# Reifenalter und DOT-Nummer: So erkennen Sie, wie alt Ihre Reifen wirklich sind

Veröffentlicht: 06.06.2026 · Aktualisiert: 16.09.2026 · Kategorie: Profil & Verschleiß · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Reifenalter, DOT-Nummer, Herstellungsdatum, Reifenflanke, Reifensicherheit, Reifenkauf

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Das Profil ist tief, der Reifen sieht aus wie neu – trotzdem kann er ein Sicherheitsrisiko sein. Gummi altert, auch wenn es kaum bewegt wird: Die Mischung härtet aus, der Grip auf nasser Fahrbahn lässt nach, feine Risse entstehen. Wie alt Ihre Reifen wirklich sind, verrät ein einziger Zahlenblock auf der Flanke – die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer.

Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie diesen Block lesen, warum er **nicht** die Kalenderwoche meint, die Sie aus dem Büro kennen, was die übrigen Zeichen der Kennung bedeuten und ab wann ein Reifen als zu alt gilt. Und er beantwortet die Frage, die viele beim Onlinekauf umtreibt: Wie alt darf ein Reifen sein, der als neu verkauft wird?

## Warum das Reifenalter überhaupt zählt

Ein Reifen ist ein chemisches Produkt. Die Gummimischung verändert sich über die Jahre durch physikalische und chemische Vorgänge – völlig unabhängig davon, ob der Reifen gefahren oder nur gelagert wird. Das Material wird härter und spröder, Weichmacher wandern aus der Mischung, Sauerstoff und Ozon greifen die Oberfläche an. Die Folge: Der Reifen verformt sich im Latsch weniger bereitwillig, der Kontakt zur Fahrbahn verschlechtert sich, und der Bremsweg bei Nässe wird länger. Genau der Nassgrip ist die Eigenschaft, die mit dem Alter zuerst und am deutlichsten nachlässt – und zwar schleichend, ohne dass der Reifen von außen auffällig aussehen müsste.

Wie schnell das geht, hängt stark von den Umständen ab. **Wärme, direkte Sonneneinstrahlung und Ozon** beschleunigen den Prozess, ebenso der Kontakt mit Ölen, Fetten oder Lösungsmitteln. Ein Satz, der jahrelang neben einem laufenden Elektromotor oder in der prallen Sonne steht, ist schneller hinüber als einer, der kühl, trocken und dunkel lagert. Das reine Datum ist deshalb immer nur die halbe Wahrheit: Es sagt, wie viel Zeit vergangen ist, nicht, wie der Reifen diese Zeit verbracht hat. Wie Sie es richtig machen, steht im Ratgeber [Reifen richtig lagern und pflegen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-richtig-lagern-und-pflegen-so-ueberstehen-ihre-reifen-die-saisonpause); wer den Platz im Keller nicht hat, findet die Alternativen unter [Einlagern im Reifenhotel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-einlagern-lassen).

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen **Profiltiefe** und **Alter**. Ein Reifen kann reichlich Profil haben und trotzdem zu alt sein – die Profiltiefe sagt nichts über die Elastizität des Gummis aus. Beide Werte müssen stimmen. Wie Sie die Profiltiefe korrekt prüfen, zeigt der ausführliche Ratgeber [Profiltiefe messen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/profiltiefe-messen-so-pruefen-sie-ihr-reifenprofil-richtig).

> **Kurz gesagt:** Tiefes Profil ist gut – aber kein Freibrief. Ein hartes, überaltertes Gummi bremst auf nasser Straße spürbar schlechter, selbst mit viel Restprofil.

## Die vier Ziffern, die zählen – und warum sie nicht die deutsche Kalenderwoche meinen

Das Alter steht in der **DOT-Nummer** auf der Seitenwand. „DOT“ steht für das US-Verkehrsministerium (Department of Transportation), dessen Vorschriften das Format dieser Kennung festlegen. Für die Altersfrage interessiert Sie davon nur der **letzte vierstellige Ziffernblock**:

- Die **ersten beiden Ziffern** stehen für die **Produktionswoche**.
- Die **letzten beiden Ziffern** stehen für das **Produktionsjahr**.

Ein Beispiel: Die Endung **1024** bedeutet, dass der Reifen in der zehnten Produktionswoche des Jahres 2024 gebaut wurde. So weit die bekannte Faustregel – und an dieser Stelle hört die übliche Erklärung auf. Interessant wird es erst, wenn man nachschlägt, wie diese Woche eigentlich definiert ist.

**Die maßgebliche Vorschrift ist [49 CFR § 574.5](https://www.law.cornell.edu/cfr/text/49/574.5), und sie zählt anders als Ihr Kalender.** Dort steht, dass die Ziffern „01“ für die **erste volle Kalenderwoche** eines Jahres stehen, „02“ für die zweite und so fort – und dass diese Woche **von Sonntag bis Samstag** läuft. Die Verordnung nennt sogar ein eigenes Beispiel: Der Code „0109“ bedeutet die erste volle Kalenderwoche 2009, also die Woche von Sonntag, dem 4. Januar, bis Samstag, dem 10. Januar 2009.

Die bei uns übliche Kalenderwoche nach ISO 8601 beginnt dagegen am **Montag**, und Woche 1 ist diejenige, die den ersten Donnerstag des Jahres enthält. Beide Zählweisen fallen regelmäßig auseinander, und zwar deutlich: Ein Reifen mit der Endung **0126** stammt nach der US-Definition aus der Woche vom **4. bis 10. Januar 2026**. Die deutsche KW 1 des Jahres 2026 lief dagegen vom **29. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026** – gerade einmal ein einziger Tag Überschneidung. Für die Praxis heißt das: Rechnen Sie den Datumscode nicht auf den Tag genau um. Er ist eine **Wochenangabe im amerikanischen Raster**, kein Kalenderdatum.

Ein zweiter Punkt aus derselben Vorschrift sorgt am Jahreswechsel für Verwirrung: Die letzte Woche eines Jahres darf **bis zu sechs Tage des Folgejahres** enthalten. Ein Reifen mit der Endung „5225“ kann also physisch in den ersten Januartagen 2026 vom Band gelaufen sein und trägt trotzdem die 25. Wer beim Kauf auf ein Baujahr schielt, sollte das wissen – es geht um Tage, nicht um Monate, aber es erklärt manche Ungereimtheit.

**Sonderfall Altreifen vor dem Jahr 2000:** Bei Reifen, die vor der Jahrtausendwende produziert wurden, ist der Datumscode nur **dreistellig** – zwei Ziffern für die Woche, eine für das Jahr. Solche Reifen sind heute in jedem Fall zu alt für den Straßeneinsatz. Stoßen Sie am Gebrauchtwagen, am Anhänger oder am Wohnwagen auf einen dreistelligen Code, gehört der Reifen ausnahmslos ersetzt.

## Was die übrigen Zeichen der DOT-Nummer verraten

Die vier Datumsziffern sind nur die letzte von drei Gruppen. Die vollständige Kennung heißt im Original **Tire Identification Number** und besteht für Neureifen seit der [Schlussregel der US-Verkehrsbehörde NHTSA von 2015](https://www.federalregister.gov/documents/2015/04/13/2015-08418/tire-identification-and-recordkeeping) aus genau **13 Symbolen**. Sie sind so aufgeteilt:

- **Werkscode, drei Symbole.** Die erste Gruppe steht für das Werk, in dem der Reifen gebaut wurde. Den Code vergibt die NHTSA auf Antrag an den Hersteller – zwei Reifen desselben Modells aus zwei Werken tragen hier unterschiedliche Zeichen.
- **Herstellergruppe, sechs Symbole.** Die mittlere Gruppe darf der Hersteller frei belegen, allerdings nur für zwei Zwecke: um wesentliche Eigenschaften des Reifens zu verschlüsseln – oder um den **Markeninhaber** zu bezeichnen. Genau hier stecken Handelsmarken und Erstausrüstungsvarianten. Über die Bedeutung muss der Hersteller Buch führen und sie der Behörde auf Verlangen offenlegen.
- **Datumscode, vier Ziffern.** Die Schlussgruppe, das Herstellungsdatum.

Zwei Details aus derselben Vorschrift erklären Beobachtungen, über die Leser immer wieder stolpern. **Erstens: Runderneuerte Reifen tragen eine kürzere Kennung.** Für sie schreibt die Verordnung eine Nummer aus nur **sieben Symbolen** vor – Werkscode und Datumscode, ohne die mittlere Gruppe – dazu ein separates **R**, das nicht Teil der Nummer ist. Das ist mehr als eine Formalie: Bei einem runderneuerten Reifen datiert der Code die **Runderneuerung**, nicht die Herstellung der Karkasse darunter. Wer einen solchen Reifen bewertet, hat es also mit zwei Altern zu tun, von denen die Flanke nur eines nennt.

**Zweitens: Ältere Reifen haben kürzere Werkscodes.** Bis zum **13. April 2025** durften Hersteller einen früher zugeteilten, nur **zweistelligen** Werkscode weiterverwenden. Eine Kennung mit weniger als 13 Zeichen ist deshalb weder ein Fehler noch ein Fälschungsmerkmal, sondern schlicht ein Hinweis auf einen älteren Produktionsstand. Und noch eine Kleinigkeit, die das Auge irritieren kann: Der Datumscode darf statt eingeformt auch **eingelasert** werden, längstens 24 Stunden nachdem der Reifen die Form verlassen hat. Deshalb sieht das Datum auf manchen Reifen anders aus als der Rest der Kennung.

## Warum das Datum oft nur auf einer Seite steht

Wer am montierten Rad vergeblich sucht, hat meistens auf die falsche Flanke geschaut. Der Grund steht ebenfalls in der Vorschrift: Verlangt wird die vollständige Kennung **auf einer Seitenwand** – nicht auf beiden. Viele Reifen tragen auf der zweiten Seite deshalb gar keinen oder nur einen verkürzten Aufdruck ohne die Datumsziffern.

Für die Praxis heißt das: Finden Sie das Datum auf der zum Fahrzeug zeigenden Innenseite nicht, schauen Sie außen nach – und umgekehrt. Am eingebauten Rad hilft es, den Wagen ein Stück vor- oder zurückzurollen, damit der eingeprägte Code aus dem verdeckten unteren Bereich nach oben wandert. Bleibt die bedruckte Seite nach innen gerichtet, hilft oft nur der Blick von unten oder der Termin in der Werkstatt, bei dem das Rad ohnehin abgenommen wird – etwa beim [Räder auswuchten](https://www.reifentiefpreis.de/blog/raeder-auswuchten). Wo die übrigen Angaben auf der Flanke stehen, erklärt der Beitrag [Reifengröße ablesen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten); die komplette Übersicht aller Kürzel und Piktogramme bietet der Ratgeber zu den [Symbolen auf der Reifenflanke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenflanke-symbole). Die drei US-Noten daneben gehören übrigens zu einem ganz anderen System, das mit dem Alter nichts zu tun hat – nachzulesen unter [TREADWEAR, TRACTION und TEMPERATURE](https://www.reifentiefpreis.de/blog/utqg-kennzeichnung-reifen).

## Die einzige Pflichtangabe, die in keinem Katalog steht

Dass das Datum überhaupt auf dem Reifen steht, ist in Deutschland kein Entgegenkommen der Hersteller, sondern Pflicht: [§ 36 Absatz 7 der StVZO](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html) verlangt von Reifenherstellern und Reifenerneuerern, Luftreifen für Fahrzeuge über 40 km/h mit ihrer Fabrik- oder Handelsmarke sowie mit Angaben zu kennzeichnen, aus denen **Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und Herstellungs- beziehungsweise Reifenerneuerungsdatum** hervorgehen. Sechs Pflichtangaben also. Was die einzelnen Zeichen jeweils bedeuten, entschlüsselt der Ratgeber zu [Last- und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex) – interessanter ist an dieser Stelle etwas anderes.

**Fünf dieser sechs Angaben können Sie online nachlesen. Die sechste nicht.** Wir haben unseren eigenen offenen Produktkatalog daraufhin durchgezählt, Stand 16. September 2026: **58.046 Datensätze, davon 54.466 echte Reifen** (Felgen und Zubehör herausgefiltert). Das Ergebnis ist eindeutig:

- **Fabrik- oder Handelsmarke:** 54.443 Artikel, also 100,0 Prozent.
- **Reifengröße:** 54.343 Artikel, 99,8 Prozent.
- **Geschwindigkeitskategorie**, maschinell aus dem Index gelesen: 53.060 Artikel, 97,4 Prozent.
- **Tragfähigkeit** als Lastindex in Kilogramm: 52.863 Artikel, 97,1 Prozent.
- **Reifenbauart:** 50.452 Artikel, 92,6 Prozent.
- **Herstellungsdatum: null Artikel.** Für diese Angabe existiert nicht einmal ein Datenfeld.

Das ist keine Nachlässigkeit unseres Katalogs, sondern liegt in der Natur der Sache: Der Datumscode gehört zum **einzelnen Reifen**, nicht zum Artikel. Zwei Exemplare derselben Artikelnummer können aus verschiedenen Wochen stammen, und welches Exemplar aus dem Regal in den Karton wandert, entscheidet sich erst beim Kommissionieren. Zum Vergleich: Sogar Angaben, die weit über die gesetzliche Pflicht hinausgehen, sind flächendeckend vorhanden – eine **EAN** führen 53.986 Artikel (99,1 Prozent), eine **EPREL-Registriernummer** aus der EU-Reifenlabel-Datenbank immerhin 45.047 (82,7 Prozent).

Daraus folgt die praktische Konsequenz dieses Ratgebers: **Das Alter ist die einzige sicherheitsrelevante Eigenschaft eines Reifens, die Sie in keiner Produktbeschreibung, keinem Datenblatt und keinem Preisvergleich finden.** Ablesen lässt sie sich ausschließlich am Reifen selbst – und deshalb lohnt der Blick auf die Flanke, bevor der neue Satz aufgezogen wird.

## Wie alt darf ein Reifen sein?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber es gibt belastbare Empfehlungen – und sie stammen von verschiedenen Absendern, die nicht dasselbe sagen. Wichtig vorweg: In Deutschland gibt es **keine gesetzliche Altersgrenze** für Pkw-Reifen. Der ADAC formuliert es knapp: Eine gesetzliche Grundlage zum Alter von Reifen gebe es nicht ([Quelle: ADAC](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifenkauf/reifenalter/)). Maßgeblich sind also Empfehlung und tatsächlicher Zustand.

Die drei wichtigsten Stimmen im Überblick:

- **ADAC:** Winterreifen möglichst nicht älter als **acht Jahre**, Sommerreifen **acht bis zehn Jahre**, Pkw-Reifen generell nur bis zu einem Alter von **zehn Jahren**.
- **Continental:** empfiehlt, „dass alle Reifen, die gemäß ihrem einvulkanisierten Produktionsdatum älter als 10 Jahre sind, durch jüngere ersetzt werden“ ([Quelle: Continental](https://www.continental-reifen.de/tire-knowledge/tire-age/)) – ausdrücklich unabhängig von Aussehen und Restprofil.
- **Michelin:** rät, Reifen **nach fünf Jahren Nutzung mindestens einmal jährlich** von einer Fachwerkstatt prüfen zu lassen, und spätestens mit **zehn Jahren** ab Herstellungsdatum zu ersetzen ([Quelle: Michelin](https://www.michelin.de/auto/tipps/reifen-wechseln/wie-lange-halten-reifen)).

Die Zehn-Jahres-Marke ist also der gemeinsame Nenner von Prüforganisation und Herstellern. Darunter unterscheiden sich die Empfehlungen nach Einsatzzweck: Beim Winterreifen zieht der ADAC die Grenze früher, weil die Mischung bei Kälte weich bleiben müsste und genau diese Eigenschaft als Erstes leidet – was das für den Radsatz im Keller bedeutet, rechnet der Beitrag [Winterräder vor der Montage prüfen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterraeder-vor-montage-pruefen) durch.

Diese Zahlen sind Richtwerte, keine Verfallsdaten. Ein Reifen büßt seine Elastizität schleichend ein, nicht schlagartig am zehnten Geburtstag. Umgekehrt ist ein niedriges Alter allein keine Garantie: Ein falsch gelagerter oder mechanisch beschädigter Reifen kann deutlich früher fällig sein. Und eine echte Ausnahme von der Regel gibt es doch – sie betrifft **Anhänger mit Tempo-100-Zulassung**. Dort verlangt [§ 3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO](https://www.gesetze-im-internet.de/stvoausnv_9/__3.html) ausdrücklich Reifen, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt jünger als sechs Jahre sind. Was daran im Detail hängt, steht im Ratgeber zu [Anhänger- und Wohnwagenreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/anhaenger-wohnwagen-reifen), die Auswahl der passenden Bauart im Beitrag [Anhängerreifen richtig wählen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/anhaengerreifen-ratgeber).

## Was beim Neukauf gilt – und wo die Grenze zum Mangel liegt

Auch fabrikneue Reifen liegen mitunter Monate oder Jahre im Lager, bevor sie verkauft werden. Eine gewisse Lagerzeit ist völlig normal und für sich genommen kein Mangel – bei sachgerechter Lagerung altert das Material nur langsam, weil der Mischung Substanzen beigegeben sind, die die Reaktion mit Sauerstoff und Ozon bremsen. Die Frage ist nur: Wie lange gilt normal?

Auch hier antworten die Absender unterschiedlich, und die Spanne ist groß. **Der ADAC empfiehlt Verbrauchern, dass ein Neureifen nicht älter als zwei Jahre sein sollte.** **Continental hält technisch fest:** „Ein sachgemäß gelagerter, ungebrauchter Reifen kann aus technischer Sicht bis zu 5 Jahre nach seinem Produktionsdatum als Neureifen verkauft und eingesetzt werden.“ Das ist kein Widerspruch, sondern eine andere Frage: Der Hersteller beschreibt die technische Grenze, der Club eine Empfehlung, die dem Käufer möglichst viel Nutzungsdauer sichern soll. Denn die Rechnung ist simpel – wer einen drei Jahre alten Reifen kauft und ihn nach der Zehn-Jahres-Regel tauscht, hat sieben statt zehn Jahre Nutzung.

Im Reifenfachhandel hat sich daraus eine Linie entwickelt, die wir auch auf unserer Infoseite zum [Reifenalter](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenalter) offenlegen: Ein bis zu fünf Jahre sachgemäß gelagerter Reifen entspricht der Spezifikation eines Neureifens; liegt das Produktionsdatum **länger als fünf Jahre** zurück, ist ein entsprechender Nachlass zu gewähren. Ein Reifen aus dem laufenden oder vorigen Jahr ist damit der Idealfall – und in der Praxis auch der Normalfall, weil gängige Größen schnell durchlaufen.

Prüfen Sie die DOT-Nummer deshalb ruhig direkt nach der Lieferung, bevor der Satz montiert wird: Danach ist die Innenflanke schwer einsehbar. Worauf es beim Onlinekauf sonst noch ankommt, fasst der Ratgeber [Reifen online kaufen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-online-kaufen-so-finden-sie-die-richtigen-reifen-und-vermeiden-fehlkaeufe) zusammen. Und falls Sie überlegen, gebrauchte Reifen zu nehmen: Dort ist das Alter das zentrale Kriterium überhaupt – die Argumente dazu stehen im Beitrag [Gebrauchtreifen kaufen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/gebrauchtreifen-kaufen).

Frische, gut bewertete Sommerreifen in einer der gefragtesten Größen – 205/55 R16 – finden Sie zum Beispiel hier:

- [Bridgestone Turanza T005 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/bridgestone-turanza-t005-205-55-r16-91v-106316) mit dem EU-Label A/A
- [Continental PremiumContact 7 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-premiumcontact-7-205-55-r16-91v-131661) mit Nasshaftungsklasse A
- [Dunlop Sport Bluresponse 205/55 R16 91V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-sport-bluresponse-205-55-r16-91v-46710) als günstigere Alternative, ebenfalls mit Nasshaftung A

Die komplette Auswahl steht in der Kategorie [Sommerreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sommerreifen) und auf der Größenseite [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16); für die kalte Jahreszeit geht es zu den [Winterreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen), für den ganzjährigen Einsatz zu den [Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/ganzjahresreifen).

## Woran Sie einen gealterten Reifen erkennen

Neben dem Datum hilft der prüfende Blick, denn die Ziffern sagen nichts über den Pflegezustand. Nehmen Sie sich beim Räderwechsel oder vor der großen Urlaubsfahrt ein paar Minuten und achten Sie auf diese Warnzeichen:

1. **Feine Risse in Flanke oder Rillengrund.** Haarfeine Netze sind ein deutliches Alterungszeichen. Wann sie harmlos sind und wann nicht, klärt der ausführliche Ratgeber zu [Alterungsrissen am Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-poroes-rissig).
2. **Hartes, sprödes Gummi.** Lässt sich die Oberfläche kaum noch eindrücken und wirkt glasig, ist der Reifen überaltert.
3. **Verformungen oder Beulen.** Ausbeulungen an der Flanke deuten auf eine geschädigte Karkasse hin – solche Reifen gehören sofort ersetzt.
4. **Stumpfe, verfärbte Oberfläche.** Ein grau-stumpfes statt sattes Schwarz kann auf Materialermüdung hindeuten. Ein bräunlicher Belag dagegen ist meist harmlos und hat eine ganz andere Ursache, die der Beitrag [brauner Belag auf der Reifenflanke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-brauner-belag-flanke) erklärt.
5. **Flache Stellen nach langer Standzeit.** Sie verschwinden oft nach wenigen Kilometern, können sich bei alten Reifen aber festsetzen – siehe [Standplatten nach langer Standzeit](https://www.reifentiefpreis.de/blog/standplatten-reifen-vermeiden).

Ein einzelner haarfeiner Riss ist kein Grund zur Panik, ein Netz aus Rissen oder eine fühlbare Verhärtung dagegen sehr wohl. Im Zweifel zählt der Zustand mehr als das Datum – und umgekehrt: Ein tadellos aussehender Zwölfjähriger bleibt ein Zwölfjähriger. Bei der Hauptuntersuchung wird das Alter übrigens nicht geprüft; worauf es dort ankommt, steht im Beitrag [Reifen bei der Hauptuntersuchung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-hauptuntersuchung-tuev).

## Wo das Alter besonders oft übersehen wird

Es gibt Räder, die niemand ansieht, weil sie selten oder nie im Blickfeld sind. Genau dort schlägt das Alter zu, lange bevor das Profil verbraucht ist:

- **Das Reserverad.** Es liegt jahrelang unter dem Kofferraumboden und wird erst im Pannenfall gebraucht – dann aber sofort. Prüfen Sie die DOT-Nummer bei der nächsten Gelegenheit; was überhaupt an Bord gehört, klärt der Ratgeber [Ersatzrad, Notrad oder Pannenset](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ersatzrad-notrad-pannenset).
- **Der zweite Radsatz.** Sommer- und Winterräder verbringen jeweils ein halbes Jahr im Stand und bringen es oft auf viele Saisons, ohne je das Mindestprofil zu erreichen. Der Satz scheitert am Kalender, nicht am Profil.
- **Anhänger, Wohnwagen und Wohnmobil.** Diese Fahrzeuge stehen den größten Teil des Jahres, tragen aber viel Last. Beim Reisemobil kommt die besondere Bauart hinzu, die der Beitrag [Wohnmobilreifen mit CP-Kennung](https://www.reifentiefpreis.de/blog/wohnmobilreifen-cp-kennung) erklärt.
- **Klassiker und Saisonfahrzeuge.** Hier ist das Alter praktisch immer das Wechselkriterium. Der Ratgeber [Oldtimer- und Youngtimer-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/oldtimer-youngtimer-reifen) geht auf Bauart und Zulassungsfragen ein; passende Ware steht unter [Anhänger- und Oldtimer-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/sonstige/anhaenger-oldtimer) und – für seltene Klassik-Größen – beim [Radar Dimax Classic](https://www.reifentiefpreis.de/blog/radar-dimax-classic).
- **Das Motorrad.** Es steht das halbe Jahr, und die Gummimischung ist weicher ausgelegt. Warum das Alter hier oft vor dem Profil kommt, steht im Ratgeber [Wie alt ein Motorradreifen sein darf](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-alter); wo Sie am Zweirad richtig messen, im Beitrag zum [Motorradreifen-Verschleiß](https://www.reifentiefpreis.de/blog/motorradreifen-verschleiss-wechseln). Das Sortiment finden Sie unter [Motorradreifen für die Straße](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/motorrad/strasse).
- **Der Gebrauchtwagen.** Vier gleich alte, gleich abgefahrene Reifen sind ein gutes Zeichen, vier verschiedene Produktionswochen ein Anlass zum Nachfragen. Die Checkliste dazu steht unter [Reifen beim Gebrauchtwagenkauf prüfen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-gebrauchtwagen-kaufen).

Und noch ein Punkt, der mit Alterung nichts zu tun hat, sich aber über dieselbe Nummer klärt: Bei einer Sicherheits- oder Rückrufaktion grenzen die Hersteller die betroffene Ware fast immer über Produktionswochen ein. Wie Sie das prüfen, zeigt der Beitrag [Reifenrückruf prüfen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenrueckruf-pruefen).

## Fazit

Das Profil verrät, wie viel ein Reifen noch kann – die DOT-Nummer verrät, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Lesen Sie das Herstellungsdatum am letzten vierstelligen Block ab, und behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass die Wochenzählung dem amerikanischen Raster folgt und nicht der deutschen Kalenderwoche. Orientieren Sie sich an zehn Jahren als Obergrenze, bei Winterreifen eher an acht, und prüfen Sie parallel Risse, Härte und Verformungen.

Vor allem aber: Das Alter ist die einzige Kenngröße, die Ihnen kein Datenblatt liefert. Fünf der sechs gesetzlich vorgeschriebenen Flankenangaben stehen in jedem ordentlichen Katalog – das Datum steht nur auf dem Reifen. Ein Blick auf die Flanke kostet zwei Minuten und beantwortet eine Frage, die sonst offenbleibt. Welche weiteren Vorschriften rund um Reifen in Deutschland gelten, fasst der Überblick [Reifenvorschriften in Deutschland](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-und-gesetz-welche-vorschriften-in-deutschland-wirklich-gelten) zusammen; Begriffe zum Nachschlagen sammelt unser [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.de/wiki), und den passenden Satz finden Sie über die [Reifensuche](https://www.reifentiefpreis.de/suche).

Quellen: 49 CFR § 574.5 und die NHTSA-Schlussregel von 2015 zur Reifenkennzeichnung, § 36 Absatz 7 StVZO, § 3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO sowie die Altersempfehlungen von ADAC, Continental und Michelin – alle im Text verlinkt. Die Katalogzahlen stammen aus dem offenen Produktkatalog von Reifentiefpreis.de mit Stand vom 16. September 2026.

## Häufige Fragen

### Gibt es in Deutschland ein gesetzliches Höchstalter für Autoreifen?
Für normale Pkw-Reifen nicht – der ADAC hält ausdrücklich fest, dass es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt. Eine Ausnahme sind Anhänger mit Tempo-100-Zulassung: Dort müssen die Reifen zum Zeitpunkt der Fahrt jünger als sechs Jahre sein. Ansonsten zählen Empfehlung und Zustand.

### Stimmt die Produktionswoche aus der DOT-Nummer mit unserer Kalenderwoche überein?
Nein. Die US-Vorschrift zählt ab der ersten vollen Kalenderwoche des Jahres, und diese Woche läuft von Sonntag bis Samstag. Die deutsche Zählung nach ISO 8601 beginnt am Montag. Beide Raster weichen um Tage voneinander ab – nutzen Sie den Code als Wochen-, nicht als Tagesangabe.

### Warum steht das Herstellungsdatum nicht in der Artikelbeschreibung?
Weil es zum einzelnen Reifen gehört, nicht zum Artikel: Zwei Exemplare derselben Artikelnummer können aus verschiedenen Produktionswochen stammen. Von den sechs gesetzlich vorgeschriebenen Flankenangaben ist das Datum die einzige, die in keinem Katalog steht.

### Ist ein Reifen mit ein, zwei Jahren Lagerzeit ein Mangel?
Nein, eine gewisse Lagerzeit ist normal. Der ADAC empfiehlt Verbrauchern höchstens zwei Jahre; Continental hält einen sachgemäß gelagerten Reifen technisch bis zu fünf Jahre nach der Produktion für uneingeschränkt verwendbar. Ab mehr als fünf Jahren ist im Fachhandel ein Preisnachlass üblich.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenalter-dot-nummer
