Maxxis Premitra All Season AP3: starke Nasswerte, schwache Effizienz – und ein Vorgänger, der fast das Dreifache kostet
Wer einen preiswerten Ganzjahresreifen sucht, stößt schnell auf den Maxxis Premitra All Season AP3. Der Reifen der taiwanesischen Marke Maxxis liegt im Budget-Segment und deckt mit 89 lieferbaren Größen von 13 bis 20 Zoll fast jeden Klein- und Kompaktwagen ab. Doch „günstig“ allein sagt wenig darüber, was der Reifen wirklich kann. Wir haben deshalb nicht nur die Fachtests gesichtet, sondern das EU-Reifenlabel über die gesamte lieferbare Baureihe ausgewertet – und dabei drei Dinge gefunden, die man vor dem Kauf kennen sollte: Die Nasshaftung ist die belastbare Stärke des AP3, aber sie gilt nicht für jede Größe. Die Effizienz ist keine Eigenschaft des Modells, sondern fast vollständig eine Frage der gewählten Dimension. Und: Es gibt den Reifen im Sortiment gleich in drei Ausprägungen – mit einem Vorgänger, der in fast jeder gemeinsamen Größe deutlich teurer ist als der modernere Nachfolger.
Was der Premitra All Season AP3 sein will
Der Premitra All Season AP3 kam 2019 auf den Markt und löste den Vorgänger Premitra All Season AP2 ab. Maxxis positioniert ihn als vollwertigen Ganzjahres- bzw. Allwetterreifen für Pkw und kompakte SUV, laut Hersteller mit einer stark silikahaltigen Laufflächenmischung, die Nassgriff und Rollwiderstand verbessern soll. Er ist ein klassischer Value-Reifen: kein Premium-Anspruch, sondern ein solider Kompromiss zum kleinen Preis. Genau das macht ihn für Wenigfahrer und Zweitwagen interessant – Maxxis gehört zu den nachfragestärksten Budgetmarken im deutschen Markt, mehr zur Marke selbst lesen Sie in unserem Porträt Maxxis Reifen: Was die Marke wirklich taugt.
Wichtig für den Alltag: Der AP3 trägt sowohl die M+S-Kennung als auch das Alpine-Symbol (3PMSF, „Schneeflocke im Berg“). Damit ist er in Deutschland bei winterlichen Verhältnissen zugelassen und erfüllt die situative Winterreifenpflicht – anders als reine Sommerreifen oder bloße M+S-Reifen ohne Alpine-Symbol. Was das genau bedeutet und wo die Grenzen liegen, erklären wir weiter unten und ausführlich im Ratgeber zur Winterreifenpflicht in Deutschland.
Preislich beginnt die Baureihe bei rund 53 Euro für die kleine 155/65 R14 und reicht bis 210 Euro für die 245/40 R20; der mittlere Preis über alle Ausführungen liegt bei etwa 92 Euro. Die gängigen Kompaktwagen-Größen bewegen sich meist zwischen 55 und 90 Euro pro Reifen. Beim Geräusch ist der AP3 unauffällig und bemerkenswert einheitlich: Alle Ausführungen liegen bei 70 oder 71 dB – für einen Ganzjahresreifen ein normaler, leiser Wert, und der einzige Label-Kennwert, der über die ganze Baureihe praktisch konstant bleibt.
Drei Baureihen, nicht eine: AP3, AP3 SUV und der alte AP2
Bevor es ans Label geht, ein Punkt, den man beim Bestellen leicht übersieht: „Premitra All Season“ ist im Sortiment kein einzelner Reifen, sondern eine Familie aus drei Linien – und sie unterscheiden sich deutlich.
- Premitra All Season AP3 – die Pkw-Baureihe: 91 Ausführungen in 89 Größen, 13 bis 20 Zoll, 52,50 bis 210,00 Euro.
- Premitra All Season SUV AP3 SUV – die eigenständige SUV-Baureihe: 45 Ausführungen in 44 Größen, 15 bis 20 Zoll, 80,20 bis 279,30 Euro. Sie ist kein Nischenprodukt, sondern macht rund ein Drittel des gesamten Premitra-All-Season-Angebots aus.
- AP2 All Season – der abgelöste Vorgänger, immer noch mit 40 Ausführungen in 39 Größen von 13 bis 18 Zoll im Regal, 49,30 bis 192,40 Euro.
Diese Aufteilung ist praktisch relevant, weil die Linien sich fast nicht überschneiden: Zwischen dem Pkw-AP3 und dem AP3 SUV gibt es nur eine einzige gemeinsame Größe (225/55 R18, dort 97,70 Euro im AP3 gegenüber 99,50 Euro im SUV – ein Unterschied von nicht einmal zwei Euro). In allen anderen Fällen ist die Entscheidung also gar keine echte Wahl, sondern durch Ihre Reifengröße bereits vorgegeben. Wer eine SUV-Größe fährt, bekommt automatisch die SUV-Linie; wer eine klassische Pkw-Größe fährt, den AP3.
Ein Blick auf die Labels zeigt, dass die SUV-Variante beim Nassgriff sogar die konsequentere Baureihe ist: 44 der 45 SUV-Ausführungen tragen Nass-B, nur eine einzige fällt auf C zurück. Dafür ist sie beim Rollwiderstand breiter gestreut (von B bis E) und beim Geräusch lauter – hier reichen die Werte von 70 bis 75 dB, während der Pkw-AP3 konstant bei 70 bis 71 dB bleibt. Das ist der typische Preis der größeren, schwereren SUV-Dimensionen und kein Mangel dieser speziellen Baureihe.
Auch preislich ist die SUV-Linie eine andere Welt: Sie beginnt bei 80,20 Euro und reicht bis 279,30 Euro für die 235/65 R19, der mittlere Preis liegt bei rund 125 Euro – gut ein Drittel über dem des Pkw-AP3. Wer also mit dem Budget-Ruf des Premitra im Kopf ein SUV bereift, sollte einkalkulieren, dass „günstiger Maxxis“ hier eher 120 bis 160 Euro pro Reifen bedeutet als 60 bis 90 Euro. Die SUV-Größen finden Sie im Modellüberblick Maxxis Premitra All Season SUV.
Das EU-Label über die ganze Baureihe: Nässe ist die Stärke – aber nicht überall
Beim Pkw-AP3 steckt die eigentliche Information im Label. Wir haben alle 91 aktuell lieferbaren Ausführungen ausgewertet (Stand: Juli 2026). Das Ergebnis ist eindeutig: Bei der Nasshaftung vergibt das Label in 75 von 91 Ausführungen die Klasse B – der beste Wert, den ein Ganzjahresreifen dieser Preisklasse realistisch erreicht. Die Bestnote A ist bei Allwetterreifen ohnehin selten, und keine AP3-Größe erreicht sie. Ebenso wichtig: Nach unten fällt keine einzige Ausführung unter C. Das deckt sich mit dem, was Maxxis über die nasshaftende Mischung sagt: Der Nassgriff ist die belastbare Stärke dieses Reifens.
Der Haken liegt im Rest. 16 Ausführungen fallen auf Nass-C zurück – und darunter ist ausgerechnet die meistverkaufte Dimension überhaupt, die 205/55 R16, die im AP3 in beiden geführten Ausführungen nur mit C/C/70 gekennzeichnet ist (91H für 62,30 Euro und 94V für 69,00 Euro). Wer also blind annimmt, „der Maxxis hat doch Nass B“, kann bei genau seiner Größe danebenliegen. Die Lehre ist banal, aber teuer, wenn man sie ignoriert: Prüfen Sie das Label immer für Ihre konkrete Größe, nie fürs Modell. Wie die drei Kennwerte zu lesen sind, steht im Ratgeber EU-Reifenlabel lesen.
Diese 16 Ausnahmen verteilen sich nicht zufällig, sondern bilden zwei erkennbare Gruppen. Die erste ist die 55er-Reihe in 16 bis 18 Zoll: 205/55 R16, 215/55 R16, 205/55 R17, 215/55 R17 und 215/55 R18 tragen sämtlich nur Nass-C – also ausgerechnet jene Maße, die auf sehr vielen Kompakt- und Mittelklassewagen ab Werk montiert sind. Die zweite Gruppe sind die flachen und breiten Sportmaße von 205/45 R16 bis 275/40 R19. Wer dagegen eine hohe Touring-Größe mit 60er- oder 65er-Querschnitt fährt, findet im AP3 durchgehend Nass-B. Vereinfacht gesagt: Je höher die Flanke, desto verlässlicher das Nasslabel dieser Baureihe.
Nebenbei zeigt dieselbe Auswertung, dass Sie bei einigen Größen überhaupt zwei Ausführungen zur Wahl haben – mit spürbarem Preisunterschied bei gleicher Größe. Die 195/65 R15 etwa gibt es als 91H für 57,80 Euro und als tragfähigere 95V für 60,20 Euro, beide mit identischem Label C/B/70. Hier lohnt der Blick in den Fahrzeugschein: Reicht der niedrigere Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex für Ihr Auto aus, sparen Sie ohne jeden Nachteil.
Die Effizienz ist die eigentliche Größenfrage
Noch deutlicher wird das Bild bei der Kraftstoffeffizienz – und hier liegt die größte Schwäche des AP3. Über dieselben 91 Ausführungen verteilt sich das Label so: 3× B, 55× C, 27× D, 6× E – und keine einzige Größe erreicht die Bestklasse A. Das heißt: rund 36 Prozent aller lieferbaren AP3-Ausführungen tragen nur D oder E beim Rollwiderstand. Zwischen den Effizienzklassen liegen über eine Reifensaison spürbare Verbrauchsunterschiede; warum der Rollwiderstand so stark auf den Verbrauch durchschlägt, erklären wir im Ratgeber Spritsparen mit den richtigen Reifen.
Das Bemerkenswerte: Ob Ihr AP3 sparsam oder durstig rollt, entscheidet fast allein die gewählte Dimension. Die Effizienz-Bestwerte sind schnell aufgezählt, denn es gibt nur drei davon – und alle drei sind komfortable, hohe Touring-Größen: die 215/65 R16 (75,90 Euro), die 215/60 R16 (84,10 Euro) und die 225/60 R17 (99,20 Euro). Alle drei tragen zugleich Nass-B, sind also die rundum stärksten Ausführungen der ganzen Baureihe. Wer zufällig eine dieser Größen fährt, bekommt beim AP3 das mit Abstand beste Paket.
Die 45er-Querschnitte sind die Problemzone. Am anderen Ende steht ein auffällig sauberes Muster, das man als Käufer kennen sollte: Von den sechs Ausführungen mit Effizienz E sind zwei die kleinsten Maße der Reihe (155/65 R13 und 155/65 R14) – und die übrigen vier sind sämtliche 45er-Querschnitte des Sortiments: 205/45 R16, 215/45 R16, 205/45 R17 und 215/45 R17. Diese vier sind zugleich auch bei der Nasshaftung auf C zurückgestuft. Sie tragen also die schlechteste Kombination der gesamten Baureihe (E/C) – und kosten mit 81 bis 89 Euro trotzdem mehr als viele deutlich besser gelabelte Größen. Daraus wird eine einfache Kaufregel: Fahren Sie einen flachen 45er-Querschnitt, ist der AP3 nicht die richtige Wahl – hier verliert er beide Label-Disziplinen gleichzeitig, ohne dafür günstiger zu sein.
Derselbe Reifenname schwankt damit über die Baureihe um volle drei Effizienzklassen. Für die Praxis heißt das: Wenn Ihnen der Verbrauch wichtig ist, schauen Sie beim AP3 nicht auf den Modellnamen, sondern gezielt auf die Effizienzklasse Ihrer Wunschgröße – und prüfen Sie im Zweifel eine benachbarte Dimension, sofern Ihr Fahrzeugschein sie zulässt.
Was die Fachtests wirklich sagen
Einen eigenständigen ADAC- oder GTÜ-Einzeltest des Premitra All Season AP3 gibt es nicht – wir behaupten deshalb auch keine ADAC-Note. Der Reifen taucht dafür seit 2019 regelmäßig in den Ganzjahresreifen-Tests der Fachpresse auf. Der Test-Aggregator Tyre Reviews, der professionelle Tests und Nutzerbewertungen bündelt, führt den AP3 mit 7,8 von 10 Punkten und einer durchschnittlichen Nutzerbewertung von 73 Prozent.
Interessanter als die Gesamtnote sind die einzelnen Platzierungen, denn sie zeichnen ein anderes Bild als die übliche Beschreibung „stabiles Mittelfeld“. Der AP3 ist im Gegenteil ein auffällig schwankender Testkandidat:
- Auto Bild Ganzjahresreifen-Test für E-Autos 2026 (215/55 R18): Platz 7 von 10 – das aktuellste Ergebnis.
- Auto Bild Ganzjahresreifentest 2022 (195/55 R16): Platz 14 von 17.
- Auto Bild Allrad, SUV-Ganzjahresreifentest 2022 (225/50 R18): Platz 10 von 13.
- Auto Bild 2021 (225/50 R17): Platz 8 von 18.
- Auto Zeitung 2021 (205/55 R16): Platz 9 von 9 – ein letzter Platz.
- Sport Auto 2020 (225/45 R18): Platz 3 von 9 – das mit Abstand beste Ergebnis.
- Auto Bild 2020 (205/55 R16): Platz 14 von 16.
- Auto Bild 2019 (225/45 R17): Platz 7 von 12.
Die Spanne reicht also von einem dritten Platz bis zu einem letzten – in den meisten Vergleichstests landet der AP3 in der unteren Hälfte des Feldes. Das ist keine Katastrophe für einen Budget-Reifen, der regelmäßig gegen deutlich teurere Premiumprodukte antritt, aber es ist eben auch nicht die verlässliche Mitte. Wer aus einem einzelnen guten oder schlechten Testergebnis auf „den AP3“ schließt, liegt daneben: Die Leistung hängt sichtbar von Größe und Testdisziplin ab. Über alle Tests hinweg liegen die relativen Stärken bei Trockenbremsweg und Nassgriff, die Schwächen bei Schnee und Eis, beim Nassbremsweg und bei der Laufleistung im Vergleich zu Premiummarken.
Das passt exakt zum Label-Befund: gute Nasshaftung als tragende Eigenschaft, Effizienz und Winter als Kompromiss. Dass der AP3 den älteren AP2 abgelöst hat, ist beim Kauf wichtig – die beiden Generationen unterscheiden sich in Mischung und Profil, auch wenn der Familienname ähnlich klingt. Wie ein aktueller, hart getesteter Ganzjahres-Testsieger dagegen abschneidet, zeigt unser Bericht zum ADAC Ganzjahresreifentest 2025.
Die Vorgänger-Falle: Warum der ältere AP2 oft mehr kostet
Hier kommt der überraschendste Befund unserer Auswertung – und der einzige, der Sie unmittelbar Geld kosten kann. Der abgelöste AP2 All Season steht weiterhin mit 40 Ausführungen im Regal. Man würde erwarten, dass ein auslaufendes Vorgängermodell günstiger ist als sein moderner Nachfolger. Beim Premitra ist fast durchgängig das Gegenteil der Fall.
Sechs Größen gibt es in beiden Generationen. In fünf von sechs ist der ältere AP2 teurer als der neuere AP3 – und zwar nicht knapp:
- 195/55 R16: AP3 69,30 Euro (Label C/B) gegenüber AP2 192,40 Euro (E/B) – der Vorgänger kostet fast das Dreifache.
- 185/65 R15: AP3 59,80 Euro (C/B) gegenüber AP2 138,10 Euro (E/B) – gut 78 Euro Aufschlag.
- 215/60 R16: AP3 84,10 Euro (B/B) gegenüber AP2 162,50 Euro (C/B) – ebenfalls rund 78 Euro mehr.
- 225/60 R16: AP3 89,20 Euro (C/B) gegenüber AP2 157,00 Euro (C/C).
- 225/55 R18: AP3 97,70 Euro (C/B) gegenüber AP2 151,40 Euro (E/C).
- Nur bei der kleinen 155/65 R13 liegt der AP2 mit 57,50 Euro knapp 1,40 Euro unter dem AP3.
Der Preis ist dabei nur die halbe Geschichte, denn der AP2 ist auch technisch das schwächere Angebot: Über die ganze Baureihe erreicht er kein einziges Mal Effizienz B (4× C, 11× D, 25× E), und bei der Nasshaftung fallen 13 Ausführungen auf Klasse D zurück – eine Stufe, die es im AP3 überhaupt nicht gibt. In der Größe 195/55 R16 zahlen Sie beim AP2 also fast das Dreifache für den älteren Reifen mit der schlechteren Effizienzklasse.
Tipp: Achten Sie beim Bestellen genau auf die Modellbezeichnung. „AP2 All Season“ und „Premitra All Season AP3“ stehen im selben Regal und sehen im Namen ähnlich aus – der Preisunterschied kann in derselben Größe über 100 Euro pro Reifen betragen. Ein Preisvergleich innerhalb einer Marke lohnt sich mindestens so sehr wie der zwischen Marken.
Dieselbe Vorsicht gilt bei Ausführungen derselben Größe. Deutlichstes Beispiel ist die SUV-Linie: Die 215/60 R17 gibt es als 100V für 85,90 Euro (Label C/B/72) und als 96V für 135,80 Euro (E/B/72). Die um rund 50 Euro teurere Ausführung ist hier nicht nur schlechter beim Rollwiderstand, sondern trägt auch noch weniger Last. Es gibt also keinen sachlichen Grund, zur teureren zu greifen – man muss den Unterschied nur bemerken.
Wie wintertauglich ist der AP3 wirklich?
Formal ist die Sache klar: Mit M+S und 3PMSF ist der Premitra All Season AP3 ein winterzugelassener Reifen, mit dem Sie auch bei Schnee, Eis und Glätte legal unterwegs sind. Rechtlich steht er damit einem Winterreifen gleich. Das heißt aber nicht, dass er einer ist. Ein Ganzjahresreifen ist immer ein Kompromiss, der weder das Sommer- noch das Winteroptimum erreicht – und beim AP3 sind, wie in den Tests, gerade Schnee und vor allem Eis die schwächere Seite. Für den milden Flachland-Alltag mit gelegentlichem Schneefall reicht das; für regelmäßige Fahrten in Schneeregionen oder über Alpenpässe ist ein echter Winterreifen die sichere Wahl.
Diese Einordnung gilt für Ganzjahresreifen generell, nicht nur für den Maxxis. Ob sich ein Allwetterreifen für Ihr Fahrprofil überhaupt lohnt oder zwei getrennte Sätze sinnvoller sind, rechnen wir im Ratgeber Ganzjahresreifen oder zwei Sätze? durch. Und wer im Zweifel doch zum Premium-Allwetter greifen will, findet mit dem Michelin CrossClimate 3 oder dem Continental AllSeasonContact 2 die getesteten Spitzenmodelle – zum entsprechend höheren Preis.
Für wen sich der Premitra All Season AP3 lohnt
Der AP3 ist ein ehrlicher Budget-Ganzjahresreifen, und man sollte ihn genau als das kaufen. Passen dürfte er, wenn Sie wenig fahren, überwiegend in mildem Klima und im Flachland unterwegs sind, einen Zweit- oder Kleinwagen bereifen und den Preis im Blick haben. Besonders gut trifft er, wenn Ihre Größe eine der komfortablen 16-/17-Zoll-Touring-Dimensionen ist: Dort bekommen Sie mit B beim Rollwiderstand und B bei Nässe viel solide Sicherheit fürs Geld.
Eher nicht die erste Wahl ist er für Vielfahrer, für Bewohner von Schnee- und Bergregionen, für alle mit flachem 45er-Querschnitt und für alle, denen der Spritverbrauch wichtig ist. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Wintersicherheit braucht, ist mit einem getesteten Premium-Ganzjahresreifen wie dem Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 oder dem Vredestein Quatrac Pro 2 oder mit getrennten Saisonsätzen besser bedient.
Konkrete Größen finden Sie über den Modellüberblick Maxxis Premitra All Season AP3; drei Beispiele, die die Bandbreite der Baureihe zeigen:
- Maxxis Premitra All Season, AP3 215/65 R16 102V – eine der drei Ausführungen mit dem Bestlabel B/B/70 und damit das rundeste Angebot der Reihe.
- Maxxis Premitra All Season, AP3 195/65 R15 91H – die Alltagsgröße für Klein- und Kompaktwagen, Label C/B/70.
- Maxxis Premitra All Season, AP3 205/55 R16 91H – die gängigste Größe überhaupt, hier aber nur mit Nass-C: das Musterbeispiel dafür, warum man das Label je Größe prüfen sollte.
Weitere Modelle vergleichen Sie in der Übersicht der Ganzjahresreifen für Pkw oder direkt über die Reifengröße 205/55 R16.
Häufige Fragen
Ist der Maxxis Premitra All Season AP3 winterzugelassen?
Ja. Der AP3 trägt das Alpine-Symbol (3PMSF) und die M+S-Kennung und erfüllt damit die situative Winterreifenpflicht in Deutschland. Rechtlich ist er einem Winterreifen gleichgestellt. Als Ganzjahresreifen bleibt er bei Schnee und besonders Eis aber ein Kompromiss und ersetzt in Schneeregionen keinen echten Winterreifen.
Welches EU-Label hat der AP3?
Das hängt von der Größe ab. Über die 91 lieferbaren Ausführungen dominiert bei der Nasshaftung Klasse B (75×), 16 fallen auf C; schlechter als C wird es nie. Bei der Effizienz reicht die Spanne von B bis E, am häufigsten ist C; rund 36 Prozent tragen nur D oder E. Das Geräusch liegt konstant bei 70 bis 71 dB. Prüfen Sie das Label deshalb immer für Ihre konkrete Dimension.
Was ist der Unterschied zwischen AP2 und AP3?
Der AP3 ist seit 2019 der Nachfolger des AP2. Er ist technisch klar besser gelabelt: Der AP2 erreicht bei der Effizienz nie mehr als Klasse C und fällt bei der Nasshaftung in 13 Ausführungen auf D, was es beim AP3 gar nicht gibt. Überraschend ist der Preis: In fünf von sechs gemeinsamen Größen ist der ältere AP2 im Sortiment deutlich teurer als der AP3 – in der 195/55 R16 fast dreimal so teuer.
Lohnt sich der AP3 für sportliche Flachquerschnitte?
Eher nicht. Alle vier 45er-Querschnitte der Baureihe (205/45 R16, 215/45 R16, 205/45 R17 und 215/45 R17) tragen die schwächste Label-Kombination des ganzen Programms aus Effizienz E und Nasshaftung C – und kosten dabei mehr als viele besser gelabelte Größen. In diesem Segment ist ein anderer Reifen die sinnvollere Wahl.