# 215/60 R16: zwei ADAC-Tests in einer Größe – und 23 der 35 Testreifen gibt es noch

Veröffentlicht: 12.05.2026 · Aktualisiert: 28.08.2026 · Kategorie: Kaufberatung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: 215/60 R16, Reifengröße, Kaufberatung, ADAC-Reifentest, Lastindex, Winterreifen

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/reifen-215-60-r16.jpg

Für die allermeisten Reifengrößen gibt es keinen unabhängigen Test — der ADAC prüft pro Jahr eine Handvoll Dimensionen, und die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet Ihre dabei ist, ist gering. Warum das so ist, haben wir an anderer Stelle nachgezählt: [wie oft es für eine Reifengröße überhaupt einen Test gibt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifentests-nach-groesse). **215/60 R16 ist eine der Ausnahmen — und zwar eine doppelte.** Der ADAC hat diese Dimension 2022 gleich zweimal auf den Prüfstand gestellt: einmal als Sommerreifen in der Kennung 99V, einmal als Winterreifen in der Geschwindigkeitsklasse H. Zusammen sind das **35 geprüfte Modelle in genau der Größe, die Sie kaufen wollen**.

Vier Jahre später ist das kein Archivmaterial, sondern eine erstaunlich brauchbare Einkaufsliste: **23 dieser 35 Reifen stehen bei uns unter genau ihrem Testnamen noch im Regal.** Damit dieser Ratgeber nicht bei den Testnoten stehen bleibt, haben wir zusätzlich das komplette lieferbare Angebot in 215/60 R16 erfasst — **414 Ausführungen von 73 Marken, Stand 28. August 2026** — und beides gegeneinander gehalten. Heraus kam neben der Kaufhilfe ein Befund, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Bei Winter- und Ganzjahresreifen ist die Wahl zwischen den Tragfähigkeiten 95 und 99 praktisch verschwunden.

## Zwei ADAC-Tests in einer Größe – und für welche Autos sie gemacht sind

215/60 R16 ist eine klassische Komfortdimension: viel Flanke auf einer vergleichsweise kleinen 16-Zoll-Felge. Was die einzelnen Angaben bedeuten — 215 mm Breite, 60 Prozent Höhen-Breiten-Verhältnis, Radialbauweise, 16 Zoll Felgendurchmesser —, zeigt unser [ausführlicher Ratgeber zum Ablesen der Reifengröße](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten). Interessanter ist hier, **wer** damit fährt, denn genau daran hängt, welcher der beiden Tests für Sie der richtige ist.

Der ADAC beschreibt die Zielgruppe in beiden Prüfberichten selbst — und beschreibt sie unterschiedlich. Im Sommertest heißt es, geprüft würden Modelle der beliebten Dimension 215/60 R16 99V für viele Mittelklassefahrzeuge vom Ford Mondeo bis zum VW Passat; die Größe passe außerdem auf kleinere SUVs ([Quelle: ADAC Sommerreifentest 215/60 R16 99V](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/sommerreifen/215-60-r16-99v/)). Im Wintertest desselben Jahres steht dieselbe Größe für SUVs der unteren Mittelklasse vom Audi Q3 bis zum VW T-Roc ([Quelle: ADAC Winterreifentest 215/60 R16 H](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/215-60-r16-h/)). Testfahrzeug war beide Male derselbe Wagen: ein Škoda Karoq.

Diese Doppelrolle — Mittelklasse und Kompakt-SUV in einer Dimension — erklärt viel von dem, was weiter unten im Regal sichtbar wird. Sie erklärt auch, warum Sie beim Kauf zuerst in die eigenen Papiere schauen sollten: Welche Größe **und welche Mindest-Kennung** Ihr Fahrzeug fahren darf, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Felder 15.1/15.2) beziehungsweise in den CoC-Papieren. Die aktuell montierte Ausführung lesen Sie direkt von der Flanke ab. Alle lieferbaren Modelle bündelt unsere Größenseite [215/60 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/215-60-r16).

## Der Sommertest: 18 Reifen, fünf davon gut

Im Sommerreifentest standen **18 Modelle** in 215/60 R16 99V auf dem Programm. Das Ergebnis fiel nach ADAC-Lesart positiv aus: **fünf Reifen „gut", zwölf „befriedigend", einer „ausreichend"** — Durchfaller gab es keinen. Die fünf Ausgewogenen waren der **Continental PremiumContact 6**, der **Michelin Primacy 4**, der **Bridgestone Turanza T005**, der **Dunlop Sport BluResponse** und der **Toyo Proxes Comfort**. Ihr gemeinsames Merkmal ist laut Prüfbericht nicht ein Spitzenwert, sondern das Fehlen einer Schwäche: Sie leisten sich in keinem Hauptkriterium einen Einbruch.

Innerhalb der Spitzengruppe setzen die Modelle trotzdem unterschiedliche Akzente. Auf trockener Fahrbahn überzeugen vor allem Michelin und Bridgestone, im Nassen verbucht der Continental die Bestnoten, und beim Kraftstoffverbrauch wie beim Verschleiß setzt der Michelin den Maßstab. Der Toyo kratzt in allen Hauptkriterien an der Grenze zu „befriedigend" und schafft es trotzdem noch unter die Top fünf — ein Hinweis darauf, wie eng das Feld beieinanderliegt.

Bemerkenswert ist, dass viele der zwölf „befriedigenden" Reifen nur an einem einzigen Kriterium scheitern. Der **Kumho Ecowing ES31** holt sich auf trockener Fahrbahn sogar die **beste Bewertung aller Testreifen** und wird trotzdem abgewertet, weil er im Nassen nicht über „befriedigend" hinauskommt. Ähnlich ergeht es dem **Hankook Ventus Prime 3 K125**. Wer weiß, dass er selten bei Starkregen unterwegs ist, findet in dieser Gruppe also günstigere Reifen mit einem Profil, das zu ihm passt — genau so empfiehlt der ADAC die Detailnoten zu lesen.

Eine Zahl aus diesem Test lohnt sich zu merken, weil sie selten so deutlich ausfällt: Zwischen dem sparsamsten und dem durstigsten Reifen des Feldes lagen bei den realen Verbrauchsfahrten **knapp zehn Prozent Unterschied**. Reifen sind also keine Nebensache in der Verbrauchsrechnung. Wie ein solcher Test überhaupt abläuft und welche Disziplinen dabei gemessen werden, erklären wir in [wie ein Reifen getestet wird](https://www.reifentiefpreis.de/blog/wie-wird-ein-reifen-getestet).

## Der Wintertest: 17 Reifen, vier davon gut

Der Winterreifentest vom **27. September 2022** prüfte **17 Modelle** in 215/60 R16 H. Auch hier ist die Bilanz freundlich: **vier „gut", zwölf „befriedigend", einer „ausreichend"**. Die vier Spitzenreiter waren **Continental WinterContact TS 870**, **Dunlop Winter Sport 5**, **Goodyear UltraGrip Performance+** und **Michelin Alpin 6**.

Die Prüfer beschreiben die Unterschiede innerhalb dieser Vierergruppe ungewöhnlich klar, und diese Beschreibung ist für die Kaufentscheidung nützlicher als die Gesamtnote. Continental und Dunlop haben ihre Stärken auf nasser, verschneiter und eisbedeckter Fahrbahn, während ihre Leistung im Trockenen etwas schwächer ausfällt. Der Goodyear lässt im Trockenen ebenfalls leicht nach, setzt dafür die **Bestmarke auf Schnee**. Der Michelin verzichtet auf den sonst üblichen Spitzenwert beim Verschleiß und punktet stattdessen auf trockener Fahrbahn und auf Eis. Wie stark ein einzelnes Kriterium den Charakter eines Reifens prägt, haben wir an einem der vier Spitzenreiter im Detail aufgeschrieben: [Dunlop Winter Sport 5 im ADAC-Test](https://www.reifentiefpreis.de/blog/dunlop-winter-sport-5).

Zwei Messwerte machen greifbar, was hinter den Noten steckt. Beim Fahrverhalten im Trockenen liegt zwischen der Note **1,8** des Bridgestone Blizzak LM005 und der **3,7** des Schlusslichts Cooper WM-SA2+ nicht nur eine Zahl: Mit dem guten Reifen lässt sich der Testwagen laut ADAC sauber dirigieren und beim Ausweichmanöver stabil um das Hindernis lenken, mit dem schwachen habe man stets das Gefühl, dass das Fahrzeug an der Hinterachse leicht pendelt. Und beim Verschleiß kommt man mit dem besten Reifen des Tests, dem **Sava Eskimo HP2** (Note 1,5), rund **19.000 Kilometer weiter** als mit dem schlechtesten. Das ist über die Haltedauer eines Autos der Unterschied zwischen einem und zwei Reifensätzen.

## Was von den 35 Testreifen heute noch im Regal steht

Ein Test aus 2022 nützt nur, wenn man die Reifen noch kaufen kann. Wir haben deshalb beide Testfelder gegen unser komplettes lieferbares Angebot in dieser Größe geprüft (Stand 28. August 2026). Eine Vorbemerkung dazu: Der ADAC prüfte im Sommer die Ausführung 99V und im Winter die Geschwindigkeitsklasse H — wir nennen deshalb bei jedem Reifen die Kennung mit, damit Sie sie gegen Ihre Papiere halten können. Ergebnis: **23 der 35 Modelle stehen unter exakt ihrem Testnamen noch im Regal** — 13 aus dem Sommer-, 10 aus dem Winterfeld. **Drei weitere gibt es nur noch als Nachfolgegeneration**, und **neun sind in 215/60 R16 verschwunden.**

Aus dem Sommerfeld fehlen ausgerechnet der Testsieger **Continental PremiumContact 6** sowie Barum Bravuris 5HM, Esa+Tecar Spirit Pro und Lassa Competus. Verfügbar sind dagegen die übrigen vier „guten": der [Bridgestone Turanza T005 in 95V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-turanza-t005-215-60-r16-95v-106430) für 106,11 Euro, der [Dunlop Sport Bluresponse in 99V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-sport-bluresponse-215-60-r16-99v-48480) für 108,33 Euro und der [Toyo Proxes Comfort in 99H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/toyo-proxes-comfort-215-60-r16-99h-160242) für 93,04 Euro. Beim Michelin lohnt der genaue Blick: Der getestete **Primacy 4** steht nur noch einmal im Regal — als [Michelin Primacy 4 in 95H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/michelin-primacy-4-215-60-r16-95h-89363) für 113,19 Euro —, während die vier Ausführungen des Nachfolgers Primacy 4+ zwischen 135,83 und 188,96 Euro liegen. Ausnahmsweise ist hier also der geprüfte Vorgänger die günstigere Wahl. Wer den Testbefund „starke Trockennote, Schwäche im Nassen" bewusst mitnehmen will, findet den [Kumho Ecowing ES31 in 95V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kumho-ecowing-es31-215-60-r16-95v-87167) für 76,30 Euro.

Aus dem Winterfeld fehlen Yokohama BluEarth Winter V906, Esa+Tecar Supergrip Pro, Nokian WR Snowproof, Matador MP93 Nordicca und das Schlusslicht Cooper WM-SA2+. Von den vier Testsiegern sind drei unverändert lieferbar, darunter der [Continental WinterContact TS 870 in 99H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-wintercontact-ts-870-215-60-r16-99h-131782) für 125,90 Euro und der [Dunlop Winter Sport 5 in 99H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-winter-sport-5-215-60-r16-99h-98961) für 107,96 Euro; den Goodyear gibt es nur noch als UltraGrip Performance 3, also eine Generation weiter. Aus dem Mittelfeld verdienen zwei eine besondere Erwähnung: der verschleißstärkste Reifen des Tests als [Sava Eskimo HP2 in 99H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/sava-eskimo-hp2-215-60-r16-99h-94931) für 99,24 Euro und der im Trockenen mit 1,8 benotete [Bridgestone Blizzak LM005 in 99H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-blizzak-lm005-215-60-r16-99h-98467) für 154,31 Euro — zu dessen Einordnung gegenüber dem neueren Blizzak 6 haben wir einen [eigenen Vergleich der beiden Bridgestone-Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/bridgestone-blizzak-6-oder-lm005).

## 414 Ausführungen: was das Regal über diese Größe verrät

Die Testfelder zeigen 35 Reifen. Lieferbar sind in 215/60 R16 aber **414 Ausführungen von 315 Modellen und 73 Marken** — die Prüfnoten decken also nur einen kleinen Ausschnitt des Angebots ab, was für praktisch jede Reifengröße gilt. Die Verteilung über die Saisons ist eindeutig: **181 Sommerreifen, 97 Winterreifen und 77 Ganzjahresreifen** im PKW-Regal, dazu 11 Ausführungen aus dem Offroad-Sortiment und **47 Reifen mit C-Kennung** für Transporter.

Preislich ist die Dimension gutmütig. Der **Median liegt bei 92,52 Euro** je Reifen; die günstigsten zehn Prozent beginnen bei rund 53,80 Euro, die teuersten zehn Prozent setzen oberhalb von etwa 140,67 Euro an. Zwischen den Saisons gibt es kaum Unterschiede: Sommerreifen liegen im Median bei 92,28 Euro, Winterreifen bei 87,11 Euro, Ganzjahresreifen bei 89,95 Euro. Nur die C-Ausführungen für Transporter fallen mit einem Median von 121,99 Euro erkennbar heraus.

Auch das EU-Label zeichnet ein klares Bild dieser Größe. Bei der Kraftstoffeffizienz ist **Klasse C mit 231 von 414 Ausführungen die Regel**, nur 13 Reifen erreichen die Bestklasse A. Bei der Nasshaftung sieht es besser aus: **91 Ausführungen tragen ein A, 208 ein B** — zusammen also gut sieben von zehn. Das Rollgeräusch bewegt sich zwischen 67 und 79 Dezibel bei einem Median von 71. Wie viele Meter Bremsweg hinter einer Labelklasse stecken, rechnen wir im Beitrag zur [Nasshaftung auf dem Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-reifenlabel) vor. Das Label ersetzt allerdings keinen Test: Im ADAC-Sommerfeld wurden mehrere Reifen wegen Nässe abgewertet, deren Labelklasse das nicht erkennen ließ.

## 95 oder 99 – die Wahl, die beim Winterreifen fast verschwunden ist

In 215/60 R16 stehen zwei Tragfähigkeiten nebeneinander: **95 trägt maximal 690 Kilogramm je Reifen, 99 maximal 775 Kilogramm** — 85 Kilogramm Unterschied pro Rad, also 340 Kilogramm über den ganzen Satz. Beide Werte stehen auf unseren Produktseiten in der Ausführungswahl, sodass Sie die passende Variante direkt am Modell umschalten können. In Kaufberatungen klingt das nach einer echten Entscheidung. Die Erhebung sagt etwas anderes.

**Beim Sommerreifen gibt es die Wahl noch: 74 der 181 Ausführungen tragen die 95, 106 die 99.** Beim Winterreifen kippt das Verhältnis: Nur noch **14 von 97 Ausführungen — 14,4 Prozent** — stehen auf der 95. Und beim Ganzjahresreifen ist die Standardtragfähigkeit praktisch weg: **4 von 77 Ausführungen, also 5,2 Prozent**. Über alle Saisons hinweg bieten nur **46 von 268 Modellen** beide Kennungen an; 188 Modelle gibt es ausschließlich als 99er.

Praktisch heißt das: Wenn in Ihren Papieren die 95 steht, dürfen Sie nach oben ausweichen. Der ADAC formuliert die Regel eindeutig — der Lastindex des montierten Reifens darf größer sein als die Eintragung, solange der Geschwindigkeitsindex mindestens gleich bleibt ([Quelle: ADAC, Die Kennzeichnung des Pkw-Reifens, PDF](https://res.cloudinary.com/adacde/image/upload/v1571665185/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/Reifenkennzeichnung_1480KB_kkvjs0.pdf)). Nach unten führt kein einfacher Weg: Einen niedrigeren Lastindex sieht der ADAC nur in Einzelfällen vor, in denen der eingetragene Wert deutlich über der Hälfte der maximalen Achslast liegt — beurteilen kann das nur, wer Ihre Papiere vor sich hat, weshalb der ADAC hier ausdrücklich zur Beratung im Reifen-Fachhandel rät. Wo in derselben Dimension zwei Lastindizes nebeneinanderstehen, steckt hinter der höheren Stufe in aller Regel der verstärkte Aufbau, den die Hersteller XL, Reinforced oder Extra Load nennen — und dessen höhere Tragfähigkeit entsteht erst mit dem passenden Fülldruck. Der ADAC nennt dafür eine Faustregel: Für jeden Punkt höherer Lastindex-Kennziffer sei der Fülldruck um 0,1 bar zu erhöhen — von 95 auf 99 wären das 0,4 bar. Das betrifft allerdings nur, wer die höhere Tragfähigkeit tatsächlich ausnutzen will; ansonsten bleibt die Druckvorgabe Ihres Fahrzeugs maßgeblich. Was das für Reifendruck und Abrollkomfort im Alltag bedeutet, steht im Ratgeber zu [verstärkten Reifen mit XL-Kennung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/verstaerkte-reifen-xl).

Kostet der Aufstieg Geld? Erstaunlich wenig. In **39 sauberen Paaren** — gleiches Modell, gleicher Geschwindigkeitsindex, einmal 95 und einmal 99 — beträgt der Medianaufschlag der 99er ganze **1,2 Prozent**; in 14 Paaren ist die stärkere Ausführung sogar günstiger, in vier praktisch preisgleich. Über das ganze Regal gerechnet dreht sich das Bild sogar um: Der Median der 95er liegt bei 101,98 Euro, der der 99er bei 87,04 Euro. Das ist kein Rabatt auf Stabilität, sondern eine Folge des Angebots — das günstige Massenfeld wird fast nur noch als 99er gebaut, im 95er-Restregal bleiben überwiegend Premiummodelle übrig. Dass die Zahl neben der Größe den Preis stärker bewegen kann als der Buchstabe dahinter, haben wir an einer anderen Dimension durchgerechnet: [91V oder 94W – was die Zahl wirklich kostet](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenindex-preisunterschied).

## C-Reifen in 215/60 R16: 47 Ausführungen mit eigenen Regeln

Neben dem PKW-Regal existiert in dieser Dimension ein zweites, kleineres: **47 Ausführungen tragen hinter der Größe ein C** und sind damit für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge gebaut. Ihre Kennungen sehen anders aus als die der PKW-Reifen — **40-mal 103T, dazu dreimal 108T, dreimal 103R und einmal 108R**. Verteilt sind sie über alle Saisons, mit klarem Schwerpunkt beim Ganzjahresreifen (23 Ausführungen) vor Winter (14) und Sommer (10). Ihr Preisniveau liegt spürbar höher: Median 121,99 Euro gegenüber 92,52 Euro im PKW-Regal.

Wenn in Ihren Fahrzeugpapieren eine C-Kennung oder eine entsprechend hohe Tragfähigkeit steht, ist das keine Empfehlung, sondern eine Vorgabe: Ein normaler PKW-Reifen ist dann nicht zulässig. Ein Detail, das leicht übersehen wird: Der ADAC hält in derselben Unterlage fest, dass die Kombination von XL- und C-Reifen auf einem Fahrzeug nicht zulässig ist — wer also von verstärkten PKW-Reifen auf C-Reifen wechselt, braucht dafür eine Bescheinigung über die erforderlichen, höheren Luftdrücke, die es beim Reifenfachhändler gibt. Was die C-Kennung technisch bedeutet und warum auf solchen Reifen manchmal zwei Lastindizes wie 109/107 stehen, erklärt unser Beitrag zu [C-Reifen und doppeltem Lastindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/c-reifen-doppelter-lastindex). Das komplette Angebot für diese Fahrzeuge finden Sie unter [Van- und Transporterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/van-transporter).

Für dieses Segment gibt es übrigens keinen Test, an dem Sie sich orientieren könnten: Die ADAC-Rubrik „Spezielle Reifentests" führt aktuell nur Untersuchungen zu All-Terrain- und Anhängerreifen ([Quelle: ADAC, Spezielle Reifentests](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/spezielle-reifentests/)). Umso wichtiger sind hier Kennung, Label und Herstellerangaben. Und wenn Sie Ihre Größe mit den direkten Nachbarn vergleichen wollen, helfen unsere Kaufberatungen zu [215/65 R16](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-215-65-r16-kaufberatung), [205/60 R16](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-205-60-r16-kaufberatung) und [215/60 R17](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-215-60-r17-kaufberatung) weiter.

## Häufige Fragen

### Brauche ich in 215/60 R16 die Kennung 95 oder 99?

Maßgeblich ist die Eintragung in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I beziehungsweise in den CoC-Papieren. Steht dort 99, dürfen Sie keinen 95er montieren. Steht dort 95, ist der 99er erlaubt, solange der Geschwindigkeitsindex mindestens gleich bleibt — so beschreibt es der ADAC in seiner Unterlage zur Reifenkennzeichnung. Praktisch werden Sie beim Winter- und beim Ganzjahresreifen ohnehin fast nur noch 99er finden: In unserer Erhebung tragen 85,6 Prozent der Winter- und 94,8 Prozent der Ganzjahresausführungen diese Kennung. Für den Reifendruck bleibt in jedem Fall die Vorgabe Ihres Fahrzeugs verbindlich.

### Ist ein Reifentest von 2022 heute noch aussagekräftig?

Für die getesteten Modelle ja, solange sie unverändert gebaut werden — und das trifft in dieser Größe auf 23 von 35 Testreifen zu. Vorsicht ist geboten, wenn ein Hersteller die Generation gewechselt hat: Der Goodyear UltraGrip Performance+ aus dem Wintertest heißt heute Performance 3, und beim Michelin Primacy 4 ist der Nachfolger 4+ auf dem Markt. Ein Nachfolger erbt die Testnote nicht, auch wenn der Name fast gleich klingt. Für alle Modelle, die nach 2022 erschienen sind, sagt dieser Test naturgemäß nichts — dort hilft nur ein aktuellerer Test in einer vergleichbaren Dimension.

### Sind Ganzjahresreifen in 215/60 R16 eine sinnvolle Alternative?

Das Angebot ist mit 77 lieferbaren Ausführungen ordentlich, und preislich liegen Ganzjahresreifen mit einem Median von 89,95 Euro zwischen Sommer- und Winterreifen. Einen ADAC-Test in dieser Größe gibt es für sie allerdings nicht, Sie kaufen also ohne Prüfnote. Ob sich der eine Satz gegenüber zwei Saisonsätzen rechnet, hängt vor allem von Fahrleistung, Region und Einlagerungskosten ab — die Rechnung dazu finden Sie unter [Ganzjahresreifen oder zwei Sätze](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ganzjahresreifen-oder-zwei-saetze), die technischen Unterschiede der drei Reifenarten unter [Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen im Vergleich](https://www.reifentiefpreis.de/blog/sommer-winter-ganzjahresreifen-unterschiede).


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-215-60-r16-kaufberatung
