Enduro / Cross
Enduro / Cross aus unserem Sortiment „Motorradreifen" — nach Größe und Marke filtern.

Enduro-, Cross- und Adventure-Reifen unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Zeit der Reifen auf Asphalt und wie viel im Gelände verbringt. Hersteller geben dieses Mischverhältnis meist als grobe Faustzahl an: von 90/10 (überwiegend Straße, leichte Schotterausflüge) über 50/50 für klassische Reise-Enduros bis hin zu 10/90 und reinen Crossreifen, die fast nur abseits befestigter Wege funktionieren. Je höher der Gelände-Anteil, desto grobstolliger das Profil und desto offener die Stollenanordnung.
Mit dem Mischverhältnis ändern sich auch die rechtlichen und technischen Eckpunkte: Straßenzulassung nach StVZO, Schlauch oder schlauchlos sowie der mögliche Einsatz von Mousse. Wer den passenden Reifen sucht, sollte deshalb zuerst den realistischen Einsatzschwerpunkt festlegen und dann erst auf Profil und Bauart schauen. So vermeiden Sie es, einen reinen Wettbewerbsreifen für den Alltag zu kaufen oder umgekehrt einen straßenbetonten Reifen im tiefen Gelände zu überfordern.
Mischverhältnis und Profil
Die Angaben von 90/10 bis 10/90 beschreiben den ungefähren Anteil Straße zu Gelände, für den ein Reifen ausgelegt ist. Straßenbetonte Adventure-Reifen (z. B. 90/10 oder 80/20) haben ein eng stehendes, durchgehenderes Profil mit hohem Negativ-Anteil für Grip und Laufruhe auf Asphalt. Mit steigendem Gelände-Anteil rücken die Stollen weiter auseinander und werden höher: Das selbstreinigende, grobstollige Profil verzahnt sich in Sand, Schlamm und losem Untergrund, läuft auf der Straße aber lauter, unruhiger und verschleißt schneller. Wählen Sie das Verhältnis nach Ihrem tatsächlichen Streckenmix, nicht nach dem Wunschbild.
Straßenzulassung oder reiner Crossreifen
Entscheidend für die Nutzung im öffentlichen Verkehr ist die Straßenzulassung. Reifen mit StVZO-/E-Kennzeichnung und DOT-Nummer dürfen auf der Straße gefahren werden und tragen häufig den Zusatz M+S; reine Crossreifen ohne diese Kennzeichnung sind ausschließlich für abgesperrtes Gelände oder den Wettbewerb bestimmt und auf öffentlichen Wegen nicht erlaubt. Achten Sie zudem auf die Geschwindigkeits- und Lastkennung sowie auf die Freigabe für Ihr Fahrzeug. Wer überwiegend Enduro-Touren mit Straßenanteilen fährt, braucht zwingend eine zugelassene Variante.
Schlauch, Schlauchlos und Mousse
Im Gelände werden Reifen häufig mit niedrigem Luftdruck gefahren, um die Aufstandsfläche und damit den Grip zu vergrößern. Klassische Speichenfelgen sind oft nur mit Schlauch dicht zu bekommen, während moderne Felgen und Tubeless-Systeme schlauchlos funktionieren und Pannen besser abdichten. Bei extremer Beanspruchung im Wettbewerb kommt der Mousse-Einsatz zum Zug: ein Schaumstoffring statt Luft, der nicht durchstechen kann und einen Plattfuß praktisch ausschließt. Mousse ist allerdings aufwendig zu montieren, verschleißt und ist für den normalen Straßenbetrieb weder vorgesehen noch zugelassen.
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