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Motorrad

Motorradreifen in 160/60 ZR17: Welcher Hinterreifen zu Ihrem Naked Bike passt

· 5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 03.07.2026
Hinterrad eines Mittelklasse-Naked-Bikes mit Sportreifen in 160/60 ZR17 (KI-generiert, OpenAI)
Hinterrad eines Mittelklasse-Naked-Bikes mit Sportreifen in 160/60 ZR17 (KI-generiert, OpenAI)

Die Größe 160/60 ZR17 ist einer der klassischen Hinterreifen im Mittelklasse-Segment: Sie sitzt auf vielen Naked Bikes, Sporttourern und mittelstarken Supersportlern. Wer hier den passenden Reifen sucht, hat die Qual der Wahl – vom komfortablen Tourenreifen bis zum sportlichen Kurvenräuber ist alles lieferbar. In diesem Ratgeber lesen Sie, was die Größe genau bedeutet, für welche Motorräder sie gedacht ist und wie Sie im großen Angebot den richtigen Reifen für Ihren Fahrstil finden – ehrlich und ohne erfundene Testsieger.

Was 160/60 ZR17 bedeutet

Die Zahlen- und Buchstabenkombination auf der Flanke ist genormt und lässt sich Zeichen für Zeichen lesen:

  • 160 – Nennbreite des Reifens in Millimetern.
  • 60 – das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent: Die Reifenflanke ist rund 60 % von 160 mm hoch, also etwa 96 mm.
  • ZR – Bauart Radial (R) in Kombination mit dem Geschwindigkeitszusatz ZR für Reifen, die für über 240 km/h freigegeben sind. Reine Radialreifen ohne ZR tragen nur ein R.
  • 17 – Felgendurchmesser in Zoll.

Dahinter folgt meist die Betriebskennung, zum Beispiel 69W: Der Lastindex 69 steht für maximal 325 kg Tragfähigkeit pro Reifen, der Geschwindigkeitsindex W für bis zu 270 km/h. Häufig ist zusätzlich das Kürzel M/C (Motorcycle) aufgeprägt, das den Reifen eindeutig als Motorradreifen kennzeichnet. Wie Sie die komplette Kennung entschlüsseln, erklären wir ausführlich unter Motorradreifen-Größe lesen.

Anders als PKW-Reifen tragen Motorradreifen kein EU-Reifenlabel – Werte wie Nasshaftung oder Rollwiderstand stehen hier also nicht in genormter Form zur Verfügung. Umso wichtiger ist die Orientierung an Segment, Erfahrungsberichten und Freigabe.

Für welche Motorräder passt 160/60 ZR17?

160/60 ZR17 ist eine typische Hinterreifengröße für Mittelklasse-Maschinen. Dazu zählen viele populäre Naked Bikes und Sporttourer der 600er- bis 750er-Klasse sowie mittelstarke Supersportler. Als grobe Orientierung – maßgeblich sind aber immer Ihre Fahrzeugpapiere und die Reifenfreigabe:

  • Mittelklasse-Naked-Bikes und Roadster
  • Sporttourer und mittlere Supersportler
  • viele Modelle, die vorne mit 120/70 ZR17 laufen

Vorder- und Hinterreifen bilden dabei ein aufeinander abgestimmtes System. Zur passenden Vorderradgröße finden Sie alle lieferbaren Reifen auf der Größenseite 120/70 R17. Warum man Vorne und Hinten als Satz denken sollte, lesen Sie unter Motorradreifen mischen.

160/60, 160/55 oder 180/55 – nicht eigenmächtig wechseln

Rund um diese Größe gibt es ähnliche Maße, die aber nicht beliebig austauschbar sind:

  • 160/55 ZR17 baut niedriger als 160/60 und verändert die Fahrgeometrie leicht.
  • 180/55 ZR17 ist ein breiterer Hinterreifen für stärkere Maschinen – eine andere Liga.

Grundsätzlich gilt: Fahren Sie nur die in den Papieren freigegebene Größe und Bauart. Ein breiterer oder höherer Reifen passt nicht automatisch und kann Handling, Freigängigkeit und Zulassung beeinträchtigen. Wer bewusst eine größere Heckdimension fahren möchte, sollte das über die Freigabe abklären – zur nächsthöheren Klasse haben wir einen eigenen Ratgeber: Motorradreifen 190/55 ZR17.

Welcher Reifen für welchen Fahrstil?

In 160/60 ZR17 ist praktisch jedes Segment lieferbar. Die folgende Einordnung hilft bei der Auswahl – für jedes Profil gibt es passende Vorderreifen desselben Herstellers, damit vorne und hinten harmonieren:

Touren & Vielfahren (Komfort, Laufleistung, Nässe): Sport-Touring-Reifen sind die Allrounder für lange Etappen und jedes Wetter. Ein aktuelles Beispiel ist der Metzeler Roadtec 02 160/60ZR17 69W.

Sportlich & kurvig (Grip, Handling): Wer es zügiger mag, greift zu einem sportlichen Straßenreifen wie dem Pirelli Diablo Rosso II 160/60ZR17 69W.

Preiswert & alltagstauglich: Solide Allrounder zum kleineren Preis gibt es ebenfalls, etwa den Continental Road 160/60ZR17 69W.

Welche Mischung (Single- oder Dual-Compound) zu Ihrem Einsatz passt, erklären wir unter Single- oder Dual-Compound bei Motorradreifen. Eine grundsätzliche Orientierung nach Fahrstil bietet unsere Kaufberatung für Motorradreifen.

Alle aktuell lieferbaren Reifen in dieser Größe finden Sie gebündelt auf der Größenseite 160/60 R17 sowie in der Kategorie Motorrad-Straßenreifen.

Kauf und Sicherheit: worauf Sie achten sollten

  • Reifenfreigabe/Reifenbindung: In Deutschland ist entscheidend, was für Ihr Motorrad zugelassen ist. Bei einer Reifenfabrikatsbindung dürfen nur die eingetragenen Fabrikate montiert werden. Details unter Motorradreifen bei der HU.
  • Schlauch oder schlauchlos (TT/TL): Gussräder werden in der Regel schlauchlos gefahren, Speichenräder brauchen oft einen Schlauch.
  • Profiltiefe und Alter: Gesetzlich sind 1,6 mm Mindestprofil vorgeschrieben (§ 36 StVZO); praktisch sollten Sie deutlich früher wechseln. Auch das Reifenalter zählt – wann ein Reifen runter muss, lesen Sie unter Motorradreifen-Verschleiß erkennen.
  • Luftdruck und Einfahren: Den richtigen Druck gibt der Fahrzeughersteller vor (Handbuch/Aufkleber), nicht der Reifen. Neue Reifen müssen zudem eingefahren werden. Mehr dazu unter Motorrad-Reifendruck und neue Reifen einfahren.
  • Montage und Wuchten: Motorradreifen gehören fachgerecht montiert und gewuchtet – was das kostet, lesen Sie unter Motorradreifen wechseln lassen.

Häufige Fragen

Was bedeutet die „69W" hinter 160/60 ZR17?

Der Lastindex 69 steht für maximal 325 kg Tragfähigkeit pro Reifen, das „W" für eine Freigabe bis 270 km/h. Beide Werte müssen mindestens den Vorgaben Ihres Motorrads entsprechen.

Was heißt das „ZR" in 160/60 ZR17?

ZR kennzeichnet einen Radialreifen, der für Geschwindigkeiten über 240 km/h ausgelegt ist. Ein einfaches „R" ohne Z steht ebenfalls für Radial, aber ohne diesen Hochgeschwindigkeits-Zusatz.

Kann ich statt 160/60 auch 160/55 oder 180/55 montieren?

Nur, wenn die Größe und Bauart in Ihren Fahrzeugpapieren freigegeben ist. Ein anderer Querschnitt oder eine breitere Dimension verändert Fahrverhalten und Zulassung und darf nicht eigenmächtig gefahren werden.

Welcher Vorderreifen gehört zu 160/60 ZR17?

Sehr häufig ist es 120/70 ZR17. Vorder- und Hinterreifen sollten als abgestimmtes Paar – idealerweise gleiches Modell oder gleiche Modellfamilie – gefahren werden.

Haben Motorradreifen ein EU-Reifenlabel?

Nein. Das EU-Reifenlabel mit Nasshaftung, Effizienz und Geräusch gilt nur für PKW-, Transporter- und Lkw-Reifen. Bei Motorradreifen helfen Segment, Erfahrungsberichte und die Herstellerangaben weiter.

Fazit

160/60 ZR17 ist eine der vielseitigsten Hinterreifengrößen der Mittelklasse – mit einem riesigen Angebot vom komfortablen Sport-Touring-Reifen bis zum sportlichen Straßenreifen. Entscheidend ist, dass Sie die freigegebene Größe und Bauart wählen, Vorne und Hinten als Satz denken und den Reifen zu Ihrem Fahrstil passend aussuchen. Dann bekommen Sie in dieser Größe für nahezu jeden Einsatz einen passenden Reifen.

Schlagwörter: Motorradreifen 160/60 ZR17 Naked Bike Hinterreifen Sport-Touring Kaufberatung

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