# Uniroyal im Datencheck: Der Regenreifen hält sein Versprechen, aber nur im Sommer

Veröffentlicht: 24.06.2026 · Aktualisiert: 05.09.2026 · Kategorie: Kaufberatung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Uniroyal, Continental, Reifenmarken, Nasshaftung, EU-Reifenlabel, Kaufberatung

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Uniroyal verkauft sich seit Jahrzehnten über ein einziges Versprechen. „Lässt dich nicht im Regen stehen. Egal zu welcher Jahreszeit“, steht auf der [deutschen Markenseite von Uniroyal](https://www.uniroyal-tyres.com/de/de/). Das ist eine überprüfbare Behauptung, denn jeder in der EU verkaufte Reifen trägt eine Nasshaftungsklasse auf dem Etikett. Wir haben deshalb nicht nachgeschlagen, was die Marke über sich sagt, sondern nachgezählt, was im eigenen Regal steht: alle 591 lieferbaren Uniroyal-Ausführungen, Baureihe für Baureihe, mit Preis und Label. Das Ergebnis stützt den Ruf deutlicher, als wir erwartet hatten, und begrenzt ihn zugleich auf eine einzige Jahreszeit.

## Was im Regal wirklich steht: 591 Ausführungen, ausgezählt

Grundlage dieses Beitrags ist eine Vollerhebung unseres eigenen Sortiments, Stand September 2026: **591 lieferbare Uniroyal-Ausführungen**, alle davon tatsächlich am Lager. Sie verteilen sich auf **281 Sommer-, 172 Ganzjahres- und 138 Winterausführungen** und auf **18 verschiedene Baureihen**. Der Schwerpunkt liegt eindeutig beim Pkw: 241 Sommer-, 153 Ganzjahres- und 116 Winterausführungen entfallen auf Personenwagen. Dazu kommen 73 Ausführungen für Transporter und Kastenwagen sowie acht Offroad-Ausführungen.

Wer Uniroyal für eine Kleinwagenmarke hält, liegt daneben. Die häufigste Zollgröße ist **R16 mit 125 Ausführungen**, gefolgt von R17 mit 112 und R18 mit 88. Nur **152 der 591 Ausführungen, also 25,7 Prozent, liegen bei 15 Zoll oder darunter**; 439 liegen bei 16 Zoll oder darüber, hinauf bis 21 Zoll. Die Marke ist mit dem Markt nach oben gewachsen. Wer heute einen Kompakt-SUV oder eine Mittelklasse-Limousine fährt, findet bei Uniroyal ein volles Programm und nicht nur eine Restgröße.

Auch preislich ist Uniroyal keine Billigmarke. Der Median liegt bei **99,15 Euro im Sommer, 110,01 Euro im Ganzjahresprogramm und 113,12 Euro im Winter**, jeweils pro Reifen. Die günstigste Ausführung im gesamten Sortiment kostet 47,40 Euro, die teuerste 367,91 Euro. In zwölf besonders nachgefragten Pkw-Größen, die wir für diesen Beitrag zusätzlich mit dem gesamten Markt verglichen haben, beginnt Uniroyal im Median **34,32 Euro über dem günstigsten Reifen der jeweiligen Größe**. Uniroyal ist also der Mittelbau des Regals, nicht sein Fundament. Das gesamte Sortiment finden Sie auf der [Markenseite von Uniroyal](https://www.reifentiefpreis.de/partner/uniroyal).

## Der Regenreifen-Ruf ist nachrechenbar, aber nur im Sommer

Jetzt die Zahl, um die es geht. Über alle 591 Ausführungen tragen **243 die Nasshaftungsklasse A, das sind 41,1 Prozent**. Zum Vergleich: Bei der Konzernschwester Matador, die wir zuletzt genauso ausgezählt haben, waren es 5,0 Prozent. Der Rest verteilt sich bei Uniroyal auf 180-mal B und 166-mal C; ein D kommt im gesamten Sortiment nicht vor, ein E nur zweimal. Für eine Marke aus dem mittleren Preissegment ist das ein bemerkenswert gutes Nassbild, und es ist keine Werbeaussage, sondern der aufsummierte Inhalt von 591 EU-Etiketten.

Der zweite Blick zerlegt diese Zahl allerdings nach Jahreszeiten, und dort wird es interessant. **226 der 243 A-Ausführungen sind Sommerreifen.** Im Pkw-Sommerprogramm tragen **220 von 241 Ausführungen ein A, das sind 91,3 Prozent**. Neun von zehn Uniroyal-Sommerreifen in unserem Regal stehen in der obersten Nasshaftungsklasse, die das EU-Label kennt. Deutlicher kann eine Marke ihr eigenes Versprechen kaum belegen.

Und dann hört es auf. **Im Pkw-Winterprogramm gibt es kein einziges A.** Von 116 Ausführungen stehen 93 bei C und 23 bei B, das sind 80,2 Prozent in der drittbesten Klasse. **Im Pkw-Ganzjahresprogramm gibt es ebenfalls kein einziges A**: 88 der 153 Ausführungen tragen B, 65 tragen C. Die 17 A-Ausführungen, die nicht auf Sommerreifen entfallen, gehören sämtlich zu einer einzigen Baureihe, dem Transporter-Ganzjahresreifen AllSeasonMax, zum Beispiel dem [Uniroyal AllSeasonMax 195/70 R15C 104R](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-allseasonmax-195-70-r15c-104r-85420).

Damit steht das Markenversprechen „egal zu welcher Jahreszeit“ auf wackligen Beinen, jedenfalls wenn man es am Etikett misst. Das ist kein Vorwurf allein an Uniroyal, denn Winterreifen erreichen die Klasse A auch bei anderen Herstellern nur selten; wie selten, haben wir im Ratgeber [Nasshaftung bei Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-winterreifen) durchgerechnet. Aber für die Kaufentscheidung ist der Unterschied erheblich: **Wer wegen des Regen-Rufs zu Uniroyal greift, bekommt diesen Ruf in Form eines Etiketts ausschließlich beim Sommerreifen.**

## Was die Nasshaftung A kostet: im Sommer nichts

Bei den meisten Marken ist ein Nasshaftungs-A ein Aufpreisprodukt. Man beginnt beim günstigsten Modell der Marke und zahlt dann für die bessere Klasse. Bei Uniroyal ist das anders, und das ist die praktisch wichtigste Erkenntnis dieses Beitrags.

Wir haben für zwölf besonders nachgefragte Pkw-Größen und alle drei Jahreszeiten die jeweils günstigste Uniroyal-Ausführung herausgesucht und mit der günstigsten Uniroyal-Ausführung mit Nasshaftung A verglichen. Ergebnis: **In allen zwölf Sommerkombinationen ist der günstigste Uniroyal bereits ein A-Reifen.** Der Aufpreis beträgt exakt 0,00 Euro, weil es innerhalb der Marke gar nichts Billigeres gibt, das schlechter gelabelt wäre. In 205/55 R16 beginnt das Programm mit dem [Uniroyal RainSport 5 205/55 R16 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-rainsport-5-205-55-r16-91h-104886) bei 62,08 Euro, in 175/65 R14 mit dem [Uniroyal RainExpert 5 175/65 R14 82T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-rainexpert-5-175-65-r14-82t-125724) bei 50,69 Euro. Beide tragen A. Über alle 14 Kombinationen, in denen Uniroyal überhaupt ein A führt, liegt der Aufpreis in **zwölf Fällen bei null Euro**; nur in den beiden Ganzjahreszellen, in denen das A vom Transporterreifen kommt, kostet er 21,17 und 26,09 Euro.

Die Gegenrechnung gehört dazu, denn günstiger geht immer. In denselben zwölf Größen haben wir das jeweils sichtbare Preisfenster aus den 24 günstigsten Angeboten des gesamten Marktes ausgewertet. **In 24 der 36 Kombinationen enthält dieses Fenster überhaupt kein Nasshaftungs-A**, und wo der Marktbeginn steht, trägt er 27-mal ein C, achtmal ein B und einmal ein D. Am unteren Ende des Marktes ist die Bestklasse also weitgehend abwesend. In den sechs Fällen, in denen im günstigen Fenster doch ein A auftaucht, ist es allerdings deutlich billiger als das von Uniroyal, im Median um **25,56 Euro**. Wer ausschließlich auf den Buchstaben schaut und bereit ist, eine unbekanntere Marke zu fahren, kann ihn also billiger bekommen. Wer ihn zusammen mit einer bekannten Herkunft und einem geprüften Testverhalten will, zahlt bei Uniroyal einen überschaubaren Aufpreis dafür.

## Der Preis der Nasshaftung: kein einziges Effizienz-A

Ein Reifen ist immer ein Kompromiss, und bei Uniroyal lässt sich exakt benennen, wofür der Nassvorteil bezahlt wird. **In allen 591 Ausführungen gibt es kein einziges A bei der Kraftstoffeffizienz.** Nur 23 Ausführungen erreichen ein B, das sind 3,9 Prozent. Der Rest steht bei C mit 419 Ausführungen und damit 70,9 Prozent, bei D mit 129 oder bei E mit 20. Ein Viertel des Sortiments liegt damit in den beiden schlechtesten praktisch vorkommenden Effizienzklassen.

Besonders deutlich wird der Zusammenhang, wenn man beide Werte kreuzt: **Von den 243 Ausführungen mit Nasshaftung A stehen 214 bei der Effizienz auf C**, 25 auf D, zwei auf E und nur zwei auf B. Es gibt in diesem Sortiment also praktisch keine Ausführung, die beim Nassgriff vorne und beim Rollwiderstand ebenfalls vorne liegt. Physikalisch ist das erwartbar, denn weiche, griffige Mischungen und stark geöffnete Profile kosten Rollwiderstand. Bei Uniroyal ist die Entscheidung nur konsequenter getroffen als bei den meisten anderen Marken. Beim Geräusch bleibt die Marke dagegen unauffällig: Die Werte reichen von 70 bis 79 Dezibel, der Median liegt bei 72.

Dem gestiegenen Verbrauch steht ein kürzerer Bremsweg auf nasser Fahrbahn gegenüber, der im Ernstfall über einen Auffahrunfall entscheidet. Wie Sie diese Abwägung für Ihr Fahrprofil treffen, erklären wir im Ratgeber zur [Nasshaftung auf dem Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/blog/nasshaftung-reifenlabel); die Systematik des Etiketts selbst steht auf unserer Infoseite zum [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.de/info/reifenlabel). Und wer wissen will, warum der Effizienzwert bei den Uniroyal-Sommerreifen technisch so ausfällt und was ein unabhängiger Test daraus macht, findet die Aufschlüsselung im Beitrag [RainSport 5 und RainExpert 5 im Detail](https://www.reifentiefpreis.de/blog/uniroyal-rainsport-rainexpert-5).

## Uniroyal in der Continental-Familie: Rang vier von sechs

Uniroyal gehört seit 1979 zu Continental, und der Konzern nennt seine Zweitmarken selbst beim Namen. In einer [Pressemitteilung vom 17. April 2024](https://www.continental.com/de/presse/pressemitteilungen/20240417-ev-compatible/) listet Continental „die Marken Barum, General Tire, Mabor, Matador, Semperit, Uniroyal und Viking“ auf und kündigt an, alle neu eingeführten Pkw- und 4x4-Linien dieser Marken mit dem EV-Compatible-Logo auf der Seitenwand zu kennzeichnen. Uniroyal ist also keine zugekaufte Handelsmarke, sondern Teil der Produktstrategie des Konzerns.

Wo genau die Marke innerhalb dieser Familie steht, haben wir für dieselben zwölf Größen und drei Jahreszeiten ausgerechnet, indem wir jeweils die günstigste Ausführung von Continental, Uniroyal, Semperit, Barum, Matador und Viking nebeneinandergelegt haben. Das Bild ist eindeutig: **Uniroyal ist in keiner einzigen der 36 Kombinationen die günstigste Marke der Familie, und Continental ist in allen 36 die teuerste.** Der mittlere Rang von Uniroyal liegt bei 4,0 von sechs. Konkret startet **Continental im Median 19,31 Euro über Uniroyal und ist in 36 von 36 Fällen teurer**, was einem Faktor von 1,280 entspricht. Nach unten sind die Abstände viel kleiner: Matador liegt im Median 7,94 Euro darunter, Viking 5,26 Euro, Barum 4,06 Euro. Semperit liegt praktisch gleichauf, im Median 1,56 Euro darüber.

Der interessante Teil steht aber nicht in der Preisspalte, sondern in der Labelspalte. Wir haben zu jeder günstigsten Ausführung auch die Nasshaftungsklasse mitgeschrieben. **Nur zwei Marken der Familie erreichen an ihrem eigenen Einstiegspreis überhaupt ein A: Continental in sieben der 36 Fälle, Uniroyal in zwölf.** Semperit, Barum, Matador und Viking kommen dort auf null. Uniroyal bietet die Bestklasse in dieser Familie also häufiger zum Einstiegspreis an als die Hauptmarke selbst, und das zu einem Preis, der im Median rund ein Fünftel unter Continental liegt. Der Gegenpunkt: Continental deckt die 36 Kombinationen mit 364 Ausführungen ab, Uniroyal nur mit 97; wer eine seltene Kennung sucht, findet sie eher bei der Hauptmarke. Was der Markenname innerhalb eines Konzerns generell kostet, haben wir konzernübergreifend im Beitrag [Zweitmarken bei Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/blog/zweitmarken-winterreifen-preis) untersucht; die Einordnung der Hauptmarke steht im [Markenporträt Continental](https://www.reifentiefpreis.de/blog/continental-reifen-marke), die der günstigsten Schwester im [Markenporträt Matador](https://www.reifentiefpreis.de/blog/matador-reifen-marke).

## Die Baureihen im Einzelnen, und wo die Generationen auseinanderliegen

Die Namenslogik von Uniroyal ist bequem: Fast jede Baureihe trägt „Rain“, „Winter“, „Season“ oder „Max“ im Namen. Fünf Linien tragen das Sortiment.

- **RainSport 5, 137 Ausführungen:** der sportliche Sommerreifen von 15 bis 21 Zoll, Preisspanne 62,08 bis 197,56 Euro. Alle 137 Ausführungen tragen Nasshaftung A. Übersicht im Modell-Hub [Uniroyal RainSport 5](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/uniroyal/rainsport-5).
- **WinterExpert, 115 Ausführungen:** der Pkw-Winterreifen von 13 bis 20 Zoll, 52,55 bis 211,87 Euro, mit Alpine-Symbol. Label: 23-mal B, 92-mal C. Übersicht unter [Uniroyal WinterExpert](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/uniroyal/winterexpert).
- **AllSeasonExpert 3, 85 Ausführungen:** der aktuelle Ganzjahresreifen, 63,54 bis 214,19 Euro, in allen 85 Ausführungen Nasshaftung B. Übersicht unter [Uniroyal AllSeasonExpert 3](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/uniroyal/allseasonexpert-3).
- **RainExpert 5, 70 Ausführungen:** der komfortorientierte Sommerreifen für kleine und kompakte Fahrzeuge, 14 bis 18 Zoll, Median 77,89 Euro, ebenfalls durchgehend Nasshaftung A. Übersicht unter [Uniroyal RainExpert 5](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/uniroyal/rainexpert-5).
- **AllSeasonExpert 2, 68 Ausführungen:** die Vorgängergeneration, noch breit lieferbar, 47,40 bis 134,95 Euro.

Dazu kommt ein vollständiges Transporterprogramm, das in Markenporträts gern untergeht: **Rain Max 5** mit 28 Sommerausführungen, **Snow Max 3** mit 21 Winterausführungen, zum Beispiel der [Uniroyal Snow Max 3 195/70 R15C 104R](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-snow-max-3-195-70-r15c-104r-113273), und **AllSeasonMax** mit 19 Ganzjahresausführungen. Die restlichen Baureihen sind Auslaufmodelle mit einstelligen bis niedrig zweistelligen Stückzahlen, darunter RainExpert 3, RainSport 3 und der ältere RainExpert.

Beim Generationswechsel lohnt ein genauer Blick, weil er in zwei Richtungen ausschlägt. **Beim Ganzjahresreifen ist der Nachfolger die klare Verbesserung und kostet fast nichts extra.** Auf 21 Größen, die es sowohl als AllSeasonExpert 2 als auch als AllSeasonExpert 3 gibt, ist der neue Reifen im Median nur **4,28 Euro teurer** und in 16 von 21 Fällen überhaupt teurer. Dafür springt die Nasshaftung von C auf B: Der Vorgänger steht in 65 von 68 Ausführungen bei C, der Nachfolger in allen 85 bei B. Auch die Effizienz verbessert sich, von überwiegend D auf überwiegend C. In 195/65 R15 stehen sich der [Uniroyal AllSeasonExpert 2 195/65 R15 91H](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-allseasonexpert-2-195-65-r15-91h-131932) für 60,51 Euro und der [Uniroyal AllSeasonExpert 3 195/65 R15 95V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-allseasonexpert-3-195-65-r15-95v-156707) für 63,54 Euro gegenüber. Drei Euro für eine ganze Labelklasse ist ein gutes Geschäft.

**Bei den Sommerreifen läuft es umgekehrt, und das ist die teure Falle.** Auf den drei Größen, die es sowohl als RainExpert 3 als auch als RainExpert 5 gibt, ist der neuere Reifen in allen drei Fällen der günstigere, im Median um 9,97 Euro. Beim noch älteren RainExpert gegen RainExpert 5 sind es vier gemeinsame Größen und ein Median von 15,87 Euro zugunsten des neuen Reifens. Wer beim Auslaufmodell landet, zahlt also mehr und bekommt in mehreren Fällen zusätzlich das schlechtere Etikett. Denselben Effekt haben wir beim RainSport 3 gegenüber dem RainSport 5 beschrieben.

> Praxistipp: Achten Sie bei Uniroyal auf die Ziffer hinter dem Baureihennamen. Bei den Sommerreifen ist die höhere Ziffer fast immer die günstigere und die besser gelabelte Wahl, weil die Restbestände der Vorgänger im Preis nicht mehr nachgeben.

## Was unabhängige Tester sagen

Die Etiketten sind Herstellerangaben nach genormtem Verfahren. Unabhängige Tests messen anders und breiter, und sie bestätigen bei Uniroyal genau das Muster, das die Labelauszählung zeigt.

Im **ADAC-Winterreifentest 2025**, mit 31 Modellen in der Größe 225/40 R18 der bis dahin größte Winterreifentest des Clubs, erreicht der Uniroyal WinterExpert die Gesamtnote **3,0 (befriedigend)**. Aufschlussreich sind die Einzelnoten: **Die Nassfahrbahn ist mit 2,2 die beste Bewertung des Reifens**, die winterliche Fahrbahn kommt auf 2,8, das Bremsen auf Eis auf 3,4 und die trockene Fahrbahn auf 3,3. Der ADAC benennt die Schwäche bei Präzision und Lenkrückmeldung auf trockener Straße ausdrücklich (Quelle: [ADAC-Reifentest zum Uniroyal WinterExpert](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/winterreifen/225-40-r18/uniroyal-winterexpert-id-5061/)). Bemerkenswert daran: Genau die getestete Ausführung, der [Uniroyal WinterExpert 225/40 R18 92V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/uniroyal-winterexpert-225-40-r18-92v-119772), trägt auf dem Etikett nur ein B bei der Nasshaftung, holt im Test aber trotzdem dort seine beste Note. Label und Testnote messen eben nicht dasselbe.

Dasselbe Bild im Ganzjahressegment: Der AllSeasonExpert 2 kam im ADAC-Test der Größe 205/55 R16 im Testjahr 2024 auf die Gesamtnote **4,0 (ausreichend)** bei einer Trockennote von 4,0, einer **Nassnote von 2,5** und einer winterlichen Note von 2,4 (Quelle: [ADAC-Reifentest zum Uniroyal AllSeasonExpert 2](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/ganzjahresreifen/205-55-r16/uniroyal-allseasonexpert-2-id-4853/)). Die schwache Gesamtnote entsteht durch die ADAC-Systematik, bei der die schwächste sicherheitsrelevante Teilnote das Gesamturteil nach unten zieht. Für den heute verkauften AllSeasonExpert 3 liegt uns kein ADAC-Ergebnis vor; das Urteil gilt ausdrücklich für die Vorgängergeneration.

In beiden Tests, quer über zwei Jahreszeiten und zwei Baureihen, gilt derselbe Befund: **Die Nassnote ist die beste Einzelnote des Reifens, die Trockennote die schwächste.** Der Markencharakter ist also real und von unabhängiger Seite messbar, er hat aber einen Preis, und der wird auf trockener Straße bezahlt. Wer Testnoten und Etiketten gegeneinander abwägen will, findet die Systematik im Ratgeber [Reifenlabel oder Test?](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenlabel-oder-test).

## Woher die Marke kommt

Uniroyal beschreibt sich selbst als Marke mit einer „Faszination für das Fahren auf nasser Fahrbahn seit 1868“. Das Gründungsjahr bezieht sich auf den belgischen Kaufmann Oscar Englebert, der in Lüttich ein Geschäft für Kautschukartikel eröffnete. Zwei Daten sind dabei besser belegt als das Gründungsjahr selbst: Die Genehmigung zur Errichtung einer eigenen Gummifabrik erhielt Englebert am **19. Dezember 1877**, und **Reifen kamen erst 1895 ins Programm**, zunächst als Fahrradreifen und Schläuche (Quelle: [Reifenpresse.de](https://reifenpresse.de/2001/05/30/130-jahre-englebertuniroyal/)). Der Reifenhersteller Englebert ist also ein gutes Vierteljahrhundert jünger als das Unternehmen selbst.

Der Name Uniroyal entstand aus dem Zusammenschluss mit der United States Rubber Company; die europäische Gesellschaft firmierte zunächst als Uniroyal-Englebert. Das prägende Ereignis für den Markenkern fällt in das Jahr **1969**: Der Uniroyal Rallye 180 wurde von der Zeitschrift auto motor und sport als erster Regenreifen zum Testsieger gekürt, und seither führt die Marke den Regenschirm im Logo (Quelle: [Uniroyal, Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Uniroyal_%28Continental_AG%29)).

**1979 kaufte Continental für 120 Millionen D-Mark das europäische Reifengeschäft**, womit die Marke in den Konzern überging; Reifenpresse.de datiert die Integration in die Continental-Gruppe ebenfalls auf 1979. Wichtig für die Einordnung im Handel: Die **europäische Marke Uniroyal ist nicht identisch mit der gleichnamigen nordamerikanischen Marke**, deren Geschäft 1990 an Michelin ging und dort bis heute getrennt geführt wird. Ein Uniroyal aus dem deutschen Handel ist ein Continental-Produkt. Welche Marke sonst noch zu welchem Konzern gehört, ordnet unsere Übersicht [Reifenmarken: Wer gehört zu wem?](https://www.reifentiefpreis.de/blog/reifenmarken-wer-gehoert-zu-wem) ein; die dritte europäische Schwestermarke behandeln wir im [Markenporträt Semperit](https://www.reifentiefpreis.de/blog/semperit-reifen-marke).

## Für wen Uniroyal passt, und für wen nicht

Nach 591 ausgewerteten Ausführungen und zwei unabhängigen Tests lässt sich die Empfehlung ziemlich scharf formulieren, und sie fällt je nach Jahreszeit unterschiedlich aus.

**Klar ja beim Sommerreifen.** Wer viel bei Regen unterwegs ist, bekommt hier ein Nasshaftungs-A ohne Aufpreis innerhalb der Marke, dazu eine belegte Konzernherkunft und ein Preisniveau, das im Median rund ein Fünftel unter Continental liegt. Für Pendler mit hohem Autobahnanteil bei wechselhaftem Wetter ist das eine der stimmigsten Kombinationen im mittleren Preissegment. Passende Modelle stehen in der Kategorie [PKW-Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/sommerreifen).

**Differenziert beim Ganzjahresreifen.** Der aktuelle AllSeasonExpert 3 ist mit durchgehend B ordentlich gelabelt und kostet gegenüber dem Vorgänger im Median nur 4,28 Euro mehr; wer wechselt, sollte die Ziffer 3 nehmen. Ein A gibt es im Pkw-Ganzjahresprogramm aber nicht, und das gilt für die ganze Gattung. Die Auswahl finden Sie unter [PKW-Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/ganzjahresreifen), für Kastenwagen unter [Transporter-Ganzjahresreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/van-transporter/ganzjahresreifen).

**Mit offenen Augen beim Winterreifen.** Der WinterExpert ist auf nasser Fahrbahn die Stärke seiner Preisklasse, auf Schnee und Eis liegt er im Mittelfeld, auf trockener Straße darunter. Wer in Regionen mit viel Nassschnee und wenig Eis fährt, macht damit nichts falsch; wer regelmäßig echte Winterbedingungen hat, sollte die Alternativen im Bereich [PKW-Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen) mitprüfen. **Eher nicht die richtige Wahl** ist Uniroyal, wenn Ihnen der trockene Grenzbereich, die Lenkpräzision oder ein niedriger Rollwiderstand am wichtigsten sind: Für Effizienz gibt es in diesem Sortiment kein einziges A, und die Trockennote ist in beiden vorliegenden ADAC-Tests die schwächste Einzelnote.

Unterm Strich ist Uniroyal eine der wenigen Marken, deren Werbeversprechen sich am eigenen Regal überprüfen lässt und die diese Prüfung besteht, allerdings mit einer klaren Einschränkung: Der Regenreifen ist ein Sommerreifen.

## Häufige Fragen

### Zu welchem Konzern gehört Uniroyal?

Die europäische Marke Uniroyal gehört seit 1979 zu Continental und wird dort als Zweitmarke geführt. Continental nennt sie in eigenen Pressemitteilungen ausdrücklich neben Barum, General Tire, Mabor, Matador, Semperit und Viking. Die gleichnamige nordamerikanische Marke ging 1990 an Michelin und hat mit dem europäischen Uniroyal produktseitig nichts zu tun.

### Haben alle Uniroyal-Reifen eine gute Nasshaftung?

Nein, und der Unterschied verläuft entlang der Jahreszeit. Im Pkw-Sommerprogramm tragen 220 von 241 lieferbaren Ausführungen die Bestklasse A. Im Pkw-Winter- und im Pkw-Ganzjahresprogramm gibt es dagegen kein einziges A; dort dominieren B und C. Prüfen Sie deshalb immer das Etikett der konkreten Ausführung und nicht nur den Markennamen.

### Warum sind Uniroyal-Reifen beim Rollwiderstand schwach?

Weil die Marke den Zielkonflikt zugunsten des Nassgriffs entscheidet. Keine der 591 lieferbaren Ausführungen erreicht ein A bei der Kraftstoffeffizienz, nur 23 ein B. Von den 243 Ausführungen mit Nasshaftung A stehen 214 bei der Effizienz auf C. Griffige Mischungen und stark geöffnete Profile leiten Wasser besser ab, kosten aber Rollwiderstand.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/uniroyal-reifen-marke
