackdays ist eine völlig normale, legale und verbreitete Lösung. Was nicht funktioniert, ist der Kompromiss, mit demselben Satz zur Strecke und wieder nach Hause zu fahren.

## Nicht jeder NHS-Reifen ist ein Rennreifen

Hier lohnt eine Differenzierung, die in vielen Ratgebern untergeht und ohne die man die 292 Artikel falsch versteht. NHS heißt wörtlich „nicht für den Betrieb auf der Schnellstraße“ – und nicht „auf gar keinem Fahrzeug erlaubt“. Die Kennung sagt zunächst nur: Dieser Reifen hat keinen Geschwindigkeitsindex und ist nicht für den Straßenbetrieb vorgesehen.

Das trifft auf sehr unterschiedliche Produkte zu. Ein Rennstrecken-Slick für 190 € und ein Reifen für einen langsamen Gerätewagen für 30 € tragen dieselben drei Buchstaben aus demselben formalen Grund, meinen aber praktisch sehr Verschiedenes. In unserem Sortiment finden sich unter den 292 Artikeln unter anderem reine Motocross-Stollenreifen, Pitbike-Slicks in Rollergrößen, grobstollige Quad- und ATV-Reifen für den Geländeeinsatz sowie Wettbewerbsreifen für Buggys und Side-by-Side-Fahrzeuge. Für viele langsame Arbeits- und Geländefahrzeuge sind solche Reifen die richtige und völlig unproblematische Wahl – dort stellt sich die Frage der Straßenzulassung gar nicht erst.

Wie weit die Spanne reicht, zeigen drei Beispiele aus dem eigenen Regal. Am unteren Ende steht ein kleiner 8-Zoll-Reifen von CST für 29,60 €, den unser Produkttext sinngemäß so einordnet: Die NHS-Kennung schränke den Einsatz auf langsame beziehungsweise dafür zugelassene Fahrzeuge ein, weil der Geschwindigkeitsindex fehlt. In der Mitte liegen die Pitbike-Slicks, etwa ein Dunlop in 120/80-12 für 77,28 €. Am oberen Ende stehen grobstollige Geländereifen wie der BFGoodrich Mud Terrain T/A KM3 in 30x10.00 R15 für 249,62 € – ein Reifen für Side-by-Side-Fahrzeuge, der mit dem Rennsport nichts zu tun hat und trotzdem dieselbe Kennung trägt. Die 125 Enduro- und Crossreifen bilden dabei die größte Einzelgruppe nach den Straßenreifen: Motocross ist der Sport, in dem NHS-Reifen der Normalfall sind, weil dort ohnehin niemand auf öffentlichen Straßen unterwegs ist.

Entscheidend ist also nicht der Reifen allein, sondern die Kombination aus Reifen und Fahrzeug. Bei einem straßenzugelassenen Quad wird die Sache wieder ernst: Dort gilt dieselbe Logik wie beim Motorrad. Was bei Quad und ATV im Detail zu beachten ist – von der Lagenzahl bis zur Zulassung –, behandelt unser [Ratgeber zu Quad- und ATV-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/quad-atv-reifen-ratgeber). Und wer zwischen Straße und Gelände abwägt, findet die Abgrenzung im [Ratgeber zu Enduro- und Adventure-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/enduro-und-adventure-reifen-strasse-und-gelaende-richtig-abwaegen).

## Was Sie stattdessen fahren, wenn es sportlich sein soll

Der Wunsch hinter dem versehentlichen Slick-Kauf ist ja legitim: mehr Grip, mehr Rückmeldung, mehr Schräglagenreserve. Den bekommen Sie auch mit Straßenzulassung – moderne Sportreifen sind auf der Landstraße jedem Slick überlegen, weil sie bei niedrigeren Temperaturen und bei Nässe überhaupt erst funktionieren. Ein Slick braucht Betriebstemperatur, die er im Alltagsverkehr nie erreicht; kalt ist er gefährlicher als jeder Tourenreifen.

In der meistgefragten Größe 120/70 R17 sind das zum Beispiel der [Continental SportAttack 120/70R17 58W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-sportattack-120-70r17-58w-60744), der [Metzeler Sportec M7 RR 120/70ZR17 58W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/metzeler-sportec-m7-rr-120-70zr17-58w-129768) oder – wenn es ein sportlicher Tourenreifen sein darf – der [Michelin Road 6 120/70ZR17 58W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-road-6-120-70zr17-58w-125902). Alle drei tragen die vollständige Betriebskennung 58W und damit alles, was für den Straßenbetrieb nötig ist. Das gesamte Angebot finden Sie bei den [Motorradreifen für die Straße](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/strasse); wer im Gelände unterwegs ist, wird bei den [Enduro- und Crossreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/enduro) fündig, und für Quads gibt es die [Quad- und ATV-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/offroad/quad-atv).

Unser Fazit ist unspektakulär, aber wirksam: Werfen Sie vor dem Bestellen einen Blick auf das Feld „Last-/Geschwindigkeitsindex“. Steht dort eine Zahl mit Buchstabe, ist alles in Ordnung. Stehen dort drei Buchstaben, gehört der Reifen auf die Rennstrecke – und nicht auf Ihre Hausstrecke.

## Häufige Fragen

### Darf ich mit NHS-Reifen zur Rennstrecke und wieder zurückfahren?

Nein. Die Fahrt zur Strecke findet auf öffentlichen Straßen statt, und dort gelten die Anforderungen des § 36 StVZO unverändert. Transportieren Sie das Motorrad oder wechseln Sie die Räder vor Ort – ein zweiter Radsatz ist die übliche Lösung.

### Erkennt man einen NHS-Reifen auch am montierten Rad?

Ja, die Kennung ist auf die Flanke eingeprägt, dort wo sonst die Betriebskennung steht. Bei einem Slick genügt ohnehin der Blick auf die Lauffläche: Fehlen Profilrillen vollständig, ist der Reifen für die Straße ungeeignet.

### Gibt es NHS-Reifen auch für Autos?

In unserem Sortiment nicht – die Auswertung ergab null Treffer bei Pkw-, Transporter- und Lkw-Reifen. Semi-Slicks für den Pkw sind etwas anderes: Sie haben ein Restprofil und tragen eine reguläre Betriebskennung.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/nhs-reifen-strassenzulassung
