# Reifenmarkt-Wochenrückblick KW 42/2026: Das Testfinale, ein Vier-Milliarden-Deal und ein Aktionstag für den Reifendruck

Veröffentlicht: 19.10.2026 · Aktualisiert: 19.10.2026 · Kategorie: Branche & Markt · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Wochenrückblick, Reifenmarkt, Ganzjahresreifen, Reifentest, Continental, Reifendruck

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/reifenmarkt-kw42-2026.jpg

In der vergangenen Woche (KW 42, 12. bis 18. Oktober 2026) hat der Reifenmarkt zwei sehr unterschiedliche Nachrichten gleichzeitig produziert: eine über Reifen und eine über Geld. Auf der Produktseite liegt das Ergebnis des größten deutschen Ganzjahresreifentests dieses Jahres vor — die Vorrunde hatten wir vor sieben Tagen noch als offene Baustelle beschrieben, jetzt steht das Finale. Auf der Unternehmensseite hat die EU-Kommission einen Vier-Milliarden-Deal durchgewunken, bei dem Continental einen kompletten Unternehmensbereich abgibt.

Dazwischen liegt eine Woche mit erstaunlich viel Substanz für Autofahrer: ein neuer europäischer Aktionstag, der sich ausgerechnet dem Reifendruck widmet, zwei Zahlenwerke zu Kosten und Kreislaufwirtschaft, ein wachsendes Werkstattnetz, ein insolventer Händler — und eine Verkehrskontrolle in Südhessen, die als Lehrstück taugt. Wir fassen zusammen, was belegt ist, nennen zu jeder Meldung die Quelle und sagen dazu, wo die Belege aufhören. Den Faden der Vorwoche finden Sie im [Rückblick auf die Vorwoche](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenmarkt-rueckblick-kw-41-2026).

## Das Finale ist da: „Großer Wurf" beim AutoBild-Ganzjahresreifentest 2026

Im letzten Wochenrückblick mussten wir den Leser vertrösten. AutoBild hatte zwar einen großen Ganzjahresreifentest angekündigt, veröffentlicht war aber nur die Qualifikationsrunde — eine Vorauswahl, keine Rangliste. Diese Lücke ist seit Donnerstag geschlossen: Die Ergebnisse des sogenannten Volltests liegen vor ([Reifenpresse.de zum AutoBild-Ganzjahresreifentest 2026](https://reifenpresse.de/2026/10/15/grosser-wurf-macht-beim-autobild-ganzjahresreifentest-2026-das-rennen/)).

Das Verfahren ist dokumentiert und erklärt viel über die Aussagekraft des Ergebnisses. Aus ursprünglich 30 Kandidaten hat das Blatt zunächst 15 Finalteilnehmer ausgesiebt, und zwar über die in Summe kürzesten Bremswege bei Nässe und im Trockenen. Erst diese 15 sind anschließend in die vollständige Bewertung gegangen. Wer also eine Platzierung aus diesem Test liest, muss wissen: Das Feld war vorher schon halbiert, und zwar nach genau zwei Kriterien. Ein Reifen, der in der Vorrunde ausgeschieden ist, kann in Disziplinen wie Schneetraktion, Rollwiderstand oder Verschleiß durchaus respektabel sein — er ist nur nie dort angekommen, wo das gemessen wurde.

Den Sieg hat ein Profil geholt, das erst im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde und mit dem seinem Hersteller dem Blatt zufolge „ein großer Wurf gelungen" ist. An der Spitze stehen drei Modelle mit dem Gesamturteil „vorbildlich". Über sie schreiben die Tester, sie hätten auf allen Fahrbahnzuständen Leistungen erzielt, die sich mit Sommer- und Winterreifen in deren jeweiligen Paradedisziplinen messen können — ein bemerkenswerter Satz, denn genau das war über Jahre das Hauptargument gegen die Gattung. „Der Verkaufserfolg von Ganzjahresreifen kommt nicht von ungefähr", heißt es dazu aus dem Testteam.

Gleichzeitig wiederholt AutoBild die Warnung aus der Vorrunde: Es tummelten sich inzwischen zahlreiche unbekannte Marken im Markt, von denen man besser die Finger lasse. Reifenentwicklung sei anspruchsvoll, weshalb bei diesem Produktvergleich „nicht umsonst (…) nur Premiumhersteller vorn" lägen. Das ist eine deutlichere Aussage als die übliche Markenschelte, weil sie sich diesmal auf ein Feld bezieht, das bereits über Bremswege vorgefiltert war.

Einzelnoten, Platzierungen und Modellnamen nennen wir auch diesmal nicht. Sie stehen im gedruckten Heft beziehungsweise hinter einer Bezahlschranke, und wir geben keine Testergebnisse wieder, die wir nicht selbst belegen können. Eine Angabe lässt sich dagegen festhalten, weil die Redaktion sie öffentlich richtiggestellt hat: Getestet wurde in der Dimension **225/45 R17**. In der ursprünglichen Veröffentlichung und in der Vorrunden-Tabelle hatte versehentlich 245/45 R17 gestanden; nach Leserhinweisen hat die Neue Reifenzeitung beides korrigiert und den Fehler offen eingeräumt.

Für die Einordnung lohnt der Seitenblick: In exakt dieser Größe hatte die Auto Zeitung bereits im September gemeinsam mit GTÜ und ARBÖ zehn Allwetterreifen geprüft. Was dieser Test belegt und wo seine Grenzen liegen, steht in unserem [ausführlichen Bericht zum Autozeitung-Ganzjahresreifentest](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ganzjahresreifen-225-45-r17-test). Zwei Prüfer, dieselbe Dimension, zwei Skalen — nebeneinanderlegen ja, gegeneinander aufrechnen nein. Warum die Gattung überhaupt so stark wächst, haben wir im Beitrag zum [Marktanteil der Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/ganzjahresreifen-marktanteil-2026) mit Zahlen hinterlegt.

In unserem eigenen Regal stehen in der getesteten Dimension derzeit 126 lieferbare Ganzjahresreifen, im gesamten Pkw-Programm sind es 8.026 (eigene Katalogabfrage, Stand 19. Oktober 2026). Zwei Vertreter der Größe mit belegten Labelwerten: Der [Continental AllSeasonContact 2 225/45 R17 94Y](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-allseasoncontact-2-225-45-r17-94y-137271) ist mit Nasshaftung B, Kraftstoffeffizienz C und 71 dB Rollgeräusch ausgewiesen und kostet 97,70 Euro, der [Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 225/45 R17 94W](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/goodyear-vector-4seasons-gen-3-225-45-r17-94w-114731) mit Nasshaftung B, Kraftstoffeffizienz C und 70 dB 97,97 Euro je Stück (Preise und Labelwerte Stand 19. Oktober 2026). Beide tragen das Alpine-Symbol und sind damit gesetzlich wintertauglich. Das vollständige Angebot finden Sie unter [225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/225-45-r17) sowie in der Übersicht der [Ganzjahresreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/ganzjahresreifen).

## Vier Milliarden Euro: EU-Kommission billigt den ContiTech-Verkauf

Die größte Unternehmensmeldung der Woche betrifft Continental, aber nicht das Reifengeschäft. Am Dienstag hat die EU-Kommission den Verkauf des Unternehmensbereichs ContiTech an Lone Star Funds gebilligt, eine Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in London ([Reifenpresse.de zur Freigabe durch die EU-Kommission](https://reifenpresse.de/2026/10/14/eu-kommission-billigt-verkauf-des-unternehmensbereichs-contitech/)). Dass Lone Star als Käufer feststeht, war seit dem Sommer bekannt; die kartellrechtliche Freigabe war der letzte große Vorbehalt.

Die Dimensionen sind beachtlich. ContiTech beschäftigt rund 22.000 Mitarbeiter und kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der vereinbarte Unternehmenswert beträgt vier Milliarden Euro, zuzüglich möglicher erfolgsabhängiger Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro in den Folgejahren. Die Kommission sah angesichts der „begrenzten Marktstellung der Unternehmen", die sich aus dem Vorhaben ergebe, keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Vollzogen werden könnte die Transaktion nach Einschätzung von Continental aus dem Sommer noch zum Ende dieses Jahres.

Was heißt das für den Reifenkäufer? Zunächst einmal nichts. ContiTech ist der Industriebereich des Konzerns — Kautschuk- und Kunststofftechnik, also Schläuche, Antriebsriemen, Förderbänder, Dichtungen und Luftfedersysteme. Pkw-, Transporter-, Lkw- und Zweiradreifen gehören nicht dazu. Wer in den nächsten Wochen Schlagzeilen über „den Verkauf bei Continental" liest, sollte diesen Unterschied im Kopf behalten, bevor er daraus Rückschlüsse auf Verfügbarkeit oder Preise seiner Reifen zieht.

Interessant ist der Vorgang trotzdem, und zwar als Richtungsentscheidung. Der Konzern ordnet sich seit geraumer Zeit neu und trennt sich von Geschäftsfeldern, die nicht zum Kern gehören. Dass der Reifenbereich dabei bleibt, ist für einen Händler wie uns die relevantere Information. Eine andere Continental-Entscheidung mit unmittelbareren Folgen für den Handel haben wir seinerzeit eigens aufgearbeitet: den [Rückzug aus Teilen des Reifenhandels](https://www.reifentiefpreis.de/blog/continental-rueckzug-reifenhandel).

## Ein europäischer Aktionstag — ausgerechnet für den Reifendruck

Die sympathischste Meldung der Woche kam am Dienstag. Die Allianz Zukunft Reifen (AZuR) ruft für den **3. Juni 2027** den ersten „European Tyre Pressure Day" aus ([Reifenpresse.de zum European Tyre Pressure Day](https://reifenpresse.de/2026/10/13/anfang-juni-2027-soll-es-erstmals-einen-european-tyre-pressure-day-geben/)). An diesem Tag sollen Werkstätten, Waschanlagen, Flotten, Unternehmen, Hochschulen, Kommunen und Privatleute in ganz Europa den Reifendruck ihrer Fahrzeuge prüfen — angefangen bei den über 90 Partnern des Netzwerks selbst. Die Anmeldung läuft ab sofort über die [Kampagnenseite zum European Tyre Pressure Day](https://www.european-tyre-pressure-day.com/).

Das Vorbild ist deutsch und liegt brach: die Aktion „Wash & Check", die hierzulande lange im Rahmen der „Initiative Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!" durchgeführt wurde und nach dem Ausscheiden des Deutschen Verkehrssicherheitsrates seit einiger Zeit ruht. Der neue Aktionstag greift die Idee auf europäischer Ebene wieder auf.

Bemerkenswert ist die Begründung, weil sie nicht die übliche ist. Üblich wäre das Sicherheitsargument: zu wenig Luft, längerer Bremsweg. AZuR argumentiert stattdessen mit Ressourcen. Ziel sei es, sichtbar zu machen, „wie viel Reifenleben an dieser kleinen Routine hängt – und wie viele Reifen heute aussortiert werden, obwohl ihr Profil noch ausreichen würde". Gemeint ist der Zusammenhang zwischen falschem Luftdruck und ungleichmäßigem Verschleiß: Ein dauerhaft zu gering befüllter Reifen reibt an den Schultern stärker ab als in der Mitte und ist an den Flanken früher am Ende, während in der Mitte noch Profil steht. Der Reifen wird dann nicht ersetzt, weil er abgefahren wäre, sondern weil er ungleichmäßig abgefahren ist.

Diese Perspektive ist für Ihren Geldbeutel genauso relevant wie für die Ökobilanz, und sie betrifft jede Umrüstung. Dass der Druck mit sinkenden Temperaturen von allein fällt und was das für die Kontrollleuchte bedeutet, steht im Ratgeber zu [Reifendruck bei Kälte und RDKS](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifendruck-kaelte-rdks) — gerade jetzt, mitten in der Umrüstsaison, der praktischste Punkt dieser ganzen Wochenübersicht.

## Kabelbinder am Traktorreifen: eine Verkehrskontrolle als Lehrstück

Mitte der Woche hat die Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen auf der Bundesstraße 38 einen Mann aus dem Odenwaldkreis mit seinem Traktor kontrolliert. Am linken Vorderreifen fiel den Beamten ein notdürftig „reparierter" Reifenschaden auf — verwendet worden waren dafür Kabelbinder. Die Polizei hat die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagt, bis ein Reifenwechsel vorgenommen wurde; zudem muss sich der Fahrer in einem Verfahren verantworten ([Reifenpresse.de zur Verkehrskontrolle in Südhessen](https://reifenpresse.de/2026/10/16/polizei-untersagt-weiterfahrt-nach-abenteuerlicher-reifenreparatur/)).

Man kann über den Einfall schmunzeln, aber der Fall zeigt eine Grenze, die vielen unklar ist. Reifenreparatur ist nichts Verbotenes — sie ist nur an Bedingungen geknüpft. Zulässig instand gesetzt wird in aller Regel ausschließlich die Lauffläche, und zwar fachgerecht von innen, nach Demontage und Begutachtung der Karkasse, innerhalb eines festgelegten Schadensdurchmessers. Alles, was die Flanke betrifft, ist tabu, weil dort die tragende Struktur sitzt und keine Einlage die Walkarbeit dauerhaft mitmacht.

Von außen aufgebrachte Hilfsmittel erfüllen keine dieser Bedingungen. Sie halten den Schaden optisch zusammen, ohne Druckdichtigkeit, ohne Kraftschluss, ohne jede Prüfung des Unterbaus. Für die Praxis heißt das: Was Sie unterwegs machen dürfen, ist eine Notmaßnahme bis zur nächsten Werkstatt — ein Pannenset oder ein Notrad, mit den dafür vorgeschriebenen Tempolimits. Was Sie nicht dürfen, ist weiterfahren, als wäre der Schaden behoben. Wie Sie bei einer Panne richtig vorgehen und welche Reparatur am Ende wirklich zulässig ist, haben wir im Ratgeber zu [Reifenpanne und Reifenreparatur](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenpanne-reifenreparatur) aufgeschrieben.

## Zahlen der Woche: Ersatzteile werden teurer, Altreifen verschwinden

Zwei Statistiken der Woche sind für Autofahrer unangenehm, aber lehrreich. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) meldete am Mittwoch, dass Pkw-Ersatzteile erneut deutlich teurer geworden sind: Zwischen August 2025 und August 2026 legten die Preise um mehr als vier Prozent zu, über die vergangenen zehn Jahre berichtet der Verband von einer annähernden Verdopplung ([Reifenpresse.de zur GDV-Ersatzteilpreisstatistik](https://reifenpresse.de/2026/10/14/ersatzteilpreise-haben-sich-binnen-zehn-jahren-fast-verdoppelt/)).

Diese Zahl bezieht sich auf Ersatzteile im Sinne der Versicherungswirtschaft — Karosserie, Scheiben, Scheinwerfer und Ähnliches —, nicht auf Reifen. Übertragen Sie sie bitte nicht eins zu eins auf das Reifenregal; das sind getrennte Märkte mit getrennten Preismechanismen. Was sie aber sehr wohl zeigt, ist die Richtung der Gesamtkosten rund ums Auto, und vor diesem Hintergrund lohnt es, die eigenen Reifenkosten einmal sauber durchzurechnen statt nur den Kaufpreis zu vergleichen: Wie das geht, steht in unserer Auswertung zu den [Reifenkosten je 1.000 Kilometer](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenkosten-je-1000-kilometer). Wer den Kaufzeitpunkt optimieren will, findet im Beitrag zum [Lesen von Preisverläufen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/preisverlauf-reifen-lesen) das passende Werkzeug.

Die zweite Zahl kam am Donnerstag vom Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) und betrifft das Ende des Reifenlebens. Nachdem der Verband in den vergangenen beiden Jahren von bis zu 100.000 Tonnen Altreifen berichtet hatte, die den hiesigen Markt „mit unklarem Verbleib" verlassen haben, rechnet er in seiner neuesten Statistik mit 15 bis 20 Prozent der anfallenden Altreifen, deren Spuren sich in der Verwertung verlieren. Die Verlustrate geht damit zurück, bleibt aber hoch. Eine sichere Versorgung mit Sekundärrohstoffen und damit eine resiliente Kreislaufwirtschaft sei „weiterhin nicht gewährleistet", stellt der WdK fest ([Reifenpresse.de zur WdK-Altreifenstatistik](https://reifenpresse.de/2026/10/15/verlustrate-bei-altreifen-geht-zurueck-bleibt-aber-auf-hohem-niveau/)).

Der praktische Bezug ist direkter, als es klingt. Jeder Satz Altreifen, den Sie bei der Umrüstung abgeben, landet in genau diesem Mengenstrom. Was Sie dabei beachten sollten, wer zur Rücknahme verpflichtet ist und was eine ordnungsgemäße Entsorgung kostet, steht im Ratgeber zum [Entsorgen und Recyceln von Altreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/altreifen-entsorgen-recycling). International steht das Thema übrigens ebenfalls auf der Tagesordnung: In Australien hat eine Untersuchung diese Woche [zwölf Empfehlungen für eine Reform der Kreislaufwirtschaft](https://www.tyrepress.com/2026/10/australian-tyre-inquiry-sets-out-12-recommendations-for-circular-economy-reform/) vorgelegt.

## Handel und Werkstätten: ein Netzwerk wächst, ein Anbieter meldet Insolvenz an

Zwei Meldungen vom Dienstag zeigen den Handel von zwei Seiten. Die Vergleichsplattform Check24 hat ihr bundesweites Werkstattnetzwerk nach eigenen Angaben auf mehr als 2.000 angebundene Partnerbetriebe ausgebaut; dazu zählen unter anderem ATU, Bosch Car Service, Carat/Drivemotive, Euromaster, Garage4Tires, Reifen Müller, Vergölst und seit Neuestem Reiff Süddeutschland. Reifenwechsel und weitere Dienstleistungen lassen sich dort online buchen und direkt über die Plattform bezahlen. „Mit mittlerweile mehr als 2.000 Partnerwerkstätten haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagt Tobias Lechner, Geschäftsführer von Check24 Autoteile ([Reifenpresse.de zum Check24-Werkstattnetz](https://reifenpresse.de/2026/10/13/inzwischen-bundesweit-mehr-als-2-000-check24-partnerwerkstaetten/)).

Am selben Tag wurde bekannt, dass das Amtsgericht Darmstadt im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Reifenscout UG mit Sitz in Raunheim die vorläufige Verwaltung angeordnet hat. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Emil Eminov von der Frankfurter Kanzlei Voigt Salus bestellt; er ist ermächtigt worden, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen ([Reifenpresse.de zum Insolvenzantragsverfahren](https://reifenpresse.de/2026/10/13/raunheimer-reifenscout-ug-insolvent/)).

Zur Einordnung zwei sachliche Hinweise, weil solche Meldungen leicht überdehnt werden. Erstens: Eine angeordnete vorläufige Verwaltung im Antragsverfahren ist noch kein eröffnetes Insolvenzverfahren. Sie dient zunächst der Sicherung der Masse, während geprüft wird. Über Ursachen, Fortführung oder Ausgang ist damit nichts gesagt, und wir spekulieren darüber nicht. Zweitens: Es handelt sich um ein einzelnes Unternehmen, nicht um ein Marktsignal — aus einer Insolvenz lässt sich kein Zustand der Branche ableiten.

Was sich daraus für Sie ableiten lässt, ist allgemeiner Natur und gilt beim Onlinekauf immer: Ihre Rechte hängen am Vertragspartner. Welche Fristen und Ansprüche Ihnen beim Reifenkauf im Internet zustehen, steht im Beitrag zum [Widerrufsrecht beim Reifenkauf online](https://www.reifentiefpreis.de/blog/widerrufsrecht-reifen-online). Und wenn Sie für die Montage ohnehin einen Betrieb in der Nähe suchen: Über unsere [Suche nach Montagestationen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/montagestationen-finden) finden Sie Werkstätten in Ihrer Umgebung.

## Werke, Personalien und ein Blick über die Grenze

Zum Schluss die Meldungen, die keine eigene Überschrift brauchen, aber die Woche abrunden. Der chinesische Hersteller Prinx Chengshan hat in seinem neuen, seit Ende vergangenen Jahres im Bau befindlichen Werk im malaysischen Kedah den ersten Vorserienreifen aus der Form gehoben — einen Pkw-Reifen der Marke Fortune. Bekannt gegeben wurde das anlässlich des 50-jährigen Firmenbestehens im Rahmen einer International Dealer Conference am Stammsitz in Rongcheng in der Provinz Shandong ([Reifenpresse.de zum Werksanlauf in Malaysia](https://reifenpresse.de/2026/10/12/prinx-chengshan-hebt-ersten-reifen-im-neuen-malaysia-werk-aus-der-form/)). Neue Kapazität außerhalb Chinas ist in der aktuellen Zoll- und Handelslage ein Muster, das sich in diesem Jahr wiederholt hat.

Personell hat Goodyear die Spitze seines Verwaltungsrats neu besetzt: Joseph R. Hinrichs, seit 2023 Mitglied im Board of Directors der The Goodyear Tire & Rubber Company, ist mit Wirkung zum 7. Oktober zu dessen Chairman gewählt worden und tritt die Nachfolge von Laurette Koellner an ([Reifenpresse.de zur Goodyear-Personalie](https://reifenpresse.de/2026/10/12/hinrichs-zum-chairman-vom-goodyear-board-gewaehlt/)). Apollo Tyres verstärkt seinen Deutschland-Vertrieb um fünf neue Mitarbeiter. Und in Großbritannien hat der Händlerverband NTDA seine [Tyre Industry Awards 2026](https://www.tyrepress.com/2026/10/continental-halfords-and-hiq-among-the-winners-at-ntdas-tyre-industry-awards-2026/) vergeben, bei denen unter anderem Continental, Halfords und HiQ zu den Gewinnern zählten.

Eine Terminnotiz zum Vormerken gab es ebenfalls: Die Global OTR Conference findet 2027 in Brüssel statt — ein Branchentreffen zu Groß- und Erdbewegungsreifen, das für Endverbraucher keine Rolle spielt, für die Beschaffungsseite aber sehr wohl. Wer sich stärker für Produktneuheiten als für Termine interessiert, wird in dieser Woche an anderer Stelle fündig: Welchen Semislick Toyo auf der Essen Motor Show zeigt, haben wir im Beitrag zum [neuen Toyo Proxes für die Essen Motor Show](https://www.reifentiefpreis.de/blog/toyo-proxes-essen-motor-show) ausführlich beschrieben.

## Was Sie aus dieser Woche mitnehmen

Drei Dinge. **Erstens:** Der große Ganzjahresreifentest ist entschieden, und seine wichtigste Aussage steht nicht in der Rangliste, sondern im Verfahren — 30 Kandidaten, gefiltert auf 15 über zwei Bremswegwertungen, und an der Spitze ausschließlich Premiumhersteller. Wenn Sie in 225/45 R17 kaufen, ist das eine brauchbare Orientierung; wenn Sie in einer anderen Größe kaufen, ist es ein Hinweis auf Marken, kein Hinweis auf Ihr Modell.

**Zweitens:** Die ContiTech-Freigabe ist eine große Zahl ohne Wirkung auf Ihr Reifenregal. Lesen Sie Konzernmeldungen immer darauf, welcher Geschäftsbereich gemeint ist, bevor Sie daraus Preis- oder Lieferprognosen ableiten.

**Drittens, und praktisch am wichtigsten:** Der angekündigte Aktionstag erinnert an etwas, das keinen Termin braucht. Der Reifendruck ist die einzige Wartung am Reifen, die Sie selbst, kostenlos und in fünf Minuten erledigen können — und sie entscheidet messbar über Verschleiß, Verbrauch und Bremsweg. Prüfen Sie ihn bei der Umrüstung mit, nicht erst im Juni 2027. Passende Reifen für die laufende Saison finden Sie in unserem Shop; die [Winterreifen für den Pkw](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen) sind in allen gängigen Größen lieferbar.

## Häufige Fragen

### Welcher Ganzjahresreifen hat den AutoBild-Test 2026 gewonnen?

Den Namen des Siegers nennen wir nicht, weil die vollständigen Ergebnisse im gedruckten Heft beziehungsweise hinter einer Bezahlschranke stehen und wir nur wiedergeben, was wir belegen können. Öffentlich belegt ist: Gewonnen hat ein erst im Frühjahr 2026 vorgestelltes Profil, drei Modelle erhielten das Gesamturteil „vorbildlich", und die vorderen Plätze gingen an Premiumhersteller. Getestet wurde in 225/45 R17.

### Darf ich einen Reifenschaden selbst provisorisch abdichten?

Für die Weiterfahrt im normalen Betrieb nicht. Zulässig ist in aller Regel nur eine fachgerechte Reparatur der Lauffläche von innen, nach Demontage und Prüfung der Karkasse und innerhalb eines festgelegten Schadensdurchmessers; Flankenschäden sind grundsätzlich nicht reparabel. Pannenset oder Notrad sind Notmaßnahmen bis zur nächsten Werkstatt und an Tempolimits gebunden.

### Ändert der ContiTech-Verkauf etwas an Continental-Reifen?

Nach allem, was veröffentlicht ist, nein. Verkauft wird der Industriebereich für Kautschuk- und Kunststofftechnik mit rund 22.000 Mitarbeitern, nicht das Reifengeschäft. Auf Verfügbarkeit, Produktion oder Preise von Continental-Reifen hat die Freigabe durch die EU-Kommission keinen erkennbaren Bezug.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenmarkt-rueckblick-kw-42-2026
