Pirelli Angel GT II, GT und ST: Was der Buchstabe A kostet und wofür er steht
Ein Buchstabe am Ende der Reifenbezeichnung, und der Preis für denselben Pirelli Angel GT II in 190/50 ZR17 steigt von 191,87 auf 221,92 Euro. Das sind 30,05 Euro Unterschied bei gleicher Größe, gleicher Tragfähigkeit und gleicher Geschwindigkeitsklasse. In der Trefferliste stehen beide Reifen fast zeichengleich untereinander, und die Erklärung, die der Shop zu den Kürzeln anbietet, hilft bei genau diesem Buchstaben nicht weiter.
Für diesen Ratgeber haben wir jede Ausführung der Pirelli-Sport-Touring-Familie aus unserem eigenen Bestand ausgelesen: 34 Artikel, jeweils mit Preis, Artikelnummer, Last- und Geschwindigkeitsindex, aufgezeichneter Preisspanne und dem Monat, seit dem die Ausführung bei uns gelistet ist. Dazu haben wir die beiden Produktmitteilungen von Pirelli und drei Reifentests der Zeitschrift MOTORRAD gelesen. Das Ergebnis beantwortet die Frage, die vor dem Kauf wirklich zählt: nicht ob Angel GT oder Angel GT II, sondern welche Ausführung davon.
Vier Angel-Generationen stehen gleichzeitig im Regal
Der Angel GT II ist Pirellis aktuelle Sport-Touring-Linie, aber er ist bei uns längst nicht der einzige Angel für die Straße. Im Bestand stehen am 6. September 2026 nebeneinander: zwei Ausführungen des Angel ST, des Vorgängers aus dem Jahr 2010; fünfzehn Ausführungen des Angel GT aus der Generation von 2013; drei Ausführungen des Angel GT A, die im Shop als eigenes Profil geführt werden; und vierzehn Ausführungen des Angel GT II von 2019. Zusammen 34 Artikel, deren Preise von 74,49 bis 221,92 Euro reichen. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angel liegt fast der Faktor drei.
Die Listungsdaten zeigen, wie sauber sich die Generationen trennen lassen. Zwei Artikel stehen seit Dezember 2010 im Programm, zwölf kamen 2013 dazu, zwei 2014, einer 2015, vierzehn im Januar 2019 auf einen Schlag, zwei 2021 und ein einzelner erst im Januar 2025. Der Block von 2019 ist der komplette Angel GT II, der Block von 2013 der Kern des Angel GT. Die Nachzügler von 2021 und 2025 sind dabei besonders aufschlussreich, denn sie sind keine neuen Modelle, sondern neu beschaffte Fassungen längst gelisteter Größen. Wie viel dieser Unterschied ausmacht, steht weiter unten.
Für die Einordnung der ganzen Klasse und den Vergleich mit den Wettbewerbern von Bridgestone, Dunlop und Metzeler haben wir einen eigenen Beitrag: Sport-Touring-Reifen im Vergleich. Hier geht es ausschließlich um die Pirelli-Familie und darum, welche ihrer Ausführungen an Ihr Motorrad gehört.
Der Buchstabe A: was er bedeutet und was er kostet
Pirelli selbst erklärt das A, allerdings nicht im Verbraucherkatalog, sondern in den Produktmitteilungen. In der Mitteilung zum Angel GT vom 24. April 2013 steht unter der Größentabelle die Fußnote „(A) Two layer structure for better stability“, also eine zweilagige Karkasse für mehr Stabilität (Quelle: Pirelli-Mitteilung zum Angel GT). Sechs Jahre später wird Pirelli in der Mitteilung zum Angel GT II vom 8. April 2019 noch deutlicher und nennt die A-Fassung schlicht „Heavy Weight Motorcycles version“, also die Ausführung für schwere Motorräder (Quelle: Pirelli-Mitteilung zum Angel GT II). Gemeint sind schwere Tourer und Maschinen, die regelmäßig mit Gepäck und Sozius unterwegs sind.
Diese Zuordnung deckt sich genau mit unserem Regal: Pirelli führte 2013 exakt drei A-Größen auf, nämlich 180/55 ZR17, 190/50 ZR17 und 190/55 ZR17, und genau diese drei stehen bei uns als Angel GT A. Beim Angel GT II ist die A-Fassung breiter gestreut und betrifft auch einen Vorderreifen. Im heutigen Verbraucherkatalog taucht die Unterscheidung dagegen nicht mehr auf: Der Pirelli-Katalog zum Angel GT II listet die Größen ohne jeden Hinweis auf A-Ausführungen. Wer das Kürzel verstehen will, muss also die Pressemitteilung von 2019 lesen.
Der Aufpreis für den Buchstaben ist alles andere als einheitlich, und das ist der eigentliche Befund dieser Erhebung. Alle Preise vom 6. September 2026, jeweils dieselbe Größe und derselbe Index:
- Angel GT 180/55 ZR17 73W: A für 140,02 Euro, Standard für 141,15 Euro. Die verstärkte Ausführung ist hier 1,13 Euro billiger.
- Angel GT 190/50 ZR17 73W: Standard 146,73 Euro, A 150,68 Euro, also 3,95 Euro mehr.
- Angel GT 190/55 ZR17 75W: Standard 146,64 Euro, A 157,80 Euro, also 11,16 Euro mehr.
- Angel GT II 120/70 ZR17 58W (Vorderreifen): Standard 130,83 Euro, A 135,51 Euro, also 4,68 Euro mehr.
- Angel GT II 180/55 ZR17 73W: Standard 173,08 Euro, A 178,54 Euro, also 5,46 Euro mehr.
- Angel GT II 190/55 ZR17 75W: Standard 186,08 Euro, A 193,13 Euro, also 7,05 Euro mehr.
- Angel GT II 190/50 ZR17 73W: Standard 191,87 Euro, A 221,92 Euro, also 30,05 Euro mehr.
Der Aufschlag für dieselbe technische Zusatzeigenschaft schwankt damit zwischen minus 1,13 und plus 30,05 Euro. Daraus folgt zweierlei. Erstens lässt sich am Preis nicht ablesen, ob eine Ausführung technisch aufwendiger gebaut ist; der Aufschlag hängt am Einkauf, nicht an der Konstruktion. Zweitens ist der Buchstabe kein Extra, das man je nach Budget dazubucht oder weglässt. Die A-Fassung ist eine eigenständige Ausführung mit eigener Freigabe. Maßgeblich ist, was in Ihren Fahrzeugpapieren und in der Reifenfreigabe Ihres Motorradherstellers steht, nicht der Preisunterschied in der Trefferliste.
Hinweis in eigener Sache: Unsere Artikelseiten erklären die Kürzel TL, Front und Rear im Klartext, das A und das D bislang nicht. Wir haben das notiert und ergänzen die Legende.
Das D auf der 190/55 steht für genau ein Motorrad
Noch schwerer zu deuten als das A ist ein einzelner Reifen in unserem Regal: der Angel GT 190/55 ZR17 75W TL D mit der Artikelnummer 2400000 für 160,06 Euro. Er steht direkt neben dem Standardreifen derselben Größe für 146,64 Euro und der A-Fassung für 157,80 Euro. Wer nur auf Größe und Index schaut, sieht drei identische Reifen mit 13,42 Euro Spannweite und keinen erkennbaren Grund dafür.
Die Auflösung steht wieder in der Pirelli-Mitteilung von 2013, direkt unter derselben Größentabelle: „(D) OEM equipment on the new Ducati Multistrada 1200 S Granturismo“. Das D bezeichnet also die Erstausrüstungsfassung für ein einziges Motorradmodell, die Ducati Multistrada 1200 S Granturismo. Für dieses Motorrad ist die D-Fassung die passende Wahl. Für alle anderen Maschinen zahlen Sie 13,42 Euro Aufpreis für eine Abstimmung, von der Sie nichts haben.
Damit ist die Angel-Familie ein Musterbeispiel für eine Regel, die bei Motorradreifen fast immer gilt: Der Profilname beschreibt nur das Laufflächenmuster. Was tatsächlich an Ihre Maschine gehört, entscheiden Größe, Index und Kennung gemeinsam. Wie Sie eine vollständige Motorradreifenbezeichnung Zeichen für Zeichen lesen, erklärt unser Beitrag Motorradreifen-Größe lesen. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei Motorradreifen kein EU-Reifenlabel gibt, an dem man sich behelfsweise orientieren könnte. Warum das so ist und woran Sie sich stattdessen halten, zeigt der Ratgeber Warum Motorradreifen kein EU-Label haben.
Was MOTORRAD in drei Tests gemessen hat
Der Angel GT II gehört zu den wenigen Motorradreifen, für die belastbare Vergleichstests aus mehreren Jahren vorliegen. Alle drei stammen von der Zeitschrift MOTORRAD, und alle drei wurden in den Größen 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR17 hinten gefahren, also genau in der Paarung, die wir am häufigsten verkaufen.
2013, noch mit dem Vorgänger. Der Angel GT gewann den Tourenreifentest in MOTORRAD 12/2013. Gelobt wurden die Nassleistung, die Kurvenstabilität und der Grip in Schräglage; die Redaktion sah ihn deutlich vor seinem eigenen Vorgänger (Quelle: motorradonline.de).
2021, der Nachfolger auf Platz drei. Im Tourenreifentest in MOTORRAD 6/2021 fuhren sechs Reifen auf einer BMW F 900 XR fünf Tage durch die Provence, ergänzt um Messfahrten auf einer Reifenteststrecke. Der Angel GT II erhielt das Gesamturteil „sehr gut“ und landete hinter den beiden punktgleichen Testsiegern Metzeler Roadtec 01 SE und Michelin Road 5 auf Platz drei, vor Continental RoadAttack 3, Dunlop RoadSmart III und Bridgestone T32 (Quelle: myNETmoto zum Test 2021).
2024, Platz zwei hinter dem Michelin. Der jüngste Vergleich schickte sechs Sport-Touring-Reifen auf identischen BMW R 1250 RS zunächst über 2.000 Kilometer Verschleißstrecke und danach in die Nass- und Trockenprüfung. Der Angel GT II bekam erneut „sehr gut“ und wurde Zweiter hinter dem Testsieger Michelin Road 6 GT, im Urteil gleichauf mit dem Dunlop RoadSmart IV GT; Metzeler Roadtec 02 und Continental RoadAttack 4 GT folgten mit „gut“, der Bridgestone T32 GT mit „befriedigend“. Der Redaktion fielen beim Pirelli besonders das gute Verschleißverhalten und die Souveränität bei wechselnden Bedingungen auf (Quelle: myNETmoto zum Test 2024). Die beiden anderen Reifen aus dem Spitzenfeld haben wir ebenfalls porträtiert, den Sieger unter Michelin Road 6 und Road 6 GT und den Viertplatzierten unter Metzeler Roadtec 02.
Wichtig für die Einordnung: Die Punktzahlen dieser Tests sind nicht frei zugänglich, deshalb nennen wir keine. Urteile und Platzierungen sind belegt, alles Weitere steht hinter der Bezahlschranke der Zeitschrift. Für den Angel GT und den Angel ST liegen uns dagegen keine aktuellen Vergleichstests vor. Der Test von 2013 beschreibt einen Reifen im Wettbewerbsumfeld von 2013 und sagt über die heutige Konkurrenz nichts aus.
Achtzehn Zoll gibt es nur beim Vorgänger, und V ist nicht W
Bei der Größenauswahl trennen sich die beiden Generationen deutlich, und für viele Motorräder ist das die eigentliche Entscheidung. Der Angel GT II deckt bei uns zehn Größen ab, alle mit 17-Zoll-Hinterrad und mit 17 oder 19 Zoll vorn. Das deckt sich mit Pirellis eigenem Katalog. Der Angel GT dagegen führt elf Größen, darunter drei Ausführungen für 18-Zoll-Räder: 110/80 ZR18 58W für 115,76 Euro, 120/70 ZR18 59W für 112,04 Euro und 160/60 ZR18 70W für 137,81 Euro.
Wer ein Motorrad mit 18-Zoll-Rad fährt, hat in der Angel-Reihe also gar keine Wahl zwischen den Generationen: Dort ist der Angel GT der einzige Angel, den es gibt. Umgekehrt führen wir die schmale Vorderradgröße 120/60 ZR17 ausschließlich als Angel GT II. Prüfen Sie deshalb zuerst Ihre Größe und erst danach die Generation.
Ein zweiter Stolperstein steckt im Geschwindigkeitssymbol. Den Angel GT II in 170/60 R17 gibt es bei uns zweimal: als 72V für 147,80 Euro, zugelassen bis 240 km/h, und als 72W für 170,06 Euro, zugelassen bis 270 km/h. Das sind 22,26 Euro oder 15,1 Prozent Unterschied, und beide Fassungen stehen im aktuellen Pirelli-Katalog. Die V-Fassung ist damit kein Auslaufmodell, sondern eine bewusst günstigere Variante mit niedrigerer Freigabe. Für viele Reisemaschinen genügt sie, für schnelle Sporttourer nicht. Dasselbe Muster finden Sie bei uns in 150/70 R17 und in 110/80 R19, wo jeweils ebenfalls eine V-Fassung im Regal steht. Der Blick auf das Geschwindigkeitssymbol lohnt sich also doppelt: Er entscheidet über Zulassung und Preis zugleich.
Zweimal dieselbe Größe, 35,62 Euro Unterschied
Der auffälligste Preisunterschied unserer Erhebung hat weder mit Generation noch mit Kennung zu tun. In 110/80 R19 59V stehen zwei Angel GT nebeneinander: die Artikelnummer 4565300 für 104,56 Euro, seit Januar 2025 gelistet, und die Artikelnummer 2490900 für 140,18 Euro, seit Januar 2015 gelistet. Gleiche Größe, gleicher Index, gleiches Profil, 35,62 Euro oder 34,1 Prozent Unterschied. Die neu beschaffte Fassung ist die deutlich günstigere.
Dasselbe Muster wiederholt sich in 120/70 ZR17 58W, wo gleich drei Angel GT nebeneinanderliegen: 105,09 Euro für die 2021 neu gelistete Fassung, 107,10 Euro für die A-Fassung von 2014 und 121,19 Euro für den ursprünglichen Artikel von 2013. Zwischen der günstigsten und der teuersten Variante desselben Reifens in derselben Größe liegen 16,10 Euro. Wer die Trefferliste von oben nach unten durchgeht, ohne auf die vollständige Bezeichnung zu achten, greift hier leicht zum teuersten von drei praktisch gleichwertigen Angeboten.
Die Lehre daraus ist unbequem, aber nützlich: Sortieren Sie innerhalb einer Größe nach Preis und lesen Sie die vollständige Bezeichnung, bevor Sie den ersten Treffer in den Warenkorb legen. Zwei Artikel können denselben Namen tragen und sich im Preis trotzdem um ein Drittel unterscheiden, weil sie aus verschiedenen Beschaffungen stammen. Unterscheiden sich zwei Treffer dagegen durch das A oder das D, entscheidet nicht der Preis, sondern die Freigabe für Ihr Motorrad.
So wählen Sie die richtige Ausführung
Der praktische Weg vom Motorrad zum passenden Angel führt über vier Schritte, in dieser Reihenfolge:
- Größe und Index aus den Papieren ablesen, nicht vom alten Reifen abschreiben. Die Fahrzeugpapiere nennen die zulässigen Kombinationen für vorn und hinten.
- Zulässige Größe prüfen. Bei einem EU-typgenehmigten Motorrad ohne Umbauten dürfen Sie in den eingetragenen Größen jedes typgenehmigte Fabrikat fahren – die A-Fassung eingeschlossen, solange Bauart, Tragfähigkeitskennzahl und Geschwindigkeitskategorie passen. Nur wenn in den Papieren einer älteren, national genehmigten Maschine noch eine Reifenfabrikatsbindung steht, ist die Auswahl eingeschränkt; eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Reifenherstellers hebt sie nicht auf und ist laut Bundesministerium für Verkehr auch sonst kein Nachweis im Sinne des § 19 Abs. 3 StVZO. Im Zweifel klärt Ihre Fachwerkstatt, was eingetragen ist.
- Generation nach Größe wählen. Gibt es Ihre Größe als Angel GT II, ist das die aktuelle Linie mit den besseren Testergebnissen. Bei 18-Zoll-Rädern führt der Weg zwangsläufig zum Angel GT.
- Innerhalb der Größe nach Preis sortieren und die vollständige Bezeichnung samt Kennung und Artikelnummer vergleichen.
Wie unterschiedlich das ausgeht, zeigt der Satzpreis in der meistgefragten Paarung 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR17 hinten, alle Preise vom 6. September 2026:
- Angel ST: 120/70 ZR17 58W für 74,49 Euro plus 180/55 ZR17 73W für 96,75 Euro, zusammen 171,24 Euro. Die älteste Generation im Regal, seit Dezember 2010 gelistet und ohne aktuelle Testergebnisse.
- Angel GT: Angel GT 120/70 ZR17 58W TL Front für 105,09 Euro plus Angel GT A 180/55 ZR17 73W für 140,02 Euro, zusammen 245,11 Euro. Mit dem Standardhinterreifen statt der A-Fassung wären es 246,24 Euro.
- Angel GT II: Angel GT II 120/70 ZR17 58W TL Front für 130,83 Euro plus Angel GT II 180/55 ZR17 73W TL Rear für 173,08 Euro, zusammen 303,91 Euro.
Zwischen dem ältesten und dem aktuellen Satz liegen 132,67 Euro. Zur Einordnung: Der Testsieger von 2024, der Michelin Road 6 GT, kostet in derselben Paarung 304,86 Euro, der Dunlop RoadSmart IV GT 306,26 Euro und der Metzeler Roadtec 02 in seiner günstigsten Ausführung 303,73 Euro. Der zweitplatzierte Angel GT II liegt also 95 Cent unter dem Testsieger und mitten im Feld. Die Spitzengruppe dieses Tests ist preislich praktisch nicht zu unterscheiden, was die Entscheidung von der Rechnung weg und hin zu Fahreigenschaften und Freigabe verschiebt.
Alle Ausführungen finden Sie auf den Modellseiten zu Angel GT II, Angel GT, Angel GT A und Angel ST, die vollständige Auswahl der beiden Größen unter 120/70 R17 und 180/55 R17. Vorn und hinten sollten als abgestimmtes Paar laufen; warum das wichtig ist, erklärt der Ratgeber Motorradreifen vorne und hinten kombinieren. Zum Start gehören außerdem behutsames Einfahren und der richtige Luftdruck, beides beschreibt der Beitrag Motorrad-Reifendruck und neue Reifen einfahren. Was Montage und Auswuchten kosten, lesen Sie unter Motorradreifen wechseln lassen.
Fazit
Der Pirelli Angel GT II ist ein sehr guter Sport-Touring-Reifen, und die MOTORRAD-Tests von 2021 und 2024 belegen das mit Platz drei und Platz zwei, jeweils mit dem Urteil „sehr gut“. Die interessantere Frage stellt sich aber eine Ebene darunter. In unserem Regal stehen 34 Ausführungen der Angel-Familie, deren Preise um fast den Faktor drei auseinanderliegen, und die entscheidenden Unterschiede stecken in Kürzeln, die kaum jemand erklärt: Das A bezeichnet die Ausführung für schwere Motorräder, das D die Erstausrüstung einer einzigen Ducati.
Praktisch heißt das: Lesen Sie die vollständige Bezeichnung, nicht nur den Profilnamen. Klären Sie die Freigabe, bevor Sie über den Preis nachdenken. Sortieren Sie innerhalb Ihrer Größe nach Preis, weil derselbe Reifen aus verschiedenen Beschaffungen bis zu einem Drittel auseinanderliegen kann. Und lassen Sie sich von 18-Zoll-Rädern nicht in die Irre führen: Dort ist der ältere Angel GT nicht die zweite Wahl, sondern die einzige. Passende Motorradreifen für die Straße finden Sie in unserem Shop, die Marke im Porträt unter Pirelli als Reifenmarke.
Häufige Fragen
Wofür steht das A hinter der Bezeichnung eines Pirelli Angel?
Für die verstärkte Ausführung. Pirelli beschreibt sie beim Angel GT als zweilagige Karkasse für mehr Stabilität und beim Angel GT II als Version für schwere Motorräder. Ob sie für Ihre Maschine die richtige ist, sagt die Reifenfreigabe Ihres Motorradherstellers, nicht der Preis.
Kann ich einen Angel GT vorn mit einem Angel GT II hinten fahren?
Davon raten wir ab. Vorder- und Hinterreifen sind als Paar aufeinander abgestimmt; Generationen zu mischen verändert das Fahrverhalten. Bietet Ihre Größe beide Generationen an, entscheiden Sie sich für eine und montieren Sie sie an beiden Achsen.
Warum kostet derselbe Angel GT in derselben Größe unterschiedlich viel?
Weil mehrere Artikel desselben Reifens aus verschiedenen Beschaffungen im Regal stehen können. In 110/80 R19 59V liegen zwischen der 2015 und der 2025 gelisteten Fassung 35,62 Euro. Sortieren Sie in Ihrer Größe nach Preis und vergleichen Sie Bezeichnung und Artikelnummer.