Reifenmarkt-Wochenrückblick KW 39/2026: Vier Tests in fünf Tagen, ein ausgetauschtes Sortiment und Solarstrom in Riesa
Die Kalenderwoche 39 lief vom 21. bis zum 27. September 2026, und sie war die Woche, in der das Umrüstgeschäft endgültig begonnen hat. Wir haben das Tagesarchiv der Fachpresse ausgezählt und kommen von Montag bis Freitag auf 50 Meldungen — acht am Montag, je zwölf am Dienstag und Mittwoch, je neun am Donnerstag und Freitag. Am Wochenende erschien keine einzige, dasselbe reine Werktagsmuster wie in den Wochen zuvor. Inhaltlich stand die Woche auf zwei Beinen: Gleich vier Prüforganisationen und Redaktionen legten innerhalb von fünf Tagen ihre Herbsttests vor, und zwei Anbieter tauschten still ihr Reifenprogramm aus. Dazu kamen eine Investition in einem deutschen Werk, ein Fall um Rädergutachten und mehrere Konzernmeldungen. Wir ordnen die Woche entlang dieser Linien; jeder Punkt ist über die verlinkte Quelle belegt, und wo der frei zugängliche Teil einer Meldung etwas nicht hergibt, sagen wir das ausdrücklich. Den Rückblick auf die Vorwoche finden Sie hier.
Vier Testveröffentlichungen in fünf Tagen — 119 Einzelurteile
So dicht war der Testkalender in diesem Jahr noch nie. Den Auftakt machte am Montag der Automobilclub von Deutschland: Der AvD veröffentlichte seinen ersten Winterreifentest überhaupt und zugleich die zweite Auflage seines Ganzjahresreifentests, zusammen 27 Produkte — 15 reine Winterprofile und zwölf Allwetterreifen, gefahren mit dem Prüfdienstleister TEMPOTIRE (Reifenpresse.de zum AvD-Doppeltest, 21.09.2026). Die Reifen wurden nach Angaben des Clubs verdeckt im freien Handel eingekauft, laufen also nicht als vom Hersteller bereitgestellte Muster durch den Test — warum dieser Punkt über die Aussagekraft eines Vergleichs mitentscheidet, erklären wir unter So entsteht ein Reifentest.
Am Dienstag folgte der ADAC mit gleich zwei Tabellen, für die Mittelklassegröße 225/50 R17 und die Kleinwagengröße 185/65 R15, zusammen 32 Reifen, gefahren im finnischen Ivalo. 15 davon bekommen keine Empfehlung (Reifenpresse.de zum ADAC-Winterreifentest, 22.09.2026). Knapp die Hälfte eines Testfeldes ohne Empfehlung klingt dramatisch, ist beim ADAC aber kein Ausreißer: Die Gesamtnote setzt sich zu 70 Prozent aus der Fahrsicherheit und zu 30 Prozent aus der Umweltbilanz zusammen, und ein einzelnes schwaches Kapitel zieht das Urteil nach unten. Worauf es beim Kauf jenseits der Rangliste ankommt, steht in unserer Kaufberatung für Winterreifen.
Parallel lief das Ausscheidungsverfahren von AUTO BILD. 50 Winterreifen der Größe 245/45 R19 traten an, 20 kamen über die Bremswerte auf Nässe und Schnee in den Volltest, 30 schieden aus; das letzte Dutzend führt das Blatt als „absolut nicht empfehlenswert" (Reifenpresse.de über die aussortierten Profile, 22.09.2026). Hier lohnt eine Einordnung, die in den Meldungen dieser Woche untergegangen ist: Der viel zitierte Abstand des Letztplatzierten zum besten Nassbremser wird als „fast 20 Meter" bei Tempo 100 wiedergegeben. In der veröffentlichten Qualifying-Tabelle von AUTO BILD nachgezählt sind es 17,6 Meter — und gemessen wurde aus 80 km/h, nicht aus 100. An der Aussage ändert das nichts, an der Größenordnung schon.
Den Abschluss machte am Mittwoch die Auto Zeitung mit zehn Ganzjahresreifen in 225/45 R17, geprüft gemeinsam mit GTÜ, ARBÖ und ACV auf einem VW Golf GTI. Sieben der zehn Profile gelten als „sehr empfehlenswert" (Reifenpresse.de zum Autozeitung-Ganzjahresreifentest, 23.09.2026). Dass dieselbe Gattung bei anderen Prüfern deutlich schlechter wegkommt, ist kein Widerspruch, sondern eine Frage der Gewichtung — wie stark allein sie das Ergebnis dreht, haben wir an sechs Prüforganisationen durchgerechnet: Sechs Reifentester, vier Messreihen und je nach Gewichtung ein anderer Sieger.
Zusammengezählt sind das 119 Einzelurteile in fünf Tagen. Eine Einschränkung gehört dazu: Es sind nicht 119 verschiedene Reifen. Mehrere Modellreihen liefen in mehreren dieser Tests mit, teils in unterschiedlichen Größen — und genau darin liegt der praktische Wert dieser Woche. Wer zwei Ranglisten nebeneinanderlegt, vergleicht fast nie dieselbe Messung. Die vollständige Auswahl für die Umrüstsaison finden Sie bei den Winterreifen für den Pkw.
Ein komplettes Reifenprogramm wird ausgetauscht — und das Regal zeigt noch den Stand davor
Der niederländische Großhändler Inter-Sprint hat das Sortiment seiner Eigenmarke Tyfoon nach eigenen Angaben vollständig erneuert. Mit neuen und weiterentwickelten Profilen für Sommer, Winter und Ganzjahreseinsatz soll die zur Global Automotive Group zählende Marke einen „wichtigen nächsten Schritt" machen und Handelspartnern ein zeitgemäßes Angebot für Pkw und Nutzfahrzeuge bieten; auf alle Reifen gewährt der Anbieter eine Fünfjahresgarantie (Reifenpresse.de zum erneuerten Tyfoon-Sortiment, 23.09.2026).
Wir haben nachgesehen, was von dieser Marke gerade bei uns steht. Es sind 24 lieferbare Ausführungen, und ihr Etikett ist bemerkenswert einheitlich: Die Nasshaftungsklasse C tragen 24 von 24 — keine einzige Ausführung erreicht A oder B. Bei der Kraftstoffeffizienz stehen 22 von 24 in der Klasse E, nur zwei kommen auf C. Das Rollgeräusch liegt zwischen 71 und 73 Dezibel. Preislich reicht die Spanne von 75,21 Euro bis 123,60 Euro, der Medianpreis beträgt 86,06 Euro. Es ist ein Kleinwagenregal: Die Größen liegen zwischen 13 und 17 Zoll, 14 der 24 Ausführungen sitzen auf 14 oder 15 Zoll. Den Schwerpunkt bildet mit 18 Ausführungen der Ganzjahresreifen 4-SEASON, dazu kommen vier Winterprofile und ein Transporterreifen.
Eine Einschränkung müssen wir dazu ausdrücklich machen. Die Mitteilung nennt weder die Namen der neuen Profile noch einen Termin, ab dem sie im Handel stehen. Wir können deshalb nicht sagen, welche dieser 24 Ausführungen zur alten und welche schon zur neuen Generation gehören — und wir behaupten es auch nicht. Belegt ist nur, was auf dem Etikett der heute lieferbaren Ware steht.
Für Sie als Käufer ist gerade das der praktische Punkt. Wenn ein Anbieter sein ganzes Programm austauscht, stehen alte und neue Ware eine Weile nebeneinander, ohne dass der Markenname sich ändert. Was zählt, ist die Kombination aus Profilnamen und Etikett der konkreten Ausführung. Ein Beispiel aus derselben Größe macht den Unterschied greifbar: Der Tyfoon 4-SEASON 205/55 R16 94V kostet 83,85 Euro und trägt C/C/72 dB, der Continental AllSeasonContact 2 205/55 R16 94V kostet 89,12 Euro und trägt B/B/71 dB. Gut fünf Euro Unterschied, dafür in beiden sicherheitsrelevanten Kriterien je eine Klasse besser. Wie Sie eine Marke einordnen, zu der es kaum Testergebnisse gibt, haben wir in 72 Marken im Regal, zehn mit Testergebnis beschrieben; die gesamte Auswahl steht bei den Ganzjahresreifen für den Pkw.
Point S bringt zwei Ganzjahresreifen — produziert bei Continental
Die zweite Sortimentsmeldung der Woche betrifft eine Handelsmarke. Der Reifenhandelsverbund Point S hat die beiden bereits bei seiner Jahreshauptversammlung Anfang Juli in Bonn angekündigten Ganzjahresreifen seiner gleichnamigen Eigenmarke ausgeliefert: den „4 Seasons 3" für Pkw, Sportwagen und SUV sowie den „4 Seasons Van+" für Transporter, Nutzfahrzeuge und Caravans. Der „4 Seasons 3" folgt auf den „4 Seasons 2", wurde laut Anbieter in Deutschland entwickelt und wird — ausweislich seiner DOT-Nummer — ebenso von Continental produziert wie der Nachfolger des „4 Seasons Van". Beide Modelle werden als vollständig für Elektrofahrzeuge geeignet bezeichnet und tragen dafür ein entsprechendes Logo auf der Seitenwand (Reifenpresse.de zu den neuen Point-S-Ganzjahresreifen, 23.09.2026).
In unserem Regal steht diese Marke nicht, und das hat einen einfachen Grund: Point S ist die Eigenmarke eines Werkstattverbundes und wird über dessen eigene Betriebe verkauft, nicht über den freien Handel. Trotzdem lohnt die Meldung für jeden Reifenkäufer, denn sie zeigt an einem sauber belegten Beispiel, wie Handelsmarken entstehen. Hinter einem Namen, den man nur vom Schild der Werkstatt kennt, steckt hier ein Produkt aus der Fertigung eines der größten Hersteller Europas.
Nachprüfen lässt sich so etwas über die DOT-Nummer auf der Reifenflanke, deren erste Zeichen das Herstellerwerk verschlüsseln. Wie Sie diese Kennung lesen, erklären wir unter Reifenalter und DOT-Nummer; welche Marke zu welchem Konzern gehört, steht in der Übersicht Reifenmarken: Wer gehört zu wem. Für den Transporterableger gilt dabei dieselbe Faustregel wie für jeden anderen Allwetterreifen am Lieferwagen — wann sich diese Bauart dort rechnet, haben wir unter Ganzjahresreifen am Transporter durchgerechnet. Die lieferbare Auswahl finden Sie bei den Ganzjahresreifen für Transporter.
Solarstrom im Goodyear-Werk Riesa
Aus Sachsen kam am Donnerstag eine Investitionsmeldung. Goodyear hat am Standort Riesa eine neue Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen. Sie erstreckt sich über knapp 2.300 Quadratmeter, verfügt über eine Leistung von 514 kWp und erzeugt jährlich rund 456 MWh Strom, der vollständig direkt im Werk genutzt wird — das entspricht nach Unternehmensangaben dem Jahresverbrauch von etwa 130 Haushalten. Die Kohlendioxidemissionen vor Ort sollen dadurch um mehr als 150 Tonnen pro Jahr sinken. Der Hersteller will seine Produktionsstandorte bis 2030 vollständig mit erneuerbarem Strom und bis 2040 vollständig mit erneuerbarer Energie betreiben (Reifenpresse.de zur Investition in Riesa, 24.09.2026).
Diese Zahlen sind eine Werksbilanz, keine Produktaussage — und der Unterschied ist wichtig, wenn man Nachhaltigkeitsangaben bei Reifen einordnen will. Strom aus eigener Erzeugung senkt die Emissionen der Fertigung. Der weitaus größere Teil der Umweltwirkung eines Reifens entsteht jedoch woanders: bei den Rohstoffen, im Rollwiderstand über die gesamte Laufzeit und beim Abrieb. Woraus Reifen heute bestehen und welche Ersatzstoffe die Industrie erprobt, steht in unserem Beitrag zu nachhaltigen Reifen und ihren Rohstoffen. Für Riesa ist die Anlage vor allem eine Standortnachricht — ein deutsches Reifenwerk, in das investiert wird. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigte im selben Monat das Jubiläum eines anderen Traditionsstandorts: 60 Jahre Michelin in Bad Kreuznach.
Kurz notiert: Schneeketten, Servicezeiten und eine Gewinnwarnung
Passend zur Saison baut Ottinger sein Schneekettensortiment aus. Der Spezialist aus dem baden-württembergischen Singen erweitert seine langjährig eingesetzten Modelle Netz E und Netz GS um weitere Reifendimensionen, Reifenbauarten und Fahrzeugmodelle, darunter eine Ausführung in Leichtbauweise (Reifenpresse.de zum erweiterten Schneekettenangebot, 22.09.2026). Warum bei Ketten nicht das Fahrzeug, sondern die Reifengröße über die Auswahl entscheidet — und was das Gesetz überhaupt verlangt —, steht in unserem Ratgeber zu Schneeketten und ihren Vorschriften.
Zwei weitere Meldungen zielen auf die Hochsaison der Werkstätten. Der Felgenhersteller Borbet verlängert für die Umrüstphase seine Servicezeiten, und Bridgestone erweitert seine Tyre-Protect-Reifengarantie, die sich nun mit dem Händlerprogramm „Drive our Best" kombinieren lässt. Ob sich ein solcher Zusatzschutz für Sie rechnet, haben wir unter Reifenversicherung und Reifengarantie durchgerechnet; welche Ansprüche Ihnen ohnehin zustehen, steht unter Reifengarantie und Reklamation.
Weniger erfreulich klang es beim Reifenrecycling. Das saarländische Unternehmen Pyrum Innovations, das Altreifen per Pyrolyse verwertet, hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht und nennt dafür Probleme in der Hochlaufphase. Was mit Ihrem Altreifensatz beim Wechsel tatsächlich passiert und was die Entsorgung kostet, steht unter Altreifen entsorgen. Zur Nachlese der Vorwoche passt außerdem: Der VDA zog für die IAA Transportation trotz leicht rückläufiger Kennzahlen eine positive Bilanz. Und für Michelin-Käufer beginnt heute die bereits eine Woche zuvor angekündigte Rabattaktion — welche Reifen tatsächlich darunterfallen, steht im Michelin-Cashback ab 28. September.
In den Konzernen: Pirelli ordnet sich neu, Continental zieht sich weiter zurück
Bei Pirelli gab es in dieser Woche gleich drei Meldungen. Marco Tronchetti Provera hat seine Anteile über die Holding Camfin auf 29,9 Prozent aufgestockt und stoppt damit exakt einen Zehntelpunkt unter der Schwelle, ab der ein Pflichtangebot fällig würde (Reifenpresse.de zur Anteilsaufstockung, 24.09.2026). Dazu kündigte der Konzern eine Milliardeninvestition für ein MIRS-Werk in den USA an und schaffte sein erst kürzlich eingeführtes Corporate General Management wieder ab.
Continental setzte unterdessen seinen Rückzug aus dem eigenen Reifenhandel fort und gab seine australische Werkstattkette mycar an die chinesische Serviceplattform Tuhu ab — der dritte solche Schritt binnen 15 Monaten (Reifenpresse.de zum Rückzug aus Australien, 24.09.2026). Aus Übersee kamen zwei Marktmeldungen: Der US-Reifenmarkt zeigte sich rückläufig, begleitet von der Forderung nach einer Untersuchung der Reifenimporte; der chinesische Hersteller Wanli plant wegen bestehender Handelsbarrieren ein zweites Großprojekt in Südostasien. Für den deutschen Ersatzmarkt ändert das kurzfristig nichts — mittelfristig sind Zölle und Produktionsverlagerungen aber genau die Größen, an denen Regalpreise hängen.
Ein Fall aus dem Felgenhandel rundet die Woche ab. Am Freitag wurde bekannt, dass Festigkeitsgutachten für bestimmte Sonderräder Fragen aufgeworfen haben. Einem Onlinehändler waren im Rahmen einer Kundenanfrage Unstimmigkeiten an Dokumenten für zwei Radgrößen aufgefallen; der TÜV Rheinland soll inzwischen bestätigt haben, diese Räder nie geprüft und kein Gutachten für sie ausgestellt zu haben. Das Kraftfahrt-Bundesamt wurde schriftlich um Überprüfung gebeten, ob gültige Festigkeitsnachweise vorliegen (Reifenpresse.de zu den fraglichen Rädergutachten, 25.09.2026). Der Vorgang ist nicht abgeschlossen, und er betrifft Sonderräder aus dem Motorsportumfeld, nicht den gewöhnlichen Felgenkauf. Er ist aber ein guter Anlass, die Papiere am eigenen Radsatz einmal anzusehen: Welche Unterlagen ein Rad braucht und wann der Eintrag in die Fahrzeugpapiere nötig wird, steht unter Felgen eintragen lassen: ABE und Teilegutachten.
Was Sie aus dieser Woche mitnehmen
Drei praktische Schlüsse bleiben. Erstens: Vier Tests in einer Woche sind kein viermal bestätigtes Ergebnis. Die 119 Einzelurteile verteilen sich auf unterschiedliche Größen, Fahrzeuge, Gewichtungen und Prüfverfahren — vom Zwei-Messwerte-Ausscheidungslauf bis zum ausgewachsenen Vergleich mit Labormessungen. Ein Reifen, der in einer Tabelle vorn liegt und in einer anderen hinten, muss sich nicht widersprechen; meist sind schlicht zwei verschiedene Fragen gestellt worden. Und wenn eine Zahl durch die Meldungen wandert, lohnt der Blick auf die Messbedingungen: Aus „fast 20 Metern bei Tempo 100" wurden bei genauem Nachrechnen 17,6 Meter aus 80 km/h.
Zweitens: Ein Markenname ist keine Produkteigenschaft. Diese Woche hat beides gezeigt — eine Marke, die ihr komplettes Programm austauscht, ohne dass sich am Namen etwas ändert, und eine Handelsmarke, deren Reifen bei einem Premiumhersteller vom Band läuft. In beiden Fällen sagt erst die konkrete Ausführung etwas aus: Profilname, EU-Etikett, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Bei den 24 Tyfoon-Ausführungen in unserem Regal steht heute durchgängig C bei der Nasshaftung; ob die neue Generation das ändert, wird man an ihrem Etikett sehen und nicht an der Ankündigung.
Drittens: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Die Testveröffentlichungen, die verlängerten Servicezeiten und die Rabattaktionen fallen nicht zufällig in dieselben Tage — sie markieren den Beginn der Umrüstsaison. Wer den Radwechsel noch vor sich hat, hat jetzt die größte Auswahl und die kürzesten Wartezeiten in der Werkstatt; im November gilt beides nicht mehr. Wer sich den Umbau zweimal im Jahr sparen möchte, findet die fertig montierte Alternative bei unseren Komplettradsätzen.
Häufige Fragen
Warum kommen alle Winterreifentests im September?
Weil die Hersteller ihre neuen Profile im Frühjahr ausliefern und die Redaktionen im vorangegangenen Winter messen. Die Ergebnisse erscheinen dann gebündelt zum Start des Umrüstgeschäfts, wenn die Nachfrage einsetzt. Für Sie bedeutet das: Die Tabellen beziehen sich auf die Reifen der laufenden Saison, gemessen wurde aber Monate zuvor.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter sein Sortiment „vollständig erneuert"?
Dass die Profile ausgetauscht oder überarbeitet werden — nicht, dass die bisherige Ware sofort verschwindet. Alte und neue Generation stehen meist eine Weile nebeneinander. Orientieren Sie sich deshalb am Profilnamen und am EU-Etikett der Ausführung, die Sie kaufen, nicht am Markennamen allein.
Ist ein Reifen einer Werkstattmarke schlechter als ein Markenreifen?
Nicht zwangsläufig. Handelsmarken werden häufig in denselben Werken gefertigt wie bekannte Marken, teils als leicht abgewandelte Variante eines etablierten Profils. Belegen lässt sich die Herkunft über die DOT-Nummer. Aussagekräftiger als der Name bleiben das EU-Etikett und, sofern vorhanden, unabhängige Testergebnisse.