# 5.250 Reifengrößen wären möglich – im Regal stehen 573

Veröffentlicht: 16.09.2026 · Aktualisiert: 16.09.2026 · Kategorie: Reifengrößen & Kennzeichnung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Reifengrößen, Reifenauswahl, Sortiment, Kaufberatung, Winterreifen

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/reifenlager-groessenraster.jpg

Eine Pkw-Reifengröße besteht aus drei Zahlen: Breite, Querschnitt, Felgendurchmesser. Wer die Werte kombiniert, die im Handel tatsächlich vorkommen, kommt auf 5.250 rechnerisch mögliche Größen. Im Regal stehen davon 573. Neun von zehn denkbaren Kombinationen gibt es schlicht nicht — und genau das erklärt drei Dinge, über die sich Autofahrer regelmäßig wundern: warum die eigene Größe manchmal nur eine Handvoll Treffer liefert, warum ein Exot doppelt so viel kostet wie ein Massenformat, und warum das Aufrunden auf die nächstgrößere Zahl meistens ins Leere läuft.

Wir haben das nachgezählt — nicht am Weltmarkt, sondern an unserem eigenen Katalog. Grundlage ist der offene Produktkatalog von Reifentiefpreis.de mit Stand vom 15. September 2026: 58.267 Datensätze, darunter 54.060 echte Reifen (Felgen herausgefiltert). Davon entfallen 36.037 auf Pkw-Reifen, und 35.988 dieser Artikel tragen eine saubere metrische Größenangabe nach dem Muster 205/55 R16. Diese 35.988 Artikel sind die Datenbasis für alles, was jetzt kommt. Alle Zahlen beschreiben also, was bei uns bestellbar ist — nicht, was es auf der Welt gibt.

## Drei Zahlenreihen — mehr Bausteine hat eine Pkw-Größe nicht

Die Größenangabe auf der Flanke ist kein Freitext, sondern eine Kombination aus drei festen Reihen. Im Pkw-Bestand kommen genau **25 Breiten** vor: von 115 bis 355 Millimetern, lückenlos im Zehnerschritt. Dazu **15 Querschnitte** — 25, 30, 35 und so weiter bis 95, durchgehend im Fünferschritt. Und **14 Felgendurchmesser** von 10 bis 24 Zoll, ebenfalls ohne Lücke. Wer wissen will, was die einzelnen Zeichen bedeuten und wo sie auf dem Reifen stehen, findet das in unserem Ratgeber zum [Ablesen der Reifengröße auf der Flanke](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-ablesen-was-die-zahlen-und-buchstaben-auf-der-reifenflanke-bedeuten) Position für Position erklärt.

Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Baukasten: drei Reihen, frei kombinierbar, fertig. Genau dieser Eindruck führt in die Irre. Denn die Reihen sind zwar lückenlos, ihre Kombinationen sind es überhaupt nicht. Eine Reifengröße entsteht nicht dadurch, dass jemand drei Zahlen zusammenstellt, sondern dadurch, dass ein Fahrzeughersteller für ein konkretes Modell ein Rad definiert — mit einem Abrollumfang, der zum Tachoabgleich und zur Getriebeübersetzung passt, mit einer Tragfähigkeit, die zur Achslast passt, und mit einem Bauraum, der zu Radhaus und Bremsanlage passt. Erst danach fragt die Reifenindustrie, ob sich für diese Kombination eine Produktion lohnt.

Das Ergebnis ist ein sehr ungleichmäßig besetztes Raster. Über alle Reifenarten hinweg — Pkw, Transporter, Offroad, Motorrad, Sonderreifen — führt unser Katalog 1.733 verschiedene Größenangaben in neun Schreibweisen. Der Pkw-Teil mit seiner sauberen Metrik ist davon nur ein Ausschnitt, aber der mit Abstand größte.

## 5.250 Kombinationen wären möglich — 573 stehen im Regal

Die Rechnung ist schnell gemacht: 25 Breiten mal 15 Querschnitte mal 14 Zollgrößen ergibt **5.250 mögliche Kombinationen**. Tatsächlich im Sortiment vorhanden sind **573** — das sind **10,9 Prozent**. Anders gesagt: Knapp neun von zehn Größen, die man sich aus den vorhandenen Bausteinen zusammensetzen könnte, existieren als Produkt nicht.

Und die 573, die es gibt, sind untereinander extrem unterschiedlich stark besetzt. Im Durchschnitt liegen 62,8 Artikel je Größe im Regal, der **Median liegt aber bei nur 12**. Das ist der klassische Fingerabdruck einer sehr schiefen Verteilung: Wenige Größen tragen fast alles, die Mehrzahl ist dünn.

- **212 Größen (37,0 Prozent) haben höchstens fünf Artikel.** In mehr als jeder dritten existierenden Größe passt das gesamte Angebot also auf eine Bildschirmseite.
- **274 Größen (47,8 Prozent) haben höchstens zehn Artikel.** Fast die Hälfte des Rasters liegt damit unter dem, was die meisten Käufer überhaupt als Auswahl empfinden.
- **Die 50 größten Größen tragen 49,3 Prozent aller Pkw-Reifen.** Die 100 größten tragen **73,2 Prozent**.

Diese letzte Zahl ist die wichtigste des ganzen Beitrags — und sie hat zwei Seiten. Die eine: Das Sortiment ist viel schmaler, als die Zahl 573 vermuten lässt. Die andere: Die allermeisten Autofahrer merken davon nichts, weil ihr Fahrzeug eine der hundert großen Größen fährt. Wer dagegen in einer der übrigen 473 unterwegs ist, erlebt einen völlig anderen Markt.

## Warum Aufrunden fast immer ins Leere läuft

Der häufigste Denkfehler beim Reifenkauf ist, die Größe wie eine Kleidergröße zu behandeln: passt die nicht, nimmt man eben eine Nummer größer. Wir haben deshalb für jede der 573 Größen geprüft, wie viele ihrer sechs direkten Nachbarn überhaupt existieren — also zehn Millimeter breiter, zehn schmaler, ein Querschnittsschritt höher, einer flacher, ein Zoll größer, ein Zoll kleiner.

Das Ergebnis: **Im Schnitt existieren nur 3,70 von 6 direkten Nachbarn.** Im Einzelnen ist ein zehn Millimeter breiterer Reifen bei gleicher Flanke und Felge in 67,4 Prozent der Fälle vorhanden, der nächste Querschnittsschritt in 57,9 Prozent, die nächste Zollgröße in 59,9 Prozent. Jeder zweite bis dritte Ausweichversuch landet also bei einer Kombination, die es als Produkt gar nicht gibt.

Besonders deutlich wird das bei den Extremfällen: **33 Größen (5,8 Prozent) haben nicht einen einzigen direkten Nachbarn.** Sie stehen als Insel im Raster. Die größte dieser Inseln ist **215/45 R20** mit 58 Artikeln — eine Größe, die für sich gut versorgt ist, in deren unmittelbarer Umgebung aber nichts liegt. Weitere Beispiele sind 175/65 R17 (30 Artikel), 155/70 R19 (24) und 145/60 R13 (14). Wer hier ausweichen will, hat schlicht kein Ziel.

Zum Vergleich die Gegenprobe bei den großen Formaten: **205/55 R16 und 195/65 R15 haben beide alle sechs Nachbarn**, bei 225/45 R17 sind es fünf von sechs. Wer eine Massengröße fährt, hat also nicht nur mehr Reifen zur Auswahl, sondern auch mehr rechnerische Ausweichmöglichkeiten — die er allerdings ebenfalls nicht frei nutzen darf, dazu gleich mehr.

## Wo das Raster dicht ist — und wo es ausdünnt

Verteilt man die 573 Größen auf die Felgendurchmesser, zeigt sich ein klarer Schwerpunkt im mittleren und oberen Bereich. Die meisten Größen gibt es in **20 Zoll (74)**, dicht gefolgt von **17 Zoll (73)**, **18 Zoll (67)**, **19 Zoll (65)**, **15 Zoll (63)** und **16 Zoll (61)**. Danach fällt es steil ab: 21 Zoll kommt auf 47, 22 Zoll auf 40, 23 Zoll auf 12 und 24 Zoll auf ganze 3. Nach unten sieht es nicht besser aus — **14 Zoll hat nur 29 Größen, 13 Zoll 27, 12 Zoll 9 und 10 Zoll 3**.

Insgesamt liegen **66,5 Prozent aller Größen bei 17 Zoll oder mehr**, während diese Größen 64,1 Prozent der Artikel tragen. Das große Rad ist also nicht nur Mode, es ist im Sortiment auch die Regel. Für Fahrer kleiner und älterer Autos ist das die unangenehmere Seite derselben Statistik: Die Auswahl in 13 und 14 Zoll ist nicht nur zahlenmäßig klein, sie ist auch qualitativ eingeschränkt — welche Label-Klassen dort überhaupt vorkommen, haben wir in der Auswertung zu [Label-Klassen in kleinen Felgengrößen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenauswahl-nach-groesse) getrennt nachgezählt. Wie dünn es speziell im Winter aussieht, steht in unserer Bestandsaufnahme zu [Winterreifen in 14 Zoll](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterreifen-14-zoll).

Bei den Querschnitten liegt der Schwerpunkt bei den flachen bis mittleren Werten: 40 kommt in 61 Größen vor, 35 in 59, 60 und 45 in je 58. Ganz oben wird es einsam — **Querschnitt 95 existiert in genau einer Größe, 85 in vier, 90 in sechs und 75 in 15**. Hohe Flanken sind am Pkw praktisch ausgestorben; sie leben nur noch in Nischen weiter. Was die Flankenhöhe für Komfort, Preis und Auswahl bedeutet, haben wir in der Auswertung [Flache Flanke, hoher Preis](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-querschnitt-preis) beschrieben, und was die Breite bewirkt, im Ratgeber zu [breiten und schmalen Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenbreite-breit-oder-schmal).

## Die Auswahl bricht schneller weg als die Größenliste

Dass eine Größe existiert, heißt noch lange nicht, dass man in ihr etwas zu entscheiden hat. Wir haben die 573 Größen nach Sortimentsbreite sortiert und in vier gleich große Gruppen geteilt. Der Unterschied zwischen oben und unten ist dramatisch:

- **Dickstes Viertel (143 Größen):** im Median 178 Artikel von 59 Marken je Größe.
- **Zweites Viertel:** 28 Artikel von 15 Marken.
- **Drittes Viertel:** 6 Artikel von 4 Marken.
- **Dünnstes Viertel (144 Größen):** **1 Artikel von 1 Marke.**

Im unteren Viertel gibt es also im Regelfall gar keine Wahl mehr, sondern nur noch ein Angebot. Über den gesamten Bestand gerechnet haben **110 Größen nur eine einzige Marke** und **196 Größen höchstens drei**. Der Trost für die meisten Leser: Diese 196 Größen tragen zusammen nur **1,1 Prozent aller Pkw-Reifen**. Die Enge ist real, aber sie trifft wenige Fahrzeuge — und die dafür hart.

Beim Preis hängt der Zusammenhang weniger geradlinig zusammen, als man erwartet. Rechnet man je Größe den mittleren Preis und vergleicht die Viertel, liegt das dickste Viertel bei **106,81 Euro**, das zweite bei **167,63 Euro** und das dritte bei **187,38 Euro**. Das dünnste Viertel fällt mit **150,70 Euro** wieder zurück — weil dort nicht nur teure Exoten liegen, sondern auch kleine Sonderformate mit niedrigem Materialeinsatz. Der Gesamt-Median über alle Pkw-Reifen liegt bei 100,76 Euro. Festhalten lässt sich damit: Die größte Preisersparnis liegt eindeutig in den breit besetzten Massengrößen, während alles darüber hinaus spürbar teurer wird.

## Was die dünne Größe kostet: ein Rechenbeispiel

Der Unterschied lässt sich an zwei realen Größen zeigen. **205/55 R16** ist die meistbesetzte Pkw-Größe in unserem Sortiment: **851 Artikel von 85 Marken**, günstigstes Angebot 34,67 Euro, Median **66,71 Euro**. Dagegen **215/45 R20**, die größte Insel im Raster: **58 Artikel von 22 Marken**, günstigstes Angebot 69,35 Euro, Median **164,44 Euro**.

Das ist der **2,5-fache mittlere Preis bei einem Fünfzehntel der Auswahl** — und dabei ist 215/45 R20 im Vergleich zum unteren Viertel noch gut versorgt. Auf einen Satz von vier Reifen gerechnet macht der Unterschied zwischen den beiden Größen im Median rund 390 Euro aus. Wer beim Autokauf noch die Wahl zwischen Radgrößen hat, entscheidet damit über Jahre hinweg mit.

In der dichten Größe reicht die Spannbreite von günstigen Zweitmarken bis zum Premiumreifen — etwa vom [Barum Polaris 6 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/barum-polaris-6-205-55-r16-91h-145253) über den [Dunlop Winter Sport 5 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/dunlop-winter-sport-5-205-55-r16-91h-106084) bis zum [Continental WinterContact TS 870 205/55 R16 91T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-wintercontact-ts-870-205-55-r16-91t-119651). In der Inselgröße 215/45 R20 ist das Feld schmaler und beginnt spürbar höher, etwa mit dem [Continental AllSeasonContact 2 215/45 R20 95T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-allseasoncontact-2-215-45-r20-95t-137313). Wie stark der Markenname allein den Preis bewegt, haben wir am Winterreifen in der Auswertung zu [Zweitmarken im selben Konzern](https://www.reifentiefpreis.de/blog/zweitmarken-winterreifen-preis) durchgerechnet.

## Im Winter fehlen 177 Größen ganz

Jetzt, zum Saisonwechsel, wird das Raster noch einmal enger — denn es ist je nach Saison unterschiedlich besetzt. Von den 573 Pkw-Größen gibt es **Sommerreifen in 503, Winterreifen in 358 und Ganzjahresreifen in 317**. In 258 Größen ist alles drei vorhanden. Der interessante Teil steht am Rand:

- **In 177 Größen gibt es Sommerreifen, aber keinen einzigen Winterreifen.** Betroffen sind 612 Sommerartikel. Und nur 14 dieser 177 Größen haben wenigstens einen Ganzjahresreifen als Ausweg.
- **Umgekehrt gibt es nur 32 Größen mit Winter-, aber ohne Sommerreifen** — reine Winterformate sind die seltene Ausnahme.
- **79 der 358 Wintergrößen haben höchstens zwei Modelle.** Auch dort, wo es Winterreifen gibt, ist die Auswahl oft eine Handvoll.

Die Lücke trifft vor allem sehr flache und sehr breite Sportformate. Ganz oben in der Liste stehen 215/35 R18 (31 Sommerreifen, kein Winterreifen), 235/30 R20 (24), 195/45 R15 (22), 205/70 R14 (20) und 195/40 R17 (19). Wer ein solches Rad fährt, kommt um ein zweites Radsatzformat für den Winter nicht herum — und genau dafür ist das Verkleinern der Winterräder gedacht, das wir im Ratgeber zu [Winterrädern eine Nummer kleiner](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterraeder-eine-nummer-kleiner) beschrieben haben. Welche Ganzjahresreifen in welchen Flankenhöhen überhaupt angeboten werden, steht in der Auswertung zu [Ganzjahresreifen nach Querschnitt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ganzjahresreifen-nach-querschnitt). Die Saisonzahlen decken übrigens Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen ab; die 499 Sportreifen im Bestand laufen als eigene Gruppe und sind hier nicht mitgezählt.

## Warum Sie Ihre Größe nicht frei wählen dürfen

Bis hierher ging es um Verfügbarkeit. Die zweite Hürde ist rechtlicher Natur — und sie ist in der Praxis die härtere. Welche Reifengrößen an Ihrem Auto gefahren werden dürfen, steht nicht im Reifenregal, sondern in den Fahrzeugpapieren beziehungsweise in der EG-Übereinstimmungsbescheinigung. Wie Sie die zulässigen Größen dort finden und was die Vorschriften verlangen, haben wir im Ratgeber zu den [im Fahrzeugschein zugelassenen Reifengrößen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroesse-zugelassen-fahrzeugschein) zusammengestellt.

Drei Bedingungen müssen zusammenkommen, damit eine andere Größe überhaupt in Frage kommt. Erstens der **Abrollumfang**: Er muss so nah am Original liegen, dass Tacho und Fahrassistenzsysteme weiterhin stimmen — nachzurechnen mit unserem Beitrag zum [Abrollumfang bei einem Größenwechsel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/abrollumfang-reifengroesse). Zweitens die **Felge**: Nicht jede Reifenbreite darf auf jede Maulweite, und die zulässige Spanne ist enger, als viele denken — Details stehen in der Übersicht zur [passenden Felgenmaulweite](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgenmaulweite-reifenbreite). Drittens die **Tragfähigkeit und die Geschwindigkeitskategorie**: Beide dürfen die Vorgaben des Fahrzeugs nicht unterschreiten, was wir im Ratgeber zu [Lastindex und Geschwindigkeitsindex](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lastindex-geschwindigkeitsindex) erklärt haben.

Erst wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind, beginnt die Frage nach der Verfügbarkeit — und genau an dieser Stelle schlägt das dünne Raster zu. Wer über eine größere Felge nachdenkt, findet die erlaubten Wege im Ratgeber zum [Plus-Sizing mit größeren Felgen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/groessere-felgen-plus-sizing). Und wer überlegt, vorn und hinten unterschiedlich zu bereifen, sollte vorher die Regeln zur [Mischbereifung am Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/blog/mischbereifung-erlaubt) kennen.

## So gehen Sie vor, wenn Ihre Größe dünn besetzt ist

1. **Alle zugelassenen Größen aus den Papieren heraussuchen.** Viele Fahrzeuge haben zwei bis fünf freigegebene Formate. Der Wechsel auf ein anderes, bereits eingetragenes Format ist der einzige Schritt, der ohne jede Prüfung funktioniert — und oft der wirksamste.
2. **Jede dieser Größen einzeln im Shop aufrufen.** Die Größenseiten zeigen den tatsächlichen Bestand, nicht die Theorie. Ein Blick auf [205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16) und [195/65 R15](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/195-65-r15) zeigt, wie ein dicht besetztes Format aussieht; über die [Reifensuche](https://www.reifentiefpreis.de/suche) kommen Sie zu jedem anderen.
3. **Früh bestellen, wenn die Größe dünn ist.** In einer Größe mit einer Handvoll Artikeln entscheidet der Lagerbestand, nicht der Geschmack. Zum Saisonstart ist das der Unterschied zwischen Auswahl und Notkauf.
4. **Ganzjahresreifen als Möglichkeit prüfen, nicht als Automatismus.** In 14 der 177 winterfreien Größen ist das die einzige wintertaugliche Option überhaupt. Das Angebot an [Ganzjahresreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/ganzjahresreifen) ist dort schnell überschaubar.
5. **Beim nächsten Autokauf die Radgröße mitbewerten.** Die Entscheidung zwischen zwei ab Werk angebotenen Radgrößen ist eine Preisentscheidung über die gesamte Haltedauer — und eine Entscheidung darüber, ob Sie später 178 Reifen zur Auswahl haben oder einen.

## Fazit

Das Reifengrößen-Raster sieht aus wie ein Baukasten, ist aber ein Katalog historischer Einzelentscheidungen der Fahrzeugindustrie. 5.250 Kombinationen wären rechnerisch möglich, 573 stehen bei uns im Regal, und 100 davon tragen fast drei Viertel aller Artikel. Wer in einer der großen Größen unterwegs ist, merkt davon nichts und hat die volle Auswahl. Wer es nicht ist, sollte zwei Dinge wissen: Aufrunden hilft fast nie, weil im Schnitt nur 3,70 von 6 Nachbargrößen überhaupt existieren — und im Winter fehlen 177 Größen vollständig, in denen es Sommerreifen gibt.

Die praktische Konsequenz ist unspektakulär, aber wirksam: Papiere lesen, alle freigegebenen Formate prüfen, und bei dünner Besetzung früh kaufen. Das passende Angebot finden Sie in unserem Sortiment an [Pkw-Reifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw), im Winter speziell bei den [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen). Begriffe, die Ihnen dabei begegnen, erklärt unser [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.de/wiki).

## Häufige Fragen

### Darf ich statt 205/55 R16 einfach 215/55 R16 fahren?
Nur, wenn diese Größe für Ihr Fahrzeug freigegeben ist. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere beziehungsweise die EG-Übereinstimmungsbescheinigung, außerdem müssen Abrollumfang, Felgenmaulweite sowie Last- und Geschwindigkeitsindex passen. Dass eine Größe im Shop verfügbar ist, sagt über die Zulässigkeit an Ihrem Auto nichts aus.

### Warum ist mein Reifen so teuer, obwohl er nicht besonders groß ist?
Der Preis hängt stärker an der Stückzahl als am Materialeinsatz. In breit besetzten Größen konkurrieren Dutzende Marken miteinander, in dünn besetzten oft nur eine oder zwei. Unsere Auswertung zeigt im mittleren Preis 106,81 Euro im breitesten Viertel der Größen gegenüber 167,63 und 187,38 Euro in den beiden Vierteln darunter.

### Gibt es zu jeder Sommergröße auch einen Winterreifen?
Nein. In 177 der 573 Pkw-Größen unseres Katalogs gibt es Sommer-, aber keine Winterreifen, und nur 14 davon haben wenigstens einen Ganzjahresreifen. Betroffen sind vor allem sehr flache und sehr breite Sportformate; hier bleibt in der Regel nur ein zweiter Radsatz in einer kleineren, freigegebenen Größe.

### Wie erkenne ich vor dem Kauf, ob meine Größe gut versorgt ist?
Rufen Sie die Größenseite im Shop auf und schauen Sie auf die Zahl der Treffer und die Zahl der Marken. Ab etwa 100 Artikeln haben Sie eine echte Wahl zwischen Preisklassen und Saisonarten. Liegen Sie deutlich darunter, planen Sie den Kauf frühzeitig und prüfen Sie parallel die anderen für Ihr Fahrzeug freigegebenen Formate.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifengroessen-raster
