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Kaufberatung – Ratgeber im Magazin

225/45 R17: Der ADAC hat genau diese Größe getestet – 15 der 16 Reifen gibt es noch

· 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 28.08.2026
Niederquerschnitt-Reifen 225/45 R17 auf einer 17-Zoll-Alufelge (KI-generiert, OpenAI)
Niederquerschnitt-Reifen 225/45 R17 auf einer 17-Zoll-Alufelge (KI-generiert, OpenAI)

Bei den meisten Reifengrößen muss man Testergebnisse übertragen: Getestet wird in 205/55 R16, gefahren wird etwas anderes. Bei 225/45 R17 ist das anders. Der ADAC hat genau diese Dimension geprüft – 16 Ganzjahresreifen, montiert auf einem VW Golf, auf trockener, nasser, schnee- und eisbedeckter Fahrbahn. Das Ergebnis ist unbequem: Die Hälfte des Testfeldes ist nicht empfehlenswert. Und weil wir den Bestand unseres Regals am 28. August 2026 vollständig gegen die Testliste geprüft haben, können wir Ihnen etwas sagen, was ein Testbericht allein nicht liefert: 15 der 16 getesteten Modelle gibt es unter exakt ihrem Testnamen in dieser Größe noch zu kaufen. Dieser Ratgeber verbindet beides – den belegten Test und das reale Angebot.

Was 225/45 R17 bedeutet und welche Autos die Größe fahren

Die Bezeichnung steht auf der Reifenflanke und beschreibt die Maße: 225 ist die Reifenbreite in Millimetern, 45 das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent (die Flanke ist also rund 101 mm hoch), R steht für die heute übliche Radialbauweise und 17 für den Felgendurchmesser in Zoll. Alles unter 50 gilt als Niederquerschnitt – die Flanke federt weniger, das Lenkgefühl wird direkter, Schlaglöcher spüren Sie deutlicher.

Dahinter folgen Lastindex und Geschwindigkeitsindex, in dieser Größe fast immer 91 (615 kg je Reifen) oder 94 (670 kg, meist als XL bzw. verstärkt ausgewiesen), kombiniert mit V (240 km/h), W (270 km/h), Y (300 km/h) oder – bei Winterreifen – H (210 km/h). Was Ihr Fahrzeug mindestens braucht, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I in den Feldern 15.1 und 15.2; wie Sie diese Angabe sicher auslesen, erklärt unser Ratgeber zu der Frage, welche Reifengröße für Ihr Fahrzeug zugelassen ist. Höher dürfen Sie immer gehen, niedriger nie.

Welche Autos auf dieser Dimension unterwegs sind, muss man nicht schätzen – der ADAC nennt sie im Testbericht selbst: Das Spektrum reicht von der Mercedes A-Klasse über Hyundai i30, Peugeot 308 und Seat Leon bis zu Opel Meriva, Škoda Octavia und Toyota Corolla. Getestet wurde auf einem VW Golf, für den die Größe ebenfalls freigegeben ist. Es ist damit die typische Bereifung der Kompaktklasse und der unteren Mittelklasse in ihren besser ausgestatteten Varianten – und entsprechend gefragt: In der Beliebtheitsauswertung unseres Sortiments liegt 225/45 R17 auf Platz zwei aller Pkw-Größen, nur 205/55 R16 wird häufiger aufgerufen und gekauft.

Der ADAC hat 16 Ganzjahresreifen in dieser Dimension geprüft

Der ADAC Ganzjahresreifentest in 225/45 R17 wurde am 24. Juni 2025 veröffentlicht. Bewertet wurden Fahrsicherheit (trocken, nass, Schnee, Eis) und Umweltbilanz (Laufleistung, Kraftstoffverbrauch, Geräusch, Nachhaltigkeit). Die 16 Noten verteilen sich auffällig sauber auf vier Vierergruppen: vier Mal „gut", vier Mal „befriedigend", vier Mal „ausreichend" und vier Mal „mangelhaft". Anders gesagt: Genau die Hälfte des Feldes ist nach ADAC-Maßstab nicht zu empfehlen.

An der Spitze stehen mit der Note 2,3 gleichauf der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 und der Continental AllSeasonContact 2, dahinter mit 2,5 der Pirelli Cinturato All Season SF 3 und der Bridgestone Turanza All Season 6. Der Continental ist laut ADAC der einzige Reifen im Feld, der sowohl in der Fahrsicherheit als auch in der Umweltbilanz ein „gut" erreicht. Der Goodyear wirkt bei Sommerhitze etwas weniger präzise, punktet dafür beim Bremsen und Handling auf nasser Straße und holt in der Umweltbilanz die Note 1,6 – er hält mit rund 68.000 Kilometern zudem die mit Abstand höchste prognostizierte Laufleistung des Testfelds. Für dieselbe Strecke bräuchte man laut ADAC zwei Sätze des billigsten Kandidaten.

Als „befriedigend" und damit ebenfalls empfehlenswert bewertet der ADAC den Michelin CrossClimate 2 (2,7), den Dunlop All Season 2 (2,9), den BFGoodrich Advantage All-Season (2,9) und den Viking FourTech Plus (3,0). Nur „ausreichend" gab es für Vredestein Quatrac Pro+ (3,8), Barum Quartaris 5, Nexen N'blue 4Season 2 und Superia Ecoblue2 4S (jeweils 3,9). Durchgefallen sind CST Medallion All Season ACP1 (4,8), APlus AS909 (4,9) sowie Arivo Carlorful A/S und Petlas Multi Action PT565 (jeweils 5,5).

Wie groß der Abstand praktisch ist, macht der Bremsweg deutlich. Aus 80 km/h bis zum Stillstand liegen zwischen dem besten Reifen (Continental) und dem schlechtesten (Arivo) 11,3 Meter. Steht das eine Auto bereits, prallt das andere an derselben Stelle noch mit 41 km/h auf ein Hindernis. Bemerkenswert ist dabei, dass der Preis im unteren Feld nichts vorhersagt: Der Petlas kostete zum Testzeitpunkt 97 Euro und bekam eine 5,5 – der deutlich billigere Superia (83 Euro) immerhin eine 3,9. Wer den Test im Detail nachlesen möchte, findet ihn in unserer ausführlichen Auswertung des ADAC-Ganzjahresreifentests 2025. Wie belastbar Testnoten sind, wenn Ihre Wunschgröße gerade nicht geprüft wurde, ordnen wir im Beitrag zu Reifentests und ihrer Übertragbarkeit auf andere Dimensionen ein. Eine Übersicht über alle aktuellen Reifentests des ADAC – auch für andere Saisons und Dimensionen – führt der Club selbst.

15 der 16 Testreifen stehen noch im Regal – aber nicht immer unter dem gleichen Namen

Ein Test nützt nur, solange man die getesteten Reifen auch kaufen kann. Wir haben deshalb am 28. August 2026 jedes der 16 Modelle einzeln in genau dieser Größe abgefragt. Ergebnis: 15 Modelle sind lieferbar, nur einer fehlt – ausgerechnet der Letztplatzierte, der Arivo Carlorful A/S. Ein gut ein Jahr alter Test ist in dieser Dimension also praktisch vollständig handelbar, was ihn zu einer belastbaren Kaufgrundlage macht.

Zwei Fallen lauern trotzdem, und beide entstehen dadurch, dass ein Reifenname im Regal anders aussieht als im Testbericht. Erstens der Generationswechsel: Neben dem getesteten Michelin CrossClimate 2 steht längst der Nachfolger im Sortiment. Der Michelin CrossClimate 3 ist ein anderer Reifen – er war nicht im Testfeld und erbt die Note 2,7 nicht. Was der neue Jahrgang technisch anders macht, beschreiben wir im Modellporträt zum CrossClimate 3 als Nachfolgegeneration. Zweitens die Runflat-Variante: Der Bridgestone Turanza All Season 6 existiert zusätzlich als „DRIVEGUARD"-Ausführung mit Notlaufeigenschaften. Das ist bauartlich ein eigener Reifen, der ebenfalls nicht getestet wurde.

Preislich hat sich seit dem Test spürbar etwas bewegt. Der ADAC nennt zu jedem Kandidaten einen Preis zum Testzeitpunkt im Juni 2025; unsere Zahlen sind Stückpreise unseres Regals vom 28. August 2026. Beide Werte sind unterschiedlich erhoben und ergeben deshalb keinen exakten Preisverlauf – die Richtung ist aber eindeutig:

Die vier bestbewerteten Reifen sind damit heute günstiger zu haben als zum Testzeitpunkt – und liegen preislich in derselben Region wie viele Modelle aus der unteren Tabellenhälfte. Das ist das eigentliche Argument gegen den Billigkauf in dieser Größe.

Die Kennung 91 gegen 94: In dieser Größe kostet die stärkere Stufe praktisch nichts

Es ist eine verbreitete Annahme, dass die verstärkte Ausführung eines Reifens systematisch teurer ist. In 225/45 R17 stimmt das nicht. Wir haben aus unserem Bestand alle Fälle herausgesucht, in denen dasselbe Modell mit demselben Geschwindigkeitsindex in derselben Rubrik einmal als 91 und einmal als 94 angeboten wird – 61 saubere Paare. Der Medianaufschlag der 94er gegenüber der 91er beträgt 1,4 Prozent. In 16 Paaren ist die stärkere Kennung sogar günstiger, in weiteren vier kostet sie exakt dasselbe.

Über das gesamte Regal gerechnet dreht sich das Bild sogar um: Der Median aller 91er liegt bei 87,63 €, der aller 94er bei 77,96 €. Die schwächere Kennung ist im Mittel also die teurere. Die Erklärung liegt nicht im Reifen, sondern im Angebot: Von 330 erfassten Modellen bieten nur 82 beide Kennungen an, 201 ausschließlich die 94 und 47 ausschließlich die 91. Wo das günstige Massenfeld nur noch verstärkt gebaut wird, bleibt im Restregal der schwächeren Stufe überwiegend Premium- und Auslaufware übrig – und die zieht den Median nach oben. Was hinter der XL-Kennzeichnung technisch steckt, erklären wir ausführlich im Beitrag über verstärkte Reifen und ihre Tragfähigkeitsreserve; die Systematik hinter den Zahlen und Buchstaben insgesamt finden Sie unter Lastindex und Geschwindigkeitsindex.

Aufschlussreich ist, dass die Standardkennung nicht gleichmäßig verschwindet, sondern nach Saison gestaffelt. Von den erfassten Ausführungen tragen die 91 noch 42,9 Prozent der Sommerreifen, aber nur 32,9 Prozent der Winterreifen und ganze 9,6 Prozent der Ganzjahresreifen. Wer in dieser Größe einen Allwetterreifen sucht und auf der 91 besteht, sucht faktisch in einem Zehntel des Angebots. Praktisch heißt das: Fordern Ihre Fahrzeugpapiere mindestens 91, greifen Sie ruhig zur 94 – sie ist zulässig, kostet im Median nichts und öffnet Ihnen das volle Sortiment.

Was 542 erfasste Ausführungen über das Angebot verraten

Für diesen Ratgeber haben wir das Sortiment in 225/45 R17 am 28. August 2026 so vollständig wie möglich erhoben und dabei 542 lieferbare Ausführungen von 330 Modellen aus 66 Marken erfasst. Der Shop meldet für die Größe insgesamt rund 600 Treffer; die Erhebung lief bis zur Sättigung und deckt damit den ganz überwiegenden Teil ab, aber nicht jede einzelne Ausführung. Alle folgenden Zahlen beziehen sich ausdrücklich auf diese 542 erfassten Einträge.

Die Saisonverteilung zeigt, wie stark die Größe im Sommer verankert ist: 259 Sommerreifen, 149 Winterreifen, 125 Ganzjahresreifen, dazu acht ausgewiesene Sportreifen. Die Preise reichen von 41,60 € bis 1.253,93 € bei einem Median von 80,83 € – zehn Prozent der Ausführungen liegen unter 54,56 €, zehn Prozent über 127,50 €. Nach Rubrik getrennt liegt der Median bei 78,80 € (Sommer), 92,41 € (Winter) und 76,97 € (Ganzjahres). Winterreifen sind in dieser Dimension also spürbar die teuerste Saison, Ganzjahresreifen die günstigste.

Beim Geschwindigkeitsindex trennen sich die Saisons deutlich. Sommerreifen kommen überwiegend als Y (121 Ausführungen) und W (107), Winterreifen dagegen als V (83) und H (61). Das ist rechtlich unproblematisch: Winterreifen dürfen einen niedrigeren Index tragen als in den Papieren gefordert, solange Sie die niedrigere Höchstgeschwindigkeit kennen und einhalten – ein entsprechender Hinweis im Sichtfeld des Fahrers ist üblich und sinnvoll.

Das EU-Label fällt in dieser Größe durchwachsen aus. Bei der Kraftstoffeffizienz dominiert Klasse C mit 326 von 542 Ausführungen, nur 18 erreichen ein A. Bei der Nasshaftung sieht es besser aus: 149 Mal A und 257 Mal B, aber auch 110 Mal C und 26 Ausführungen in D oder E. Das Rollgeräusch liegt zwischen 66 und 79 dB bei einem Median von 71 dB. Was die drei Piktogramme genau bedeuten, lesen Sie auf unserer Infoseite zum EU-Reifenlabel; wie Sie die Klassen beim Kauf gegeneinander abwägen, zeigt der ausführliche Ratgeber zu Nasshaftung, Effizienz und Geräusch. Der ADAC weist im Testbericht ausdrücklich darauf hin, sich beim Kauf nicht allein auf das Label zu verlassen – die Tests zeigten, dass die Label-Klasse die Gesamtperformance auf Nässe nicht zwingend abbildet.

Hinweis zu Ausreißern: In jeder großen Größe stehen einzelne Auslauf- und Restposten zu Preisen, die nichts über das Modell aussagen. In 225/45 R17 sind das unter anderem ein Barum Polaris 5 für 1.253,93 € und ein Michelin Alpin 6 für 990,34 €. Auch der Michelin CrossClimate 2 kommt in einer Ausführung für 424,72 € vor – während dasselbe Modell in 94Y bei 98,56 € liegt. Vergleichen Sie deshalb immer innerhalb desselben Modells und derselben Kennung, nicht nur über den Modellnamen.

Runflat in 225/45 R17: 34 Ausführungen, und ein einzelner Buchstabe entscheidet

225/45 R17 ist eine der Größen, in denen Runflat-Reifen eine echte Rolle spielen – vor allem an BMW-Modellen, die ab Werk ohne Ersatzrad ausgeliefert werden. In unserem Sortiment sind für diese Dimension 34 Ausführungen mit Notlaufeigenschaften hinterlegt, also gut fünf Prozent des Angebots. War Ihr Fahrzeug ab Werk auf Runflat ausgelegt, sollten Sie dabei bleiben oder den Wechsel auf Standardreifen fachkundig prüfen lassen – ohne Notlaufeigenschaften und ohne Ersatzrad stehen Sie im Pannenfall.

Heikel ist dabei die Kennzeichnung. Die Hersteller markieren Notlaufeigenschaften höchst unterschiedlich: Continental nutzt SSR, Bridgestone DriveGuard beziehungsweise RFT, Goodyear und Dunlop ROF, BMW-Erstausrüstung trägt zusätzlich ein Sternchen, und Hankook hängt schlicht ein B an die Typbezeichnung. Genau daran zeigt sich die Falle in dieser Größe besonders deutlich: Der Hankook W462 WiNter i\*cept RS3 und der Hankook W462B unterscheiden sich im Namen um einen einzigen Buchstaben – und im Preis um rund 23 Euro je Reifen. Wer beim Vergleich nur auf den Modellnamen schaut, vergleicht unbemerkt zwei verschiedene Bauarten.

Prüfen Sie deshalb bei Runflat immer die vollständige Bezeichnung auf der Produktseite und nicht nur den Modellnamen in der Trefferliste. Wie hoch der Aufpreis für Notlaufeigenschaften je nach Dimension ausfällt, haben wir für mehrere Größen ausgewertet – nachzulesen in der Analyse zum Runflat-Aufpreis im Größenvergleich. Ob sich der Verzicht auf das Ersatzrad überhaupt lohnt, wägt der Beitrag Notlaufreifen kaufen oder nicht ab.

So wählen Sie in dieser Größe richtig

Die Datenlage in 225/45 R17 ist ungewöhnlich gut: ein Test in exakt dieser Dimension, ein fast vollständig verfügbares Testfeld und ein Angebot mit über 500 erfassten Ausführungen. Daraus lässt sich eine klare Reihenfolge ableiten.

  1. Zuerst die Papiere. Lastindex und Geschwindigkeitsindex aus der Zulassungsbescheinigung Teil I sind Mindestwerte. Höher ist erlaubt, niedriger nicht – bei Winterreifen gilt für den Geschwindigkeitsindex die bekannte Ausnahme.
  2. Dann die Saisonfrage. Fahren Sie viel Autobahn, bei Hitze oder mit hoher Beladung, empfiehlt der ADAC ausdrücklich das klassische Duo aus Sommer- und Winterreifen. Für überwiegend Bundesstraße und milde Winter sind gute Ganzjahresreifen eine tragfähige Alternative. Die Abwägung im Detail: Ganzjahresreifen oder zwei Sätze und der Vergleich der Unterschiede zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
  3. Dann das Modell, nicht die Marke. Der Test zeigt es deutlich: Mit dem Barum Quartaris 5 landet die Zweitmarke eines Premiumherstellers nur bei „ausreichend", während günstigere Modelle anderer Hersteller besser abschneiden. Ein bekanntes Logo ist kein Qualitätsbeleg.
  4. Zum Schluss die Ausführung. Kennung, Runflat-Variante und Generation prüfen – und beim Preisvergleich innerhalb desselben Modells bleiben.

Für die beiden Spezialsaisons sind Sie in dieser Größe bestens versorgt. Auf der Sommerseite liegt der Bridgestone Turanza T005 in 91W mit Nasshaftungsklasse A für 78,72 € im gut sortierten Mittelfeld; im Winter ist der Hankook W462 WiNter i\*cept RS3 in 94H für 96,47 € eine der meistgefragten Ausführungen der Dimension. Den kompletten, tagesaktuellen Bestand sehen Sie auf der Größenseite 225/45 R17, sortiert nach Saison auch unter Sommerreifen für Pkw, Winterreifen für Pkw und Ganzjahresreifen für Pkw.

Ein letzter Punkt, den der ADAC im selben Bericht betont: Winter- und Ganzjahresreifen sollten Sie ab einer Profiltiefe unter 4 Millimetern ersetzen, obwohl gesetzlich 1,6 mm genügen – die Reserve brauchen Sie bei Aquaplaning und Schneematsch. Und kaufen Sie keine Neureifen, die älter als drei Jahre sind; das Herstellungsdatum verrät die DOT-Nummer, deren Aufbau wir im Beitrag über das Reifenalter und seine praktische Bedeutung erklären.

Häufige Fragen

Welche Tragfähigkeitskennung sollte ich in 225/45 R17 nehmen?

Maßgeblich ist der Wert in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I. Verlangt Ihr Fahrzeug 91, dürfen Sie problemlos 94 montieren – umgekehrt nicht. Da die 94er in unserer Erhebung im Median sogar günstiger ist als die 91er und deutlich mehr Modelle in dieser Kennung angeboten werden, spricht in dieser Größe wenig dagegen, die stärkere Variante zu wählen.

Ist der Michelin CrossClimate 3 genauso gut bewertet wie der CrossClimate 2?

Nein – der CrossClimate 3 war im ADAC-Test von Juni 2025 nicht dabei. Getestet und mit 2,7 bewertet wurde ausschließlich der CrossClimate 2. Eine Nachfolgegeneration erbt keine Testnote, auch wenn der Name fast identisch klingt. Beurteilen Sie den neuen Jahrgang deshalb eigenständig oder warten Sie auf einen Test, der ihn tatsächlich enthält.

Lohnt sich ein Allwetterreifen auf einem sportlich bereiften Kompaktwagen?

Das hängt vom Fahrprofil ab. Der ADAC rät bei viel Autobahn, hohen Temperaturen und hoher Beladung zum Saison-Duo. Wer überwiegend Bundesstraße fährt und in einer Region mit milden Wintern wohnt, fährt mit einem der vier gut bewerteten Ganzjahresreifen sicher – bei ehrlicher Einordnung, dass ein Kompromissreifen auf einem Niederquerschnitt etwas Trockenpräzision und tiefen Schneegriff kostet. Wie sich Allwetterreifen im Hochsommer schlagen, haben wir gesondert betrachtet: Ganzjahresreifen bei sommerlichen Temperaturen.

Schlagwörter: 225/45 R17 Reifengröße Kaufberatung Ganzjahresreifen ADAC-Test XL-Reifen

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