# Stahlräder für 66 Automarken: VW schlägt BMW, Audi und Mercedes zusammen

Veröffentlicht: 25.09.2026 · Aktualisiert: 29.09.2026 · Kategorie: Stahlfelgen · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Stahlfelgen, Winterräder, Felgenkauf, Fahrzeugmodell, ALCAR

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.de/bild/blog/stahlraeder-werkstattwand.jpg

Wer jetzt den zweiten Radsatz plant, stellt sich meist zuerst die Preisfrage — und dann erst die eigentlich entscheidende: Gibt es für mein Auto überhaupt ein Stahlrad? Anders als beim Reifen hilft die Größe dabei nicht weiter. Ein Stahlrad ist der Nachbau eines Serienrads und passt an genau das Fahrzeug, für das es gebaut wurde. Es existiert also entweder — oder eben nicht.

Wir haben deshalb unseren eigenen Stahlfelgen-Bereich vollständig ausgezählt: jede Fahrzeugmarke, jedes Modell, jedes Rad dahinter, Stand **25. September 2026**. Herausgekommen sind **1.625 lieferbare Stahlräder**, verteilt auf **66 Markeneinträge** und **736 Fahrzeugmodelle**. Dieser Beitrag zeigt, wo die Auswahl groß ist, wo sie praktisch fehlt — und warum die Suche über die Automarke in einem entscheidenden Fall ins Leere läuft.

## 1.625 Räder, 66 Marken, 736 Modelle

Die Struktur des Regals unterscheidet sich grundlegend von der bei Reifen oder Alufelgen. Sie steigen nicht über eine Größe ein, sondern über Ihr Fahrzeug: erst die Marke, dann das Modell, dann die passenden Räder. Genau diesen Weg haben wir für alle 66 Markeneinträge und alle 736 dahinterliegenden Modelleinträge nachgezählt.

Rechnerisch stehen hinter einem Fahrzeugmodell im Schnitt **2,2 Räder**. Das klingt nach Auswahl, ist aber keine im üblichen Sinn: Es sind in aller Regel verschiedene Zollgrößen oder Breiten desselben Serienrads, nicht verschiedene Designs. Wie schmal die Auswahl je Fahrzeug tatsächlich ausfällt, haben wir an anderer Stelle durchgerechnet — bei der Mehrheit der Einträge bleibt [meist nur eine einzige Ausführung je Fahrzeug](https://www.reifentiefpreis.de/blog/komplettrad-auswahl-fahrzeug) übrig.

Ein zweiter Befund unserer Auszählung ist für die Suche wichtiger, als er zunächst klingt: **Kein einziges der 1.625 Räder ist unter zwei Marken gelistet.** Jedes Rad hängt an genau einem Markeneintrag. Das ist gut für die Übersicht — und die Ursache für die Falle, auf die wir weiter unten zurückkommen.

Bei den Herstellern der Räder selbst ist die Lage dagegen denkbar einfach. Das Sortiment kommt fast vollständig aus einer Unternehmensgruppe; ALCAR beschreibt sein Stahlradprogramm als Räder aus hochfestem Qualitätsstahl in Erstausrüstungsqualität für Pkw, leichte Lkw und Geländefahrzeuge ([Quelle: ALCAR](https://www.alcar.de/stahlfelgen/stahlrad/)). Für Sie heißt das: Die Unterschiede zwischen den Rädern liegen nicht in der Marke des Rades, sondern in den Maßen.

## Sechs Marken tragen ein gutes Drittel des Regals

An der Spitze steht erwartbar der Massenmarkt. **VW führt 141 Räder, Renault 104, Ford 98, Hyundai 82, Opel 77 und Toyota 76.** Zusammen sind das **578 Räder oder 35,6 Prozent** des gesamten Stahlregals — sechs Marken decken gut ein Drittel ab.

Ein Hinweis zum Lesen der Liste: VW taucht im Filter in zwei Schreibweisen auf, als „VW“ mit 141 Rädern und als „Volkswagen“ mit weiteren 16, die vor allem neuere Modelle wie T-Cross, Taigo und den Crafter ab 2017 abdecken. **Zusammengerechnet kommt Volkswagen damit auf 157 Räder** und bleibt mit deutlichem Abstand die bestbestückte Marke. Daneben führt der Filter einige Sammeleinträge wie „Audi/VW/Seat/Skoda“, „Hyundai/Kia“ oder „Peugeot/Citroen“ für Räder, die mehrere Konzernmarken zugleich bedienen.

Dahinter folgt ein breites Mittelfeld, das sich kaum noch unterscheidet: Fiat kommt auf 69 Räder, Peugeot auf 68, Citroen auf 66, Mercedes auf 62, Nissan auf 59 und Seat auf 58. Zusammen mit den sechs Spitzenmarken decken diese zwölf Einträge bereits deutlich mehr als die Hälfte des Regals ab. Das Muster dahinter ist über alle Marken hinweg dasselbe: Gut versorgt sind Klein- und Kompaktwagen der Volumenhersteller, also genau die Fahrzeuge, die ab Werk in der Basis- und Mittelausstattung auf Stahlrädern zwischen 14 und 16 Zoll ausgeliefert wurden. Je weiter eine Marke von diesem Segment entfernt ist, desto kürzer wird ihre Liste — unabhängig davon, wie viele ihrer Fahrzeuge in Deutschland unterwegs sind.

Genau in diesem Kernbereich ist das Stahlrad auch preislich das, wofür es einen Ruf hat. Drei Beispiele aus den drei größten Marken, alle lieferbar, Einzelpreise je Rad zum 25. September 2026: das [ALCAR 5 Loch 112x57 ET43 Golf VII 6Jx15](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/alcar-5-loch-112x57-et43-golf-vii-6jx15-43351) für 63,60 Euro, das [ALCAR 4 Loch 100x56.5 ET39 Corsa-D 5.5Jx14](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/alcar-4-loch-100x56-5-et39-corsa-d-5-5jx14-19642) für 55,60 Euro und das [ALCAR 5 Loch 108x63.3 ET50 Focus II 6.5Jx16](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/alcar-5-loch-108x63-3-et50-focus-ii-da3-db3-6-5jx16-19322) für 66,00 Euro. Über vier Räder gerechnet liegt der Radsatz damit im Bereich von gut 220 bis 265 Euro, bevor Reifen, Montage und gegebenenfalls Sensoren dazukommen.

## Premium bleibt zurück — und das hat einen Grund

Die auffälligste Zahl der Auszählung steht nicht oben, sondern in der Mitte der Liste. **BMW kommt auf 44 Räder, Audi auf 47, Mercedes auf 62 — zusammen 153.** Das ist weniger, als Volkswagen allein mit seinen 157 Rädern auf die Waage bringt, obwohl alle drei Marken in Deutschland sehr große Fahrzeugbestände haben.

Der Grund liegt nicht beim Radhersteller, sondern beim Fahrzeughersteller. Ein Stahlrad entsteht im Ersatzteilmarkt nur dann, wenn das Fahrzeug ab Werk überhaupt auf Stahl stand. Premiummodelle verlassen das Band aber weit überwiegend auf Leichtmetall, und je größer die Serienräder ausfallen, desto weniger lohnt sich ein Stahlnachbau. Wo diese Grenze verläuft, haben wir separat ausgewertet: Es gibt gute Gründe, [warum Stahlräder bei 17 Zoll aufhören](https://www.reifentiefpreis.de/blog/stahlfelgen-groessen-grenzen).

Interessant ist dabei, wie unterschiedlich dicht die Marken abgedeckt sind. Audi verteilt seine 47 Räder auf nur 17 Modelle, das sind 2,8 Räder je Modell — wer ein passendes Audi-Modell fährt, hat also durchaus Auswahl. Kia kommt auf exakt dieselben 47 Räder, verteilt sie aber auf 29 Modelle und damit auf 1,6 Räder je Modell. Die Gesamtzahl einer Marke sagt deshalb noch nichts darüber aus, wie gut ausgerechnet Ihr Fahrzeug versorgt ist. Entscheidend ist immer der Modelleintrag, nicht der Markenzähler.

Praktisch heißt das für Fahrerinnen und Fahrer von Premiumfahrzeugen: Prüfen Sie den Modelleintrag, bevor Sie sich auf ein Stahlrad festlegen. Führt er nichts, bleiben zwei realistische Wege — ein Winterradsatz auf [Alufelgen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/alufelgen) oder der Wechsel auf eine kleinere, für Ihr Fahrzeug ausdrücklich freigegebene Winterdimension, für die es dann unter Umständen doch ein Serien-Stahlrad gibt. Verbindlich sind dafür allein die Angaben in Ihren Fahrzeugpapieren.

## 18 Markeneinträge mit höchstens drei Rädern

Am unteren Ende der Liste wird es dünn, und dort stehen ausgerechnet die Marken, die gerade Marktanteile gewinnen. **18 der 66 Markeneinträge führen höchstens drei Räder.** Dazu gehören BYD mit zwei Rädern für Atto 3 und Dolphin, MG mit drei, Maxus mit drei sowie Ineos, Lada und Proton mit jeweils einem einzigen.

Das ist kein Versäumnis des Handels, sondern eine Frage des Zeitverzugs. Ein Stahlrad im Ersatzteilmarkt setzt voraus, dass ein Fahrzeug in Serie auf Stahl ausgeliefert wird und dass sich genug Bestand auf der Straße befindet, damit sich die Fertigung eines Nachbaus rechnet. Bei Marken, die erst seit wenigen Jahren in Europa verkaufen, ist beides noch nicht erfüllt — und bei batterieelektrischen Modellen kommt hinzu, dass sie serienmäßig oft auf größeren Leichtmetallrädern stehen, für die es aus den oben genannten Gründen keinen Stahlnachbau gibt.

Wer eines dieser Fahrzeuge fährt, sollte die Stahlfrage deshalb früh klären und nicht erst beim ersten Frost. Oft ist der schnellere Weg ohnehin ein [fertig montierter Komplettradsatz](https://www.reifentiefpreis.de/komplettraeder), weil dort zuerst das Fahrzeug gewählt wird und die Freigabefrage damit von vornherein beantwortet ist.

## Transporter und Anhänger zählen getrennt

Eine Eigenheit des Filters kostet regelmäßig Zeit: Nutzfahrzeuge stehen nicht bei der Pkw-Marke, sondern in eigenen Einträgen mit dem Zusatz „Nfz“. **Zwölf solcher Einträge führen zusammen 126 Räder**, darunter Fiat Nfz mit 19, Citroen Nfz und Opel Nfz mit je 14 sowie Ford Nfz, Mercedes Nfz und Nissan Nfz mit je 13. Dazu kommen Iveco mit sechs Rädern und ein Sammeleintrag „Trailer“ mit zwölf Rädern für Anhänger.

Wer also einen Kastenwagen fährt und unter der Pkw-Marke nichts findet, hat meist nur an der falschen Stelle gesucht. Der Unterschied ist dabei nicht kosmetisch: Transporterräder tragen deutlich höhere Lasten und haben entsprechend andere Maße und Traglastangaben als das optisch ähnliche Pkw-Rad derselben Marke. Ein Rad aus dem Pkw-Bereich ist am Transporter selbst dann keine Option, wenn Lochkreis und Einpresstiefe zufällig passen sollten.

## Wonach Sie im Stahlregal wirklich suchen

Damit zurück zu dem Befund, dass kein Rad unter zwei Marken steht. Er hat eine unangenehme Folge, sobald ein Rad mehrere Fahrzeuge bedient — und das kommt bei geteilten Plattformen häufig vor. Zwei Beispiele aus unserem Bestand: Ein ERION-Rad in 5 Loch 114,3x60 ET45 ist ausdrücklich für den BYD Dolphin **und** den Suzuki SX4 S-Cross ausgelegt, im Filter steht es aber ausschließlich unter BYD. Ein weiteres ERION-Rad führt im Artikelnamen Audi A3, Cupra Born und MG 4 nebeneinander auf und ist allein unter Audi einsortiert. Wer unter Suzuki oder MG sucht, sieht diese Räder nicht.

Die Konsequenz ist einfach: **Die Marke ist ein Einstieg, kein Beweis.** Findet der Filter unter Ihrer Marke nichts Passendes, ist damit noch nicht gesagt, dass es kein Rad für Ihr Fahrzeug gibt. Entscheidend sind am Ende ohnehin nicht Marke und Modellname, sondern vier Maße: Lochzahl, Lochkreis, Nabenbohrung und Einpresstiefe. Was diese Zahlen bedeuten und wo Sie sie an Ihrem vorhandenen Rad ablesen, erklären wir ausführlich bei den [Anschlussmaßen der Felge](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-anschlussmasse); [wie weit Lochkreis und Nabenbohrung im Stahlregal streuen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/lochkreis-nabenbohrung-felge), haben wir zusätzlich ausgezählt. Mit diesen vier Werten in der Hand lässt sich ein Rad auch dann sicher zuordnen, wenn es unter einer fremden Marke einsortiert ist — im Zweifel klärt das ein Fachbetrieb.

Zwei Punkte gehören bei jedem zweiten Radsatz mit auf die Rechnung. Der erste ist das Reifendruckkontrollsystem: Bei direkt messenden Systemen sitzt in jedem Rad ein eigener Sensor, und ob Sie Sensoren übernehmen, neu bestücken oder anlernen lassen, ist ein spürbarer Kostenpunkt — was jeweils sinnvoll ist, haben wir bei den [Sensoren beim Wechsel zwischen zwei Radsätzen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/rdks-kompletraeder-sensoren-anlernen) aufgeschlüsselt. Der zweite ist die nüchterne Abwägung, ob Stahl in Ihrem Fall überhaupt die richtige Wahl ist; die [Vorteile und Grenzen des Stahlrads](https://www.reifentiefpreis.de/blog/stahlfelgen-vorteile-nachteile) sprechen nicht in jeder Situation dafür.

Den kompletten Bestand finden Sie über [Stahlfelgen nach Fahrzeug](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/felgen/stahlfelgen) — zuerst die Marke, dann das Modell. Wer dort fündig wird, hat den günstigsten Weg zum zweiten Radsatz vor sich; wer nicht, weiß jetzt, woran es liegt und wo er stattdessen weitersucht.

## Häufige Fragen

### Gibt es für jedes Auto ein Stahlrad?

Nein. Ein Stahlrad wird nur dann nachgebaut, wenn das Fahrzeug ab Werk auf Stahlrädern ausgeliefert wurde und genug Bestand auf der Straße ist. Bei Premiummodellen, sehr neuen Marken und Fahrzeugen mit großen Serienrädern fehlt diese Grundlage häufig.

### Warum steht meine Marke im Filter doppelt?

Weil der Fahrzeugfilter historisch gewachsene Schreibweisen mitführt. Volkswagen erscheint als „VW“ und als „Volkswagen“, Smart als „Smart“ und als „MCC Smart“. Prüfen Sie im Zweifel beide Einträge, bevor Sie aufgeben.

### Passt ein Stahlrad einer anderen Automarke an mein Fahrzeug?

Das kann durchaus sein, denn viele Räder bedienen mehrere Fahrzeuge einer geteilten Plattform. Maßgeblich sind Lochzahl, Lochkreis, Nabenbohrung und Einpresstiefe sowie eine ausreichende Tragfähigkeit — nicht der Markenname, unter dem das Rad im Shop einsortiert ist.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/stahlraeder-automarken
