Radar Dimax Classic: Der Sommerreifen für Oldtimer in seltenen Klassik-Größen
Wer einen Oldtimer oder Youngtimer bewegt, kennt das Problem: Für schmale 12-, 13- oder 14-Zoll-Felgen findet man im modernen Handel kaum noch frische Reifen. Genau in diese Lücke zielt der Radar Dimax Classic – ein bezahlbarer Sommerreifen, den der Hersteller ausdrücklich für klassische und historische Fahrzeuge entwickelt hat. Wir ordnen ein, was der Reifen leistet, für wen er sich eignet und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Was ist der Radar Dimax Classic?
Der Dimax Classic stammt von Omni United, einem 2003 gegründeten und in Singapur ansässigen Reifenanbieter, der seine Produkte in über 50 Ländern verkauft. Radar ist dabei die wichtigste Marke des Unternehmens. Vorgestellt wurde der Reifen im Februar 2018 – standesgemäß auf der Messe „The London Classic Car Show", wo er auf einem Jaguar E-Type montiert präsentiert wurde. Omni United beschreibt ihn als Sport-Touring-Reifen, der „speziell für klassische und historische Fahrzeuge" entwickelt wurde und Felgendurchmesser von 12 bis 15 Zoll abdeckt (Quelle: Omni United).
Moderne Technik, klassische Optik: Der Reiz liegt genau in dieser Kombination. Das Profil ist eine zeitgemäße Interpretation eines klassischen Musters, während Aufbau und Gummimischung nach Herstellerangaben aus moderner Fertigung stammen. Omni United verspricht sich davon eine höhere Laufleistung und einen kürzeren Bremsweg als bei betagten Altbeständen – das sind allerdings Herstellerangaben, keine unabhängig geprüften Messwerte.
Schwarze Flanke oder Weißwand: Ein charmantes Detail für Liebhaber ist die Wahl der Seitenwand. Den Dimax Classic gibt es wahlweise mit klassisch-schwarzer Flanke oder als Weißwandreifen. Gerade Fahrzeuge der 1950er- bis 1970er-Jahre trugen ab Werk oft weiße Zierstreifen an der Flanke – mit der Weißwand-Variante lässt sich dieser originalgetreue Look ohne teure Spezialreifen wiederherstellen.
Klassik-Größen, die der Handel sonst kaum noch führt
Das eigentliche Verkaufsargument ist die Verfügbarkeit. Moderne Reifenlinien beginnen praktisch erst bei 15 oder 16 Zoll aufwärts – schmale, hochflankige Dimensionen für kleine Klassiker sterben im regulären Sortiment aus. Der Dimax Classic füllt genau diese Nische: In unserem Shop ist er aktuell in rund zwei Dutzend lieferbaren Größen erhältlich, von der winzigen 125 R12 über gängige Klassiker-Maße wie 145 R13, 155 R15, 165 R14, 175 R14 und 185 R14 bis hinauf zu 195/70 R14, 205/70 R15 und 235/70 R15.
Die Preise beginnen bei rund 50 Euro pro Reifen für die kleinen Dimensionen und steigen für die großen, selteneren Maße auf über 100 Euro. Für viele dieser Größen ist die Auswahl am Markt ohnehin überschaubar – ein bezahlbarer, neu produzierter Reifen ist da oft mehr wert als die Suche nach dem letzten passenden Premium-Restposten. Einen Überblick über alle verfügbaren Maße gibt der Modell-Überblick zum Radar Dimax Classic; besonders gefragte Größen sind zum Beispiel der Radar Dimax Classic 155 R15 82S, der Radar Dimax Classic 125 R12 62S und der Radar Dimax Classic 185 R14 90H.
Was das EU-Reifenlabel verrät – und was nicht
Beim Blick auf das EU-Label sollten Sie ehrlich bleiben: Die Dimax-Classic-Größen tragen durchgängig die Werte E für Kraftstoffeffizienz, E für Nasshaftung und rund 79 Dezibel beim Abrollgeräusch. Das sind bescheidene Klassen – ein moderner Premium-Sommerreifen bremst auf nasser Fahrbahn spürbar kürzer und rollt sparsamer. Wer einen Alltagswagen mit hoher Jahresfahrleistung bereifen will, findet dort die bessere Wahl.
Für einen Klassiker verschiebt sich die Gewichtung aber deutlich. Ein Oldtimer wird meist bei trockenem, mildem Wetter, mit gemäßigtem Tempo und geringer Fahrleistung bewegt – Kriterien wie Nassbremsweg und Spritverbrauch fallen dann weniger ins Gewicht als bei einem täglichen Pendlerauto. Wichtig zu wissen: Der Dimax Classic ist ein reiner Sommerreifen ohne Alpine-Symbol (3PMSF) und damit für winterliche Verhältnisse weder gedacht noch geeignet. Und: Zu diesem Nischenreifen gibt es keine unabhängigen Vergleichstests von ADAC, Stiftung Warentest oder GTÜ – belastbare Fremdurteile über die reale Fahrleistung existieren also nicht. Was die einzelnen Klassen bedeuten, erklärt unsere Infoseite zum EU-Reifenlabel.
Für wen der Dimax Classic passt – und worauf Sie achten
Der Dimax Classic ist die richtige Wahl für Klassik-Enthusiasten, die eine seltene, schmale Größe brauchen, ihr Fahrzeug überwiegend bei schönem Wetter und mit überschaubarer Kilometerleistung bewegen und dabei nicht dreistellig pro Reifen investieren möchten – die optionale Weißwand ist für viele das Sahnehäubchen. Wer dagegen viel fährt, hohe Ansprüche an Nässe und Effizienz stellt oder sportlich unterwegs ist, sollte eher zu einem modernen Marken-Sommerreifen greifen.
Vor dem Kauf lohnt ein prüfender Blick auf einige Punkte:
- Größe und Kennung exakt übernehmen: Breite, Querschnitt, Zoll sowie Last- und Geschwindigkeitsindex müssen zu Ihren Fahrzeugpapieren passen. Die eingetragenen Werte finden Sie in der Zulassungsbescheinigung bzw. im Gutachten – ein niedrigerer Index ist tabu, ein höherer erlaubt.
- Reifenalter zählt beim Oldtimer doppelt: Klassiker stehen oft monatelang, und Reifen altern auch ohne Laufleistung. Prüfen Sie die DOT-Nummer, achten Sie auf ein einheitliches Alter aller vier Reifen und kontrollieren Sie die Flanken auf feine Risse. Warum stehende Reifen porös werden, lesen wir im Ratgeber zu porösen und rissigen Reifen.
- Schlauch oder schlauchlos: Ob Ihre Felge einen Schlauch braucht, hängt vom Rad ab. Im Zweifel klärt das ein Fachbetrieb – lassen Sie Montage und Auswuchten ohnehin von Profis erledigen.
Unterm Strich: Der Radar Dimax Classic ist kein Testsieger und will es auch nicht sein. Er ist ein ehrlicher, bezahlbarer Neureifen für ein Segment, in dem Auswahl selten geworden ist – und genau das macht ihn für viele Klassikerfreunde interessant. Alle lieferbaren Maße und tagesaktuelle Preise finden Sie im Radar Dimax Classic im Shop; tiefer ins Thema geht unser ausführlicher Ratgeber zu Reifen für Oldtimer und Youngtimer.
Häufige Fragen
Taugt der Radar Dimax Classic als Alltagsreifen?
Er ist ausdrücklich für klassische Fahrzeuge mit geringer Fahrleistung konzipiert. Mit den EU-Label-Klassen E/E bei Effizienz und Nasshaftung ist er kein Reifen für den anspruchsvollen Vielfahrer – für den Schönwetter-Einsatz am Klassiker reicht er dagegen aus.
Gibt es den Dimax Classic auch mit Weißwand?
Ja. Laut Hersteller ist der Reifen wahlweise mit klassisch-schwarzer Seitenwand oder als Weißwandreifen erhältlich, um den originalgetreuen Look vieler Klassiker zu treffen.
Kann ich den Dimax Classic im Winter nutzen?
Nein. Es handelt sich um einen reinen Sommerreifen ohne Schneeflocken-Symbol (3PMSF). Bei Schnee, Eis oder Kälte ist er ungeeignet – Oldtimer werden aber ohnehin meist als Schönwetter- oder Saisonfahrzeug bewegt.