General Grabber AT³ Plus: seit März am Markt – und in 18 vergleichbaren Größen nie schlechter als der Vorgänger
Als dieser Beitrag im Juni 2026 entstand, war der General Grabber AT³ Plus vor allem eines: eine Ankündigung von der Messe. Vorgestellt auf der THE TIRE COLOGNE, aber ohne Größenliste, ohne Markttermin, ohne Preis. Diese Fassung korrigiert das gründlich. Der Reifen ist seit dem Frühjahr im Handel, seine vollständige Größenpalette steht in der europäischen Produktdatenbank EPREL, und wir können ihn Ausführung für Ausführung gegen seinen Vorgänger stellen. Das Ergebnis ist eindeutiger, als die betont zurückhaltende Herstellerkommunikation vermuten ließ.
Der Reifen war längst am Markt, als er auf der Messe stand
General Tire, die Zweitmarke von Continental, hat den Grabber AT³ Plus auf der internationalen Reifen-Leitmesse THE TIRE COLOGNE (9. bis 11. Juni 2026 in Köln) gezeigt. Matthias Stemwedel, internationaler Key-Account-Manager für General Tire in Deutschland, ordnete den Schritt damals als „mehr von Evolution als von einer Revolution“ ein (Quelle: Reifenpresse.de, 19.06.2026). Konkrete Eckdaten nannte der Hersteller nicht, und genau das haben wir hier im Juni auch so festgehalten.
Inzwischen lässt sich die Lücke schließen, und zwar nicht über Werbematerial, sondern über ein amtliches Register. Jeder Reifen, der in der EU verkauft wird, muss vor dem Verkauf in der Produktdatenbank EPREL registriert werden – mit Label-Werten, vollständiger Bezeichnung und einem Feld, das den Beginn des Inverkehrbringens festhält. Für den Grabber AT³ Plus stehen dort 21 Ausführungen, eingetragen von der Continental Reifen Deutschland GmbH in Hannover.
Der Blick auf die Termine ist die eigentliche Überraschung: Die erste Registrierung datiert auf den 13. März 2026, dreizehn der 21 Ausführungen wurden noch im März in Verkehr gebracht. Als der Reifen im Juni in Köln präsentiert wurde, war er also seit rund drei Monaten am Markt. Danach ging es in kleinen Schritten weiter – eine Ausführung im April, zwei im Juni, vier im Juli und eine am 12. August 2026. Die Markteinführung läuft mit anderen Worten noch, während Sie das hier lesen. Wer im Frühsommer vergeblich nach seiner Größe gesucht hat, sollte deshalb später noch einmal nachsehen.
21 registrierte Größen, zwei davon heute bei uns im Regal
Zwischen „registriert“ und „lieferbar“ liegt allerdings ein spürbarer Abstand. Wir haben unser gesamtes General-Grabber-Sortiment über die Zollachse ausgezählt: Vom Grabber AT³ und vom AT³ Plus zusammen führen wir aktuell 121 Ausführungen – davon entfallen 119 auf den Vorgänger und exakt zwei auf den Nachfolger (Stand 30. August 2026). Der Vorgänger steht bei uns in 75 verschiedenen Größen von 15 bis 22 Zoll, der Nachfolger in zweien.
Diese beiden sind:
- General Grabber AT3 Plus 205/80 R16 104T für 120,83 Euro, EU-Label D für Kraftstoffeffizienz, C für Nasshaftung, 72 Dezibel
- General Grabber AT3 Plus 265/65 R18 114T für 179,83 Euro, EU-Label C für Kraftstoffeffizienz, C für Nasshaftung, 73 Dezibel
Beide Angaben stimmen exakt mit den Werten überein, die im Register hinterlegt sind – wir haben sie einzeln gegengeprüft (EPREL-Eintrag zur Ausführung 205/80 R16, EPREL-Eintrag zur Ausführung 265/65 R18). Wenn Sie eine andere Dimension brauchen, hilft ein Blick auf den Modell-Überblick zum Grabber AT³ Plus: Dort taucht jede Ausführung auf, sobald sie bei uns eintrifft.
Bemerkenswert ist noch etwas anderes: Für alle 21 registrierten Größen des Nachfolgers führen wir den Vorgänger bereits. General Tire baut das neue Profil also nicht in unbekanntes Terrain hinein, sondern rollt es in Dimensionen aus, die im Grabber-Programm längst etabliert sind. Umgekehrt heißt das aber auch: 21 Größen sind, gemessen an 75 Vorgängergrößen, ein schmales Programm. Der AT³ Plus ist noch kein Ersatz für den AT³, sondern eine Ergänzung an dessen meistgefragten Stellen.
Das EU-Label steigt – und fällt in keiner einzigen Größe
Hier wird der Vergleich richtig aufschlussreich. Weil der Vorgänger bei uns in nahezu allen Dimensionen des Nachfolgers steht, lassen sich beide Generationen direkt gegeneinanderlegen. Damit der Vergleich sauber bleibt, haben wir nur Paare gewertet, bei denen die komplette Reifenbezeichnung identisch ist – also Größe, Lastindex, Geschwindigkeitsindex und die Zusätze XL beziehungsweise LT. Ein 114 T lässt sich nicht seriös mit einem 117/114 S vergleichen, das sind unterschiedliche Reifenklassen. Übrig bleiben 18 strikt vergleichbare Paare, und für beide Seiten stammen die Label-Werte aus derselben Quelle, nämlich dem EU-Register.
Das Ergebnis:
- Kraftstoffeffizienz: in 9 von 18 Größen eine Klasse besser, in 9 unverändert, in keiner einzigen schlechter
- Nasshaftung: in 11 von 18 Größen eine Klasse besser, in 7 unverändert, in keiner einzigen schlechter
- Rollgeräusch: in allen 18 Paaren identisch
- In fünf Größen verbessern sich Effizienz und Nasshaftung gleichzeitig
Ein paar Beispiele machen die Spannweite deutlich. In 235/55 R18 104H XL springt das Label von D/D beim AT³ auf C/C beim AT³ Plus, in 265/70 R17 115T und 255/60 R20 113H XL ebenso. Bei den verstärkten LT-Ausführungen fällt der Sprung bei der Nasshaftung am stärksten aus: LT 235/75 R15 110/107 S und LT 255/65 R17 114/110 S gehen von E/B auf D/A, LT 235/85 R16 120/116 S und LT 215/65 R16 103/100 S erreichen ebenfalls Nasshaftung A. Für einen grobstolligen Geländereifen ist ein A in der Nasshaftung ein ungewöhnlich guter Wert – dass er ausgerechnet bei den Light-Truck-Größen steht, spricht dafür, dass General Tire dort die neue Mischung zuerst konsequent umgesetzt hat.
Zwei Größen bleiben unverändert bei D/C beziehungsweise D/B: 285/45 R22 114H XL und 235/65 R16 C 121/119 R. Auch das gehört zur ehrlichen Bilanz. Was in der Auswertung dagegen kein einziges Mal vorkommt, ist eine Verschlechterung – und die ist bei einem Generationswechsel keineswegs ausgeschlossen. Wie stark sich Label-Werte selbst unter demselben Reifennamen unterscheiden können, haben wir am Beispiel von zwei Label unter einem Reifennamen ausführlich beschrieben. Was die drei Angaben im Einzelnen bedeuten, steht kompakt auf unserer Seite zum EU-Reifenlabel und ausführlich im Ratgeber EU-Reifenlabel richtig lesen.
Was der Fortschritt kostet – und wo der Vergleich hinkt
Bessere Label-Werte sind schön, entscheidend ist am Ende der Preis. Bei den zwei Ausführungen, die wir führen, sieht die Rechnung so aus.
In 205/80 R16 104T XL stehen Vorgänger und Nachfolger in exakt derselben Bezeichnung nebeneinander: Der Grabber AT³ kostet dort 110,28 Euro und trägt im Register D/D/72, der AT³ Plus kostet 120,83 Euro und trägt D/C/72 – beide finden Sie unter allen Angeboten in 205/80 R16. Der Aufpreis beträgt also 10,55 Euro je Reifen, und dafür bekommen Sie eine Klasse bessere Nasshaftung bei gleicher Effizienz und gleichem Geräusch. Auf einen Satz von vier Reifen sind das gut 42 Euro – ob Ihnen eine Nasshaftungsklasse das wert ist, hängt davon ab, wie viel Regen Sie tatsächlich fahren. Bei einem Reifen, der ohnehin in der unteren Hälfte der Nasshaftungsskala unterwegs ist, würden wir eher zugreifen als abwinken; warum die Klassen D und E in dieser Disziplin ein echtes Thema sind, haben wir in einem eigenen Beitrag zu schwacher Nasshaftung auseinandergenommen.
In 265/65 R18 funktioniert dieselbe Rechnung nicht, und das legen wir bewusst offen. Der AT³ Plus ist hier ein 114 T der Klasse C1, also ein klassischer Pkw- und SUV-Reifen, für 179,83 Euro. Der Grabber AT³, den wir unter allen Angeboten in 265/65 R18 führen, ist dagegen ein LT 265/65 R 18 117/114 S der Klasse C2 für 229,28 Euro – ein verstärkter Light-Truck-Reifen mit höherer Tragfähigkeit und anderem Aufbau. Dass der neue Reifen hier fast 50 Euro günstiger ist, liegt nicht am Generationswechsel, sondern daran, dass es zwei verschiedene Produkte für zwei verschiedene Einsatzzwecke sind. Wer ein schwer beladenes Wohnmobil oder einen Pickup mit hoher Achslast bewegt, ist mit der LT-Ausführung besser bedient und sollte nicht nach dem Preis gehen. Was die Kürzel LT und C sowie die Indizes im Einzelnen bedeuten, erklären wir im Ratgeber zur Kennzeichnung von Geländereifen.
Jede Ausführung trägt das Alpine-Symbol – schon beim Vorgänger
Ein Punkt, der in der Diskussion um All-Terrain-Reifen oft untergeht: Wintertauglichkeit ist hier kein Unterscheidungsmerkmal zwischen alt und neu. Wir haben alle 121 Ausführungen unseres Grabber-Bestands einzeln im EU-Register nachgeschlagen. Für 116 davon liegt ein Eintrag vor, und in 116 von 116 Fällen ist das Merkmal für den Schneegriff gesetzt – der Reifen trägt also das Alpine-Symbol, die Schneeflocke im Bergpiktogramm, kurz 3PMSF. Dasselbe gilt für alle 21 registrierten Ausführungen des AT³ Plus.
Praktisch heißt das: Sowohl der Vorgänger als auch der Nachfolger dürfen in Deutschland bei winterlichen Straßenverhältnissen gefahren werden. Die bloße M+S-Kennzeichnung reicht dafür bei neuen Reifen seit Oktober 2024 nicht mehr aus, das Alpine-Symbol schon. Welches der beiden Symbole auf der Flanke rechtlich zählt und welches nur historisch gewachsen ist, haben wir im Beitrag zu den zwei Wintersymbolen auf dem Reifenlabel auseinandergehalten.
Eine Einschränkung gehört dazu: 3PMSF bedeutet, dass ein Reifen eine genormte Mindestanforderung beim Anfahren auf Schnee erfüllt. Es bedeutet nicht, dass er einem guten Winter- oder Ganzjahresreifen ebenbürtig ist. Genau das hat der ADAC nachgemessen.
Was der ADAC über den Vorgänger herausgefunden hat
Für den AT³ Plus gibt es noch keinen unabhängigen Test – das Fachportal Tyre Reviews führt zu diesem Profil bislang weder einen Magazintest noch Nutzerbewertungen. Für den Vorgänger gibt es dagegen belastbare Zahlen, und die sind für die Kaufentscheidung mindestens so aufschlussreich.
Der ADAC hat im Mai 2025 acht All-Terrain-Reifen in der Größe 225/65 R17 geprüft, einer Dimension, die unter anderem auf den VW Bus passt. Als Referenz lief ein Pkw-Ganzjahresreifen mit, der Pirelli Cinturato All Season SF3. Das Gesamturteil ist unmissverständlich: Kein einziger der acht AT-Reifen ging als empfehlenswert durch (Quelle: ADAC, All-Terrain-Reifen im Test, 06.05.2025).
Innerhalb dieses Feldes schlug sich der General Grabber AT³ aber ordentlich. Er landete mit der Note 3,2 auf Platz drei von acht, hinter dem Testsieger Yokohama Geolandar A/T G015 (2,9) und dem Falken Wildpeak A/T AT3WA (3,1) und punktgleich mit dem Matador MP72 Izzarda A/T2. Die Einzelnoten zeigen sein Profil deutlich: trockene Fahrbahn 3,2, nasse Fahrbahn 3,4, schneebedeckte Fahrbahn 2,7 und Schotter 2,4. Auf Schnee war er damit der zweitbeste Reifen des Feldes, auf Nässe blieb er sein eigenes Sorgenkind – interessanterweise genau die Disziplin, in der der Nachfolger laut Label zulegt.
Der wichtigste Wert des Tests betrifft allerdings nicht die Rangfolge, sondern den Abstand nach oben: Der mitlaufende Pkw-Ganzjahresreifen kam auf eine 2,1 und war damit fast eine ganze Note besser als der beste AT-Reifen. Beim Bremsen auf Nässe brauchte selbst der beste AT-Reifen des Feldes rund 40 Meter aus 80 km/h und damit etwa sechs Meter mehr als der Referenzreifen – die Länge eines ganzen Campervans. Der schlechteste Reifen im Test kam erst nach 48,8 Metern zum Stehen. Auch abseits der Straße fiel das Urteil nüchterner aus als erwartet: Auf dem Schotterparcours belegte ausgerechnet der Pkw-Referenzreifen Platz zwei, und auf der bewässerten Wiese war die Traktion der AT-Reifen nicht merklich besser. Einen echten Vorteil zeigten die grobstolligen Reifen bei der Haltbarkeit: Nach der Schotter-Tortur hatte der Ganzjahresreifen bereits Profilstücke verloren, die AT-Reifen nicht.
Die getestete Größe gibt es beim Nachfolger nicht
Wer jetzt naheliegenderweise fragt, ob der AT³ Plus in derselben Dimension besser abschneiden würde, stößt auf eine schlichte Hürde: 225/65 R17 gehört nicht zu den 21 registrierten Größen des Nachfolgers. Die nächstliegende Ausführung im neuen Programm ist 225/70 R17 – eine andere Dimension mit anderem Abrollumfang, die nicht ohne Weiteres auf dasselbe Fahrzeug passt.
Den Grabber AT³ in 225/65 R17 führen wir dagegen für 127,08 Euro. Das ist fast genau der Preis, den auch der ADAC für seinen Testreifen angesetzt hat (128 Euro) – die Testbedingungen entsprechen hier also weitgehend dem, was Sie heute kaufen können.
Damit steht die entscheidende Einordnung fest: Der einzige unabhängig geprüfte Reifen der Baureihe ist der Vorgänger, und er wurde in einer Dimension geprüft, die es beim Nachfolger nicht gibt. Alles, was sich heute über den AT³ Plus sagen lässt, stützt sich auf das EU-Label und auf Herstellerangaben, nicht auf einen Fahrtest. General Tire nennt als Verbesserungen mehr Traktion auf Schnee, besseren Nassgriff und höhere Robustheit im Gelände. Der zweite Punkt deckt sich mit dem, was im Label messbar ist; die beiden anderen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Für wen ein All-Terrain-Reifen wirklich sinnvoll ist
Der Grabber gehört zur Klasse der All-Terrain-Reifen, kurz AT. Sie sitzen zwischen zwei Extremen: Highway-Terrain-Reifen (HT) sind straßenbetonte SUV-Reifen mit feinem Profil, leise und komfortabel, aber im Gelände schnell überfordert. Mud-Terrain-Reifen (MT) sind sehr grobstollig, auf Asphalt laut und mit deutlich längerem Bremsweg. AT-Reifen liegen dazwischen: gröberes Blockprofil, verstärkte Flanken, brauchbar auf Schotter, Feldweg und leichtem Gelände – und trotzdem alltagstauglich.
Sinnvoll ist dieser Kompromiss, wenn Sie regelmäßig abseits befestigter Straßen unterwegs sind: zum Reiterhof, zur Hütte, in den Forst, mit dem Wohnwagen über unbefestigte Stellplätze. Dort bieten Profil und Flanke echte Reserven, und die ADAC-Beobachtung zur Haltbarkeit auf Schotter stützt das. Fahren Sie dagegen fast ausschließlich auf Asphalt und kaufen den AT-Reifen wegen der Optik, zahlen Sie diesen Look mit messbar längeren Bremswegen – und zwar jeden Tag, nicht nur an dem einen Wochenende im Jahr, an dem es ins Gelände geht. Für diesen Fall sind ein gut bewerteter Ganzjahres- oder Sommerreifen die sicherere und sparsamere Wahl; welche Unterschiede zwischen SUV-Reifen und normalen Pkw-Reifen tatsächlich bestehen und wann sich Allwetterreifen am Geländewagen lohnen, haben wir jeweils separat aufgeschrieben.
Zwei Sonderfälle noch: Wer einen Kastenwagen oder ein Wohnmobil auf C-Reifen bewegt, findet im AT³-Plus-Programm mit 205 R16 C und 235/65 R16 C zwei passende Ausführungen – warum die Auswahl in diesem Segment insgesamt so klein ist, beschreibt unser Beitrag zu All-Terrain-Reifen für den Kastenwagen. Und wer tatsächlich ins Gelände fährt, holt aus jedem AT-Reifen mehr heraus, wenn er den Reifendruck im Gelände richtig absenkt.
Was wir heute konkret empfehlen
Kurz und ohne Umschweife, sortiert nach Situation.
Sie brauchen jetzt Reifen in 225/65 R17 und wollen einen AT-Reifen. Dann ist der Testsieger die naheliegende Wahl, und er ist bei uns sogar der günstigste der drei Bestplatzierten: der Yokohama Geolandar A/T G015 in 225/65 R17 für 99,81 Euro. Der Zweitplatzierte, der Falken Wildpeak A/T AT3WA in 225/65 R17, kostet 106,59 Euro. Der Grabber AT³ liegt mit 127,08 Euro darüber. Anders gesagt: In der einzigen Größe, für die ein unabhängiger Test vorliegt, bekommen Sie das bessere Testergebnis zum niedrigeren Preis.
Ihre Größe ist eine der beiden lieferbaren AT³-Plus-Dimensionen. Dann greifen Sie zum Nachfolger. In 205/80 R16 sind die 10,55 Euro Aufpreis für eine bessere Nasshaftungsklasse gut angelegt; in 265/65 R18 hängt die Wahl davon ab, ob Sie einen C1-Reifen oder einen verstärkten LT-Reifen brauchen.
Ihre Größe fehlt beim Nachfolger noch. Dann bleibt der Grabber AT³ mit 119 lieferbaren Ausführungen eine solide Wahl – immerhin der drittbeste Reifen eines Testfeldes, in dem kein Reifen glänzte. Alternativ lohnt der Blick auf andere Baureihen: Wir haben sowohl den Continental CrossContact A/T² als auch die Bridgestone-Dueler-Familie einzeln vorgestellt. Das gesamte Angebot finden Sie unter Offroad-Sommerreifen.
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Last- und Geschwindigkeitsindex mindestens den Vorgaben in Ihren Fahrzeugpapieren entsprechen. Was die Zahlen und Buchstaben auf der Flanke bedeuten, erklärt unser Ratgeber zum Ablesen der Reifengröße, und die grundsätzliche Auswahlfrage behandelt der ausführliche Ratgeber zu SUV- und Offroad-Reifen.
Häufige Fragen
Seit wann kann man den General Grabber AT³ Plus kaufen?
Laut EU-Produktdatenbank wurde die erste Ausführung am 13. März 2026 in Verkehr gebracht, dreizehn der 21 registrierten Größen noch im selben Monat. Die jüngste Registrierung stammt vom 12. August 2026 – die Markteinführung läuft also weiterhin.
Welche Größen des AT³ Plus gibt es und was führen Sie davon?
General Tire hat 21 Ausführungen von 15 bis 22 Zoll registriert, darunter vier verstärkte LT-Größen und zwei C-Reifen. Bei uns lieferbar sind derzeit zwei davon: 205/80 R16 104T und 265/65 R18 114T. Weitere folgen, sobald sie verfügbar sind.
Ist der Nachfolger besser als der Grabber AT³?
Auf dem EU-Label ja: In 18 direkt vergleichbaren Größen ist die Effizienz neunmal und die Nasshaftung elfmal eine Klasse besser, schlechter wird keine einzige. Einen unabhängigen Fahrtest gibt es zum AT³ Plus bislang nicht.
Fazit
Aus einer Messeankündigung ohne Zahlen ist ein Reifen mit belegbaren Eckdaten geworden. Der Grabber AT³ Plus ist seit März 2026 am Markt, in 21 Ausführungen registriert und verbessert das EU-Label gegenüber dem Vorgänger in gut der Hälfte der vergleichbaren Größen – ohne es irgendwo zu verschlechtern. Das ist ein sauberer, unspektakulärer Fortschritt und passt ziemlich genau zu dem, was der Hersteller selbst angekündigt hatte.
Zwei Dinge bleiben aber stehen. Erstens ist der Nachfolger bei uns bislang nur in zwei Größen angekommen; für die meisten Fahrzeuge bleibt der Grabber AT³ vorerst die reale Option. Zweitens ändert auch das beste AT-Label nichts an der Grundrechnung des ADAC-Tests: Auf Asphalt ist ein guter Ganzjahresreifen einem All-Terrain-Reifen klar überlegen. Wenn Sie das Gelände wirklich brauchen, ist der Grabber eine vernünftige Wahl. Wenn Sie es nur selten sehen, sparen Sie sich den Kompromiss. Passende Reifen für beide Wege finden Sie in unserem Offroad-Reifen-Sortiment.