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Reifenlabel & EU-Kennzeichnung – Ratgeber im Magazin

EU-Reifenlabel lesen: Nasshaftung, Effizienz und Geräusch einfach erklärt

· 13 Min. Lesezeit · von Reifentiefpreis · Aktualisiert am 27.08.2026
Smartphone scannt den QR-Code eines neuen Reifens im Fachgeschäft (KI-generiert, OpenAI)
Smartphone scannt den QR-Code eines neuen Reifens im Fachgeschäft (KI-generiert, OpenAI)

Auf jedem neuen Reifen klebt ein farbiges Etikett mit Buchstaben, einer Dezibelzahl und ein paar kleinen Piktogrammen – das EU-Reifenlabel. Es funktioniert ähnlich wie das Energielabel an Kühlschrank oder Waschmaschine und soll Reifen auf einen Blick vergleichbar machen. In der Praxis wird es allerdings häufig falsch gelesen: Ein „A“ bedeutet nicht bei jedem Reifentyp dasselbe, die Geräuschklasse C bekommt praktisch kein Reifen, und für eine ganze Reihe von Reifen gilt das Label überhaupt nicht. In diesem Ratgeber gehen wir das Label Feld für Feld durch – mit den tatsächlichen Grenzwerten aus der EU-Verordnung, den Messzahlen des ADAC und Beispielen aus unserem eigenen Sortiment.

Was das EU-Reifenlabel ist – und für welche Reifen es nicht gilt

Seit November 2012 müssen neue Pkw-Reifen in der EU gekennzeichnet sein. Seit dem 1. Mai 2021 gilt eine überarbeitete, strengere Fassung: die Verordnung (EU) 2020/740. Neu ist daran vor allem, dass nun auch schwere Nutzfahrzeugreifen erfasst sind – zuvor galt die Kennzeichnung nur für Pkw-Reifen (Klasse C1) und Reifen für leichte Nutzfahrzeuge (C2), Lkw- und Busreifen (C3) waren ausgenommen. Die EU begründet das damit, dass gerade C3-Reifen wegen ihrer hohen Jahreslaufleistung besonders viel Kraftstoff sparen können.

Das Label macht drei Eigenschaften vergleichbar: die Kraftstoffeffizienz (also den Rollwiderstand), die Nasshaftung (das Bremsen auf nasser Fahrbahn) und das externe Rollgeräusch (das Vorbeifahrgeräusch). Dazu kommen seit 2021 ein QR-Code und, wo zutreffend, zwei Wintersymbole. Wichtig für Sie als Käufer: Die Klassen müssen überall dort erscheinen, wo der Reifen angeboten wird – die Verordnung verlangt die Kennzeichnung ausdrücklich auch in technischen Werbematerialien und in visuellem Werbematerial, und zwar auch dann, wenn dieses im Internet veröffentlicht wird. Ein Online-Shop, der die Labelwerte verschweigt, erfüllt seine Pflicht nicht. Bei ausgestellter Ware muss das Label am Reifen oder in dessen Nähe angebracht sein.

Weniger bekannt ist die Ausnahmeliste. Artikel 2 der Verordnung nimmt eine ganze Reihe von Reifen ausdrücklich aus – wer dort ein Label sucht, sucht vergeblich:

  • Reifen für den harten Geländeeinsatz sowie reine Rennreifen
  • Reifen für Fahrzeuge, deren Erstzulassung vor dem 1. Oktober 1990 liegt – deshalb tragen typische Oldtimer- und Youngtimer-Reifen kein Label
  • T-Notradreifen, also die schmalen Notlaufräder mit erhöhtem Fülldruck
  • Reifen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit unter 80 km/h
  • Reifen für Felgen mit einem Nenndurchmesser von höchstens 254 mm oder mindestens 635 mm – umgerechnet also alles unterhalb von rund 10 Zoll und oberhalb von rund 25 Zoll
  • Reifen mit Traktionshilfen, etwa Spikereifen
  • gebrauchte Reifen – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Werden sie aus einem Drittland importiert, gilt die Kennzeichnungspflicht sehr wohl

Für runderneuerte Reifen sieht die Verordnung eine Kennzeichnung zwar grundsätzlich vor, sie greift aber erst, sobald ein geeignetes Prüfverfahren zur Messung ihrer Leistung festgelegt ist – ein solches Verfahren existiert bis heute nicht. Runderneuerte Ware kommt deshalb weiterhin ohne Label in den Handel.

C1, C2, C3: Warum ein A nicht überall dasselbe bedeutet

Dies ist der am häufigsten übersehene Punkt am ganzen Label – und er stand bis zu dieser Aktualisierung auch in diesem Ratgeber falsch. Die Buchstaben A bis E bedeuten nicht in allen Reifenklassen dasselbe. Anhang I der Verordnung (EU) 2020/740 legt für C1, C2 und C3 jeweils eigene Grenzwerte fest.

Bei der Nasshaftung wird aus dem genormten Bremsversuch ein Nasshaftungskennwert G berechnet. Die Klasse A verlangt:

  • C1 (Pkw): G von mindestens 1,55
  • C2 (leichte Nutzfahrzeuge): G von mindestens 1,40
  • C3 (schwere Nutzfahrzeuge): G von mindestens 1,25

Ein Transporterreifen der Klasse C2 erreicht sein A also mit einem Messwert, der bei einem Pkw-Reifen nur noch für ein C reichen würde. Beim Rollwiderstand dreht sich das Verhältnis genau um: Dort verlangt die Klasse A bei C1-Reifen einen Rollwiderstandskoeffizienten von höchstens 6,5 N/kN, bei C2 höchstens 5,5 N/kN und bei C3 sogar höchstens 4,0 N/kN. Hier liegt die Latte für den Lkw-Reifen am höchsten, weil dort jede eingesparte Rollwiderstandseinheit über hunderttausende Kilometer wirkt.

Merksatz: Vergleichen Sie Labelklassen nur innerhalb derselben Reifenklasse. Ein A auf einem C-Reifen fürs Wohnmobil und ein A auf dem Reifen Ihres Kombis sind nur dann dieselbe Leistung, wenn beide Reifen derselben Klasse zugeordnet sind.

Verwechseln Sie die Label-Klassen außerdem nicht mit dem C in einer Größenangabe wie 215/65 R16 C. Dieses C steht für „Commercial“ und beschreibt die verstärkte Bauart für höhere Lasten – mit den Reifenklassen C1 bis C3 hat es nichts zu tun, auch wenn beide denselben Buchstaben verwenden. Und noch eine Falle gehört dazu: Die Klassengrenzen sind zwar innerhalb einer Reifenklasse für jede Größe identisch, der gemessene Wert ist es nicht. Warum derselbe Modellname je nach Dimension völlig andere Buchstaben tragen kann, erklären wir im Beitrag Warum derselbe Reifen je nach Größe ein anderes EU-Label trägt.

Kraftstoffeffizienz: Was ein Buchstabe an der Zapfsäule wirklich kostet

Das Symbol mit der Zapfsäule bewertet den Rollwiderstand. Je weniger Energie der Reifen beim Abrollen in Verformung und Wärme verliert, desto weniger Kraftstoff oder Strom braucht Ihr Fahrzeug. Für Pkw-Reifen reicht die Skala von A (Rollwiderstandskoeffizient bis 6,5 N/kN) über B (6,6 bis 7,7), C (7,8 bis 9,0) und D (9,1 bis 10,5) bis E (ab 10,6 N/kN). Die früher zusätzlich möglichen Stufen F und G gibt es beim Pkw-Label nicht mehr.

Wie viel das im Tank ausmacht, hat der ADAC beziffert. Gegenüber der Bestklasse A verbraucht ein Reifen im Schnitt rund 0,1 l/100 km mehr in Klasse B, 0,22 l in Klasse C, 0,36 l in Klasse D und 0,51 l in Klasse E (Quelle: ADAC). Zwischen A und E liegen damit etwa 0,5 l/100 km oder rund 7,5 Prozent des Verbrauchs.

Diese Spanne sollten Sie allerdings nicht für bare Münze nehmen. Der ADAC weist selbst darauf hin, dass die meisten heute angebotenen Reifen ohnehin in die Klassen B und C fallen – das realistische Sparpotenzial ist deshalb deutlich kleiner, als die fünf Buchstaben vermuten lassen. Zwischen zwei benachbarten Klassen liegt jeweils nur rund ein Zehntel bis ein Sechstel Liter je 100 Kilometer. Für Vielfahrer und für Elektroautos, bei denen der Rollwiderstand direkt in die Reichweite geht, lohnt der Blick auf eine gute Effizienzklasse trotzdem: Über eine Reifenlebensdauer von 40.000 Kilometern summiert sich schon ein Zehntelliter auf rund 40 Liter Kraftstoff. Wie der Rollwiderstand physikalisch entsteht und welche Rolle Luftdruck und Fahrweise dabei spielen, vertiefen wir im Ratgeber Rollwiderstand und Spritsparen.

Nasshaftung: Das wichtigste Kriterium – und wie es gemessen wird

Das Symbol mit der Regenwolke zeigt, wie gut der Reifen auf nasser Fahrbahn bremst. Aus unserer Sicht ist das die wichtigste der drei Angaben, weil sie unmittelbar über den Bremsweg entscheidet. Gemessen wird nach Anhang 5 der UNECE-Regelung Nr. 117: Ermittelt werden Bremsweg beziehungsweise maximaler Reibwert des zu prüfenden Reifens, verglichen wird das Ergebnis mit einem genormten Referenzreifen. Daraus entsteht der Nasshaftungskennwert G, von dem die Verordnung anschließend pauschal 0,03 abzieht.

Für Pkw-Reifen liegen die Klassengrenzen bei einem G von 1,55 und mehr (A), 1,40 bis 1,54 (B), 1,25 bis 1,39 (C), 1,10 bis 1,24 (D) und 1,09 und darunter (E). Jede Klasse ist damit exakt 0,15 breit – die Abstände sind gleichmäßig, ein Klassensprung ist keine Ermessensfrage, sondern eine gemessene Größe.

Wie viel das auf der Straße ausmacht, macht eine einzige Zahl deutlich: Zwischen einem Reifen der Klasse A und einem der Klasse E kann der Bremsweg bei einer Vollbremsung aus 80 km/h auf durchschnittlich griffiger Fahrbahn um bis zu rund 18 Meter auseinanderliegen – etwa vier Pkw-Längen, in denen der A-Reifen längst steht. Der ADAC leitet daraus eine klare Kaufempfehlung ab: Bei der Nasshaftung sollten Sie mindestens Klasse C wählen. Warum Reifen mit D oder E in der Praxis kaum noch eine Rolle spielen und wo sie trotzdem auftauchen, lesen Sie in Nasshaftung D und E.

Zwei Einschränkungen gehören unbedingt dazu. Erstens bewertet die Klasse ausschließlich das geradlinige Bremsen auf nasser Fahrbahn nach einem genormten Verfahren. Aquaplaning bei stehendem Wasser, das Verhalten in nassen Kurven und der Trockenbremsweg fließen nicht ein – dafür braucht es weiterhin einen unabhängigen Test. Zweitens gilt der Wert für den fabrikneuen Reifen: Mit sinkender Profiltiefe kann der Reifen weniger Wasser verdrängen, und selbst ein A-Reifen bremst mit 3 Millimeter Restprofil nicht mehr wie am ersten Tag. Ein regelmäßiger Blick auf die Profiltiefe gehört deshalb zwingend dazu – die beste Labelklasse nützt nichts, wenn das Profil sie nicht mehr einlösen kann.

Rollgeräusch: Warum es die Klasse C praktisch nicht gibt

Das dritte Feld nennt das Vorbeifahrgeräusch in Dezibel und dazu eine Buchstabenklasse; die früheren ein bis drei Schallwellen sind seit 2021 entfallen. Die Klassen ergeben sich aus dem Abstand zum gesetzlichen Grenzwert, den die Verordnung mit LV abkürzt:

  • A: Der Messwert liegt mindestens 3 dB(A) unter dem Grenzwert
  • B: Der Messwert liegt bis zu 3 dB(A) unter dem Grenzwert
  • C: Der Messwert überschreitet den Grenzwert

Genau hier stand in diesem Ratgeber bisher, ein C-Reifen erreiche den Grenzwert gerade eben. Das ist nicht richtig, und die Konsequenz daraus ist wichtiger, als sie zunächst klingt: Ein Reifen der Klasse C liegt über dem zulässigen Grenzwert und wäre damit nicht zulassungsfähig. Der ADAC formuliert es unmissverständlich – mit C werden schlicht keine Reifen gekennzeichnet, weil solche Reifen gar nicht verkauft werden dürften. In der Praxis sehen Sie deshalb ausschließlich A oder B, und die Geräuschklasse taugt weniger zum Aussortieren als zum Feinvergleich.

Ebenso wichtig ist der zweite Punkt: Der Grenzwert ist nicht für alle Reifen gleich. Er hängt von der Reifenklassifizierung (C1 bis C3), von der Reifenbreite und von der Bauart ab. Deshalb kann derselbe Dezibelwert bei zwei verschiedenen Reifen zu unterschiedlichen Buchstaben führen – und ein Reifen mit 71 dB muss nicht schlechter eingestuft sein als einer mit 70 dB. Vergleichen Sie deshalb erst die Klasse und anschließend, innerhalb derselben Klasse und derselben Reifenbreite, die Dezibelzahl. Und behalten Sie im Hinterkopf, dass das Label das Außengeräusch beschreibt, also den Lärmschutz für die Umwelt. Wie laut ein Reifen im Innenraum wirkt, hängt zusätzlich von Fahrzeug, Dämmung und Fahrbahnbelag ab – mehr dazu im Beitrag Reifengeräusch und leise Reifen.

QR-Code, EPREL und die beiden Wintersymbole

Die auffälligste Neuerung des aktuellen Labels ist der QR-Code oben rechts. Scannen Sie ihn mit dem Smartphone, landen Sie direkt beim Datensatz des Reifens in der EPREL-Datenbank, der Europäischen Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung. Dort hinterlegt der Hersteller den Herstellernamen, die genaue Artikelnummer, die Dimension samt Geschwindigkeits- und Lastindex sowie die Reifenklasse. Seit Mai 2021 muss jeder betroffene Reifen dort registriert sein – Sie können die Angaben auf dem Aufkleber also unabhängig vom Händler gegenprüfen, und zwar noch im Laden.

Unten rechts können bei Winter- und Ganzjahresreifen zwei verschiedene Symbole stehen, und die werden regelmäßig verwechselt. Das bekannte Alpine-Symbol – die Bergkulisse mit Schneeflocke, auch 3PMSF genannt – bestätigt, dass der Reifen die Mindestanforderungen an Reifen für winterliche Straßen nach der UNECE-Regelung Nr. 117 erfüllt. Es muss zusätzlich in die Reifenflanke eingeprägt sein, oder es muss eine entsprechende Bescheinigung des Herstellers vorliegen. Das ist der entscheidende Unterschied zur bloßen Kennzeichnung „M+S“, die ein Hersteller ohne jede Prüfung aufbringen darf.

Das zweite Symbol ist ein Dreieck mit Bergsilhouette und steht für die Eisgriffigkeit. Es bescheinigt eine Mindesthaftung auf Eis und richtet sich an den nordeuropäischen Markt; solche Reifen sind laut ADAC in der Regel nicht für Einsätze außerhalb Nordeuropas bestimmt. Für den deutschen Alltag ist deshalb das Alpine-Symbol das maßgebliche Zeichen. Welches der beiden Symbole hierzulande rechtlich zählt und welches nur Zusatzinformation ist, haben wir in Zwei Wintersymbole auf dem EU-Reifenlabel ausführlich aufgeschlüsselt. Trägt ein Reifen keines der Symbole, bleibt die Stelle auf dem Label einfach leer – ein reiner Sommerreifen zeigt dort also nichts an.

So lesen Sie das Label beim Kauf – und wo es endet

Die wichtigste Lesegewohnheit ist zugleich die einfachste: Lesen Sie jede Spalte einzeln. Aus einer guten Nassnote folgt keine gute Effizienznote, und umgekehrt genauso wenig. Wie weit die Werte innerhalb eines einzigen Modells auseinandergehen können, zeigt unser eigenes Regal. In der gängigen Größe 205/55 R16 führen wir am 27. August 2026 sechs lieferbare Ausführungen des Bridgestone Turanza T005 – und diese sechs Ausführungen verteilen sich auf fünf verschiedene Label-Kombinationen, von A/A bis C/B. Der Bridgestone Turanza T005 205/55 R16 91V erreicht bei Nasshaftung und Kraftstoffeffizienz jeweils die Klasse A und kostet 90,30 Euro; eine 91W-Ausführung desselben Modells kommt bei der Effizienz nur auf C und bei der Nasshaftung auf B – kostet mit 89,78 Euro aber praktisch dasselbe.

Noch deutlicher wird es beim Kumho Ecsta HS52 205/55 R16 91V für 51,87 Euro: Vier der fünf lieferbaren Ausführungen tragen die Kombination Effizienz C mit Nasshaftung A, ausgerechnet die H-Ausführung dreht das Verhältnis auf Effizienz A mit Nasshaftung B um und ist mit 69 dB zugleich die leiseste. Der Preis sortiert die Labelwerte also nicht – das ist kein Einzelfall, sondern ein Muster, dem wir im Beitrag Derselbe Reifenname, zwei verschiedene EU-Label nachgegangen sind. Alle genannten Preise und Klassen stammen aus unserer eigenen Erhebung vom 27. August 2026 und können sich ändern.

Und dann ist da noch, was gar nicht auf dem Label steht. Nicht bewertet werden der Trockenbremsweg, Handling und Lenkpräzision, die Aquaplaning-Reserve bei stehendem Wasser, die Laufleistung sowie das Verhalten bei Alterung und hohen Temperaturen. Dazu kommt ein struktureller Vorbehalt, den man kennen sollte: Die Prüfungen führt die Reifenindustrie selbst nach festgelegten Verfahren durch, der Hersteller klassifiziert sein Produkt also in Eigenregie. Die Verordnung sieht dafür Nachprüfungen durch unabhängige Stellen und feste Prüftoleranzen vor – eine flächendeckende Kontrolle jeder einzelnen Angabe ist damit aber nicht verbunden.

Unsere Empfehlung lautet deshalb wie die des ADAC: Nutzen Sie das Label als schnellen Vorfilter – gute Nasshaftung zuerst, Effizienz je nach Fahrleistung, Geräusch als Zugabe – und ziehen Sie für die endgültige Entscheidung einen aktuellen, unabhängigen Reifentest heran, sofern es für Ihr Modell einen gibt. Liegt kein Test vor, bleibt das Label die beste verfügbare Orientierung, und die sollten Sie auch nutzen. Wo genau die Grenze zwischen beidem verläuft, haben wir in EU-Reifenlabel oder Reifentest gegenübergestellt. Passende, vollständig gelabelte Reifen finden Sie jederzeit bei den PKW-Sommerreifen in unserem Shop.

Häufige Fragen

Was bedeuten die Buchstaben A bis E auf dem Reifenlabel?

Sie stehen für die Leistungsklassen bei Kraftstoffeffizienz und Nasshaftung, wobei A jeweils die beste und E die schwächste Klasse ist. Die früheren Stufen F und G gibt es beim Pkw-Label nicht mehr. Wichtig ist dabei: Die dahinterliegenden Grenzwerte unterscheiden sich je nach Reifenklasse – ein A auf einem Pkw-Reifen (C1) verlangt bei der Nasshaftung einen höheren Messwert als ein A auf einem Reifen der Klasse C2. Beim Rollgeräusch gibt es zusätzlich die Klassen A bis C zusammen mit einem Dezibelwert.

Gilt das EU-Label auch für gebrauchte oder runderneuerte Reifen?

Nein. Gebrauchte Reifen sind von der Verordnung (EU) 2020/740 ausdrücklich ausgenommen – es sei denn, sie werden aus einem Drittland importiert, dann greift die Kennzeichnungspflicht doch. Für runderneuerte Reifen ist eine Kennzeichnung zwar vorgesehen, sie tritt aber erst in Kraft, wenn ein geeignetes Prüfverfahren festgelegt wurde; bis dahin kommen sie ohne Label in den Handel.

Wofür ist der QR-Code auf dem Label?

Er führt zur offiziellen EU-Produktdatenbank EPREL. Dort hinterlegt der Hersteller die Reifendaten – Herstellername, Artikelnummer, Dimension mit Geschwindigkeits- und Lastindex sowie die Reifenklasse. Sie können die Angaben auf dem Aufkleber damit unabhängig nachvollziehen und müssen sich nicht allein auf die Auszeichnung im Laden verlassen.

Schlagwörter: EU-Reifenlabel Nasshaftung Kraftstoffeffizienz Rollwiderstand Reifenkauf EPREL

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