# Ab 18 Zoll: Im Sommer fast jede zweite Bestellung, im Winter nur jede vierte

Veröffentlicht: 23.10.2026 · Aktualisiert: 27.10.2026 · Kategorie: Reifengrößen & Kennzeichnung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Reifengrößen, Zollgröße, Winterreifen, Reifenpreise, Kaufberatung

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Größere Räder setzen sich weiter durch — aber nicht gleichmäßig über die Saisons. Die Vergleichsplattform Check24 hat ausgewertet, welche Reifen 2023 und 2025 über ihr Portal gekauft wurden, und kommt dabei zu einem Verhältnis, das stutzig macht: Beim Sommerreifen geht inzwischen fast jede zweite Bestellung auf ein Rad ab 18 Zoll, beim Winterreifen nur jede vierte. Wir haben dieselbe Frage an den eigenen Katalog gestellt und beide Seiten nachgerechnet — die Auswahl je Größe und den Preis, den ein Zoll mehr tatsächlich kostet. Das Ergebnis zeigt vor allem eines: Die Lücke zwischen Sommer und Winter liegt nicht am Angebot.

## Was Check24 ausgewertet hat

Die Auswertung vergleicht die über die Plattform verkauften Pkw-, SUV- und Transporterreifen der Jahre 2023 und 2025. Der Anteil der Reifen ab 18 Zoll ist demnach in allen drei Reifenarten gestiegen: bei Sommerreifen von 46 auf 49 Prozent, bei Winterreifen von 22 auf 25 Prozent und bei Ganzjahresreifen von 21 auf 27 Prozent. Der stärkste Zuwachs mit sechs Prozentpunkten entfällt also ausgerechnet auf den Ganzjahresreifen — jene Reifenart, die man am ehesten mit dem sparsamen Alltagsauto verbindet und am wenigsten mit großen Rädern. Zusätzlich nennt die Auswertung für das Jahr 2025 eine Preisrelation: Reifensätze in 20 Zoll kosten mehr als doppelt so viel wie solche in 16 Zoll. Berichtet hat darüber die Fachpresse am 23. Oktober 2026 ([Quelle: Reifenpresse.de](https://reifenpresse.de/2026/10/23/vier-zoll-mehr-koennen-den-reifenpreis-mehr-als-verdoppeln/)).

**Wichtig für die Einordnung:** Das sind Bestellungen eines einzelnen Vergleichsportals, nicht der deutsche Reifenmarkt als Ganzes. Die Zahlen sagen präzise, was die Kundschaft dort gekauft hat — nicht, was insgesamt verfügbar war und auch nicht, was alle Autofahrer fahren. Genau diese zweite Hälfte lässt sich aber im eigenen Sortiment nachzählen. Und erst der Vergleich beider Größen macht aus einer Verkaufsstatistik eine Aussage, mit der man beim nächsten Radsatz etwas anfangen kann.

## Im eigenen Regal ist der große Durchmesser längst der Normalfall

Wir haben am 23. Oktober 2026 alle lieferbaren Pkw-Reifen über die Größenfacetten des Katalogs ausgezählt, getrennt nach Saison und Zollgröße, Basis 13 bis 22 Zoll. Beim Sommerreifen stehen 16.937 Ausführungen im Regal, davon 8.610 ab 18 Zoll — ein Anteil von 50,8 Prozent. Beim Winterreifen sind es 8.444 Ausführungen, davon 3.741 ab 18 Zoll, also 44,3 Prozent. Beim Ganzjahresreifen ergeben 3.146 von 7.918 Ausführungen einen Anteil von 39,7 Prozent. Der große Durchmesser ist im Angebot also längst kein Sonderfall mehr, sondern trägt in jeder Saison mindestens zwei Fünftel des Programms.

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt dabei trotzdem nicht am oberen Ende, sondern in der Mitte. Beim Sommerreifen ist 18 Zoll mit 2.749 Ausführungen die am breitesten besetzte Größe, dicht gefolgt von 17 Zoll mit 2.712. Beim Winterreifen und beim Ganzjahresreifen liegt die Spitze klar bei 17 Zoll mit 1.589 beziehungsweise 1.633 Ausführungen. Nach oben wird es dann schnell dünner: 20 Zoll bringt im Winter noch 817 Ausführungen, 21 Zoll 340 und 22 Zoll nur noch 97. Beim Ganzjahresreifen fällt die Kurve noch steiler ab, von 590 Ausführungen in 20 Zoll auf 109 in 21 und 29 in 22 Zoll. Wer sehr groß fährt, bekommt also nicht nur teurere Reifen, sondern spürbar weniger Modelle zur Auswahl — und im Zweifel keine Ausweichmöglichkeit, wenn das Wunschmodell gerade nicht lieferbar ist.

## Die Winterlücke: 44 Prozent im Regal, 25 Prozent im Einkauf

Jetzt lohnt der direkte Vergleich beider Zahlenreihen. Beim Sommerreifen liegen sie praktisch übereinander: 49 Prozent der Bestellungen gegen 50,8 Prozent des Angebots, keine zwei Prozentpunkte Unterschied. Was im Sommer gekauft wird, entspricht fast genau dem, was verfügbar ist. Beim Winterreifen dagegen klafft eine Lücke von rund 19 Prozentpunkten: 44,3 Prozent des Angebots stehen 25 Prozent der Bestellungen gegenüber. Beim Ganzjahresreifen beträgt der Abstand knapp 13 Punkte.

Diese Lücke ist die eigentliche Information in den Zahlen. Sie zeigt, dass der kleinere Winterradsatz keine Notlösung eines knappen Angebots ist, sondern eine bewusste Entscheidung der Käufer. Große Winterreifen gibt es reichlich — fast jede zweite lieferbare Ausführung im Winterprogramm misst 18 Zoll oder mehr. Trotzdem greift nur jeder vierte Besteller dazu. Die Gründe dafür liegen nahe: Der zweite Radsatz wird zusätzlich gekauft und fällt im Geldbeutel doppelt auf, er steht die halbe Zeit im Keller, und ein schmalerer Reifen gilt auf Schnee und Matsch nicht als Nachteil. Wie weit man dabei nach unten gehen darf und was dafür freigegeben sein muss, behandelt unser Ratgeber zu [kleineren Winterrädern und Downsizing](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterraeder-eine-nummer-kleiner) im Detail. Auch die Nachfrage in unserem eigenen Shop passt ins Bild: Die am häufigsten gesuchten Pkw-Größen sind 205/55 R16, 225/45 R17 und 205/60 R16 — der Schwerpunkt liegt bei 16 und 17 Zoll.

## Vier Zoll mehr, im selben Reifen nachgerechnet

Bleibt die Preisfrage. Ein Vergleich „20 Zoll kostet mehr als das Doppelte von 16 Zoll" mischt zwangsläufig verschiedene Marken und Qualitäten, denn wer große Räder fährt, wählt häufig auch den teureren Reifen. Um den Durchmesser allein zu messen, haben wir deshalb ein einzelnes Modell über seine Größenpalette verfolgt und jeweils die günstigste lieferbare Ausführung je Zollgröße genommen.

Beim Kumho WinterCraft WP52+ sieht diese Treppe am 23. Oktober 2026 so aus: 46,31 Euro in 15 Zoll, 65,21 Euro in der Ausführung [205/55 R16 91T](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kumho-wintercraft-wp52-205-55-r16-91t-158091), 80,20 Euro in 17 Zoll, 84,30 Euro in 18 Zoll, 93,32 Euro in 19 Zoll — und 173,91 Euro in [255/40 R20 104V](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/kumho-wintercraft-wp52-255-40-r20-104v-158069). Von 16 auf 20 Zoll ist das das 2,67-Fache, über den kompletten Satz gerechnet ein Unterschied von 434,80 Euro. Die berichtete Relation bestätigt sich damit im eigenen Regal sogar deutlich — und zwar ohne jeden Markenwechsel, denn es ist derselbe Reifen desselben Herstellers.

Dazu gehört allerdings eine Einschränkung: Mit dem Durchmesser wächst in dieser Reihe auch die Breite. Das Modell wird in 15 Zoll als 195/65 angeboten und in 20 Zoll als 255/40. Genau so kommt die Größe aber auch ans Fahrzeug — der Zoll steht am Auto selten allein, sondern bringt die breitere, flachere Dimension gleich mit. Was dieselbe Rechnung am kompletten Winterrad inklusive Felge ergibt, haben wir in der Preistreppe [Zoll für Zoll am Winterradsatz](https://www.reifentiefpreis.de/blog/winterrad-zoll-preis) über den gesamten Katalog ausgewertet.

**Die Ausnahme, die das Muster erklärt:** Die Treppe steigt nicht überall gleichmäßig, und an einer Stelle kippt sie sogar. Beim Continental WinterContact TS 870 kostet die günstigste lieferbare Ausführung in 17 Zoll 124,66 Euro — die in [175/60 R18](https://www.reifentiefpreis.de/artikel/continental-wintercontact-ts-870-175-60-r18-85h-137229) dagegen nur 89,00 Euro. Ein Zoll mehr, gut 35 Euro weniger, beim selben Modell und am selben Tag. Der Grund steckt in der Breite: Das 18-Zoll-Format ist mit 175 Millimetern eine ausgesprochen schmale Dimension, wie sie an sparsamen Kompakt- und Elektroautos verbaut wird, während 195/45 R17 ein sportlich flaches Format ist.

Daraus folgt die praktisch wichtigste Lesart der ganzen Statistik: Die Zollzahl ist nur ein Näherungswert für den Preis. Was tatsächlich zählt, ist die vollständige Größe aus Breite, Querschnitt sowie Last- und Geschwindigkeitsindex. Eine schmale Dimension auf großer Felge kann günstiger ausfallen als eine breite auf kleinerer. Wer wissen will, was der eigene nächste Satz kostet, vergleicht deshalb nicht Zollgrößen miteinander, sondern Modelle innerhalb der eigenen Dimension. Dort liegt ohnehin die größere Spanne: Im Winterprogramm stehen allein in 205/55 R16 ganze 218 lieferbare Ausführungen zur Wahl, von rund 45 Euro bis deutlich über 100 Euro je Reifen.

## Was das für Ihren nächsten Radsatz bedeutet

Die Zollgröße wird meist gar nicht beim Reifenkauf entschieden, sondern viel früher — beim Fahrzeugkauf und bei der Wahl des Radpakets. Sie ist damit eine Entscheidung über laufende Kosten für die gesamte Haltedauer und nicht bloß eine Frage der Optik. Drei Punkte sind daraus mitzunehmen:

- **Beim Fahrzeugkauf mitrechnen:** Das größere Radpaket kostet nicht nur einmal Aufpreis, sondern bei jedem neuen Reifensatz erneut. Beim selben Modell können das über vier Zoll mehr als das Doppelte sein.
- **Den Winterradsatz als Hebel nutzen:** Ist für Ihr Fahrzeug eine kleinere Dimension freigegeben, ist der zweite Satz die günstigste Stelle zum Sparen — ohne Einbuße bei der Wintereignung. Welche Größen zulässig sind, steht in den Fahrzeugpapieren; wie viele Felgen überhaupt freigegeben sind, zeigt unser Beitrag zur [Felgenfreigabe am Fahrzeug](https://www.reifentiefpreis.de/blog/felgen-freigabe-fahrzeug).
- **Nicht nach Zoll vergleichen, sondern nach Dimension:** Prüfen Sie den Preis in Ihrer konkreten Größe. Der Abstand zwischen zwei Modellen derselben Größe ist oft größer als der zwischen zwei Zollgrößen.

**Fazit:** Der Trend zu größeren Rädern ist belegt, und er geht weiter — am stärksten ausgerechnet beim Ganzjahresreifen. Eine Einbahnstraße ist er aber nicht: Im Winter kauft die Kundschaft nachweislich kleiner, als das Angebot hergeben würde, und das ist eine vernünftige Entscheidung und kein Mangel. Passende Reifen für Ihre Größe finden Sie in unserem Sortiment an [Winterreifen für PKW](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/pkw/winterreifen) sowie auf der Übersicht [aller Reifen in 205/55 R16](https://www.reifentiefpreis.de/reifen/groesse/205-55-r16).

## Häufige Fragen

### Wird die Auswahl kleiner, wenn ich auf 20 Zoll wechsle?
Ja, deutlich. Im Winterprogramm stehen in 17 Zoll 1.589 lieferbare Ausführungen zur Wahl, in 20 Zoll nur noch 817 und in 22 Zoll gerade einmal 97 (Stand 23.10.2026). Weniger Auswahl bedeutet auch weniger Ausweichmöglichkeiten, wenn ein Modell gerade nicht verfügbar ist.

### Darf der Winterradsatz kleiner sein als der Sommerradsatz?
Oft ja — aber nur in einer Dimension, die für Ihr Fahrzeug freigegeben ist, und ohne den geforderten Last- und Geschwindigkeitsindex zu unterschreiten. Die zulässigen Größen stehen in den Fahrzeugpapieren beziehungsweise in der Felgenfreigabe des Herstellers.

### Ist eine schmale Dimension auf großer Felge automatisch günstig?
Nicht automatisch, aber die Breite wirkt stärker auf den Preis als der Durchmesser allein. Schmale Formate in großen Zollgrößen, wie sie an Elektroautos üblich sind, können günstiger sein als breite Reifen auf kleineren Felgen.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.de/blog/zollgroesse-auswahl-preis
