# Jedes dritte E beim Nassgriff ist kein Messwert: der Füllwert im Reifenetikett

Veröffentlicht: 06.10.2026 · Aktualisiert: 09.10.2026 · Kategorie: Reifenlabel & EU-Kennzeichnung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: EU-Reifenlabel, Nasshaftung, EPREL, Reifenkennzeichnung, Reifenkauf

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/fuellwert-im-etikett.jpg

Drei Angaben stehen auf jedem EU-Reifenlabel: ein Buchstabe für die Kraftstoffeffizienz, ein Buchstabe für die Nasshaftung und ein Dezibelwert für das Rollgeräusch. Eine bestimmte Kombination dieser drei Werte taucht in unserem Sortiment auffällig oft auf: **E, E und 79 dB** — zweimal die schwächste Klasse, dazu ein hoher Geräuschwert. Wer das sieht, sortiert den Reifen aus. Wir haben am 6. Oktober 2026 den kompletten eigenen Katalog daraufhin durchgezählt und kommen zu einem anderen Ergebnis: In den allermeisten dieser Fälle ist die Kombination **gar kein Messergebnis**, sondern ein Füllwert, der eine Datenlücke schließt. Das ist mehr als eine Kuriosität für Datenfreunde, denn es hat zwei sehr handfeste Folgen. Erstens verkauft sich mancher Reifen schlechter, als er es verdient hätte. Zweitens verschiebt der Füllwert jede Statistik, die irgendjemand über Labelklassen aufstellt — auch unsere eigene.

## Zweimal E und 79 dB: die Kombination, die zu oft vorkommt

Zuerst zur Grundlage, denn bei Auszählungen entscheidet sie über alles. Ausgewertet haben wir die **lieferbaren Reifen aus den Rubriken, für die das Etikett überhaupt gilt**: Pkw, Offroad und SUV, Transporter sowie Lkw. Motorrad-, Roller- und Geräte-Reifen bleiben außen vor, weil sie gar nicht unter die Kennzeichnungspflicht fallen. In diesem Bereich stehen **48.162 lieferbare Ausführungen**, davon tragen **47.761 einen Nasshaftungswert** und 401 gar keinen.

In diesen 47.761 Ausführungen kommt die Kombination E / E / 79 dB **1.074-mal** vor. Diese Häufung ist der eigentliche Anfangsverdacht. Die drei Labelwerte entstehen aus drei völlig verschiedenen, voneinander unabhängigen Prüfungen: einem Rollwiderstandsversuch, einem Bremsversuch auf nasser Fahrbahn und einer Geräuschmessung an der vorbeirollenden Achse. Dass ausgerechnet die beiden Schlusslichter und ein glatter, hoher Dezibelwert über tausendmal exakt gemeinsam auftreten, lässt sich mit Produkteigenschaften kaum erklären. Reifen, die wirklich schlecht abrollen, sind nicht automatisch die, die schlecht bremsen — im Gegenteil, zwischen Rollwiderstand und Nassgriff steckt bekanntlich ein Zielkonflikt. Eine echte Verteilung streut. Diese hier streut nicht, sie klumpt.

Zum Vergleich: Über alle 47.761 Ausführungen verteilt sich die Nasshaftung auf **A 11.731, B 19.456, C 12.483, D 1.197 und E 2.837**. Die Klasse E ist mit nicht einmal sechs Prozent ohnehin selten — und mehr als ein Drittel dieser E-Werte entfällt auf jene eine Dreierkombination. Was die Buchstaben grundsätzlich bedeuten und wie sie zustande kommen, lesen Sie kompakt beim [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel).

## Das Erkennungsmerkmal: die Registernummer fehlt

Ein Verdacht ist noch kein Befund, also brauchte es ein hartes Unterscheidungsmerkmal. Es liegt in der Pflicht zur Registrierung. Seit dem 1. Mai 2021 muss jeder Reifen, der unter die [Verordnung (EU) 2020/740](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32020R0740) fällt, in der europäischen Produktdatenbank [EPREL](https://eprel.ec.europa.eu/screen/home) hinterlegt sein. Zu einem gemessenen Etikett gehört also eine Registriernummer — und die führen unsere Artikeldaten als eigenes Feld mit.

Genau an dieser Stelle fallen die 1.074 Treffer auseinander. **105 von ihnen nennen eine plausible, sechs- bis achtstellige Registriernummer.** Bei den übrigen 969 ist das Feld entweder ganz leer (778 Fälle), es enthält die glatte Zahl 1000000 (190 Fälle), die ersichtlich keine Registrierung ist, sondern ein Platzhalter, oder es steht eine Zahl darin, die für eine Registrierung schlicht zu kurz ist (1 Fall). Wir zählen deshalb **streng**: Als Füllwert gilt uns nur, was **beides** erfüllt — die Kombination E / E / 79 dB **und** keine brauchbare Registriernummer. Das sind **969 Ausführungen**. Hätten wir locker gezählt und allein auf die drei Buchstaben geschaut, wären es 1.074 gewesen; der Unterschied von gut hundert Reifen ist genau die Gruppe, die möglicherweise wirklich gemessen wurde.

Ein wichtiger Vorbehalt gehört dazu, und wir formulieren ihn bewusst eng: Eine fehlende Nummer in **unserer Artikelliste** beweist nicht, dass der Reifen in Brüssel nicht registriert wäre. Sie beweist nur, dass der Wert, den Sie auf der Produktseite sehen, **in diesem Moment nicht überprüfbar** ist — weder von Ihnen noch von uns. Dass die Lücke dabei kein Einzelfall ist, zeigt ein zweiter Zähler: Der Platzhalter 1000000 steht im Registerfeld von **4.398 der 48.162 Ausführungen, also 9,1 Prozent** — unabhängig davon, welches Etikett daneben steht. Wie weit die Beweiskraft einer solchen Nummer überhaupt reicht, haben wir an anderer Stelle auseinandergenommen: [was das EU-Register über einen Reifen wirklich sagt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/eprel-nummer-beweiskraft).

## Der Beweis: derselbe Reifen, einmal mit Messwert, einmal mit Füllwert

Der schlüssigste Beleg dafür, dass E / E / 79 dB keine Produkteigenschaft beschreibt, steckt nicht in einer Gesamtzahl, sondern in den Modellreihen selbst. **156 Modellreihen führen beides nebeneinander** — dieselbe Marke, derselbe Modellname, manche Ausführungen mit sauber gestreuten Messwerten, andere mit der Dreierkombination. Wäre der Wert eine Eigenschaft des Reifens, dürfte das nicht vorkommen.

Besonders deutlich wird es beim **Yokohama BluEarth-Winter (V906)**. Von diesem Winterreifen führen wir 95 lieferbare Ausführungen, und sie verteilen sich auf zwölf verschiedene Etikettenkombinationen. Der häufigste Eintrag ist 36-mal D / B / 71 dB, dazu kommen unter anderem 9-mal D / B / 70 dB und 8-mal D / B / 73 dB. **Wo gemessen wurde, steht bei diesem Reifen also fast durchgängig ein B beim Nassgriff.** Und dann stehen da noch **23 Ausführungen mit E / E / 79 dB** und ohne Registriernummer. Derselbe Reifen, dieselbe Gummimischung, dasselbe Profil — nur eine andere Dimension.

Das lässt sich an zwei Artikeln aus unserem Regal direkt nebeneinanderlegen. Der [Yokohama BluEarth-Winter (V906) 225/65 R17 102H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/yokohama-bluearth-winter-v906-225-65-r17-102h-128859) für 114,34 Euro trägt die Füllwert-Kombination. Zwei Zeilen weiter, in derselben Baureihe und auf derselben Felgengröße, steht der [Yokohama BluEarth-Winter (V906) 225/45 R17 94V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/yokohama-bluearth-winter-v906-225-45-r17-94v-123198) für 91,21 Euro mit D / B / 71 dB — also einer ordentlichen Nasshaftungsklasse. Wer die beiden nur nach den Buchstaben sortiert, hält den einen für einen gefährlichen Reifen und den anderen für einen soliden. Tatsächlich wissen wir vom ersten nur eines: dass wir nichts wissen.

Noch zugespitzter ist der Fall beim **Landsail Sentury SeasonsDragon 2**. Von dieser Baureihe stehen 64 Ausführungen im Regal, **63 davon tragen den Füllwert**. Die einzige Ausführung mit einer echten Registriernummer trägt **B / B / 72 dB** — also in beiden Klassen eine glatte Zwei statt zweimal der schlechtesten Note. Eine einzelne Messung beweist noch nicht, dass die 63 anderen ebenso gut sind; die Dimensionen unterscheiden sich, und die Werte könnten durchaus abweichen. Sie beweist aber sehr wohl, dass die 63 Einträge keine gemessene Aussage über diesen Reifen sind. Dass ein und derselbe Modellname je nach Größe ganz unterschiedliche Klassen tragen kann, ist dabei völlig normal und kein Hinweis auf einen Fehler — [warum derselbe Reifen je nach Größe ein anderes Etikett trägt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-nach-groesse), haben wir eigens nachgerechnet.

## Was das mit jeder Label-Statistik macht: jedes dritte E ist keines

Jetzt wird es unangenehm, denn die Folgen treffen auch unsere eigenen Auswertungen. Rechnet man die 969 Füllwerte aus der Grundgesamtheit heraus, bleiben 46.792 bewertbare Ausführungen — und die Verteilung der Nasshaftung verschiebt sich spürbar:

- **Klasse A:** 11.731 Ausführungen, naiv 24,56 Prozent, bereinigt **25,07 Prozent**
- **Klasse B:** 19.456 Ausführungen, naiv 40,74 Prozent, bereinigt **41,58 Prozent**
- **Klasse C:** 12.483 Ausführungen, naiv 26,14 Prozent, bereinigt **26,68 Prozent**
- **Klasse D:** 1.197 Ausführungen, naiv 2,51 Prozent, bereinigt **2,56 Prozent**
- **Klasse E:** naiv 2.837 Ausführungen oder 5,94 Prozent, bereinigt nur noch **1.868 oder 3,99 Prozent**

Die entscheidende Zeile ist die letzte. **969 von 2.837 gemeldeten E-Bewertungen sind Füllwerte — das ist mehr als jede dritte, genau 34,2 Prozent.** Nimmt man die beiden schwächsten Klassen zusammen, sinkt ihr Anteil von 8,45 auf **6,55 Prozent**. Wer also ausrechnet, wie viele Reifen im Markt schlecht bei Nässe bremsen, und dabei auf die Rohdaten schaut, überschätzt das Problem um gut ein Drittel.

Dass ein Etikett ohne Messung überhaupt zustande kommen darf, liegt übrigens nicht an einer Lücke im Gesetz, sondern an der Unterscheidung zwischen Pflicht und Praxis: Die Verordnung verlangt die Werte, prüft aber nicht jede einzelne Händlerangabe nach. Selbst das offizielle deutsche Informationsportal [dasreifenlabel.de](https://dasreifenlabel.de/reifenlabel/) stellt seine eigenen Vergleichszahlen unter den ausdrücklichen Vorbehalt, dass „nach den in der Verordnung (EU) 2020/740 festgelegten Versuchsverfahren gemessen wurde“. Der Vorbehalt steht dort als Fußnote — in der Praxis ist er die ganze Frage. Und sie ist keine Kleinigkeit: Laut derselben Quelle kann zwischen einem Reifen der Klasse A und einem der Klasse E bei einer Vollbremsung aus 80 km/h auf durchschnittlich griffiger Fahrbahn ein **bis zu 18 Meter kürzerer Bremsweg** liegen. Um diese 18 Meter geht es, wenn ein Buchstabe stimmt. Um gar nichts, wenn er nur ein Platzhalter ist. Welche Reifen tatsächlich und belegbar in den Klassen D und E landen, steht in unserer Auswertung zu [Nasshaftung D und E im Vergleichstest](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-d-und-e).

## 51 von 100 Marken — und ein paar überraschende Namen

Ein verbreitetes Vorurteil lässt sich an dieser Stelle gleich mit erledigen: Der Füllwert sei ein Billigmarken-Problem. Das stimmt nur zur Hälfte. Von den **100 Marken** im ausgewerteten Bereich tragen **51 mindestens eine Ausführung mit Füllwert** — also jede zweite. Die größten absoluten Posten lauten: Kumho 102, Landsail 76, **Pirelli 74**, Radar 56, Goodride 54, Nankang 54, Yokohama 52, **Michelin 45**, **Continental 42** und BFGoodrich 38. Dahinter folgen unter anderem Imperial 32, Hankook 30, Goodyear 26, Falken 24 und Bridgestone 14.

Aussagekräftiger als die absolute Zahl ist der Anteil am jeweiligen Markensortiment, weil große Marken naturgemäß auch mehr Treffer sammeln. Rechnet man die Quote für alle Marken mit mindestens 100 Ausführungen, ergibt sich ein klareres Bild: An der Spitze stehen **Landsail mit 15,0 Prozent** (76 von 507) und **Grenlander mit 14,7 Prozent** (15 von 102), es folgen Radar und Delinte mit je 8,5 Prozent sowie **Kumho mit 8,4 Prozent** (102 von 1.215). Die bekannten Namen liegen deutlich darunter: **Yokohama bei 3,8 Prozent** (52 von 1.354) und **Pirelli bei 2,8 Prozent** (74 von 2.624). Das Muster ist also real — bei den günstigen Importmarken fehlt die Messung häufiger —, aber es ist eben kein Alleinstellungsmerkmal. Auch bei Michelin, Continental und Pirelli finden Sie das Etikett ohne Inhalt.

## Vier Gründe, warum gerade dieser Reifen keinen Messwert hat

Schaut man sich an, **welche** Modelle den Füllwert tragen, lösen sich die 969 Fälle in vier gut unterscheidbare Gruppen auf — und sie haben denkbar wenig miteinander zu tun.

**Geländeprofile.** Mit 326 Ausführungen stellen die Offroad-Sommerreifen die größte Einzelgruppe, gefolgt von 263 Pkw-Sommerreifen, 147 Pkw-Ganzjahres- und 103 Pkw-Winterreifen. Bei grobstolligen Mud-Terrain-Profilen wie dem Goodyear Wrangler Duratrac RT, der allein 17 Treffer beisteuert, ist das nachvollziehbar: Für den harten Geländeeinsatz sieht die Verordnung eine ausdrückliche Ausnahme vor. Welche Ausnahmen das im Einzelnen sind, steht in unserem Beitrag dazu, [welche acht Ausnahmen die Verordnung macht](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifen-ohne-eu-label). Passende Profile finden Sie bei den [Offroad-Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/offroad/sommerreifen).

**Semislicks und Trackday-Reifen.** 25 der Füllwert-Treffer stehen in der Rubrik Pkw-Sportreifen, und 20 der 969 tragen einen Modellnamen, der typisch für Semislicks ist — darunter der Michelin Pilot Sport Cup 2 R und der Pirelli PZERO Trofeo RS. Hier ergibt eine genormte Nassbremsmessung nach Straßenverfahren schlicht wenig Sinn, und die Preise dieser Reifen liegen ohnehin jenseits dessen, was man versehentlich kauft.

**Noträder.** Der auffälligste Einzelposten überhaupt: **32 der 42 Continental-Treffer entfallen auf ein einziges Modell, den sContact** — das schmale Notrad mit erhöhtem Fülldruck. Der [Continental sContact 115/95 R17 95M](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-scontact-115-95-r17-95m-104710) für 79,34 Euro ist dafür ein typisches Beispiel. Ein Notrad fährt im Regelfall 80 km/h und ein paar Dutzend Kilometer; seine Nasshaftungsklasse ist für die Kaufentscheidung ungefähr so wichtig wie sein Rollgeräusch.

**Fehlende Datenpflege.** Bleibt die größte und ärgerlichste Gruppe: gewöhnliche Straßenreifen, bei denen die Werte einfach nie nachgetragen wurden — die 23 Yokohama-Winterreifen von oben, 16 Ausführungen des Kumho ECSTA Sport PS72, 10 Michelin Pilot Alpin 5. Hier ist der Füllwert weder Rechtslage noch Bauart, sondern eine Lücke, die jemand schließen müsste. Dass es auch anders geht, zeigt derselbe Hersteller im selben Modell: Der [Kumho WINTERCRAFT WP52+ 175/50 R15 79H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kumho-wintercraft-wp52-175-50-r15-79h-170717) für 61,51 Euro trägt ebenfalls E / E / 79 dB — aber mit einer echten Registriernummer. Dort ist der schwache Wert also offenbar gemessen und damit eine ehrliche Aussage. Insgesamt gilt das für 105 Ausführungen, und die Marken dahinter sind ganz andere als die Spitzenreiter der Füllwert-Liste: Falken 24, Nankang 17, Kumho 13 und Nokian 13 führen diese Gruppe an.

## Was Sie beim Reifenkauf damit anfangen

Die praktische Regel ist kurz und kostet Sie zehn Sekunden. Sehen Sie bei einem Reifen die Kombination E / E / 79 dB, **behandeln Sie sie nicht als schlechtes Ergebnis, sondern als fehlende Angabe** — es sei denn, daneben steht eine Registriernummer oder ein QR-Code, der in die EU-Datenbank führt. Steht dort eine Nummer, ist der schwache Wert ernst zu nehmen. Steht keine da, wissen Sie über diesen Reifen in Sachen Nassgriff nichts, weder Gutes noch Schlechtes.

Daraus folgt beides, in beide Richtungen. Sie sollten einen Reifen **nicht wegen dieser drei Werte aussortieren**, wenn alles andere passt — Sie sortieren dann womöglich einen B-Reifen aus, wie das Yokohama-Beispiel zeigt. Sie sollten ihn aber auch **nicht blind kaufen**: Wenn Ihnen der Nassgriff wichtig ist, nehmen Sie im Zweifel eine Ausführung mit belegten Werten. In den gängigen Dimensionen haben Sie fast immer die Wahl; in [225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-45-r17) etwa stehen Füllwert-Einträge und sauber gemessene Reifen direkt nebeneinander, und preislich trennt sie oft weniger, als man denkt.

> **Praxisregel:** Lesen Sie das Etikett nie ohne seinen Beleg. Drei Buchstaben ohne Registriernummer sind eine Behauptung, drei Buchstaben mit Registriernummer sind eine Messung. Nur Letztere taugt zum Vergleich zweier Reifen.

Und ein Wort in eigener Sache: Wir zeigen die Werte so an, wie sie uns die Lieferanten übermitteln, Füllwerte eingeschlossen — alles andere wäre eine stille Korrektur fremder Angaben. Was wir tun können, ist, die Lücke zu benennen und sie bei unseren eigenen Auswertungen herauszurechnen, statt sie mitzuzählen. Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus unserem Katalog vom 6. Oktober 2026 und ändern sich mit dem Sortiment. Wie oft Händlerangabe und Registereintrag auseinanderliegen, haben wir an [200 Winterreifen im EU-Register](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-eprel-pruefen) nachgeprüft; wo das Etikett generell an seine Grenzen stößt und wann ein unabhängiger Test die bessere Auskunft gibt, steht in [Label und Reifentest gegenübergestellt](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-oder-test). Begriffe rund um Flanke, Index und Etikett erklärt unser [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.de/wiki), und die aktuelle Auswahl für die kalte Jahreszeit finden Sie bei den [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen).

## Häufige Fragen

### Ist ein Reifen mit E / E / 79 dB ein schlechter Reifen?

In der Regel lässt sich das aus diesen Werten gar nicht ableiten. In 969 von 1.074 Fällen in unserem Sortiment fehlt die zugehörige Registriernummer, die Werte sind dann ein Platzhalter für eine Datenlücke. Steht dagegen eine gültige Nummer daneben — das ist bei 105 Ausführungen der Fall —, handelt es sich um ein echtes, schwaches Messergebnis, das Sie ernst nehmen sollten.

### Wo finde ich die EPREL-Nummer zu meinem Reifen?

Auf dem aufgeklebten Etikett führt der QR-Code oben rechts direkt zum Datensatz. Im Online-Handel steht die Registriernummer bei den technischen Daten des Artikels, sofern der Lieferant sie übermittelt hat. Fehlt sie dort und zeigt die Suche in der EU-Datenbank nichts an, sollten Sie die Labelwerte dieses Angebots als unbelegt behandeln.

### Warum trägt derselbe Reifen in einer anderen Größe plötzlich bessere Werte?

Jede Dimension wird einzeln geprüft und einzeln angemeldet, deshalb sind unterschiedliche Klassen innerhalb einer Baureihe völlig normal. Stehen aber in einer Größe plausible Werte und in der nächsten die Kombination E / E / 79 dB ohne Nummer, spricht das weniger für einen echten Unterschied als dafür, dass für diese eine Dimension keine Messwerte hinterlegt wurden.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-fuellwert
