Bridgestone Duravis Camper All Season: vier Größen registriert, drei lieferbar – und günstiger als Michelin und Continental
Als wir diesen Beitrag im Juli 2026 geschrieben haben, war der Duravis Camper All Season eine Ankündigung: Bridgestone hatte seinen ersten Wohnmobilreifen vorgestellt, ein Marktstart im Juni 2026 stand im Raum, und in unserem Regal lag kein einziges Exemplar. Das hat sich geändert. Der Reifen ist da, wir führen ihn in drei Größen, und die europäische Produktdatenbank EPREL verrät inzwischen deutlich mehr über ihn als jede Pressemitteilung. Dieser aktualisierte Beitrag zeigt, was der Reifen kostet, wie sein EU-Label gegen die etablierte Konkurrenz von Michelin und Continental abschneidet, welche der vier angekündigten Größen bei uns fehlt – und warum Sie ihn im Shop unter einem leicht anderen Namen finden als in der Pressemitteilung.
Aus der Ankündigung ist Ware geworden: drei Größen liegen im Regal
Der Duravis Camper All Season ist bei uns lieferbar, Stand 31. August 2026 in drei Ausführungen. Es sind genau die Dimensionen, die auf den verbreiteten Kastenwagen- und Teilintegrierten-Basisfahrzeugen laufen, und sie liegen preislich eng beieinander:
- 215/70 R15 C 109 R – Bridgestone Duravis All Season Camper 215/70 R15C 109R für 155,46 Euro
- 225/70 R15 C 112 R – Bridgestone Duravis All Season Camper 225/70 R15C 112R für 150,70 Euro
- 215/75 R16 C 113 R – Bridgestone Duravis All Season Camper 215/75 R16C 113R für 164,74 Euro
Alle drei tragen dasselbe EU-Reifenlabel: Kraftstoffeffizienz B, Nasshaftung A, Rollgeräusch 72 dB in der Geräuschklasse A. Das ist bemerkenswert konstant – bei vielen Baureihen fällt das Label von Größe zu Größe unterschiedlich aus, was wir an anderer Stelle ausführlich am Beispiel wechselnder Labelwerte innerhalb derselben Baureihe gezeigt haben. Hier gibt es diesen Effekt nicht: Was Sie in einer Größe bekommen, bekommen Sie in allen. Eine Übersicht über sämtliche Ausführungen finden Sie auf der Modellseite Duravis All Season Camper, das gesamte Umfeld unter Van- und Transporter-Ganzjahresreifen.
Die Preise sind Tagespreise und bewegen sich; die Label-Werte dagegen sind fest, weil sie an der Produktregistrierung hängen und nicht am Angebot. Genau deshalb lohnt es sich, beim Camper-Reifen zuerst auf das Label und erst danach auf den Preis zu schauen – ein Reisemobil fährt seine Reifen über viele Jahre, und ein Satz hält bei den meisten Haltern länger als bei einem Vielfahrer im Pkw. Der Preisunterschied zwischen den drei Größen ist mit knapp 14 Euro je Reifen überschaubar und folgt nicht der Felgengröße: Die teuerste Ausführung ist die 16-Zoll-Variante, die günstigste die breitere 225er in 15 Zoll.
Was das EU-Register über den Reifen verrät – und ab wann er wirklich zu haben war
Seit 2021 muss jeder in der EU verkaufte Reifen in der Produktdatenbank EPREL registriert sein. Diese Datenbank ist öffentlich, und sie ist für einen Neuling wie den Duravis Camper All Season die ehrlichste verfügbare Quelle: Sie zeigt nicht, was ein Hersteller ankündigt, sondern was er angemeldet hat.
Unter dem Handelsnamen „Duravis Camper All Season“ stehen dort elf Registrierungen der Bridgestone EU NV/SA, verteilt auf vier Größen: 215/70 R15 CP 109/107 R, 225/70 R15 CP 112/110 R, 215/75 R16 CP 113/111 R und 225/75 R16 CP 118/116 R. Alle elf sind als Reifenklasse C2 eingetragen, alle elf sind als Schneereifen mit Alpine-Symbol geführt, und alle elf weisen dasselbe Label aus: B / A / 72 dB, Geräuschklasse A. Die Angaben aus der Pressemitteilung – Bestnote A bei der Nasshaftung, Klasse B beim Rollwiderstand, Bestnote A beim Abrollgeräusch – decken sich damit exakt mit dem amtlichen Eintrag. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Wir stoßen bei solchen Abgleichen regelmäßig auf Abweichungen zwischen Herstellerkommunikation, Handelsdaten und Register.
Interessanter ist das Datum. Bridgestone hatte den Reifen „ab Juni 2026“ angekündigt. Im Register steht als Datum des Inverkehrbringens für die 215/75 R16 CP der 3. März 2026, für die drei übrigen Größen der 2. April 2026; spätere Registrierungen derselben Größen reichen bis zum 8. Juni 2026. Für die 225/75 R16 CP führt das Register zusätzlich zwei ältere Einträge aus dem September und Oktober 2024, deren Hintergrund sich aus den Daten allein nicht erschließt. Die Kernaussage bleibt: Der Reifen war rund drei Monate früher am Markt, als die Ankündigung vermuten ließ. Wer nach solchen Neuheiten sucht, sollte sich deshalb nicht allein auf Pressetermine verlassen – im Register steht das tatsächliche Datum, und es ist regelmäßig das frühere.
Die Artikelnummern in unserem Shop sind übrigens dieselben Nummern, die EPREL als Modellkennung führt: 31527 für die 215/70 R15 C, 31528 für die 225/70 R15 C und 31529 für die 215/75 R16 C. Sie können also jeden dieser Reifen selbst nachschlagen und Label sowie Alpine-Kennzeichnung gegenprüfen, bevor Sie bestellen. Das ist bei einem Reifen ohne unabhängigen Test die beste verfügbare Absicherung.
Der Namens-Dreher: Warum Sie den Reifen unter zwei Bezeichnungen finden
Bridgestone nennt den Reifen in der Pressemitteilung und im EU-Register Duravis Camper All Season. In unserem Sortiment – und in den Preislisten des Handels – heißt er Duravis All Season Camper. Zwei Wörter sind vertauscht, und wer im Suchfeld die Reihenfolge aus der Pressemitteilung eingibt, findet unter Umständen nichts.
Das ist kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrendes Ärgernis bei Reifensuchen. Modellnamen wandern zwischen Hersteller, Großhandel und Shop durch mehrere Systeme, und dabei verschieben sich Wortstellungen, Leerzeichen vor Ziffern oder Zusätze wie „Plus“ und „Evo“. Unser Tipp, wenn eine Suche leer ausgeht: Kürzen Sie den Suchbegriff auf den eindeutigsten Teil – hier genügt „Duravis Camper“, um alle drei Ausführungen zu finden. Dass es sich wirklich um denselben Reifen handelt, belegen Größe, Tragfähigkeitsindex, Label und die identische Modellkennung im EU-Register.
Ein zweiter Punkt fällt beim Abgleich auf: Auf der Flanke steht laut Hersteller die Kennung CP, in unseren Größenangaben und in denen des Handels erscheint dagegen meist ein schlichtes C. Auch das ist eine Vereinheitlichung der Datenkette und kein anderer Reifen. Verlassen Sie sich im Zweifel nicht auf die Schreibweise im Angebotstext, sondern auf die Kombination aus Modellname, Größe und Tragfähigkeitsindex.
Was Bridgestone am Reifen geändert hat – und was davon für Camper zählt
Ein Reisemobil belastet Reifen anders als ein Pkw. Es steht oft monatelang bewegungslos, ist dauerhaft hoch beladen und trägt viel Gewicht auf der Hinterachse. Genau dafür gibt es die CP-Kennung („Camping Pneu“), die der Duravis Camper All Season laut Bridgestone auf der Flanke trägt. Warum diese Kennung mehr ist als eine Beschriftung, lesen Sie in unserem Ratgeber dazu, warum die CP-Kennung am Reisemobil zählt.
Bridgestone nennt für den Reifen im Wesentlichen vier konstruktive Punkte, und alle vier zielen auf typische Camper-Probleme:
- Verstärkte Karkasse: Sie soll die hohen Dauerlasten aufnehmen und die Lebensdauer verlängern. Für ein Fahrzeug, das mit vollem Wassertank, Gasflaschen und Gepäck oft nah am zulässigen Gesamtgewicht fährt, ist das der wichtigste Punkt überhaupt.
- Auf Standzeiten ausgelegtes Profildesign: Der Hersteller führt es ausdrücklich gegen die Folgen langer Parkphasen ins Feld. Das Problem dahinter beschreiben wir ausführlich im Beitrag über Standplatten an lange stehenden Fahrzeugen – ein Camper, der von Oktober bis April auf demselben Fleck steht, ist der Musterfall.
- Scheuerleiste in der Seitenwand: Ein umlaufender Steg schützt die Flanke vor Bordsteinkanten. Beim Rangieren auf engen Stellplätzen ist die Flanke die verletzlichste Stelle des Reifens, und Flankenschäden sind anders als Profilverschleiß nicht reparabel.
- Richtungsgebundenes V-Profil mit hohem Silica-Anteil und großen Schulterrillen: Daraus resultieren nach Herstellerangaben die Nasshaftungsnote A und die Schneetraktion, die zum Alpine-Symbol führt.
Dazu kommt die ENLITEN-Technologie, mit der Bridgestone seit einigen Jahren Rollwiderstand und Gewicht senkt und die Reifen ausdrücklich für schwere, auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge auslegt. Entwickelt wurde der Reifen nach Herstellerangaben im Forschungszentrum in Italien. Diese Punkte stammen sämtlich aus der Pressemitteilung von Bridgestone; ergänzende Einordnung liefert die Berichterstattung des Fachmagazins promobil zum Marktstart.
Unabhängige Testergebnisse zu diesem Reifen liegen uns weiterhin nicht vor. Aussagen zu Bremswegen, Laufleistung oder Wintergriffigkeit im Vergleich zur Konkurrenz sind also nach wie vor Herstellerangaben und keine geprüften Messwerte. Das ist ärgerlich, aber typisch: Für Transporter- und Camper-Ganzjahresreifen gibt es kaum unabhängige Prüfungen, weil die großen Prüforganisationen ihre Budgets auf Pkw-Größen konzentrieren. Halten Sie sich in diesem Segment deshalb an das, was überprüfbar ist – Label, Kennungen, Tragfähigkeit und Preis.
Der Vergleich Größe für Größe: Bridgestone, Michelin, Continental
Interessant wird ein neuer Reifen erst im Vergleich mit dem, was schon da ist. In unserem Regal stehen aktuell 23 Angebote dedizierter Camper-Ganzjahresreifen aus sechs Modellreihen in acht Größen; dazu kommen drei Sommer-Ausführungen. Die beiden großen Gegenspieler des Neulings sind der Michelin Crossclimate Camping, laut EU-Register seit 2022 am Markt und dort mit acht Größen registriert, sowie der Continental VanContact Camper, dessen älteste Registrierung bis 2017 zurückreicht.
In den drei Größen, die wir vom Bridgestone führen, sieht der Direktvergleich so aus:
- 215/70 R15 C: Bridgestone 155,46 Euro (B/A/72, Klasse A) gegen Continental VanContact Camper 215/70 R15C 109R für 156,07 Euro (C/A/73, Klasse B) und Michelin Crossclimate Camping 215/70 R15C 109R für 195,38 Euro (C/A/72, Klasse A). Das ist die einzige Größe, in der alle drei Marken aufeinandertreffen – und der Neuling ist zugleich der günstigste und der einzige mit Effizienzklasse B.
- 225/70 R15 C: Bridgestone 150,70 Euro gegen Michelin Crossclimate Camping 225/70 R15C 112R für 185,63 Euro. Einen Continental-Camper-Reifen gibt es in dieser Dimension bei uns nicht. Preisabstand: 34,93 Euro je Reifen.
- 215/75 R16 C: Bridgestone 164,74 Euro gegen Michelin Crossclimate Camping 215/75 R16C 113R für 193,23 Euro, ebenfalls ohne Continental-Alternative aus der Camper-Linie. Preisabstand: 28,49 Euro je Reifen.
Auf einen Satz von vier Reifen gerechnet liegen zwischen dem Bridgestone und dem Michelin je nach Größe rund 114 bis 160 Euro. Beim EU-Label ist der Bridgestone in der Kraftstoffeffizienz eine Klasse besser als beide Wettbewerber (B statt C), in der Nasshaftung gleichauf auf der Bestnote A, und beim Rollgeräusch gleichauf mit dem Michelin und eine Klasse besser als der Continental. Was diese Klassen praktisch bedeuten, ordnen wir im Beitrag zur Aussagekraft der Nasshaftungsklassen und im Ratgeber zum Zusammenhang von Rollwiderstand und Verbrauch ein. Bei einem Fahrzeug, das viel Gewicht bewegt und im Sommer lange Strecken zurücklegt, ist die Effizienzklasse kein Nebenaspekt: Der Rollwiderstand wirkt über die gesamte Fahrleistung des Reifens.
Ein fairer Hinweis gehört dazu: Der Michelin hat mehrere Marktjahre und die breitere Größenpalette vorzuweisen, der Continental steht noch länger im Register. Ein niedrigerer Preis und ein besseres Label ersetzen keine Praxiserfahrung. Wer eines der beiden etablierten Modelle bereits kennt und damit zufrieden ist, hat einen guten Grund, dabei zu bleiben; wer neu kauft, bekommt beim Bridgestone derzeit das bessere Datenblatt zum niedrigeren Preis. Grundsätzliches zum Hersteller haben wir im Markenporträt zu Bridgestone als Konzern zusammengetragen.
Die vierte Größe: 225/75 R16 CP gibt es – nur nicht als Bridgestone
Bridgestone hatte vier Größen angekündigt, und vier Größen stehen auch im EU-Register. Bei uns liegen davon drei. Es fehlt die 225/75 R16 CP 118/116 R – ausgerechnet die Dimension, die auf schweren Teilintegrierten und Alkoven auf 3,5-Tonnen-Basis besonders verbreitet ist und der wir einen eigenen Ratgeber gewidmet haben: Reifen in 225/75 R16 C für Ducato, Boxer und Wohnmobil.
Wer diese Größe braucht, hat trotzdem Auswahl an echten Camper-Reifen. Lieferbar sind unter anderem der Continental VanContact Camper 225/75 R16C 118R für 197,15 Euro und der Michelin Crossclimate Camping 225/75 R16C 116R für 223,95 Euro. Achten Sie hier besonders auf die Tragfähigkeit: Die beiden Angebote unterscheiden sich mit 118 und 116 im Lastindex, und maßgeblich ist immer der Wert aus Ihren Fahrzeugpapieren. Warum C- und CP-Reifen häufig zwei Lastindizes tragen und wie Sie den richtigen ablesen, erklärt unser Beitrag zum doppelten Lastindex an C-Reifen.
Aus dem Hause Bridgestone gibt es in 225/75 R16 C zwar Ganzjahresreifen der Duravis-Familie, aber keinen mit CP-Kennung. Schreibt Ihr Fahrzeughersteller CP vor, ist das ein Ausschlusskriterium und kein Detail, über das man hinwegsehen kann. Ob die Größe später nachgeliefert wird, ist nicht bestätigt – registriert ist sie jedenfalls, und das ist die Voraussetzung dafür. Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald sie im Sortiment auftaucht.
Wintertauglich, aber kein Winterreifen: das Alpine-Symbol im Camper-Alltag
Der Duravis Camper All Season trägt nach Herstellerangaben sowohl die M+S-Kennung als auch das Alpine-Symbol, und das EU-Register bestätigt für alle elf Registrierungen den Eintrag als Schneereifen. Damit erfüllt er in Deutschland die situative Winterreifenpflicht. Für Reisemobile, die im Winter nur gelegentlich bewegt werden, ist das der eigentliche Kaufgrund für einen Ganzjahresreifen: Ein zweiter Radsatz für ein Fahrzeug, das zwischen November und März kaum fährt, ist teuer, schwer zu lagern und altert im Regal, ohne gefahren zu werden. Warum Allwetter am Nutzfahrzeug oft die vernünftigere Wahl ist, haben wir im Beitrag zu Ganzjahresreifen am Transporter ausführlich abgewogen.
Wichtig ist die Abgrenzung: Alpine-Symbol heißt wintertauglich, nicht winterspezialisiert. Wer regelmäßig in die Alpen fährt, häufig auf Schnee steht oder im Hochwinter Pässe quert, fährt mit einem echten Winterreifen sicherer. Und Vorsicht bei der Symbolik: Auf dem EU-Reifenlabel können zwei verschiedene Wintersymbole erscheinen, von denen nur eines für die deutsche Winterreifenpflicht zählt – die Unterschiede erklären wir im Beitrag über die zwei Wintersymbole auf dem EU-Reifenlabel.
Zur Einordnung der Konkurrenz lohnt ein Blick auf ein Detail, das im Angebot leicht untergeht: Continental führt neben dem VanContact Camper auch einen VanContact Ultra Camper. Der ist laut EU-Register kein Schneereifen – er ist die Sommervariante und steht bei uns folgerichtig unter den Sommerreifen. Nur der VanContact A/S Ultra Camper trägt wieder das Alpine-Symbol. Wer nach Modellnamen kauft und den Zusatz überliest, kann hier danebengreifen; wir haben die Linie deshalb in einem eigenen Beitrag zum VanContact Ultra Camper aufgeschlüsselt, und einen Überblick über das gesamte Van-Programm der Marke gibt unsere Übersicht der Continental-VanContact-Linien.
Bevor Sie bestellen: Tragfähigkeit, Luftdruck und Alter prüfen
Ein Camper-Reifen wird selten wegen abgefahrenen Profils getauscht – meistens ist er vorher zu alt. Drei Punkte sollten Sie deshalb vor jeder Bestellung durchgehen:
- Tragfähigkeit aus den Fahrzeugpapieren übernehmen. Maßgeblich ist der Lastindex in Ihrer Zulassungsbescheinigung, nicht der Index des bisher montierten Reifens – der kann falsch gewählt worden sein. Die Grundlagen dazu stehen in unserem großen Kaufratgeber für C-Reifen.
- Luftdruck aus der Fülldrucktabelle des Reisemobils nehmen. Wohnmobilreifen laufen mit deutlich höherem Druck als Pkw-Reifen, und zu wenig Luft ist bei hoher Dauerlast die häufigste Ursache für Reifenschäden. Wie Sie den korrekten Wert finden und einstellen, zeigt unser Ratgeber zum richtigen Reifendruck.
- Alter der montierten Reifen prüfen. Die DOT-Nummer auf der Flanke verrät Produktionswoche und -jahr. Gerade bei Reisemobilen mit geringer Jahresfahrleistung ist das Alter der bestimmende Faktor, nicht die Restprofiltiefe – nachzulesen im Beitrag zu Reifenalter und DOT-Nummer sowie im Ratgeber dazu, wann CP-Reifen ersetzt werden sollten.
Wer ohnehin gerade Reifen wechselt, sollte den Rest des Fahrwerks gleich mitnehmen: Alle Punkte für eine lange Fahrt fasst unsere Checkliste vor der Urlaubsfahrt zusammen.
Fazit: Für wen sich der Duravis Camper All Season lohnt
Aus der Ankündigung von Anfang 2026 ist ein Reifen geworden, den man kaufen kann – und einer, der sich im Datenvergleich gut schlägt. In allen drei bei uns lieferbaren Größen ist er der günstigste dedizierte Camper-Ganzjahresreifen, und beim EU-Label liegt er in der Kraftstoffeffizienz eine Klasse vor Michelin und Continental, bei der Nasshaftung gleichauf auf der Bestnote und beim Geräusch mindestens gleichauf. Für Halter eines Kastenwagens oder Teilintegrierten in 215/70 R15 C, 225/70 R15 C oder 215/75 R16 C ist er damit eine ernsthafte Option.
Was ihm fehlt, ist Zeit. Es gibt keinen unabhängigen Test, keine Langzeiterfahrungen und noch keine breite Größenpalette – wer die 225/75 R16 CP braucht, muss ohnehin zur Konkurrenz greifen. Wer Wert auf geprüfte Praxiserfahrung legt, ist mit dem länger im Markt stehenden Michelin oder dem Continental gut bedient und zahlt dafür einen Aufpreis. Wer nach Datenlage und Preis entscheidet, bekommt beim Bridgestone derzeit das bessere Blatt. Alle Modelle für Reisemobil und Transporter finden Sie im Shop unter Van- und Transporter-Reifen; die passenden Größenseiten sind 215/70 R15, 225/70 R15, 215/75 R16 und 225/75 R16.
Häufige Fragen
Ist der Bridgestone Duravis Camper All Season inzwischen lieferbar?
Ja. Wir führen ihn in drei Größen: 215/70 R15 C, 225/70 R15 C und 215/75 R16 C. Die vierte im EU-Register eingetragene Größe, 225/75 R16 CP, ist bei uns bislang nicht gelistet.
Warum heißt der Reifen im Shop anders als bei Bridgestone?
Bridgestone und das EU-Register führen ihn als „Duravis Camper All Season“, der Handel als „Duravis All Season Camper“. Es ist derselbe Reifen – Größe, Tragfähigkeitsindex, Label und Modellkennung stimmen überein. Suchen Sie im Zweifel nur nach „Duravis Camper“.
Reicht ein Ganzjahresreifen für das Wohnmobil im Winter?
Für die situative Winterreifenpflicht in Deutschland ja, denn der Reifen trägt das Alpine-Symbol. Wer regelmäßig auf Schnee unterwegs ist oder im Hochwinter in die Berge fährt, ist mit einem spezialisierten Winterreifen dennoch besser bedient.