# Quad- und ATV-Reifen: Größen, Lagen und Straßenzulassung richtig verstehen

Veröffentlicht: 16.05.2026 · Aktualisiert: 16.09.2026 · Kategorie: SUV & Offroad · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Quad, ATV, Straßenzulassung, Betriebskennung, Reifengröße, Offroad

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Quad- und ATV-Reifen folgen eigenen Regeln: Die Größe steht in Zoll statt in Millimetern, der Luftdruck liegt bei einem Bruchteil dessen, was ein Autoreifen braucht, und ob der Reifen überhaupt auf die Straße darf, hängt an zwei kleinen Zeichen hinter der Größenangabe. Wir haben für diesen Ratgeber das komplette Quad- und ATV-Sortiment unseres Shops ausgezählt — alle 335 lieferbaren Ausführungen, Stück für Stück über die Produktdaten der Artikelseiten. Das Ergebnis räumt mit einigen verbreiteten Annahmen auf und liefert eine Erkennungsregel, mit der Sie einen nicht straßenzugelassenen Reifen schon in der Trefferliste erkennen, lange bevor er auf der Felge sitzt.

## Welche Fahrzeugklasse Ihr Quad hat — und warum das alles andere vorgibt

Quads und ATVs sind europarechtlich Fahrzeuge der Klasse L, geregelt in der [Verordnung (EU) Nr. 168/2013](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32013R0168). Deren Artikel 2 Absatz 1 stellt ausdrücklich klar, dass sie auch für „schwere Gelände-Quads (L7e-B)“ gilt; ausgenommen sind nach Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe d nur Fahrzeuge, die ausschließlich für den sportlichen Wettbewerb bestimmt sind. Welche Unterklasse in Ihren Papieren steht, entscheidet anschließend über fast jede Reifenfrage.

**L6e — leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug:** bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit höchstens 45 km/h, Masse in fahrbereitem Zustand unter 425 kg, höchstens zwei Sitzplätze. Die Unterklasse **L6e-A** heißt im Verordnungstext „leichtes Straßen-Quad“ und ist auf 4.000 W Dauerleistung begrenzt.

**L7e — schweres vierrädriges Kraftfahrzeug:** Masse in fahrbereitem Zustand höchstens 450 kg bei Personenbeförderung, höchstens 600 kg bei Güterbeförderung. **L7e-A** ist das „schwere Straßen-Quad“ mit maximal 15 kW, ausschließlich für Personenbeförderung; die Unter-Unterklasse L7e-A1 hat Lenkstange und Sattelsitze. **L7e-B** ist das „schwere Gelände-Quad“, definiert über eine Bodenfreiheit von mindestens 180 mm. Darunter liegen das klassische **L7e-B1 Gelände-Quad** — höchstens zwei Sattelsitze, Lenkstange, bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit höchstens 90 km/h, Verhältnis Radstand zu Bodenfreiheit höchstens 6 — und der **L7e-B2 Side-by-Side-Buggy** mit bis zu drei nebeneinander angeordneten, nicht sattelförmigen Sitzen und maximal 15 kW.

Merken Sie sich die 90 km/h aus der L7e-B1-Definition: Sie ist gleich zweimal wichtig. Erstens müssen genau diese beiden Klassen, L7e-B1 und L7e-B2, nach Anhang XVI der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 3/2014 ein rundes, weißes **Geschwindigkeitsbegrenzungsschild** von 200 mm Durchmesser mit orangefarbenen Ziffern von mindestens 100 mm Höhe tragen, auf dem die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit steht. Zweitens ist sie die Messlatte für das Geschwindigkeitssymbol des Reifens — und daran scheitern, wie Sie gleich sehen, mehr Reifen als erwartet.

## Die Größe an der Flanke: Zoll-Format, metrisches Format, und was im Regal wirklich steht

Das **Zoll-Format** ist bei Quad- und ATV-Reifen der Normalfall. Es liest sich als Außendurchmesser mal Breite minus Felgendurchmesser, alle drei Werte in Zoll: „25x8-12“ bedeutet rund 25 Zoll Außendurchmesser, 8 Zoll Breite, 12-Zoll-Felge. Steht zwischen Breite und Felgenmaß ein **R** wie in „27x11.00R12“, ist es ein Radialreifen, ein einfacher Bindestrich steht für Diagonalbauweise. Das **metrische Format** funktioniert wie beim Auto: „145/70-6“ heißt 145 mm Breite, Flankenhöhe 70 Prozent davon, 6-Zoll-Felge. Die vollständige Systematik beider Schreibweisen steht in unserem Grundlagenbeitrag [Reifengröße ablesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten); wie Zollgrößen bei Geländewagen aussehen, zeigt der Beitrag zur [Kennzeichnung von Geländereifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/gelaendereifen-kennzeichnung).

Die Auszählung räumt mit dem Bild zweier gleichberechtigter Systeme auf: **274 der 335 Ausführungen tragen ausschließlich das Zoll-Format**, weitere 55 nennen beide Schreibweisen nebeneinander — und ganze **sechs** kommen nur metrisch daher, durchweg Kleinstgrößen wie 145/70-6. Wer nach einer metrischen Quad-Größe sucht, sucht also im Regal an der falschen Stelle; das Fahrzeug gibt die Schreibweise vor, nicht der Katalog. Bei den Mofa- und Mopedreifen ist das Verhältnis übrigens genau umgekehrt, wie der Beitrag über [Zollgrößen am Zweirad](https://www.reifentiefpreis.de/blog/mopedreifen-zollgroesse-index) zeigt.

Die Felgendurchmesser reichen von 5 bis 15 Zoll, konzentrieren sich aber massiv: **12 Zoll (117 Ausführungen), 14 Zoll (86) und 10 Zoll (74) decken zusammen 277 der 335 Reifen ab** — gut vier von fünf. Die Außendurchmesser liegen zwischen 10 und 35 Zoll, im Mittel bei 25 Zoll. Insgesamt verteilen sich die 335 Reifen auf **127 verschiedene Größen, von denen 59 nur mit einer einzigen Ausführung besetzt sind**. In der Hälfte aller Quad-Größen haben Sie also gar keine Wahl — ein guter Grund, die Größe vor dem Kauf exakt von der Flanke oder aus den Fahrzeugpapieren abzuschreiben, statt auf eine Alternative zu hoffen.

## Betriebskennung: die zwei Zeichen, an denen die Straßenzulassung hängt

Hinter der Größe steht meist eine Kombination wie **28F**, **44N** oder **51N**. Die Zahl ist die Tragfähigkeitskennzahl, der Buchstabe das Symbol für die Geschwindigkeitskategorie. Beides ist keine freiwillige Herstellerangabe, sondern Pflichtaufschrift: Die [UN-Regelung Nr. 75 über Luftreifen für Krafträder und Mopeds](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A42011X0330%2802%29) verlangt in Absatz 3.1.4 das Geschwindigkeitskategorie-Symbol und in Absatz 3.1.5 die Tragfähigkeitskennzahl auf der Seitenwand, dazu Marke, Größenbezeichnung, Bauartkennung, vierstelliges Herstellungsdatum und, falls zutreffend, „TUBELESS“. Wie sich das Datumsfeld lesen lässt, erklärt der Ratgeber zu [Reifenalter und DOT-Nummer](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenalter-dot-nummer), das komplette Zeichenrepertoire der Seitenwand der Beitrag [Reifenflanke entschlüsseln](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenflanke-symbole).

Über alle 335 Ausführungen verteilen sich die Geschwindigkeitssymbole so: **N (140 km/h) 120-mal, M (130) 85-mal, J (100) 51-mal, F (80) 31-mal, L (120) 11-mal, Q (160) 10-mal, K (110) 9-mal, G (90) zweimal und B (50) einmal.** Bei 15 Reifen steht überhaupt keines — dazu gleich mehr. Das Bild vom Quad-Reifen, der grundsätzlich nur für Tempo 80 taugt, stimmt also nicht mehr: **288 der 335 Ausführungen sind für 90 km/h oder mehr freigegeben** und damit für jedes Gelände-Quad schnell genug, das die Verordnung ohnehin bei 90 km/h abriegelt.

Interessanter ist die Gegenrichtung. Anhang XV der [Delegierten Verordnung (EU) Nr. 3/2014](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32014R0003) verlangt in Nummer 4.1, dass jeder Reifen, mit dem das Fahrzeug normalerweise ausgerüstet ist, ein Geschwindigkeitssymbol aufweist, und in Nummer 4.1.1, dass dieses Symbol „mit der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs vereinbar“ sein muss. **32 Ausführungen im Regal liegen darunter: 31 mit F für 80 km/h und eine mit B für 50 km/h.** Sie passen auf ein 45-km/h-Leichtquad der Klasse L6e problemlos, auf ein 90-km/h-Gelände-Quad dagegen nicht. Bei der Tragfähigkeit gibt Nummer 3.1 desselben Anhangs die Untergrenze vor: Ein einzeln montierter Reifen muss mindestens die halbe zulässige Achslast tragen. Die im Sortiment hinterlegten Tragfähigkeiten reichen von 80 bis 580 kg je Reifen, die Kennzahlen von 20 bis 89 bei einem Mittelwert um 50. Wie diese Kennzahlen im Detail zusammenspielen, führt unser Ratgeber zu [Lastindex und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex) aus, und warum ein zu hoher Geschwindigkeitsindex auch bares Geld kostet, zeigt das Beispiel der [Reifenwahl an der 125er](https://www.reifentiefpreis.de/blog/125er-reifen-auswahl).

## NHS: 15 Reifen ohne Straßenzulassung — und wie Sie sie ohne Flankenblick erkennen

Die UN-Regelung Nr. 75 gilt laut Absatz 1.1 für Reifen an Fahrzeugen der Klassen L1 bis L5 und nimmt in Absatz 1.2 zwei Gruppen ausdrücklich aus: Reifen, die ausschließlich abseits der Straße eingesetzt werden und mit den Buchstaben **NHS** für „Not for Highway Service“ gekennzeichnet sind, sowie reine Wettbewerbsreifen. Was außerhalb der Regelung liegt, wird nach ihr auch nicht genehmigt — und trägt folgerichtig keine ihrer Pflichtaufschriften.

Genau das lässt sich im Regal nachmessen, und das Ergebnis ist überraschend sauber: **15 der 335 Quad- und ATV-Reifen führen NHS in der Artikelbezeichnung — und es sind exakt dieselben 15, bei denen weder eine Tragfähigkeitskennzahl noch ein Geschwindigkeitssymbol hinterlegt ist.** Keine Ausnahme in die eine, keine in die andere Richtung. Die fehlende Betriebskennung ist damit kein Datenfehler, sondern das verlässlichste Erkennungsmerkmal, das Sie haben: Wo hinter der Größe kein Zahl-Buchstaben-Paar steht, liegt fast sicher ein Reifen ohne Straßenzulassung im Warenkorb. Verteilt sind die 15 auf Maxxis (6), Duro (4), Kenda (3) und CST (2).

Teuer wird es trotzdem nicht unbedingt woanders: Der **teuerste Reifen der gesamten Rubrik ist mit 313,31 Euro der [Maxxis Roxxzilla ML7 in 35x10.00R15](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/maxxis-roxxzilla-ml7-35x10-00r15-nhs-162901) — ein NHS-Reifen**, also ausdrücklich nichts für die öffentliche Straße. Im Median kosten die NHS-Ausführungen 98,56 Euro und liegen damit sogar leicht unter den 106,29 Euro der übrigen Rubrik. Wer mit solchen Reifen dennoch im Straßenverkehr unterwegs ist, riskiert Bußgeld, das Erlöschen der Betriebserlaubnis und Ärger mit der Versicherung; die Rechtslage dazu haben wir im Überblick [Reifen und Gesetz](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-und-gesetz-welche-vorschriften-in-deutschland-wirklich-gelten) und in der sortimentsweiten Auszählung [NHS auf der Flanke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nhs-reifen-strassenzulassung) ausführlich behandelt — dort stehen auch die Zahlen für Motorrad- und Sonstige-Reifen.

## Der Ausnahmeweg, den kaum jemand kennt

Bleibt die Frage, wie ein Quad-Reifen überhaupt legal ans Fahrzeug kommt, wenn die UN-Regelung Nr. 75 nach ihrem eigenen Wortlaut nur für L1 bis L5 gilt — Quads aber L6e und L7e sind. Die Antwort steht in Anhang XV der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 3/2014, und sie ist elegant: Nummer 1.1 verlangt, dass **alle an Fahrzeugen der Klasse L montierten Reifen einschließlich etwaiger Ersatzreifen nach UN-Regelung Nr. 75 typgenehmigt sind**. Nummer 1.1.1 schlägt dann die Brücke: Reifen, die nach dieser Regelung für Fahrzeuge der Klassen L2e und L5e als geeignet gelten, „gelten auch für die Montage an Fahrzeugen der Klassen L6e und L7e als geeignet“. Über diesen Umweg landet der Dreirad- und Kleinkraftrad-Reifen am Quad. Eine Randausnahme gibt es in Nummer 1.1.2: An L1e-, L2e- und L6e-Fahrzeuge bis 150 kg zulässiger Gesamtmasse dürfen Reifen ohne Typgenehmigung montiert werden, sofern ihre Querschnittsbreite 67 mm nicht übersteigt.

Der eigentlich spannende Absatz ist Nummer 1.2. Er greift, wenn ein Fahrzeug „für Verwendungen ausgelegt“ ist, die mit den Eigenschaften R75-genehmigter Reifen nicht vereinbar sind. Dann entfällt die Pflicht aus Nummer 1.1 — aber nur, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen: Die Reifen sind nach der Richtlinie 92/23/EWG, der Verordnung (EG) Nr. 661/2009 oder der **UN-Regelung Nr. 106** genehmigt, und Genehmigungsbehörde wie technischer Dienst halten sie für die Betriebsbedingungen des Fahrzeugs für geeignet. Art und Begründung der Ausnahme sind im Prüfbericht festzuhalten. Das ist der Grund, warum grobstollige Bereifungen an manchen Arbeitsquads eingetragen sind und an anderen nicht: Diese Entscheidung fällt fahrzeugbezogen im Genehmigungsverfahren, nicht am Regal. Für Sie heißt das praktisch: **Maßgeblich ist immer die Reifenfreigabe in den Fahrzeugpapieren.** Wie streng bei der Hauptuntersuchung hingeschaut wird, beschreibt der Beitrag zur [Prüfung der Bereifung beim TÜV](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-hu-tuev); welche Kennungen die verwandte Regelung UN-R 117 verlangt, erklärt der Beitrag zum [ECE-R117-Code auf der Flanke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ece-r117-2026-reifen-zulassung).

## Bauart, Lagen und die Regel für die gemeinsame Achse

Die Bauart steht nach Absatz 3.1.3 der UN-Regelung Nr. 75 als Buchstabe in der Größe: **D** für Diagonal, **B** für Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse, **R** für Radial. Im Sortiment sind **104 der 335 Ausführungen Radialreifen**, also knapp ein Drittel — mehr, als der Ruf des Quad-Reifens als reinem Diagonalprodukt vermuten lässt. Und die Verteilung ist alles andere als zufällig: Bei den 14-Zoll-Reifen sind **62 von 86 radial**, bei den kleinen Felgen dagegen fast keiner. Wer große Räder fährt, kauft also fast automatisch Radial; wer 7 oder 8 Zoll fährt, bekommt Diagonalbauweise. Ein Beispiel für die B-Bauart ist der [Kenda K399 LoadStar in 195/50B10](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kenda-k399-loadstar-195-50b10-98n-8pr-14), ein Radialreifen etwa der [Duro DI 2037 Frontier in 25x10R12](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/duro-di-2037-frontier-25x10r12-50n-112144).

Die **PR-Zahl** (Ply Rating) beschreibt Robustheit und Tragfähigkeit der Karkasse — 2PR weich und komfortabel, 6PR oder 8PR steif und durchstichfester. Nur: Sie verschwindet. **Ganze 65 der 335 Ausführungen führen überhaupt noch eine PR-Angabe im Namen** (40-mal 4PR, 18-mal 6PR, fünfmal 2PR, zweimal 8PR, einmal 10PR); bei den übrigen 270 ersetzt die moderne Tragfähigkeitskennzahl die alte Lagenzählung vollständig. Als Kaufkriterium taugt PR im Quad-Regal deshalb kaum noch — im Gerätereifen-Regal dagegen sehr wohl, wie der Beitrag [4PR statt 91V bei Rasenmäher und Schubkarre](https://www.reifentiefpreis.de/blog/geraetereifen-rasenmaeher-schubkarre) zeigt.

Wichtig ist dagegen eine Vorschrift, die gern übersehen wird: Anhang XV Nummer 2.1 verlangt, dass **alle normalerweise an ein und derselben Achse montierten Reifen vom gleichen Reifentyp sein müssen**. Vorn andere Reifen als hinten zu fahren, ist also völlig regelkonform — und im Sortiment ausdrücklich vorgesehen: **85 Ausführungen sind als Front- oder Rear-Reifen gekennzeichnet**, sieben davon ausdrücklich für beide Positionen. Ein typisches Paar ist der schmalere Lenkreifen [Maxxis BigHorn M-917 in 26x8.00-14](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/maxxis-bighorn-m-917-205-75-14-26x8-00-14-44n-131429) vorn und der breitere [Maxxis BigHorn M-918 in 26x10.00-14](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/maxxis-bighorn-m-918-255-60-14-26x10-00-14-51n-131434) hinten. Nicht zulässig ist dagegen die Mischung innerhalb einer Achse. Achten Sie außerdem auf Drehrichtungspfeile an der Flanke, wenn das Profil laufrichtungsgebunden ist.

## Profil, Untergrund und der Druck, der am Fahrzeug stehen muss

Das Profil entscheidet über den Untergrund, auf dem der Reifen etwas taugt. **Sport- und Straßenprofile** stehen eng und flach, laufen ruhig auf festem Boden und reinigen sich im Matsch kaum. **All-Terrain-Profile** sind der Kompromiss für Wege, Wiese und leichtes Gelände und für die meisten Freizeit- und Arbeitsquads die vernünftigste Wahl. **Schlammprofile** haben weit auseinanderstehende Stollen, die sich selbst freischleudern. **Sandprofile** arbeiten mit Paddelstegen, die im Dünensand schaufeln statt zu wühlen. **Rasenprofile** sind flach und schonend für gepflegte Flächen; die passenden Formate dafür liegen bei uns in der eigenen Rubrik [Rasenmäherreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/sonstige/rasenmaeher). Wie Hersteller Straßen- und Geländeanteil bei grobstolligen Reifen gewichten, lässt sich gut am Beispiel der [Enduro- und Adventure-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/enduro-und-adventure-reifen-strasse-und-gelaende-richtig-abwaegen) nachvollziehen.

Beim **Luftdruck** sind Quad-Reifen tatsächlich eine eigene Welt: Übliche Werte liegen grob zwischen 0,3 und 0,7 bar, also etwa 5 bis 10 psi. Wo der Sollwert herkommt, regelt Anhang XV Nummer 5 unmissverständlich. Nach Nummer 5.1 muss der Fahrzeughersteller für jeden Reifen den **Druck bei kaltem Reifen für den normalen Alltagseinsatz auf der Straße** empfehlen; mehrere Werte oder ein Bereich sind je nach Ladezustand zulässig, nicht aber Angaben, die nur Verschleiß oder Verbrauch zulasten des Komforts optimieren sollen. Nach Nummer 5.2 müssen diese Werte **am Fahrzeug selbst angebracht** sein, deutlich lesbar, ohne Werkzeug einsehbar und nicht leicht zu entfernen — und nach Nummer 5.3 zusätzlich im Fahrzeughandbuch stehen. Der Sollwert steht also nicht nur im Handbuch, sondern muss auf einem Schild am Fahrzeug zu finden sein.

> **Hinweis:** Der auf der Flanke eingeprägte Druck ist der zulässige Maximaldruck, nicht der Sollwert. Prüfen Sie am kalten Reifen und mit einem fein auflösenden Niederdruck-Manometer — übliche Autoprüfer sind bei 0,4 bar zu ungenau. Zu wenig Druck kann dazu führen, dass der Reifen bei seitlicher Belastung von der Felge springt. Wie weit Sie im Gelände überhaupt heruntergehen dürfen, behandelt unser Beitrag [Luftdruck im Gelände absenken](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifendruck-gelaende-absenken).

## Fünf Marken, ein Konzern: das Quad-Regal in Zahlen

Wer im Autoreifenregal nach Continental, Michelin oder Bridgestone greift, sucht diese Namen beim Quad vergeblich. **Alle 335 lieferbaren Ausführungen verteilen sich auf ganze fünf Marken: Maxxis (135), CST (84), Kenda (81), Duro (32) und Cheng Shin (3).** Und selbst diese fünf sind weniger Wettbewerb, als es aussieht: Maxxis und CST sind beides Marken von [Cheng Shin Rubber aus Taiwan](https://www.cst.com.tw/en/) — zusammen mit den drei unter dem Konzernnamen gelisteten Reifen stellen sie **222 der 335 Ausführungen, also 66,3 Prozent des Regals aus einem einzigen Haus**. Kenda, ebenfalls taiwanisch, steuert weitere 81 bei. Das erklärt auch, warum sich Profilnamen, Größenraster und Bauartlogik in dieser Rubrik so ähneln.

Preislich reicht die Spanne von **32,93 bis 313,31 Euro je Reifen bei einem Median von 105,23 Euro**. Die Einstiegsklasse besetzen Kleinstgrößen wie der [CST C-829 in 145/70-6](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/cst-c-829-145-70-6-4b-131367), dessen Geschwindigkeitssymbol B ihn auf 50 km/h begrenzt, oder der [Kenda K290 Scorpion in 145/70-6](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kenda-k290-scorpion-145-70-6-18f-2pr-2) in metrischer Schreibweise. Nach oben hin dominieren große 14- und 15-Zoll-Radialreifen. Den Gesamtbestand finden Sie in der Rubrik [Quad- und ATV-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/offroad/quad-atv), thematisch verwandte Größen im Bereich [Offroad-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/offroad); Begriffe schlagen Sie im [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.de/wiki) nach.

**Fazit:** Prüfen Sie zuerst die Fahrzeugklasse in den Papieren, denn sie gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit und damit das Mindest-Geschwindigkeitssymbol vor. Übernehmen Sie die Größe exakt — in mehr als der Hälfte der Quad-Größen gibt es ohnehin nur eine Ausführung. Und achten Sie auf die Betriebskennung hinter der Größe: Fehlt sie, haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen NHS-Reifen vor sich, der auf keine öffentliche Straße gehört. Alles Weitere — Profil, Bauart, Lagen — ist danach eine Frage des Einsatzzwecks.

## Häufige Fragen

### Woran erkenne ich im Shop, ob ein Quad-Reifen auf die Straße darf?

Am zuverlässigsten an der Betriebskennung hinter der Größe, also an einer Kombination wie 44N oder 51N. In unserem Quad-Sortiment tragen ausschließlich jene 15 Ausführungen keine solche Kennung, die zugleich NHS heißen. Ob der Reifen dann auch an Ihr konkretes Fahrzeug darf, entscheidet die Freigabe in den Fahrzeugpapieren.

### Darf ich vorn und hinten unterschiedliche Reifen fahren?

Ja, solange die Reifen auf ein und derselben Achse vom gleichen Typ sind — so verlangt es Anhang XV Nummer 2.1 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 3/2014. Viele Quads sind ab Werk vorn mit schmaleren Lenkreifen und hinten mit breiteren Traktionsreifen bestückt; 85 Ausführungen im Sortiment sind entsprechend als Front- oder Rear-Reifen ausgewiesen.

### Reicht ein Reifen mit F für 80 km/h an einem Gelände-Quad?

Meist nicht. Ein Gelände-Quad der Klasse L7e-B1 darf bauartbedingt bis zu 90 km/h laufen, und das Geschwindigkeitssymbol muss damit vereinbar sein. Von den 335 Ausführungen liegen 32 darunter — 31 mit F und eine mit B. An einem 45-km/h-Leichtquad der Klasse L6e sind sie dagegen unproblematisch. Bei Winterreifen am Pkw gibt es zu dieser Regel eine [Ausnahme mit Schildpflicht](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifen-geschwindigkeitsindex-ausnahme).


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/quad-atv-reifen-ratgeber
