# Reifen montieren lassen: Ablauf, Kosten – und was die Werkstatt Ihnen schuldet

Veröffentlicht: 20.05.2026 · Aktualisiert: 29.08.2026 · Kategorie: Kaufberatung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Reifenmontage, Reifen aufziehen, Kosten, Auswuchten, RDKS, Online kaufen

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Reifen online zu kaufen spart bares Geld – die Frage ist nur: Wie kommt der neue Reifen anschließend auf die Felge und ans Auto? Das **Aufziehen** eines Reifens ist echte Werkstattarbeit und hat mit dem saisonalen Räderwechsel wenig zu tun. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, was bei der Reifenmontage passiert, womit Sie bei den Kosten rechnen müssen – und was der Betrieb Ihnen rechtlich eigentlich schuldet, wenn hinterher etwas nicht stimmt.

**Reifenmontage, Reifenwechsel, Räderwechsel – die Begriffe kurz erklärt**

Drei Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, meinen aber unterschiedliche Arbeiten:

- **Räderwechsel** (auch Radwechsel): Komplette Räder – der Reifen sitzt also bereits auf der Felge – werden abgeschraubt und gegen einen zweiten Satz getauscht. Das ist der klassische Saisonwechsel mit [Kompletträdern](https://www.reifentiefpreis.de/komplettraeder), und er lässt sich mit etwas Übung selbst erledigen.
- **Reifenmontage** (Reifen aufziehen, oft auch „Reifenwechsel" genannt): Der alte Reifen wird von der Felge **abgezogen** und ein neuer **aufgezogen**. Das ist nötig, wenn Sie lose Reifen ohne Felge kaufen. Dafür braucht es eine Montier- und eine Auswuchtmaschine – also die Werkstatt.

Wenn in diesem Beitrag von „Montage" die Rede ist, meinen wir das Aufziehen neuer Reifen auf die Felge.

## So läuft die Reifenmontage in der Werkstatt ab

Eine fachgerechte Montage besteht aus mehreren Schritten, die meist parallel auf Montier- und Wuchtmaschine ablaufen. Insgesamt sollte der Betrieb einen Satz Reifen samt Auswuchten laut AUTO BILD nach spätestens einer Stunde fertig haben – häufig geht es deutlich schneller. Wenn Sie wissen, was in dieser Stunde passiert, können Sie die Rechnung am Ende auch nachvollziehen.

**Schritt 1: Alten Reifen abdrücken und abziehen**

Zuerst lässt der Monteur die Luft ab und entfernt den Ventileinsatz. Anschließend wird der alte Reifen mit einer Abdrückrolle oder ‑schaufel von der Felgenschulter gelöst und mit der Montiermaschine über den Felgenrand gezogen. Der Wulst eines Reifens sitzt bewusst stramm auf der Felgenschulter – deshalb ist genau dieser Arbeitsschritt derjenige, an dem in der heimischen Garage die meisten Felgen beschädigt werden.

**Schritt 2: Felge prüfen und neuen Reifen aufziehen**

Die Felge wird in die Montiermaschine gespannt, alte Auswuchtgewichte werden entfernt und das Felgenhorn gesäubert. Das ist zugleich der Moment, in dem ein guter Betrieb die Felge in Augenschein nimmt: Risse, Schläge vom Bordstein oder starke Korrosion am Felgenhorn fallen jetzt auf – und nicht erst, wenn der neue Reifen bereits sitzt. Dann streicht der Monteur die Reifenflanken mit Montagepaste ein und legt den neuen Reifen entsprechend seiner Markierung auf die Felge. Wichtig: Laufrichtungsgebundene Reifen (Pfeil „Rotation") und asymmetrische Profile (Aufschrift „Outside") müssen **seitenrichtig** montiert werden – sonst stimmt die Wasserableitung nicht. Wie Sie die [Reifengröße und Kennzeichnungen an der Flanke lesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten), erklären wir in einem eigenen Beitrag.

**Schritt 3: Befüllen mit „Springdruck" und neues Ventil**

Damit der Reifen sauber auf der Felgenschulter sitzt, wird er kurz mit erhöhtem Druck – dem sogenannten Springdruck – befüllt, bis er hörbar einrastet. Dieses laute Knallen gehört dazu und ist kein Grund zur Sorge. Danach setzt der Monteur ein **neues Ventil** und stellt den korrekten [Reifendruck](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifendruck-bei-hitze-und-urlaubsfahrt-so-fahren-sie-sicher-in-die-ferien) nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers ein.

**Schritt 4: Auswuchten**

Jedes Rad kommt auf die Wuchtmaschine. Sie ermittelt die Unwucht, und der Monteur klebt oder klemmt passende Gegengewichte an. Korrektes Auswuchten verhindert Lenkradflattern und [ungleichmäßigen Reifenverschleiß](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenverschleiss-verschleissbild-ursachen) – ein Schritt, den man zu Hause ohne Maschine gar nicht leisten kann. Beim Aufziehen neuer Reifen ist das Wuchten deshalb Pflichtprogramm und im Montagepreis üblicherweise enthalten.

**Schritt 5: Räder ans Auto, Drehmoment und RDKS**

Zum Schluss werden die fertigen Räder über Kreuz mit dem vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen und nach rund 50 Kilometern nachgezogen; welche Werte gelten und wer haftet, wenn dabei etwas schiefgeht, behandeln wir ausführlich im Ratgeber zum Räderwechsel. Welche Schrauben überhaupt an Ihre Felge gehören, hängt an Bundform, Gewinde und Länge – das erklärt unser Beitrag zu [Radschrauben und Radmuttern](https://www.reifentiefpreis.de/blog/radschrauben-radmuttern). Ist ein direktes [Reifendruckkontrollsystem (RDKS)](https://www.reifentiefpreis.de/blog/rdks-direkt-indirekt) verbaut, werden die Sensoren geprüft, gewartet und angelernt.

## Was kostet die Reifenmontage?

Die Preise hängen von Werkstatt, Reifengröße, Felgentyp und RDKS ab. Als grobe Richtwerte gelten (nach [ADAC](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/kosten-radwechsel/) und [AUTO BILD](https://www.autobild.de/artikel/reifen-aufziehen-lassen-kosten-und-ablauf-14170697.html)):

- **Reifen aufziehen + auswuchten (4 Reifen):** ca. 90 bis 160 Euro
- **Entsorgung der Altreifen:** ca. 3 bis 12 Euro je Reifen
- **Neues Ventil:** wenige Euro bis ca. 25 Euro je Rad
- **RDKS-Service / Sensoren anlernen:** ca. 20 bis 50 Euro je Fahrzeug
- **Defekter RDKS-Sensor (Ersatz):** ca. 40 bis 70 Euro je Stück
- **Räderwechsel (Kompletträder umstecken):** ca. 40 bis 70 Euro, mit Zusatzleistungen oft um 100 Euro
- **Reifeneinlagerung:** ca. 40 bis 80, mitunter auch 100 Euro pro Jahr

Niederquerschnitts-, UHP- und [Runflat-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/runflat-notlaufreifen) sind aufwändiger zu montieren und liegen daher eher am oberen Ende. Auch der Felgendurchmesser schlägt durch: Der ADAC berichtet, dass Werkstätten für schwere 21-Zoll-Räder mehr verlangen als für 17- oder 18-Zöller und dies mit dem Einsatz eines Radlifts begründen. Wie teuer die Nebenposten werden können, zeigt ein Beispiel aus der ADAC-Redaktion: Für einen Räderwechsel im Frühjahr standen am Ende 107,12 Euro auf der Rechnung – inklusive eines Postens „Radnaben reinigen und konservieren", der früher selbstverständlich dazugehörte.

**Wo Sie wirklich sparen können**

Der wirksamste Hebel ist banal und wird trotzdem selten genutzt: Angebote vergleichen. Der ADAC rät ausdrücklich dazu, zwei oder drei Betriebe anzurufen – Werkstattketten, freie Werkstätten oder die Tankstelle um die Ecke sind oft deutlich günstiger als der Vertragshändler, und es gebe durchaus noch Betriebe, die sich mit rund 50 Euro für einen Rädertausch zufriedengeben. Zweitens: Beim reinen **Räderwechsel** ist ein erneutes Auswuchten laut ADAC nicht zwingend nötig, wenn die Räder zuletzt gewuchtet wurden, seitdem wenige Kilometer gelaufen sind, die Reifen gleichmäßig abgefahren sind, kein Schaden vorliegt und beim Fahren keine Vibrationen auftraten. Anders als bei der Montage neuer Reifen dürfen Sie das Wuchten hier also hinterfragen. Kam es allerdings zu einem harten Bordsteinkontakt, sollten Sie zusätzlich über eine [Achsvermessung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/achsvermessung-spur-sturz) nachdenken. Und drittens: Wer die Räder sauber übergibt, spart sich die separat berechnete Felgenwäsche – ob sich die Einlagerung im Reifenhotel überhaupt lohnt, rechnen wir im Beitrag [Reifen einlagern lassen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-einlagern-lassen) durch.

Ein Punkt gehört der Fairness halber dazu: Laut AUTO BILD berechnen viele Betriebe weniger für die Montage, wenn der Reifensatz auch dort gekauft wurde – häufig gibt es Komplettpreise aus Reifen plus Montage. Der Preisvorteil des Online-Kaufs bleibt in aller Regel trotzdem bestehen, weil der Reifen selbst deutlich günstiger ist. Rechnen Sie einfach beide Wege einmal komplett durch, statt nur die Montagepauschale zu vergleichen.

## Ventil und RDKS: die zwei Posten, die viele überraschen

**Warum ein neues Ventil dazugehört**

Gummiventile altern, werden mit der Zeit spröde und können undicht werden – die Folge ist ein schleichender Druckverlust, den man im Alltag lange nicht bemerkt. Beim Reifenwechsel ist die Felge ohnehin „offen", deshalb ist es der ideale Moment, das Ventil für wenige Euro zu erneuern. Ein neuer Reifen auf einem zehn Jahre alten Ventil ist eine vermeidbare Schwachstelle. Bei einem direkten RDKS sitzt der Drucksensor am Ventil; hier wird statt eines kompletten Tauschs meist ein Service-Kit aus Dichtung, Ventileinsatz und Mutter erneuert.

**RDKS: Was beim Sensor zu beachten ist**

Seit November 2014 ist ein Reifendruckkontrollsystem für neu typgenehmigte Pkw Pflicht. Beim **direkten** RDKS sitzt in jedem Rad ein Sensor: Bei der Montage wird das Service-Kit erneuert, ein defekter Sensor ersetzt (rund 40 bis 70 Euro pro Stück) und das System anschließend angelernt. Das **indirekte** RDKS kommt ohne Sensoren aus und misst über die ABS-Sensoren die Raddrehzahl. Hier lohnt ein genauer Blick auf die Rechnung: Der ADAC weist darauf hin, dass Werkstätten für das „Anlernen" eines indirekten Systems bis zu 20 Euro berechnen, obwohl dafür meist nur der korrekte Reifendruck einzustellen und anschließend ein Knopf zu drücken oder ein Menüpunkt zu bestätigen ist – wie es bei Ihrem Fahrzeug funktioniert, steht in der Bedienungsanleitung. Welches System Sie überhaupt haben, erkennen Sie am Display: Nur das direkte System zeigt konkrete Druckwerte für jedes einzelne Rad an.

## Was die Werkstatt Ihnen rechtlich schuldet

Beim Online-Kauf mit anschließender Montage schließen Sie zwei völlig verschiedene Verträge – und viele Missverständnisse entstehen genau an dieser Nahtstelle. Für den **Reifen** gilt Kaufrecht: Widerrufsrecht, Rückgabe und die zweijährige Gewährleistung auf das Produkt; das haben wir im Ratgeber [Reifen online bestellen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-online-bestellen-ablauf) beschrieben. Für die **Montage** gilt dagegen Werkvertragsrecht, und das ist ein anderes Regelwerk mit eigenen Fristen.

Nach [§ 631 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__631.html) verpflichtet der Werkvertrag den Unternehmer „zur Herstellung des versprochenen Werkes". Der entscheidende Unterschied zu einem bloßen Dienstvertrag steckt in diesem einen Wort: Die Werkstatt schuldet Ihnen nicht ihr Bemühen, sondern einen **Erfolg** – das fertig montierte, ausgewuchtete, korrekt befüllte Rad. Ob der Monteur einen guten oder einen schlechten Tag hatte, ist rechtlich unerheblich; geschuldet ist das Ergebnis.

Wann dieses Ergebnis mangelfrei ist, regelt [§ 633 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__633.html). Maßstab ist zuerst die **vereinbarte Beschaffenheit**. Ist nichts vereinbart, ist das Werk mangelfrei, wenn es sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und „eine Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes erwarten kann". Ein Rad, das bei 100 km/h das Lenkrad zum Flattern bringt, erfüllt das erkennbar nicht.

Aus dieser Reihenfolge folgt ein sehr praktischer Rat, den der ADAC aus reiner Kostensicht ohnehin gibt: **Klären Sie vorab, welche Leistungen im genannten Preis enthalten sind** – Wuchten, Ventile, Altreifenentsorgung, RDKS-Service. Was Sie vorher besprechen, wird zur vereinbarten Beschaffenheit und damit zum Maßstab; was Sie offenlassen, misst sich nur am branchenüblichen Standard. Eine kurze Absprache am Telefon oder ein Satz auf dem Auftragszettel erspart Ihnen später beide Diskussionen: die über den Preis und die über den Mangel.

## Wenn nach der Montage etwas nicht stimmt

Die typischen Fälle sind überschaubar: Das Lenkrad flattert, weil die Unwucht nicht sauber ausgeglichen wurde. Ein Reifen verliert schleichend Luft, weil das Ventil oder das RDKS-Service-Kit nicht dicht ist. Ein laufrichtungsgebundener Reifen sitzt verkehrt herum. Oder die Alufelge hat einen frischen Kratzer am Horn.

**Erster Schritt ist immer die Nacherfüllung.** [§ 635 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__635.html) gibt dem Betrieb die Wahl, den Mangel zu beseitigen oder das Werk neu herzustellen – und verpflichtet ihn ausdrücklich, „die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen". Für Sie ist die Nachbesserung also kostenlos. Fahren Sie deshalb nicht verärgert zur nächsten Werkstatt und lassen den Fehler dort auf eigene Rechnung beheben: Den Ersatz dieser Aufwendungen können Sie nach § 634 Nr. 2 in Verbindung mit § 637 BGB grundsätzlich erst verlangen, wenn Sie dem Betrieb zuvor eine angemessene Frist zur Nacherfüllung gesetzt haben und diese erfolglos verstrichen ist. Erst danach kommen Minderung, Rücktritt oder Schadensersatz in Betracht (§ 634 Nr. 3 und 4 BGB).

**Ein Satz im Gesetz kann Sie diese Rechte kosten.** Nach [§ 640 Abs. 3 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__640.html) stehen dem Besteller, der ein mangelhaftes Werk abnimmt, „obschon er den Mangel kennt", die Rechte auf Nacherfüllung, Selbstvornahme, Rücktritt und Minderung nur dann zu, wenn er sich diese **bei der Abnahme vorbehält**. Übersetzt in den Werkstattalltag: Wenn Sie den Kratzer schon bei der Abholung sehen oder das Flattern auf der Heimfahrt bemerken, melden Sie es sofort und lassen Sie es auf dem Auftrag oder der Rechnung vermerken. Kommentarlos wegfahren und sich drei Wochen später beschweren ist die schlechtere Variante – nicht nur rechtlich, sondern auch, weil sich ein Felgenschaden dann kaum noch eindeutig der Montage zuordnen lässt. Fotos vom Rad noch auf dem Hof sind schnell gemacht und im Zweifel Gold wert.

**Wie lange Sie Zeit haben:** Ansprüche wegen Mängeln an einem Werk, dessen Erfolg in der Herstellung, Wartung oder Veränderung einer Sache besteht, verjähren nach § 634a Abs. 1 Nr. 1 BGB in **zwei Jahren**; die Frist beginnt gemäß § 634a Abs. 2 BGB mit der Abnahme. Das ist derselbe Zeitraum wie bei der Gewährleistung auf den Reifen selbst, läuft aber ab einem anderen Stichtag.

Ein anderer Fall ist es, wenn sich nach dem Werkstattbesuch ein **Rad löst** – dabei geht es nicht um die Qualität des Werks, sondern um Schadensersatz nach einem Unfall, und die Rechtsprechung sieht das durchaus streng zulasten des Betriebs. Diese Konstellation samt Urteil haben wir im Beitrag [Räder wechseln und die Haftung nach 50 Kilometern](https://www.reifentiefpreis.de/blog/raeder-selbst-wechseln) aufgearbeitet. Und ganz grundsätzlich gilt: Die Absätze hier ordnen die Rechtslage allgemein ein und ersetzen im Streitfall keine individuelle Rechtsberatung.

## Kann ich Reifen selbst aufziehen?

Den **Räderwechsel** – also komplette Räder umstecken – können Sie mit Wagenheber und Drehmomentschlüssel selbst übernehmen; worauf es dabei ankommt, steht in unserem [Komplettrad-Ratgeber](https://www.reifentiefpreis.de/blog/komplettraeder-vorteile-saisonwechsel-und-worauf-sie-beim-kauf-achten).

Das **Aufziehen** neuer Reifen sollten Sie dagegen nicht selbst versuchen. AUTO BILD beantwortet die Frage mit einem klaren Nein: Der Kraftaufwand sei immens und die Gefahr hoch, dass Reifen oder Felge dabei Schaden nehmen – gerade empfindliche Alufelgen quittieren einen abrutschenden Montierhebel dauerhaft sichtbar. In der Werkstatt erledigen Spezialmaschinen dieselbe Arbeit in Minuten und belasten den Reifen dabei so wenig wie möglich. Hinzu kommt der Punkt, an dem jede Heimwerkerlösung endet: Ohne Wuchtmaschine läuft das Rad nie wirklich rund, und eine verbliebene Unwucht kostet Sie über die Jahre mehr an ungleichmäßig abgefahrenem Profil, als die Montage gekostet hätte. Unsere klare Empfehlung lautet daher: Aufziehen gehört in die Werkstatt.

Damit erledigt sich auch eine Rechnung, die auf den ersten Blick verlockend aussieht – einen einzigen Felgensatz zu behalten und darauf zweimal im Jahr die Reifen wechseln zu lassen. Warum das in der Praxis meist teurer kommt und die Reifen zusätzlich belastet, haben wir im Beitrag [Reifen auf andere Felgen ummontieren](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-auf-andere-felge-ummontieren) durchgerechnet.

## Online gekaufte Reifen montieren lassen – so geht's

Der große Vorteil beim Online-Kauf: Sie zahlen für den Reifen selbst deutlich weniger und lassen ihn vor Ort montieren. In vier Schritten:

1. **Reifen in Ihrer Größe bestellen** – zum Beispiel passende [Sommerreifen in 205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16) wie den preiswerten [Barum Bravuris 6 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/barum-bravuris-6-205-55-r16-91v-148935) oder den [Continental PremiumContact 7 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-premiumcontact-7-205-55-r16-91v-131661) aus der Oberklasse. Worauf es bei der Auswahl ankommt, zeigt unser Ratgeber [Reifen online kaufen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-online-kaufen-so-finden-sie-die-richtigen-reifen-und-vermeiden-fehlkaeufe).
2. **Liefern lassen** – zu Ihnen nach Hause oder direkt zur Partnerwerkstatt.
3. **Montagetermin vereinbaren** – eine Werkstatt in Ihrer Nähe finden Sie bequem über unsere [Montagestationen-Suche](https://www.reifentiefpreis.de/partner/montagestationen). Fragen Sie beim Termin gleich nach dem Preis für mitgebrachte Reifen: Eine Pflicht, fremde Ware zu montieren, gibt es nicht, und manche Betriebe verlangen dafür einen Aufschlag. Nahezu jede Reifen- und Kfz-Werkstatt macht es trotzdem – es ist ein normales, eingespieltes Geschäft.
4. **Neue Reifen einfahren** – die ersten Kilometer behutsam fahren; warum, erklären wir im Beitrag [neue Reifen richtig einfahren](https://www.reifentiefpreis.de/blog/neue-reifen-einfahren).

Wer den jährlichen Aufwand minimieren will, fährt mit fertigen Kompletträdern am bequemsten: Dann fällt künftig nur noch der einfache Räderwechsel an – ein Termin, den Sie mit etwas Werkzeug sogar selbst übernehmen können.

## Fazit

Reifen online kaufen und lokal montieren lassen ist die günstigste Kombination – vorausgesetzt, das Aufziehen übernimmt eine Werkstatt mit Montier- und Wuchtmaschine. Rechnen Sie für vier Reifen mit rund 90 bis 160 Euro inklusive Auswuchten und planen Sie neues Ventil, Altreifenentsorgung und RDKS-Service ein. Klären Sie vorher, was im Preis steckt: Das spart nicht nur Geld, sondern legt zugleich fest, was die Werkstatt Ihnen schuldet. Und falls doch etwas nicht stimmt, gilt die einfache Regel – Mangel sofort ansprechen, Nacherfüllung verlangen, nichts kommentarlos hinnehmen.

## Häufige Fragen

### Was kostet es, vier Reifen aufziehen zu lassen?
Als Richtwert rund 90 bis 160 Euro inklusive Auswuchten und Montage. Hinzu kommen neue Ventile, die Altreifenentsorgung (etwa 3 bis 12 Euro je Reifen) und bei direktem RDKS der Sensor-Service (Quellen: AUTO BILD, ADAC).

### Wie lange dauert das Aufziehen in der Werkstatt?
Einen kompletten Satz Reifen samt Auswuchten sollte die Werkstatt laut AUTO BILD nach spätestens einer Stunde fertig haben; oft geht es schneller. Planen Sie den Termin trotzdem ohne Zeitdruck.

### Das Lenkrad flattert nach dem Reifenwechsel – was kann ich tun?
Melden Sie es umgehend dem Betrieb und verlangen Sie Nacherfüllung. Nach § 635 BGB trägt die Werkstatt die Kosten der Nachbesserung; ein Nachwuchten ist für Sie kostenlos. Erst wenn eine gesetzte Frist erfolglos verstreicht, kommen weitere Rechte in Betracht.

### Muss bei jedem Reifenwechsel ein neues Ventil montiert werden?
Es wird dringend empfohlen: Gummiventile altern und werden undicht. Der Austausch kostet nur wenige Euro und beugt schleichendem Druckverlust vor. Bei direktem RDKS wird stattdessen das Service-Kit erneuert.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-montieren-lassen
